Hamas

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Die Flagge der Hamas, eine Kalligrafie der Schahāda vor grünem Hintergrund.
Das Hamas-Emblem zeigt zwei gekreuzte Schwerter, den Felsendom und eine Karte vom heutigen Israel unter Einbeziehung des Westjordanlands und des Gaza-Streifens, welches sie komplett als Palästina beansprucht. Die Darstellung des Felsendoms ist von zwei palästinensischen Nationalflaggen umrahmt

Die Hamas (arabisch ‏حَمَاسْ‎, DMG Ḥamās; arabisch für „Eifer“, zugleich Akronym aus Ḥarakat al-muqāwama al-islāmiyya für „Islamische Widerstandsbewegung“) ist eine sunnitisch-islamistische Palästinenser-Organisation, die den Staat Israel mit terroristischen Mitteln beseitigen und einen islamisch-theokratischen Staat errichten will. Sie wurde 1987 als Zweig der Muslimbruderschaft unter anderem von Ahmad Yasin gegründet. Sie besteht aus den paramilitärischen Qassam-Brigaden, einem Hilfswerk und einer politischen Partei.

Die Hamas verübt seit 1993 Selbstmordattentate und andere Angriffe auf israelische Zivilisten und Soldaten. Sie gilt als Terrororganisation und wird juristisch von der Europäischen Union, den Vereinigten Staaten, Israel und anderen, auch arabisch-muslimischen, Staaten als terroristische Vereinigung definiert. Einige Staaten und Organisationen teilen diese Einstufung nicht.

Seit ihrem Wahlsieg 2006 bzw. dem bürgerkriegsartigen Kampf um Gaza im Juni 2007, der international überwiegend als Putsch der Hamas wahrgenommen wurde, stellt die Hamas die Regierung über den Gazastreifen. Vereinzelte Aussagen einiger Hamasvertreter seither, Israel unter Bedingungen anzuerkennen, haben zu keiner Abkehr vom programmatischen Ziel der Zerstörung Israels geführt.

Internationale Einstufung[Bearbeiten]

Die Hamas wird von Historikern, Politologen und Juristen in den meisten westlichen Staaten als terroristische Bewegung beschrieben.[1] Folgende Staaten definieren sie offiziell als terroristische Vereinigung oder haben sich von der Organisation distanziert:

Ägypten Ein Gericht verbot der Hamas landesweit in Ägypten zu operieren.[2]
Australien Der militärische Flügel der Hamas, die Izz ad-Din al-Qassam Brigaden, ist als terroristische Organisation aufgelistet.[3]
Deutschland Der deutsche Bundesgerichtshof entschied 2004, die Hamas sei eine einheitliche Organisation, deren humanitäre Aktivitäten nicht von den terroristischen und politischen getrennt werden könnten.[4]
Europäische Union Die Hamas ist unter den Organisationen aufgelistet, gegen die es Restriktionen gibt, um Terrorismus zu bekämpfen.[5]
Israel Das israelische Außenministerium erklärt, dass die Hamas eine terroristische Infrastruktur in Gaza und dem Westjordanland unterhalte und bestrebt sei, terroristische Attacken in den Territorien und Israel auszuüben. (“Hamas maintains a terrorist infrastructure in Gaza and the West Bank, and acts to carry out terrorist attacks in the territories and Israel.”)[6]
Japan Hat 2005 erklärt, es habe die Guthaben terroristischer Organisationen eingefroren, einschließlich der Hamas (“terrorist organizations, including... Hamas.”)[7]
Jordanien Die Hamas war von 1999[8] bis 2011[9] verboten, Jordanien bezeichnete das Verbot jedoch später als Fehler.
Kanada Die Hamas wird beschrieben als eine radikale sunnitisch muslimische Terrororganisation (“a radical Sunni Muslim terrorist organization”).[10][11]
Vereinigtes Königreich Die Iz al-Din al-Qassem Brigaden sind als eine terroristische Organisation aufgelistet.[12]
Vereinigte Staaten Die Hamas ist als ausländische terroristische Organisation aufgelistet (“Foreign Terrorist Organization”).[13]

Einige Länder stufen die Hamas nicht als terroristische Organisation ein oder pflegen Kontakte aus anderen Gründen:

Norwegen Norwegen war das erste westliche Land, das 2007 die vereinte palästinensische Regierung aus Hamas und Fatah anerkannt hat. Norwegische Vertretungen haben verschiedene Male Vertretungen der Hamas getroffen. Auf einen Versuch der USA, Norwegen von Kontakten mit der Hamas abzuraten, antwortete der norwegische Außenminister Jonas Gahr Støre 2006, Norwegen wisse, dass die USA und die EU durch ihre Listen von Terrororganisationen gesetzlich verpflichtet seien, aber man müsse in der Lage sein, unabhängig über den Kontakt zu entscheiden. (“We know that the USA and the EU have legal obligations since they have Hamas on their terrorist list. We must be able to take an independent decision about contact.”)[14]
Russland Russland hat die Hamas nicht zur terroristischen Organisation erklärt. Es ist das einzige größere Land, das direkte Gespräche mit der Hamas führt, seit sie die palästinensischen Wahlen gewonnen hat. Russland verteidigt diese Haltung damit, dass es beabsichtige, Druck auf die Hamas auszuüben, damit sie Gewalt ablehne und Israel anerkenne.[15]
Türkei Die Türkei stuft die Hamas nicht als terroristische Organisation ein. Premier Erdoğan bezeichnete diese als Freiheitskämpfer, die ihr Land verteidigen würden.[16]
Organisation für Islamische Zusammenarbeit Die Organisation sieht militante Angriffe derer, die unter Besatzung leben, generell nicht als Terrorismus.[17] Die Organisation hat 57 Mitgliedsstaaten.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

1946 gründete die ägyptische Muslimbruderschaft einen palästinischen Zweig in Ostjerusalem. Unter den etwa 1000 Gründungsteilnehmern hatten sich viele am arabischen Aufstand in Palästina von 1936 bis 1939 beteiligt. Sie erklärten die Beschneidung der Rechte arabischer Palästinenser zur Gefahr für alle Muslime. Sie lehnten den UN-Teilungsplan für Palästina von 1947 ab und bereiteten daraufhin einen als Djihad aufgefassten bewaffneten Kampf gegen jüdische Siedler vor. Diese Mudschaheddin nahmen 1948 am Palästinakrieg von sechs arabischen Staaten gegen das neugegründete Israel teil. Nach der Niederlage der Angreifer und dem Zustrom von über 700.000 Flüchtlingen in die verbliebenen Gebiete Palästinas konzentrierten sich die Muslimbrüder dort auf den allmählichen Aufbau eines Netzwerks zur religiösen Erziehung, die sie als Mittel zur einstigen Rückgewinnung der von Israel eroberten Gebiete ansahen. Sie lehrten Islam und Rückkehr in die verlorene Heimat als gleichwesentlich für palästinensische Identität.[18]

In den 1950er und 1960er Jahren dominierte jedoch der säkulare arabische Nationalismus Ideen und Programme der meisten Palästinensergruppen. Sie hofften, Israel in einem gemeinsamen neuen Krieg aller Araber militärisch schlagen zu können. Ägypten unterdrückte nationalistische und islamistische Tendenzen im von ihm verwalteten Gazastreifen, öffnete aber zugleich seine Universitäten für Palästinenser, die dort eine weltoffene und multikulturelle Ausbildung erhielten. Im nun von Jordanien besetzten Westjordanland wiederum verhielt sich die Muslimbruderschaft unpolitisch und loyal zum Königshaus.[19]

Nachdem Israel im Sechs-Tage-Krieg 1967 diese Gebiete Palästinas besetzt hatte, mussten sich die Palästinenser erneut reorganisieren. Die Muslimbruderschaft ergriff im Gazastreifen die Chance zu einer organisatorischen Ausdehnung. Sie verzichtete auf den politischen Djihad und konzentrierte sich auf die Islamisierung der eigenen Gesellschaft, etwa durch den Bau zahlreicher Moscheen und Koranschulen. Dabei grenzte sie sich gegen säkulare, linksgerichtete, als westliche Einflüsse verstandene Ideen ab, wie sie auch die 1964 gegründete PLO vertrat.[20] Dazu gründete Yasin im Flüchtlingslager Schati 1967 die Organisation Al-Mudschama, die mit neuer, als islamisch propagierter Mode – Kopftücher und Ganzkörperschleier für Frauen, Anzüge für Männer – ihre Einnahmen erzielte und das Zusammengehörigkeitsgefühl so gekleideter Muslime förderte. Diese Gruppe war streng hierarchisch organisiert und hatte Abteilungen für Religion, Wohlfahrt, Erziehung, Soziales, Medizin und Sport. Sie dehnte sich rasch im Gazastreifen und im Westjordanland aus, bildete Moscheeprediger aus und ernannte sie, gab Kindern und Jugendlichen Religionsunterricht, vermittelte Kontakte zwischen reichen und armen Familien, finanzierte Hausreparaturen, half ehrenamtlich bei Straßenreinigung und Festen, bot Handarbeitskurse für junge Frauen an, vergab Stipendien für ein Studium der Scharia in Saudi-Arabien, betreute Jugendtheatergruppen, gründete Sportclubs und Pfadfindergruppen, organisierte Sportturniere und Sommerlager. Sie unterhielt spendenfinanzierte Arztpraxen, darunter eine Entbindungsstation, sowie eine Bibliothek und Kindergärten. Ein Schlichtungskomitee vermittelte bei lokalen Streitigkeiten.[21]

1974 erklärte PLO-Führer Jassir Arafat erstmals seine Bereitschaft, Israel unter Umständen anzuerkennen. Auch in Reaktion darauf wuchs der Einfluss des fundamentalistischen Islam etwa von Sayed Qutb an ägyptischen Universitäten.[22] 1976 gründete die palästinensische Muslimbruderschaft unter Yasin in Gaza-Stadt das Islamistische Zentrum, das im folgenden Jahrzehnt zur Machtzentrale aller islamistischen Gruppen und Einrichtungen im Gazastreifen wurde.[23] Kandidaten dieses Zentrums gewannen allmählich Leitungspositionen in Berufsverbänden, der Universität Gaza und anderen, bisher von Linksnationalisten dominierten Institutionen. Durch moralische und soziale Hilfen, Bekämpfung der Korruption und Gemeinschaftsprojekte gewann die Muslimbruderschaft im Gazastreifen eine breite und solide Basis in der Bevölkerung.[24]

1979 erlaubte Israel die Al-Mudschama und weitere lokale Ableger dieser Gruppe. In den 1980er Jahren sollen israelische Behörden den Aufstieg der Islamisten im Gazastreifen als Gegengewicht zur Fatah aktiv gefördert haben. Dies wurde in Israel in den 1990er Jahren öffentlich diskutiert.[25]

Inspiriert von der islamischen Revolution im Iran 1978, spalteten sich radikalere sunnitische Islamisten von der Muslimbruderschaft Ägyptens und progagierten den bewaffneten Terrorkampf, zunächst gegen die als prowestlich geltenden Regimes arabischer Staaten, dann auch gegen Israel zur Rückeroberung ganz Palästinas. In Ägypten verfolgte radikale Islamisten der Gruppe Al-Dschihad gelangten nach Gaza und gründeten 1981 dort die Gruppe Al-talia al-islamiya („Die islamische Vorhut“), die der Al-Mudschama mit ähnlichen Mobilisierungsmethoden Konkurrenz machte. Auch die Fatah gründete daraufhin im Gazastreifen die bewaffneten „Brigaden des Islamischen Djihad“ und förderte zudem im Westjordanland die „Islamische Gruppe“. Islamisten aus diesem Umfeld begingen 1983 Mordanschläge auf israelische Zivilisten.[26]

Die 1978 gegründete Islamische Universität in Gaza-Stadt gelangte 1983 unter islamistische Führung, nachdem Al-Mudschama-Anhänger den zur PLO gehörenden Präsidenten gewaltsam vertrieben hatten.[27] Im selben Jahr begann Yasin, durch geheime Kooperation mit der Muslimbruderschaft im Westjordanland Waffen zu beschaffen, um damit eine Untergruppe seiner Al-Mudschama, die „Palästinensischen Heiligen Krieger“, auszurüsten. Einige seiner Anhänger brachen in ein Waffenlager der Armee Israels ein; diese fand einen Teil der Beute bei einer Durchsuchung im Haus Yasins. Er wurde wegen Vorbereitung der Vernichtung Israels von einem Militärgericht zu 13 Jahren Haft verurteilt, kam aber schon nach 11 Monaten bei einem Gefangenenaustausch frei. 1986 gründete er die weitere bewaffnete Untergruppe al-Madschd: Ihre Mitglieder sollten „unislamisches Verhalten“ von Palästinensern ausspähen und bestrafen. Sie blieben anonym, kannten und trafen einander nicht. 1987 verübten sie erste Brandanschläge auf Videotheken, deren Inhaber sie des Handels mit Pornografie verdächtigten; später ermordeten sie Palästinenser wegen angeblicher Kollaboration mit Israel. Yasin hatte Kollaborateuren mit einer Fatwa die Todesstrafe angedroht.[28]

Nach Beginn der Ersten Intifada trafen sich die palästinensischen Muslimbrüder am 9. Dezember 1987 in Gaza-Stadt und beschlossen eine Abkehr von der bisherigen politischen Enthaltsamkeit und die Teilnahme an der Intifada. Eins ihrer Flugblätter rief die Bevölkerung des Gazastreifens am 14. Dezember 1987 zum „Widerstand gegen die israelische Besatzung“ auf und trug erstmals die Unterschrift der Ḥarakat al-muqāwama al-islāmiyya, noch ohne das Akronym Hamas. Deren Gründung sollte die palästinensische Muslimbruderschaft davor bewahren, im Falle des Scheiterns der Intifada ihre Macht einzubüßen. Erst auf dem vierten Flugblatt, das am 16. Februar 1988 erschien, gab sich die „Bewegung des Islamischen Widerstands“ als „mächtiger Arm“ der Muslimbruderschaft zu erkennen.[29]

Angebliche Unterstützung durch Israel bei der Gründung[Bearbeiten]

Einige Publikationen und Personen behaupten einen Einfluss staatlicher israelischer Stellen bei der Gründung der Hamas Ende der 80er Jahre. So schrieb der aus Israel stammende Professor für Internationale Beziehungen an der Oxford-Universität im Vereinigten Königreich, Avi Shlaim, im der Zeitung The Guardian Anfang 2009:

“In the late 1980s, Israel had supported the nascent Hamas in order to weaken Fatah, the secular nationalist movement led by Yasser Arafat.”

[30]

Vor allem auch linke Gruppen und Periodika sprechen immer wieder davon, dass die Politisierung (und damit auch Militarisierung) der Muslimbruderschaft etwa vom israelischen Geheimdienst unterstützt wurde.[31][32][33] Der Grund der Unterstützung beim Aufbau der Hamas in ihrer heutigen Form sei dabei vor allem gewesen, die palästinensische Politik dominierende, säkulare oder linke Strukturen wie Fatah oder PFLP zu schwächen. Damit sollten diese – mehrheitlich in der PLO organisierten – Parteien über eine zweite politische Bewegung unter Druck gesetzt und geschwächt werden.[34] In der operaistischen Zeitschrift Wildcat heißt es dazu:

„Um ein authentisches palästinensisches Gegengewicht zur PLO zu schaffen, hatte Israel Anfang der 80er Jahre die Moslem-Bruderschaft gefördert. Seit diese ihre Einstellung gegen die Arbeiterklasse gezeigt hatte, indem sie eine Bücherei als „Brutstätte des Kommunismus“ niederbrannte, versorgte Israel sie mit Waffen“

[35]

Diese Darstellung ist jedoch umstritten. Dagegen spricht beispielsweise Ulrich W. Sahm Ende 2011 im vor allem von staatlichen und privaten Sicherheitsexperten getragenenen Internet-Portal „Security Explorer“ von der Mär der Unterstützung der Hamas durch Israel.[32] Sahm beruft sich dabei auf Brigadegeneral a.D. Schalom Harari:

„Im Dezember 1987 wurde die HAMAS gegründet. Bis heute habe ihm [Schalom Harari, die Redaktion] kein Offizier oder Politiker den gewünschten Beweis [Für die Unterstützung der Hamas durch Israel, d.R.] geliefert. Er hält es für ein Märchen, dass Israel mit der HAMAS ein politisches Gegengewicht zur PLO schaffen wollte.“

[32]

Ideologie[Bearbeiten]

Gründungscharta[Bearbeiten]

Am 18. August 1988 veröffentlichte die Hamas ihre Gründungscharta.[36] Darin sind Ideologie und strategische Überlegungen vereint.[36][37]

2006: Wahlplakat der Hamas in Ramallah. Auf ihm wird ein „Palästina von der See bis zum Fluss“ gefordert.

Als Ziel der Hamas nennt die Charta, „die Fahne Allahs über jedem Zoll von Palästina aufzuziehen“. Palästina umfasst für die Charta die gesamte Region inklusive Israels und Teilen Jordaniens. Israel wird als „zionistisches Gebilde“ bezeichnet, dessen „islamisches Heimatland“ (Waqf) niemals Nicht-Muslimen überlassen werden dürfe, weil es bis zum Tag des Jüngsten Gerichts den Muslimen anvertraut worden sei (Art. 11). Deshalb sei es die religiöse Pflicht (fard `ain) eines jeden Muslims, für die Eroberung Israels zu kämpfen. Diese Ideologie wird theologisch mit Koranzitaten begründet. Sie verneint das Existenzrecht Israels und impliziert die Auflösung dieses Staates und jeder nichtreligiösen palästinensischen Verwaltungsbehörde.

Verhandlungen und Konferenzen lehnt die Charta als für die Anliegen der Palästinenser untaugliche „Zeitverschwendung“ und „vergebliche Bemühungen“ ab. Sie seien „nichts anderes als ein Mittel, um Ungläubige als Schlichter in den islamischen Ländern zu bestimmen“. Doch für Palästina gebe es keine andere Lösung als den Dschihad; dabei sei „die Vernachlässigung irgendeines Teils von Palästina gleichbedeutend mit Vernachlässigung des islamischen Glaubens“. „Sogenannte Friedenslösungen und internationale Konferenzen“ stünden „im Widerspruch zu den Prinzipien der islamischen Widerstandsbewegung“ (Artikel 13).[38]

Deshalb kritisiert die Charta die weltliche Agenda der PLO und deren Zustimmung zu den UN-Resolutionen 242 und 338, mit denen die PLO den Staat Israel 1988 anerkannte. Andererseits bezeichnet die Charta die PLO als Vater, Bruder, Verwandten oder Freund der islamistischen Bewegung und betont, sie habe die gleichen Ziele, dasselbe Schicksal und den gemeinsamen Feind.

Die Charta akzeptiert andere Religionen in der Region nur unter den „Fittichen des Islams“. Nur unter ihm könnten die „Anhänger anderer Religionen sicher und unter dem Schutz von Lebensart, Eigentum und Rechten leben“. Ohne den Islam komme Uneinigkeit auf und gedeihten Ungerechtigkeit und Korruption (Art. 6). In Artikel 31 heißt es daher: Nur unter den Fittichen des Islam bekämen Recht und Ordnung die Oberhand. Der Ausdruck „unter den Fittichen des Islam“ bedeutet, dass nicht-Muslime als Dhimmi innerhalb eines Islamischen Staates gegen die Entrichtung einer speziellen Kopfsteuer (Dschizya) zwar vor Verfolgung geschützt sind und in religiösen Fragen ihren eigenen Autoritäten unterstellt sind (z. B. Heirat, Scheidung), gegenüber Muslimen jedoch als Bürger zweiter Klasse gelten. Dieses äußert sich z. B. dadurch, dass ihre Aussage vor Gericht weniger gilt, sie keine Waffen tragen dürfen etc.

Artikel 7 der Charta erklärt das Töten von Juden – nicht nur von jüdischen Bürgern Israels oder Zionisten – zur unbedingten Pflicht jedes Muslims, indem sie sie zur Voraussetzung für das Kommen des Jüngsten Gerichts erklärt:

Die Stunde des Gerichtes wird nicht kommen, bevor Muslime nicht die Juden bekämpfen und töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken und jeder Baum und Stein wird sagen: 'Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude ist hinter mir, komm und töte ihn!'

Sahih Muslim Buch 41, Nummer 6981,[39] zitiert in Artikel 7

In Artikel 22 übernimmt die Charta die in Europa entstandene antisemitische Verschwörungstheorie vom Weltjudentum: Die Protokolle der Weisen von Zion seien echt, die Freimaurer, der Lions-Club und der Rotary-Club arbeiteten insgeheim „im Interesse der Zionisten“. Die Juden seien für die Französische Revolution, den „westlichen Kolonialismus“, den Kommunismus und die Weltkriege verantwortlich: „Es gibt keinen Krieg, wo sie nicht ihre Finger im Spiel haben…“[40] Zionisten strebten nach weltweiter Expansion.

Daraus folgert Artikel 32:

„Den Kreis des Konflikts mit dem Zionismus zu verlassen ist Hochverrat. Alle, die das tun, sollen verflucht sein. 'Wer immer ihnen den Rücken zukehrt […] zieht sich den Zorn Allahs zu, und seine Wohnung soll die Hölle sein…' (Koran, 8:16)

Artikel 32; bei Baumgarten S. 224

Rezeption[Bearbeiten]

Der Politikwissenschaftler Matthias Küntzel bezeichnete die Charta der Hamas 2008 als „das bis heute wohl wichtigste Manifest des Islamismus“.[41] Sari Nusseibeh, der palästinensische Präsident der Al-Quds-Universität zu Jerusalem, beurteilte besonders den antisemitischen Teil der Charta: Er klinge wie ein direktes Zitat aus dem nationalsozialistischen Hetzblatt Der Stürmer.[42]

Ob die Charta die Hamas-Positionen noch bestimmt, wurde nach ihrem Wahlerfolg 2006 verschiedentlich bezweifelt.[43] Laut MEMRI ist die arabische Originalfassung der Charta nur schwer aufzutreiben.[44] Eine Befragung von Hamas-Aktivisten und -Abgeordneten durch die Jerusalem Post ergab, dass viele die antisemitischen Aussagen der Charta nicht kannten.[44] Der Historiker Khaled Hroub sieht neuere Dokumente der Hamas wie ihr Wahlmanifest von 2005 als Abweichung von Positionen der Gründungscharta.[45] Diese ist jedoch nie verändert worden. Aussagen von Hamasvertretern zeigten, dass sie die Ziele der Charta nach wie vor verfolgen.

Holocaustleugnung[Bearbeiten]

Als Antwort auf eine Konferenz über den Holocaust vom Januar 2000 in Stockholm bezeichnete ein Text der Hamas den Holocaust als zionistische Geschichtsfälschung.[46] Abd al-Aziz ar-Rantisi, einer der Gründer und zwischenzeitlich der Führer der Hamas, bezeichnete den Holocaust als die größte aller Lügen, als Propaganda, welche die Zionisten über die Medien verbreiteten. Er führte zudem aus, dass die Ermordung vieler Juden durch die Nationalsozialisten von den Zionisten unterstützt worden sei, um die Juden zum Auswandern nach Palästina zu zwingen. Er behauptete außerdem, dass die Nationalsozialisten finanziell von den Zionisten unterstützt worden seien.[47]

2008 distanzierte sich Bassem Naeem, der Informations- und Gesundheitsminister der Hamas-Regierung im Gazastreifen, jedoch in einem britischen Zeitungsartikel von der Holocaustleugnung.[48]

2009[49] und 2011[50] erhob die Hamas vehementen Einspruch gegen die Thematisierung des Holocaust an Schulen der UNRWA, einer UN-Organisation, die im Gaza-Streifen Schulen unterhält. In einer Stellungnahme eines Hamas-Sprechers des Ministeriums für Flüchtlingsangelegenheiten hieß es u. a, damit würde „das Denken der Schüler vergiftet“.

Organisation[Bearbeiten]

Struktur[Bearbeiten]

Die Hamas ist lose in Organisationen strukturiert, die sowohl im Geheimen als auch öffentlich in Moscheen und sozialen Hilfseinrichtungen arbeiten, um Mitglieder zu werben, Gelder zu sammeln und Aktivitäten zu organisieren. Besonders unter Palästinensern, die im Gazastreifen leben, erfreut sich die Hamas großer Beliebtheit. Aber auch im Westjordanland und – in geringerem Maße – in anderen Staaten des Nahen Ostens (einschließlich Israels) findet sie Unterstützer. Diese Beliebtheit beruht auch auf ihren sozialen Dienstleistungen und der Hoffnung selbst langjähriger Fatah-Parteigänger und Aktivisten, durch die Hamas werde ein Ende der Korruption in der alten Arafat-Partei und so eine Erneuerung der politischen Landschaft möglich.

Verschiedene Hamas-Organisationen haben sowohl politische als auch gewaltsame (einschließlich terroristischer) Mittel zur Durchsetzung ihrer politischen Ziele angewandt (wie etwa Selbstmordattentate). Die Hamas betrachtet alle diese Handlungen als legitimen "Widerstand" gegen die "Besatzungsmacht" Israel. Im militärischen Flügel der Hamas sind verschiedene Gruppierungen vertreten:

  • die Studenten Ayyaschs, die Studenteneinheiten des Ingenieurs Yahya Ayyasch (im Gedenken an Yahya Ayyasch, verantwortlich für den Tod von mehr als 50 Israelis; er fiel 1996 einem Anschlag des Schin Beth mit einem präparierten Handy zum Opfer),
  • die Izz-ad-Dīn-al-Qassām-Brigaden bzw. -Bataillone (im Gedenken an Scheich Izz ad-Dīn al-Qassām, getötet von den Briten 1935).
  • die sog. Exekutiv-Einheiten, die als etwa 6000 Mann starke Sicherheitstruppe (Stand: Juni 2007) von Ismail Haniyeh, dem 2006 von der Hamas gestellten Premier der palästinensischen Einheitregierung, aufgestellt wurden. Die Exekutiv-Einheiten stehen in Konkurrenz zu den von Präsident Mahmud Abbas kontrollierten Polizei-, Militär- und Fatah-Milizeinheiten. Diese Truppe war maßgeblich am Sieg der Hamas über die Fatah im Gazastreifen im Juni 2007 beteiligt.

Die Hamas wirbt ständig um Mitglieder in Moscheen und Universitäten. Eine Schätzung geht von 80.000 Mitgliedern aus, der harte Kern der Hamas wird auf 300 bis 3.000 Mitglieder geschätzt.

Die Hamas und ihre Unterorganisation, die Qassam-Brigaden, werden von der EU,[51] Australien,[52] Kanada,[53] Israel, den USA,[54] Japan[55] und anderen, vor allem westlichen Staaten als terroristische Vereinigung eingestuft. Die Außenminister der EU setzten 2003 die Hamas selbst und deren politischen Arm auf die Liste terroristischer Vereinigungen. Hamas-Anhänger können seitdem strafrechtlich verfolgt und ihre Konten eingefroren werden.

Die Behörden in Jordanien schlossen 1999 das Hamas-Büro in Amman. Die Mitglieder des Politbüros wurden festgenommen und ausgewiesen. Im April 2006 wurden nach Angaben der jordanischen Regierung Mitglieder der Hamas in Jordanien verhaftet, die auf Anweisung der syrischen Exilführung der Hamas Attentate in Jordanien ausführen sollten. Im jordanischen Fernsehen wurden Waffenlager gezeigt, die nach Behördenangaben durch die Hamas angelegt worden waren. Im November 2011 bezeichnete die Regierung die Ausweisung als Fehler, im Januar 2012 folgte ein erster offizieller Empfang des Politbüro-Chefs der Hamas durch den jordanischen König.[56][57]

Führung[Bearbeiten]

Wahlkampfveranstaltung der Hamas in Ramallah. Mit den getöteten Vorbildern Yasin und Rantisi auf einem Plakat

Der Mitbegründer und geistige Führer der Hamas, Scheich Ahmad Yasin, wurde am 22. März 2004 bei einem Raketenangriff durch die israelische Luftwaffe im Rahmen der so genannten Operation Stabwechsel gezielt getötet. Wenige Tage später wurde Yasins Stellvertreter, der Kinderarzt Abd al-Aziz ar-Rantisi, in Gaza zum neuen „Generalkommandanten“ proklamiert. Kurz darauf tauchte er in den Untergrund ab. Er vertrat wie Yasin die Ansicht, dass Terroranschläge ein legitimes Mittel „im Befreiungskampf gegen Israel“ seien. Knapp einen Monat nach seinem Aufstieg zum Hamasführer am 17. April 2004 wurde Rantisi wie Yasin von der israelischen Armee gezielt getötet. Rantisi stand für den radikalen Flügel der Organisation und hatte im Sommer 2003 die Hudna (befristeter Waffenstillstand) abgelehnt. Bekannt wurde er als Sprecher von 400 in den Libanon deportierten Kämpfern und durch seine Kontakte zur Hisbollah und zum Iran.

Als Reaktion auf die gezielten Tötungen durch das israelische Militärs ernannte die Hamas danach keinen alleinigen Anführer der Organisation mehr. Als neue Schaltzentrale galt in den folgenden Jahren die syrische Hauptstadt Damaskus. Dort hielt sich unter anderem der einflussreiche Chef des Politbüros der Hamas, Chalid Maschal auf. Während eine weitere Führungsfigur der Hamas, Mahmud az-Zahar, als Hardliner bekannt ist, gilt Ismail Haniyya, der während der palästinensischen Regierung der Nationalen Einheit von 2006 bis 2007 Ministerpräsident war, als gemäßigter Pragmatiker und weniger einflussreich. Oberbefehlshaber des militärischen Flügels der Hamas in Gaza war bis 2012 Ahmed al-Dschabari als Nachfolger von Mohammed Deff.[58] Ein weiteres hochrangiges Mitglied ist Usama al-Mazini, der als religiöser Führer gilt.[59]

Während der israelischen Operation Gegossenes Blei traten starke Spaltungen und Richtungsstreitigkeiten innerhalb der Organisation zutage.[60]

Im Zuge des Bürgerkriegs in Syrien verließ die komplette Exilführung der Hamas Anfang 2012 das Land. Der Vorsitzende des Hamas-Politbüros, Chalid Maschal, zog nach Katar, sein Stellvertreter Mussa Abu Marzouk nach Kairo.[61] Die Hamas hat sämtliche Verbindungen zur syrischen Regierung gekappt und sich auf die Seite der Rebellen gestellt. Gleichzeitig sind Katar und – bis zum Umsturz 2013 – Ägypten mit dem Wahlsieg der Muslimbrüder wichtige Unterstützer geworden.[62]

Finanzierung[Bearbeiten]

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Finanziert wurde die Hamas, wie schon ihre Vorgängerorganisation, die Muslimbruderschaft, während der 1970er und 1980er Jahre direkt und indirekt durch verschiedene Staaten, einschließlich Saudi-Arabien und Syrien. Heute kommen finanzielle Mittel von exilierten Palästinensern, vom Iran sowie von privaten Unterstützern aus arabischen Staaten. Finanzierungs- und Propaganda-Aktivitäten finden auch in Westeuropa und den Vereinigten Staaten statt.

Seitdem die Finanzierung der palästinensischen Regierung durch den Westen eingestellt wurde – arabische Banken zahlen, wegen der Boykottdrohung der USA, der Hamas kein Geld aus -, bemüht sich die Hamas verstärkt, Bargeld ins Land zu bringen. So wurde am 19. Mai 2006 Sami Abu Zuhri, Sprecher der Hamas, am Grenzübergang des Gazastreifens zu Ägypten festgehalten, er hatte 900.000 Euro in bar bei sich. Wenige Tage zuvor wurde Außenminister Mahmud Asahar aus Kuwait eine halbe Million Euro gestohlen. Die EU hatte die Kontrolle der Grenzen des Gazastreifens gegen Waffenschmuggel und Eindringen unerwünschter Personen übernommen, eine Bedingung des israelischen Staates für den Abzug aus dem autonomen Gebiet. Infolge des Grenzzwischenfalles wurden Truppenbewegungen der Qassam-Brigaden, einem militanten Flügel der Hamas, am Grenzübergang beobachtet.

Als Organisationen, die die Hamas finanziell unterstützen, werden in Europa verdächtigt: das „Comité de Bienfaisance et de Secours aux Palestiniens“ (CBSP) in Frankreich, die „Association de Secours Palestinien“ (ASP) in der Schweiz, „The Palestine Relief and Development Fund“ (Interpal) in Großbritannien, die „Palästinensische Vereinigung in Österreich“ (PVÖ), „Sanabil Al-Aqsa“ in Schweden und die Al-Aqsa-Stiftung in Deutschland, Dänemark, Belgien und den Niederlanden. Die Organisationen wurden 2003 vom US-Finanzministerium[63][64] und von der EU[65] benannt. In seiner „Kampagne der 101 Tage“[66] sammelte Yusuf al-Qaradawi im Jahr 2000 die Unterstützung von über fünfzig Hilfsorganisationen, neben den vorgenannten auch von Islamic Relief, „Muslim Aid“, der World Assembly of Muslim Youth (WAMY) und der „International Islamic Relief Organization“ (IIRO).[67]

Von in Deutschland lebenden Angehörigen der palästinensischen Muslimbruderschaft wurde 1981 der „Islamische Bund Palästina“ (IBP) im Islamischen Zentrum München gegründet. Er vertrat seit der ersten Intifada 1987 bis ca. 2003[68] offen die Positionen der Hamas.[69] Der IBP, der selbst kein eingetragener Verein ist, hat ca. 300 Mitglieder und nutzte als Treffpunkt das „Islamische Kultur- und Erziehungszentrum Berlin e. V.“ (IKEZ),[70] wo im Juni 2000 auch der 19. Jahreskongress des IBP stattfand. Der IBP sammelte über den 1991 in Aachen gegründeten Verein „Al-Aqsa e. V.“ auch Spendengelder zur Unterstützung der Intifada. Bundesinnenminister Otto Schily verbot am 5. August 2002 den Verein als terroristische Vereinigung.[71] Die Ermittler durchsuchten daraufhin das Vereinslokal und Wohnungen von Vorstandsmitgliedern und beschlagnahmten das Vereinsvermögen auf Konten in Aachen und Köln in Höhe von 300.000 Euro.[72] Am 3. Dezember 2004 bestätigte das Bundesverwaltungsgericht die Rechtmäßigkeit des Verbots.[73] Der Verein wurde aufgelöst. Am 5. September 2005 wurde die Nachfolgeorganisation „Yatim Kinderhilfe e. V.“ in Essen verboten.[74]

Die 1993 gegründete „Palästinensische Vereinigung in Österreich“ (PVÖ) wurde im August 2003 vom US-Finanzministerium als eine Hilfsorganisation der Hamas bezeichnet und wird nach amerikanischen Angaben durch den österreichischen Repräsentanten der Hamas geleitet.[64] Im Rahmen des – letztlich erfolglosen – österreichischen gerichtlichen Verbotsverfahrens geriet die PVÖ stärker in den Fokus der Öffentlichkeit und sammelt seit 2003 keine Spenden mehr.[75] Im gleichen Zeitraum bildete sich der „Palästinensische Humanitäre Verein“ (PHV),[76] der teilweise dieselben Adressen wie die PVÖ verwendet,[77] aber weniger in die Öffentlichkeit tritt und als Vereinszweck die Durchführung humanitärer Hilfsleistungen angibt. Im Jahr 2006 will die PHV 784.470 Euro an palästinensische Wohltätigkeitsorganisationen oder direkt an bedürftige Familien überwiesen haben. Während die CIA annimmt, dass die PHV palästinensische Organisationen unterstützt, die mit der Hamas in Verbindung stehen, gab der PHV-Obmann an, er schließe dies aus. Laut Vereinsregister ist Obmann der PHV Hani Abdelhalim und Obmann der PVÖ Adel Doghman (alias Abu-al-Baraa, Adil Abdullah oder Abu Barah). Beide sind bei der Islamischen Glaubensgemeinschaft als Islamlehrer angestellt.[75] Doghman organisierte im März 2007 das „Erste Europäische Palästinenser-Jugendlager in Wien“,[78] zu dem über 100 meist palästinensische Jugendliche aus mehreren europäischen Ländern anreisten. Doghman wies in einem Interview 2006 jede Verbindung zur Hamas zurück.[79]

In der Türkei finden unter der Regierung Erdoğan zahlreiche NGO-Konferenzen „zur Unterstützung Palästinas“ statt, die nach einer Veröffentlichung von Depeschen US-amerikanischer Botschaften durch WikiLeaks der Sammlung von Spenden für die Hamas dienen.[80]

Öffentlichkeitsarbeit[Bearbeiten]

Die Hamas nutzt für ihre Öffentlichkeitsarbeit neben den klassischen Printmedien auch Radio, Fernsehen und Internet. Hierzu gründeten die Hamas das Unternehmen Al Ribat Communications and Artistic Productions, mit Fathi Ahmad Hammad als Geschäftsführer.

Nach dem für die Hamas erfolgreichen Wahlausgang im palästinensischen Parlament gründete die Hamas einen Satellitensender „Al-Aqsa TV“ (auch „Hamas TV“ genannt). Er wird von Fathi Ahmad Hammad geleitet. Das Programm enthält vorwiegend propagandistische Inhalte wie ideologisch orientierte Kindersendungen,[81][82] Talk-Shows und religiös inspirierte Unterhaltung.

Der von der Hamas betriebene Radiosender „Stimme von Al Aqsa“ wird durch den Chefintendant Ibrahim Daher geleitet. Die Hamas gibt zudem zweimal wöchentlich die Zeitungen „Al-Risalah“ (bzw. „Al-Risala“) und „Falastin“ heraus. Im von der Fatah kontrollierten Westjordanland sind diese Hamas-Zeitungen seit 2007 verboten.[83]

Entwicklung bis 2006[Bearbeiten]

Im Sinne der Gründungscharta lehnte die Hamas etwa die Nahostkonferenz von Madrid im Jahre 1991 und den Oslo-Friedensprozess als „Verrat am Willen Gottes“ ab. Sie behauptet zudem, dass Arafat und Abbas nichts für ihre Anerkennung Israels erhalten hätten.

1993 verübte die Hamas den ersten Selbstmordanschlag in Israel, ab 1994 auch gegen Zivilisten. Das israelische Militär blieb nach Eigenangaben bis 2000 jedoch das primäre Anschlagsziel. Seit Beginn der Zweiten Intifada im Jahr 2000 ging die Hamas zu gezielten Terroranschlägen auf israelische Zivilisten über. Die Zahl der Selbstmordanschläge stieg von durchschnittlich drei auf 20 pro Jahr.[84] Die Hamas rechtfertigte die Anschlagswelle von 1994 als Rache für den Massenmord von Baruch Goldstein an 29 Palästinensern in Hebron im Februar 1994 und achtete darauf, auch alle weiteren Selbstmordanschläge in Israel stets als Vergeltung für israelische gezielte Tötungen von palästinensischen Zivilisten auszugeben.[85] Sie behauptete, alle israelischen Zivilisten seien – aufgrund der Wehrpflicht – als „militärische Ziele“ zu betrachten.

Das Außenministerium Israels registrierte zwischen 27. September 2000 und 2004 insgesamt 425 Terrorangriffe der Hamas, durch die 377 Israelis ermordet und 2076 israelische Zivilisten und Soldaten verletzt wurden. Darunter waren 52 Selbstmordanschläge mit 288 getöteten und 1646 verletzten Israelis.[86] Weitere zwölf Selbstmordanschläge schlugen fehl. An öffentlichen Orten wie Einkaufspassagen, Tiefgaragen, Restaurants und Hochhäusern explodierten zahlreiche Sprengsätze. In der Regel war die Zivilbevölkerung das Ziel der Anschläge. Nur wenige galten Einrichtungen der israelischen Armee.[87]

Hamasvertreter begrüßten die Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA und hofften, sie würden die USA zu einer Reduzierung der Unterstützung Israels bewegen. In öffentlichen Erklärungen distanziert sich die Hamas von Al-Qaida; nicht zuletzt, um nicht zum Ziel von Antiterror-Maßnahmen der US-Regierung zu werden.[88] Die im Rahmen des Roadmap genannten Friedensplans 2002 ausgehandelte Waffenruhe zwischen Israel, der Palästinensischen Autonomiebehörde und militanten islamistischen Gruppen fand bereits nach zwei Monaten durch ein Attentat in Jerusalem ihr Ende, zu dem sich die Hamas bekannte.

Die Hamas rief im Internet anlässlich des Irakkrieges im März 2003 alle Muslime dazu auf, gegen die „tyrannische und kreuzzüglerische Aggression“ der USA und Großbritanniens zu protestieren und die Produkte dieser Staaten zu boykottieren. Ein Hamas-Sprecher appellierte an die Bevölkerung des Irak, „zehntausende Märtyrer“ bereitzustellen, um sich inmitten der amerikanischen Soldaten in die Luft zu sprengen.[89] Das FBI und das US-Justizministerium warnten im April 2004 vor Hamas-Zellen auf dem Gebiet der USA.[90][91]

2004 erklärte sich die Hamas nur dann zu einem 10-jährigen Waffenstillstand (Hudna) bereit, falls bestimmte Forderungen erfüllt würden, einschließlich eines vollständigen Rückzugs Israels aus den 1967 eroberten Gebieten. Seit September 2004 enthielt sich die Hamas selbst im Allgemeinen der Gewalt gegen Israel, meint aber, dass „Israel die Ursache jeglichen Terrorismus“ sei, und bezeichnet den Beschuss Israels mit Qassam-Raketen durch andere militante Gruppen als Akt der „Selbstverteidigung“ . Nach einer am 8. Februar 2005 vereinbarten Waffenruhe verübte die Hamas selbst offiziell keine Attentate mehr. Anschläge anderer Gruppen rechtfertigte die Hamas jedoch auch seit ihrem Wahlsieg 2006, so den Selbstmordanschlag eines 15-Jährigen aus Dschenin am 17. April 2006 in Tel Aviv mit acht Todesopfern und über 60 Verletzten.

Entwicklung seit 2006[Bearbeiten]

2006 beteiligte sich die Hamas entgegen ihrer bisherigen Ablehnung an den demokratischen Wahlen in den Palästinensischen Autonomiegebieten und an den Wahlen für die Handelskammer des Westjordanlands. Der spätere palästinensische Außenminister Mahmud az-Zahar machte in Interviews vor und bei der Wahl deutlich, dass die Hamas ihre Ziele nicht aufgegeben habe: Sie sei Teil einer globalen islamischen Bewegung, die dazu bestimmt sei, einen islamischen Staat zu gründen. Die Eroberung Palästinas müsse hierfür der erste Schritt sein. „In der Region hatten wir römischer Besatzung, persischer Besatzung, der Besatzung der Kreuzzügler und der britischen Besatzung zu trotzen. Sie sind alle fort. Der israelische Feind gehört nicht in diese Region. Er passt nicht in die regionale Geschichte, Geographie oder Glaube.“[92]

Die Hamas erhielt bei der Wahl am 25. Januar 2006 etwa 44 Prozent der Stimmen und die absolute Mehrheit der Mandate.[93] Sie wurde nach dem Rücktritt Ministerpräsident Ahmad Qurais (Fatah) mit der Regierungsbildung beauftragt. Als Gründe für ihren Wahlsieg nannten westliche Beobachter eine zunehmende Radikalisierung in dem über Jahrzehnte ungelösten Palästinakonflikt, das soziale Engagement der Hamas und die Frustration der Palästinenser über eine unter der Fatah verbreitete Korruption.[94]

Nach dem Wahlsieg der Hamas sagte US-Außenministerin Condoleezza Rice dem offiziellen Präsidenten Palästinas und Fatah-Vorsitzenden Mahmud Abbas die Unterstützung der US-Regierung zu und erteilte gleichzeitig einem Dialog mit der Hamas eine Absage. Die USA und die EU stellten ihre bisherigen Finanzhilfen für palästinensische Regierungsbehörden ein, da die Hamas Israels Existenzrecht nicht anerkenne und kein geeigneter Partner für den Friedensprozess sei. Im September 2006 trat die Hamas-Regierung geschlossen zurück und willigte in eine Regierung der Nationalen Einheit mit der Fatah ein. Die Zahlungen der EU wurden daraufhin wieder aufgenommen. Diese Koalition sollte auch die zunehmend gewaltsamen Spannungen zwischen Hamas und Fatah überwinden helfen. Ministerpräsident wurde das Hamas-Mitglied Ismail Haniyya.

Nach einem fehlgeleiteten israelischen Angriff auf ein Wohnviertel nahe Bait Hanun im Gazastreifen mit 24 Toten erklärte die Hamas die Waffenruhe am 8. November 2006 für beendet und kündigte an, wieder Anschläge in Israel durchzuführen.[95] Der militärische Flügel der Hamas rief dazu auf, US-amerikanische Ziele überall auf der Welt anzugreifen, weil die USA den „zionistischen Besatzungsverbrechen“ politische und finanzielle Logistik böten und für das „Massaker“ verantwortlich seien. Deshalb müsse das Volk und die Nation überall auf der Welt dem US-amerikanischen Feind eine „harte Lektion“ erteilen. Regierungssprecher Ghazi Hamad sagte aber gleichzeitig, die Hamas habe nicht vor, US-amerikanische Ziele anzugreifen.[96]

Der Kampf um Gaza beendete die Regierungskoalition zwischen Hamas und Fatah. Nach wochenlangen, blutigen Auseinandersetzungen zwischen ihren Milizionären griffen bewaffnete Verbände der Hamas am 12. Juni 2007 das Fatah-Hauptquartier an und brachten danach den gesamten Gazastreifen unter ihre Kontrolle. Dabei wurden zahlreiche Fatahmitglieder getötet oder zur Flucht in benachbarte Regionen gezwungen.[97] Abbas setzte Haniyya als Ministerpräsidenten ab und bildete im von der Fatah kontrollierten Westjordanland eine Notstandsregierung ohne Hamas-Beteiligung. Abbas wurde dabei von den USA, der EU und der Arabischen Liga unterstützt.[98] Die Hamas lehnte die Auflösung der Regierung als unrechtmäßig ab, ohne jedoch die alleinige Kontrolle über den Gazastreifen aufzugeben.

Menschenrechtsorganisationen warfen beiden Konfliktparteien schwere Verstöße gegen fundamentale Menschenrechte und Kriegsverbrechen wie die Hinrichtung von Gefangenen, das Erschießen von Zivilisten sowie Kämpfe in Krankenhäusern und den Missbrauch von Ambulanz- und Pressefahrzeugen für Kampfeinsätze vor.[99][100] Generell verschlechterten sich die Menschenrechtslage und die Lebensbedingungen der Zivilbevölkerung im Gazastreifen nach der Machtübernahme durch die Hamas erheblich. Presse- und Bürgerrechte wurden nicht mehr gewährleistet, Internetcafes und Restaurants wurden geschlossen.[101] Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation amnesty international kam es vermehrt zu willkürlichen Festnahmen, Folterungen und Misshandlungen politischer Oppositioneller.[102] Zudem war eine starke Zunahme von Raketenangriffen auf israelisches Territorium zu verzeichnen.

Trotzdem forderte der römisch-katholische Erzbischof und lateinische Patriarch von Jerusalem Fouad Twal im August 2007 den Dialog mit der Hamas. Auch wenn Israel und die USA die Hamas als terroristisch bezeichneten, müsse man ihre Erfolge im Gazastreifen zur Kenntnis nehmen. Dank der Hamas könne man sehen, dass die Zeit des Chaos vorbei sei, sagte Twal. Die Bewegung gehe mit eiserner Disziplin gegen Kriminalität vor. Es gebe keine Diebstähle mehr, man respektiere sogar die Ampeln.[103]

Chalid Maschal

Im Sommer 2008 kam es nach ägyptischer Vermittlung zu einem sechsmonatigen Waffenstillstand, den Hamas-Anführer Chalid Maschal als „Taktik“ im Kampf gegen den jüdischen Staat bezeichnete.[104] Nach Ablauf des brüchigen Waffenstillstands flammten die Raketenangriffe der Hamas auf Israel erneut auf, was zur israelischen Operation Gegossenes Blei führte.

Hinter den Kulissen unterstützt die Hamas mit Raketenlieferungen den Islamischen Dschihad, der damit den Süden Israels beschießt. Die israelische Zeitung Haaretz schrieb am 13. April 2007, die Hamas habe unter anderem auch russische Grad-Raketen mit einer Reichweite von 16 Kilometern geliefert. Israelische Sicherheitsquellen meinen, die Hamas verfolge eine Strategie der Dualität, die eine Aufrechterhaltung der gegenwärtigen Situation beinhalte, inklusive der allgemeinen Feuerpause. Als Grundlage dieser Strategie würden andere palästinensische Terrororganisationen, ungeachtet der Feuerpause, mit gewalttätigen Aktionen gegen Israel fortfahren.

Im April 2008 reiste der ehemalige US-Präsident und Friedensnobelpreisträger Jimmy Carter nach Damaskus und traf sich dort privat mit dem im syrischen Exil lebenden Hamas-Chef Chalid Maschal. Die Ergebnisse der Gespräche präsentierte er am 21. April 2008 auf einer Pressekonferenz in Jerusalem. Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert lehnte es ab, mit Carter zu sprechen, weil er nicht an Verhandlungen mit der Hamas beteiligt sein wolle.[105] Laut Carter „bestehe kein Zweifel, daß die arabische Welt und die Hamas Israels Existenzrecht in den bis 1967 gültigen Grenzen akzeptieren würden“.[105] Ferner hieß es, die Hamas würde ein palästinensisch-israelisches Friedensabkommen akzeptieren, selbst wenn sie mit einzelnen Punkten nicht einverstanden sei, vorausgesetzt, die Palästinenser würden dieses in einem Referendum annehmen. Noch im Laufe des gleichen Tages bekräftigte Chalid Maschal allerdings, dass die Hamas nach wie vor die Anerkennung Israels ablehne. Gleichzeitig bot er Israel einen zehnjährigen Waffenstillstand an.[106]

Die Tötung von Osama bin Laden am 1. Mai 2011 in Pakistan bezeichnete Ministerpräsident Ismail Haniyya als eine Fortsetzung der amerikanischen Unterdrückung und des Blutvergießens von Muslimen und Arabern. Die Hamas bete, dass Bin Ladens Seele in Frieden ruhe.[107] Am 3. Mai 2011 unterschrieb Ismail Haniyya gemeinsam mit Mahmud Abbas ein Versöhnungsabkommen, das die ägyptische Führung in Auftrag der Arabischen Liga eineinhalb Jahre zuvor aufgesetzt und das die Hamas lange abgelehnt hatte. Beide Fraktionen planten, vor der Parlamentswahl 2012 eine gemeinsame Übergangsregierung zu bilden. Palästinensische Politikexperten führten diesen Schritt auf die arabischen Aufstände seit Beginn des Jahres 2011 zurück. Das neue ägyptische Außenministerium kündigte daraufhin an, den Grenzübergang bei Rafah dauerhaft zu öffnen und so die israelische Blockade zu beenden.[108] Nach der Absetzung des islamistischen Präsidenten Mursi durch das ägyptische Militär im Juli 2013 wurde der Grenzübergang geschlossen.[109]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Joseph Croitoru: Hamas. Der islamische Kampf um Palästina. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-55735-4. (Leseprobe,PDF; 65 kB) Rezensionen u. a. Deutschlandradio Kultur 25. Juni 2007 (online)
  • Gerrit Hoekmann: Zwischen Ölzweig und Kalaschnikow. Geschichte und Politik der palästinensischen Linken. Unrast, Münster 1999, ISBN 3-928300-88-1.
  • Helga Baumgarten: Hamas. Der politische Islam in Palästina. Diederichs, München 2006, ISBN 3-7205-2820-0.[110]
  • Shaul Mishal, Avraham Sela: The Palestinian Hamas. Vision, Violence, and Coexistence. Columbia University Press, 2006.
  • Simon Wunder: Israel-Libanon-Palästina. Der Zweite Libanonkrieg und der Israel-Palästina-Konflikt 2006. Köster, Berlin 2007, ISBN 978-3-89574-620-8.
  • Matthias Küntzel: Djihad und Judenhass. Über den neuen antijüdischen Krieg. Freiburg 2002, ISBN 3-924627-06-1.
  • Mosab H. Yousef: Sohn der Hamas. Holzgerlingen 2010, ISBN 978-3-7751-5223-5.
  • Sarah Roy: Hamas and Civil Society in Gaza: Engaging the Islamist Social Sector. Princeton, New Jersey 2011, ISBN 978-0-691-12448-3.
  • Maximilian Felsch: Die Hamas: eine pragmatische soziale Bewegung? Eine transnational empirische Fallanalyse der Hamas in den besetzten Gebieten, in Jordanien, im Libanon und in Syrien. Münster 2011, ISBN 978-3-8309-2611-5.
  • Imad Mustafa: Der politische Islam. Zwischen Muslimbrüdern, Hamas und Hizbollah. Promedia. Wien, 2013 ISBN 978-3-85371-360-0.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hamas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Hintergründe
Eigene Texte und Zitate

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rolf Steininger, Der Nahostkonflikt, Fischer Taschenbuchverlag, 4. Auflage. 2006, S. 60, 63 u. 115; Matthew Levitt, Hamas from Cradle to Grave, veröffentlicht im Middle East Quarterly Winter 2004, abgerufen am 26. Juni 2009; Michele Zanini, Middle Eastern Terrorism and Netwar (PDF; 108 kB), abgerufen am 26. Juni 2009; Michael Lüders: Bomben und Karitas in Die Zeit 38/1997.
  2. http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/3565440/gericht-verbot-hamas-aktivitaet-aegypten.story
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  6. The Financial Sources of the Hamas Terror Organization, 30. Juli 2003.
  7. Japan's Diplomatic Bluebook 2005 (PDF; 650 kB) 2005. Abgerufen am 2. Januar 2011.."In accordance with the Foreign Exchange and Foreign Trade Law, it [Japan] has frozen the assets of ... 472 terrorists and terrorist organizations, including Al-Qaeda ... as well as those of Hamas ..."
  8. Karmi, Omar. "What does the Hamas victory mean for nearby Jordan?", The Daily Star, February 18, 2006.
  9. Jordan Tries Rapprochement with Hamas, abgerufen am 21. November 2011.
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  11. "Hamas is listed as a terrorist group in the Criminal Code of Canada." Tibbetts, Janice. Canada shuts out Hamas ,The Montreal Gazette, March 30, 2006.
  12. Homeofice.gov.uk, UK government proscribed groups
  13. [1], Foreign Terrorist Organizations
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  15. Steven Eke: Moscow risks anger over Hamas visit, BBC. 3. März 2006. Abgerufen am 18. Mai 2010. 
  16. http://www.hurriyetdailynews.com/n.php?n=davutoglu-meets-hamas-chief-in-damascus-2010-07-20
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  18. Beverley Milton-Edwards, Stephen Farrell: Hamas: The Islamic Resistance Movement. John Wiley & Sons, 2010, ISBN 978-0-7456-4296-3, S. 32.-34
  19. Beverley Milton-Edwards, Stephen Farrell: Hamas: The Islamic Resistance Movement. 2010, S. 34.-37
  20. Beverley Milton-Edwards, Stephen Farrell: Hamas: The Islamic Resistance Movement. 2010, S. 38.
  21. Joseph Croitoru: Hamas: Der islamische Kampf um Palästina. C. H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-55735-4, S. 45.-47
  22. Beverley Milton-Edwards, Stephen Farrell: Hamas: The Islamic Resistance Movement. 2010, S. 38.f.
  23. Henrik Meyer: Hamas und Hizbollah. Eine Analyse ihres Politischen Denkens. LIT Verlag, 2009, ISBN 978-3-8258-1836-4, S. 86.-88
  24.  Muriel Asseburg: Die palästinensische Hamas zwischen Widerstandsbewegung und Reformregierung. In: Moderate Islamisten als Reformakteure. Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin Februar 2007, S. 38 (PDF 363 KB, SWP-Studie, abgerufen am 25. November 2011).
  25. Joseph Croitoru: Hamas: Der islamische Kampf um Palästina. C. H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-55735-4, S. 48.-50
  26. Joseph Croitoru: Hamas: Der islamische Kampf um Palästina. C. H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-55735-4, S. 59.-61
  27. Joseph Croitoru: Hamas: Der islamische Kampf um Palästina. C. H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-55735-4, S. 55.
  28. Joseph Croitoru: Hamas: Der islamische Kampf um Palästina. C. H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-55735-4, S. 61.-63
  29. Henrik Meyer: Hamas und Hizbollah. Eine Analyse ihres Politischen Denkens. 2009, S. 91.-93
  30. The Gurdian, 7. Januar 2009; URL: http://www.guardian.co.uk/world/2009/jan/07/gaza-israel-palestine/print?2 Zugriff am 15. November 2012.
  31. vgl. Trend Online-Zeitung; URL: http://www.trend.infopartisan.net/trd0209/t140209.html#_edn5 Zugriff am 15. November 2012.
  32. a b c vgl. U. W. Sahm: [tt_news=97&cHash=a9798dc56acbc501de811fcea9f7fb82 Die Mär von Israels Gründungshilfe für die HAMAS.] auf: security-explorer.de, Zugriff am 15. November 2012.
  33. vgl. Gesellschaft Schweiz-Palästina; URL: http://www.palaestina.ch/hp/d/doc/16_08_2007_nach_gaza.php Zugriff am 15. November 2012.
  34. vgl. Gesellschaft Schweiz-Palästina; URL: http://www.palaestina.ch/hp/d/doc/16_08_2007_nach_gaza.php Zugriff am 15. November 2012.
  35. Wildcat-Zirkular Nr. 62, Februar 2002, S. B1; URL: http://www.wildcat-www.de/zirkular/62/z62aufhe.htm Zugriff am 15. November 2012.
  36. a b Der vollständige Text auf Englisch: The Covenant of the Islamic Resistance Movement (Hamas)
  37. Hamas Charter (1988), kommentarlos, dokumentiert von palestinecenter.org
  38. [2] (Version vom 11. Mai 2008 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehlt MEMRI-Übersetzung der Hamas-Charta von 1988, 17. Februar 2006; [3]Cornell-Übersetzung der Hamas-Charta von 1988; englisch
  39. The Book Pertaining to the Turmoil and Portents of the Last Hour (englisch)
  40. Auszug der Charta auf Deutsch in einer Rezension zu Jeffrey Herf
  41. Matthias Küntzel, Den Wahn erkennt natürlich niemals, wer ihn selbst noch teilt. 17. September 2008, abgerufen am 26. Juni 2009.
  42. Leon Wieseltier: Sympathy for the Other. In: New York Times. April 1, 2007.
  43. What Hamas really wants, by Paul Delmotte
  44. a b Ulrich W. Sahm: Hamas-Charta neu übersetzt, ntv.de, 26. Februar 2006.
  45. ISRAEL HEUTE Nr. 350, S. 11
  46. Litvak, Meir/Webman, Esther: Perceptions of the Holocaust in Palestinian Public Discourse, in: Israel Studies Bd. 8 Nr. 3 (2003) S.123–140, hier S.135f
  47. al-Rantisi. Abdel Aziz: The Holocaust – The Greatest of Lies Funded by the Zionists. In: Al-Risala, 21. August 2003, übersetzt in: MEMRI Special Dispatch Series – No. 558, 27. August 2003.
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  50. Harriet Sherwood: Hamas fights UN's 'poisonous' Holocaust lessons in Gazan schools. The Guardian online, 28. Februar 2011.
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  52. Listing of Terrorist Organisations, Australian Government Attorney-General's Department, 27. Januar 2006.
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  56. Jordan Tries Rapprochement with Hamas, abgerufen am 21. Juni 2012.
  57. derstandard.at: Hamas-Chef wieder hoffähig, abgerufen am 21. Juni 2012.
  58. Hamas schmuggelte neue Raketen durch Tunnelsystem. In: Tages-Anzeiger Online vom 29. Dezember 2008.
  59. Arabische Presse: Islamisten über den Papst. In: israel heute vom 16. November 2006.
  60. Volkhard Windfuhr: GAZA-KRISE: Wie gespalten die Hamas wirklich ist, Spiegel Online, 9. Januar 2009.
  61. Teresa Eder: Palästinensische Hamas auf Asylsuche. Interview mit Julia Gettengrill. 3. Februar 2012, abgerufen am 21. November 2012.
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  68. Verfassungsschutzbericht 2002
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  84. Jeroen Gunning: Hamas in Politics: Democracy, Religion, Violence. Columbia/Hurst, 2010, ISBN 978-0-231-70045-0, S. 208.
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  87. Mark Harrison: Research Note: Bombers and Bystanders in Suicide Attacks in Israel, 2000 to 2003 28. Februar 2005.
  88. Jonathan Rauch: Social Studies – Like It or Not, Israel's War With Hamas Is America's, Too. National Journal, 3. April 2004.
  89. Khaled Abu Toameh: 'Beloved Saddam, strike Tel Aviv,' Palestinians chant in West Bank rallies. In: Jerusalem Post Online, 19. Januar 2003,
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  91. Lake, Eli.: "Hamas Agents Lurking in U.S, FBI Warns.", in: New York Sun, 29. April 2004.
  92. Mahmoud Al-Zahhar: We Will Not Give Up the Resistance; We Will Not Give Up a Single Inch of Palestine; We Will Not Recognize Israel's Right to Exist Interview mit Al-Manar TV, 25. Januar 2006.
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  95. Eskalation im Nahen Osten Hamas beendet Waffenruhe mit Israel. In: Süddeutsche Zeitung. 11. August 2006, abgerufen am 12. Juli 2012 (deutsch).
  96. Hamas to Muslims: Attack US targetsThe Jerusalem Post, 8. November 2006.
  97. [5]
  98. Arabische Liga stützt Abbas. In: Tages-Anzeiger online am 16. Juni 2007. Archiviert vom Original am 30. November 2011, abgerufen am 14. November 2012.
  99. http://www.hrw.org/en/news/2007/06/12/gaza-armed-palestinian-groups-commit-grave-crimes
  100. http://www.abc.net.au/pm/content/2007/s1950580.htm
  101. http://www.sueddeutsche.de/politik/hamas-gegen-fatah-das-volk-hat-nur-die-wahl-zwischen-zwei-uebeln-1.635955
  102. http://diepresse.com/home/politik/nahost/339040/index.do
  103. Radio Vatikan: Nahost: Jerusalemer Erzbischof für Dialog mit der Hamas 15. August 2007.
  104. [6]
  105. a b Pressebericht der Tagesschau vom 21. April 2008 (Die ursprüngliche Seite ist nicht mehr abrufbar.)[7] [8] Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung
  106. Pressebericht der Tagesschau vom 21. April 2008 (Die ursprüngliche Seite ist nicht mehr abrufbar.)[9] [10] Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung
  107. Tod des Terrorchefs – Hamas verurteilt US-Einsatz gegen Bin Laden, Spiegel Online, 2. Mai 2011.
  108. vgl. Palästinenser besiegeln Aussöhnung: Das Ende von „vier schwarzen Jahren“ bei tagesschau.de, 4. Mai 2011 (aufgerufen am 4. Mai 2011).
  109. Schockstarre in Gaza, FAZ, 5. Juli 2013.
  110. darin: Charta der Islamischen Widerstandsbewegung Hamas. 1988, S. 207–226 und das Wahlprogramm in Gaza 2005. Die Charta-Seiten sind im Online-Buchhandel fast vollständig einsehbar. Auszüge aus der Charta auch bei Andreas Meier (Hrsg.): Politische Strömungen im modernen Islam. Quellen und Kommentare. Bundeszentrale für politische Bildung, BpB, Bonn 1995, ISBN 3893312390; sowie Hammer, Wuppertal 1995, ISBN 3-8729-4724-9, S. 126–133. Diese Ausgabe auch als Sonderauflage der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen mit gleicher ISBN; alle Ausgaben sind gekürzte Versionen aus: Andreas Meier (Hrsg.): Der politische Auftrag des Islam. Programme und Kritik zwischen Fundamentalismus und Reformen. Originalstimmen aus der islamischen Welt. Peter Hammer, Wuppertal 1994/2000, ISBN 3-87294-616-1.