Liberal-Demokratischer Kongress

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Der Liberal-Demokratische Kongress (poln. Kongres Liberalno-Demokratyczny, KLD) war eine christlich-liberale Partei in Polen.

Die KLD ist aus der Solidarność-Bewegung hervorgegangen. Parteichef war der heutige Ministerpräsident Polens, Donald Tusk. Die Partei forderte freie Marktwirtschaft und individuelle Freiheit und befürwortete die Europäische Integration, rasche Privatisierungen staatseigener Unternehmen und eine Dezentralisation der Regierung.

Bei den Parlamentswahlen 1991 gewann die KLD 7,5 % der Stimmen und zog mit 37 von 460 Sitzen in den Sejm. 1993 erhielt die KLD nur noch 4,0 % der Stimmen und scheiterte somit an der Sperrklausel. Am 20. März 1994 fusionierte die Partei mit der Demokratischen Union (Unia Demokratyczna, UD) zur Freiheitsunion (Unia Wolności, UW).

Im Jahr 2001 gründeten einige Parteimitglieder zusammen mit Mitgliedern der Wahlaktion Solidarność (Akcja Wyborcza Solidarność, AWS) unter Führung von Donald Tusk die heutige Regierungspartei Bürgerplattform (Platforma Obywatelska, PO).

2005 wurde die UW schließlich zur Demokratischen Partei (Partia Demokratyczna, PD) umgebildet.

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