Unia Polityki Realnej

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Unia Polityki Realnej
Union für Realpolitik
Flagge der UPR
Partei­vorsitzender Bartosz Józwiak
Gründung 6. Dezember 1990
Gründungs­ort Warszawa
Haupt­sitz ul. Nowy Świat 41
00-042 Warszawa
Aus­richtung Konservatismus, Liberalismus, Nationalismus
Farbe(n) Schwarz, Blau, Weiß
Parlamentsmandate 0 von 460
Website www.upr.org.pl

Unia Polityki Realnej (deutsch Union für Realpolitik oder Union der Realpolitik) war eine polnische liberal-konservative Partei. Sie bezeichnet sich selber als eine der wenigen Parteien Polens, die die freie Marktwirtschaft konsequent befürwortet. Sie ist Sammelbecken von Monarchisten, Libertären und Konservativen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Programmatik

Gefordert werden ein absolutes Freiheitsrecht des Einzelnen, die Abschaffung von Arbeitslosenunterstützung und der staatlichen Sozial- und Rentenversicherung sowie sämtlicher Interventionsmöglichkeiten des Staates in die Wirtschaft. Weiteres Postulat ist die weitest mögliche Privatisierung staatlicher Betriebe, unter anderem auch der staatlichen Gesundheitseinrichtungen und des Schulwesens. Die UPR fordert die Verhinderung der Rückgabe von Eigentum der jüdischen Gemeinden, da keine rechtliche Kontinuität zwischen damaligen und heutigen Besitzern vorliege. Das Parteimagazin Najwyższy Czas! hat 2007 in Zusammenhang einer europakritischen Reportage («EU-Faschismus») Angela Merkel mit Hitler verglichen.[1] Sie befürwortet auch ein Privatversicherungsmodell für das Gesundheitssystem sowie die Wiedereinführung der Todesstrafe, sie tritt gegen Abtreibungen ein, gegen die Mitgliedschaft Polens in der EU und lehnt die Lesben- und Schwulenehen ab.

[Bearbeiten] Geschichte

Die Partei wurde als Ruch Polityki Realnej am 14. November 1987 gegründet, damals war die Bewegung nach dem geltenden Recht illegal. Am 6. Dezember 1990 wurde sie offiziell unter dem Namen Konserwatywno-Liberalna Partia Unia Polityki Realnej als eine politische Partei registriert. Bei den Wahlen zum Sejm im Jahr 1991 erhielt sie 2,3 % der Stimmen, was der Partei ermöglichte, drei Abgeordnete zu stellen. Im Jahr 1993 erhielt sie 3,2 % der Stimmen, scheiterte jedoch an der neu eingeführten 5%-Hürde. Im Jahr 1997 bildete sie gemeinsam mit anderen kleinen Parteien die Liste Unia Prawicy Rzeczypospolitej, die 2,1 % der Stimmen erhielt.

Im Jahr 2004 kandidierte Janusz Korwin-Mikke in Breslau zum Polnischen Senat. Er erhielt 18 % der Stimmen, wurde aber nicht gewählt.

2011 fusionierten Unia Polityki Realnej und Wolność i Praworządność zu der Partei Unia Polityki Realnej - Wolność i Praworządność. Am 12. Mai 2011 wurde diese Partei zu Kongres Nowej Prawicy umbenannt.

[Bearbeiten] Parteiführer

Mit dieser Partei sympathisiert der Schriftsteller Rafał Ziemkiewicz.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.netzeitung.de/deutschland/564112.html

[Bearbeiten] Weblinks

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