Unia Pracy

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Unia Pracy
Arbeitsunion
Logo der UP
Partei­vorsitzender Waldemar Witkowski
Gründung Juni 1992
Haupt­sitz ul. Nowogrodzka 4
00-513 Warszawa
Aus­richtung Sozialdemokratie
Farbe(n) Rot
Internationale Verbindungen Sozialistische Internationale (SI) - Beobachter
Europapartei Sozialdemokratische Partei Europas (SPE)
EP-Fraktion Progressive Allianz der Sozialisten und Demokraten im Europäischen Parlament (S&D)
Website www.uniapracy.org.pl

Die Unia Pracy (deutsch Arbeitsunion; UP) ist eine sozialdemokratische Partei in Polen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Unia Pracy entstand 1992 durch Zusammenschluss von mehreren kleinen sozialdemokratischen Parteien. Dabei grenzte sie sich einerseits von liberalen und konservativen Richtungen, andererseits vom postkommunistischen Bund der Demokratischen Linken (SLD). Sie setzt auf die Intervention des Staates zu Gunsten sozial Benachteiligter und auf die Beschränkung des Einflusses der katholischen Kirche auf die polnische Politik.

1997 scheiterte die UP an der 5-Prozent-Hürde und schloss sich daher vor den Wahlen 2001 mit der SLD zu einem Wahlbündnis zusammen. Nach dem Wahlerfolg 2001 bildete sie gemeinsam mit der SLD und der PSL eine Koalitionsregierung unter dem Ministerpräsidenten Leszek Miller. Die UP war im Sejm mit 16 Abgeordneten als eigenständige Fraktion vertreten. Ihr Vorsitzender Marek Pol war zugleich Vizepremier und Infrastrukturminister im Kabinett Miller.

Bei den Parlamentswahlen 2005 traten SLD und UP wieder als Einzelparteien an. Nachdem die Linkskoalition unter Leszek Miller aber von zahlreichen Korruptionsaffären geprägt war, wurden beide Parteien deutlich abgestraft. Die UP konnte keinen Sitz mehr erringen.

Während der Legislaturperiode schlossen sich SLD und UP 2006 nochmals zu einem Bündnis zusammen. Die Wahlkoalition umfasste dieses Mal jedoch auch die aus der Freiheitsunion (UW) hervorgegangene Demokratische Partei (PD) und die SLD-Abspaltung Sozialdemokratie Polens (SdPL). Der Erfolg war allerdings ernüchternd: Im Vergleich zu den summierten Wahlergebnissen der Einzelparteien bei den Sejm-Wahlen 2005, verlor das Bündnis bei den Wahlen 2007 4,5 % der Stimmen und löste sich im Jahr 2008 wieder auf.

Parteivorsitzende seit 1992[Bearbeiten]

Wahlergebnisse zum Sejm[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]