Magical Girl

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Magical Girl (jap. 魔法少女, mahō shōjo auch 魔女っ子 oder 魔女っ娘, majokko, je dt. „magisches Mädchen“) ist die Bezeichnung eines Genres von Animes und Mangas. Es ist eines der Hauptgenres des Shōjo-Mangas, der sich an weibliches, jugendliches Publikum richtet.[1] Das Genre ist allerdings nicht auf diese Zielgruppe beschränkt, sondern erstreckt sich beispielsweise auch auf Seinen-Werke.

Merkmale[Bearbeiten]

Ein Magical Girl ist ein jugendlicher, weiblicher Charakter (Bishōjo), der durch einen speziellen Gegenstand übernatürliche Kräfte erlangt und dessen Schicksal es ist, gegen dunkle Mächte zu kämpfen. Daneben hat die Figur häufig kleine Fehler wie Tollpatschigkeit und alltägliche Probleme, mit denen sie neben der Haupthandlung zu kämpfen hat.

Typisch für Magical-Girl sind sich wiederholende Verwandlungssequenzen sowie das Spiel mit den sich daraus ergebenden mehreren Identitäten.[2] Dazu erhält die Hauptfigur meist Unterstützung in Form eines kleinen übernatürlichen Wesens wie einer Fee oder Katze.[1]

Werke[Bearbeiten]

Als erster Magical-Girl-, als auch Shōjo-Anime gilt Mahō Tsukai Sally, der von 1966 bis 1968 ausgestrahlt wurde und auf dem gleichnamigen Manga von Mitsuteru Yokoyama basierte, welcher seinerseits von der US-Sitcom Verliebt in eine Hexe inspiriert war.[3] Magical-Girl-Manga gab es jedoch schon zuvor, wie Himitsu no Akko-chan von Fujio Akatsuka, der zwischen 1962 bis 1965 erschien.[4]

Die erste auf Deutsch veröffentlichte Magical-Girl-Anime war Angel das Blumenmädchen, der von Studio Toei 1979 produziert wurde und Mitte der 1980er-Jahre in 19 Folgen auf VHS-Kassetten erschien.

Zu den bedeutendsten Werken des Genres zählt der Manga Sailor Moon von Naoko Takeuchi, der 1998 als erster auf den deutschen Markt kam und hier als einer der Auslöser des späteren Erfolgs von Mangas gilt. Weitere in Deutschland bekannte Magical-Girl-Serien sind unter anderem Wedding Peach, DoReMi, Kamikaze Kaito Jeanne, Card Captor Sakura, Cutey Honey und Pretty Cure.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Andrea Ossmann: Phänomen Manga. Die Entstehungsgeschichte japanischer Comics und ihre Bedeutung für deutsche Verlage und Bibliotheken S. 49 ff. Diplomarbeit an der Fachhochschule Stuttgart – Hochschule der Medien, 2004. pdf
  2. Ga-netchû! Das Manga-Anime-Syndrom S. 267. Henschel Verlag, 2008.
  3.  Patricia Duffield: Witches in Anime. In: Animerica Extra. Vol. 3, Nr. 11, Oktober 2000 (Digitalisat).
  4.  Masanao Amano: Manga Design. Taschen Verlag, Köln 2004, ISBN 3-8228-2591-3, S. 30.

Weblinks[Bearbeiten]