Sailor Moon

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Sailor Moon
Originaltitel 美少女戦士セーラームーン
Transkription Bishōjo Senshi Sērā Mūn
Sailor-moon-logo.jpg
Genre Fantasy, Shōjo, Magical Girl
Manga
Land JapanJapan Japan
Autor Naoko Takeuchi
Verlag Kōdansha
Magazin Nakayoshi
Erstpublikation Februar 1992 – März 1997
Ausgaben 18 (Neuauflage 12)
Mangaliste
Anime-Fernsehserie
Titel Sailor Moon – Das Mädchen mit den Zauberkräften
Originaltitel 美少女戦士セーラームーン, …R, …S, …SuperS, …セーラースターズ
Transkription Bishōjo Senshi Sērā Mūn, … R, … S, … SuperS, … Sērā Sutāzu
Produktionsland JapanJapan Japan
Originalsprache Japanisch
Jahr(e) 1992–1997
Studio Tōei Animation
Länge 25 Minuten
Episoden 200 in 5 Staffeln
Regie Jun’ichi Satō, Kunihiko Ikuhara, Takuya Igarashi
Musik Takanori Arisawa
Erstausstrahlung 7. März 1992 auf TV Asahi
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
13. Oktober 1995 auf ZDF / RTL II (ab Folge 47)
Synchronisation
Episodenliste
Web-Anime
Titel Sailor Moon Crystal
Originaltitel 美少女戦士セーラームーンCrystal
Transkription Bishōjo Senshi Sērā Mūn Crystal
Produktionsland JapanJapan Japan
Originalsprache Japanisch
Jahr(e) seit 2014
Studio Tōei Animation
Länge 25 Minuten
Episoden 8+
Regie Munehisa Sakai
Musik Yasuharu Takanashi
Erstausstrahlung 5. Juli 2014 auf Nico Nico Douga
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
5. Juli 2014 auf Nico Nico Douga (OmU)
Synchronisation
Vorgeschichte
Sailor V (1991)

Sailor Moon (jap. 美少女戦士セーラームーン, Bishōjo Senshi Sērā Mūn; zu Deutsch Schöne Mädchenkriegerin Sailor Moon, früherer offizieller internationaler Titel „Pretty Soldier Sailor Moon“, jetzt „Pretty Guardian Sailor Moon“) ist eine Manga-Reihe der japanischen Zeichnerin Naoko Takeuchi. Neben der bekanntesten Adaption des Werks als Anime-Fernsehserie, sowie einem Remake von 2014, wurde es unter anderem auch in Form von Kinofilmen, Spielen und Musicals umgesetzt.

Hauptfigur von Manga und Anime, die in die Genres Fantasy, Shōjo und Magical Girl einzuordnen sind, ist das Schulmädchen Usagi Tsukino. Diese erhält magische Kräfte und kämpft als Sailor Moon gemeinsam mit ihren Freundinnen, den Sailor-Kriegerinnen, gegen das die Welt bedrohende Königreich des Dunkeln. Sie kämpfen für Liebe und Gerechtigkeit. Sowohl Comic- als auch Fernsehserie gehören zu den international erfolgreichsten und bekanntesten Animes und Mangas und gelten als Wegbereiter dieser Medien in der westlichen Welt.

Inhalt[Bearbeiten]

Sailor-Moon-Flagge

Handlung[Bearbeiten]

Das tollpatschige Mädchen Usagi Tsukino, genannt Bunny, trifft eines Tages die sprechende Katze Luna, die dem Mädchen sein Schicksal als Sailor Moon, Kriegerin für Liebe und Gerechtigkeit, offenbart. Bunny muss die Mondprinzessin finden, da es eine geheimnisvolle Macht gibt, die die Erde und den Mond bedroht. Nur die Mondprinzessin ist in der Lage, diese bösen Mächte zu besiegen und für immer aus der Galaxie zu verbannen. Sie bedient sich dabei des Silberkristalls, der wohl stärksten Waffe im Universum, der demjenigen das Leben nimmt, der seine volle Macht entfaltet. Nach und nach trifft sie die Sailor-Kriegerinnen Merkur, Mars, Jupiter und Venus, die ihr, mit ihren eigenen, speziellen Angriffen, aber vor allem mit ihrer Freundschaft und Liebe, im Kampf gegen das Böse zur Seite stehen. Seit der ersten Folge, seit dem ersten Kampf, den Sailor Moon zu bestehen hatte, steht ihr auch Tuxedo Mask zur Seite und hilft ihr immer wieder gegen die Bösewichte anzutreten. Schon bald stellt sich heraus, dass Bunny selbst die Mondprinzessin ist, nach der sie schon die ganze Zeit sucht. Nachdem sie ihren ersten großen Feind besiegt hat, kommen aber neue Feinde und bedrohen die Erde. Bunny, oder Sailor Moon, muss sich also stetig weiterentwickeln, sich immer schwierigeren Gegnern stellen, bis sie in der letzten Episode durch ihre pure Existenz, ohne Waffen und jegliche Angriffe, den letzten und größten Feind – die stärkste Sailor-Kriegerin der Galaxis, Sailor Galaxia – allein durch eine Berührung und die Fähigkeit zu lieben, zu vergeben, und in jedem Bösewicht eine gute Seite zu sehen, besiegt.

Sailor-Kriegerinnen sind die Beschützer der Planeten im Universum. Jedes Lebewesen besitzt einen sogenannten Sternenkristall (Star Seed). Sailor-Kriegerinnen sind die Prinzessinnen ihrer jeweiligen Planeten und ihre besonders hell strahlenden Sternenkristalle helfen ihnen, sich in Sailor-Kriegerinnen zu verwandeln, um so ihr Sonnensystem bzw. ihren Heimatplaneten zu beschützen. So gesehen besitzt jeder Planet eine Sailor-Kriegerin – mit Ausnahme der Erde. Das hat sie auch gar nicht nötig, denn sie wird einerseits von außen durch das Mondreich und andererseits von innen durch das Goldreich geschützt. Der Prinz der Erde, Endymion (Mamoru in der Gegenwart), repräsentiert die Erde anstatt einer eigenen Sailor-Kriegerin für diesen Planeten.

Die Sailor-Kriegerinnen teilen sich in folgende Gruppen auf:

  1. Innere Kriegerinnen / Inner Senshi, bestehend aus Sailor Merkur, Sailor Mars, Sailor Jupiter und Sailor Venus. Sie sind die Leibwächterinnen der Mondprinzessin Serenity (Sailor Moon).
  2. Äußere Kriegerinnen / Outer Senshi, bestehend aus Sailor Uranus, Sailor Neptun, Sailor Pluto und Sailor Saturn. Uranus und Neptun beschützen das Sonnensystem vor Gegnern von außerhalb. Pluto ist die Wächterin des „Tores von Raum und Zeit“ und Saturn die mächtige Kriegerin der Vernichtung und Wiedergeburt.
    (Die Bezeichnungen „Inner Senshi“ und „Outer Senshi“ (bezogen auf die Lage der Planeten im Sonnensystem, oder auf die Distanz zwischen den Kriegerinnen und ihrer Prinzessin) werden im Manga und Anime nicht verwendet, haben aber in der Fangemeinde weite Verbreitung gefunden.)
  3. Asteroid Senshi, bestehend aus Sailor Vesta (BesuBesu), Sailor Juno (JunJun), Sailor Pallas (ParaPara) und Sailor Ceres (SeleSele). Ihre Aufgabe ist das Beschützen von Neo-Queen Serenitys (Serenity in der Zukunft) Tochter, Prinzessin „Kleine Lady“ Serenity (Sailor Chibi Moon). Sie erscheinen in ihrer Sailor-Form nur im Manga, im Anime sind sie das „Amazonen-Quartett“.
  4. Sailor Animamates: Diese Kriegerinnen verfügen zwar über Sailorkräfte, sind aber nicht die wahren Sailor-Kriegerinnen ihrer Heimatplaneten. Sie wurden von Sailor Galaxia unter ihre Herrschaft gezwungen. Sie bestehen aus Sailor Iron Mouse, Sailor Aluminum Siren, Sailor Lead Crow, Sailor Tin Nyanko und Sailor Heavy Metal Papillon.
  5. Sailor Starlights, bestehend aus Sailor Star Fighter, Sailor Star Healer und Sailor Star Maker. Sie sind die Beschützer eines anderen Sonnensystems und der Prinzessin des Planeten KinmokuKakyū.

Charaktere[Bearbeiten]

Die Namen der Charaktere haben mehrere Bedeutungen oder wurden nach einer Systematik vergeben. So sind die Sailor-Kriegerinnen nach den Elementen benannt, die in Japan traditionell den Planeten zugeordnet werden, mit Ausnahme von Sailor Venus. Die Gegenspieler sind nach Mineralen, aber auch zum Teil nach Planeten, Asteroiden oder Mythologie benannt.[1]

Cosplayerin verkleidet als Bunny
Sailor Moon
Usagi „Bunny“ Tsukino (月野 うさぎ Tsukino Usagi = „Mondhase“) ist ein sorgloses Schulmädchen, das eine sehr große Fähigkeit zur Liebe hat. Sie ist sehr oft eine ängstliche Heulsuse, die es zunächst hasst, dass sie das Böse bekämpfen muss. Nach und nach lernt sie aber, mit ihrer Verantwortung umzugehen. In ihrem früheren Leben war sie Prinzessin Serenity (lat. serenitas = Heiterkeit), die Tochter der Königin des Mondkönigreichs, des sogenannten Silberjahrtausends.
Fan verkleidet als Sailor Merkur
Sailor Merkur
Ami Mizuno (水野 亜美 Mizuno Ami = Schönheit des Wassers) ist ein ruhiger Bücherwurm aus Bunnys Schule. Sie ist hochintelligent, talentiert und allgemein gebildet. Als Sailor Merkur hat sie Macht über das Wasser, da im Japanischen der Merkur als Wasserstern bezeichnet wird. Eines Tages will Ami wie ihre Mutter Ärztin werden.
Sailor Mars
Rei Hino (火野 レイ Hino Rei = Geist des Feuers ) lebt mit ihrem Großvater in einem Tempel und arbeitet als Miko. Deshalb hat sie einen siebten Sinn für das Böse. Als Sailor Mars kann sie das Feuer manipulieren. Der Planet Mars hat eine blutrote Oberfläche wie Feuer und bekam seinen Namen nach dem römischen Kriegsgott Mars. Es ist also kein Zufall, dass Sailor Mars die kriegerischste der Sailor-Kriegerinnen ist. Im Japanischen wird der Mars als Feuerstern bezeichnet. Sie kann sehr durchsetzungsstark sein und wirkt oft durch Bunnys Verhalten genervt, kümmert sich dann aber doch sehr um sie. Ihre große Schwäche sind Jungs.
Hideaki Anno übernahm den Vornamen Rei für die Figur der Rei Ayanami in Neon Genesis Evangelion.[2]
Cosplayerin verkleidet als Sailor Jupiter
Sailor Jupiter
Makoto Kino (木野 まこと Kino Makoto = Aufrichtigkeit der Bäume) ist sehr groß und kräftig - deshalb ist sie unheimlich stark und kann gut kämpfen, passenderweise ist der Planet Jupiter der größte in unserem Sonnensystem. Wenn sie Sailor Jupiter ist, hat sie Macht über Blitze und Pflanzen (der römische Gott Jupiter schickte Blitze auf die Erde, wenn er zornig war). Im Japanischen wird der Jupiter als Holzstern bezeichnet. Nachdem Makotos Eltern bei einem Flugzeugabsturz gestorben sind, hat sie früh lernen müssen, allein zurechtzukommen. Ihre Interessen beinhalten Haushalten, Kochen, Kampfsport und Gärtnern. Außerdem sieht sie in jedem gutaussehenden Jungen ihren Ex-Freund oder Abiturienten, der ihr das Herz gebrochen hat. Makoto ist ein liebenswertes Mädchen, am liebsten bekocht sie ihre Freunde.
Sailor Venus beim Cosplay
Sailor Venus
Minako Aino (愛野 美奈子 Aino Minako = Schönes Kind der Liebe) hat schon vor ihrem Zusammentreffen mit Bunny und den anderen eine Heldenkarriere als Sailor V. Deshalb hat sie auch ihren eigenen Vertrauten, den Kater Artemis (die griechische Göttin Artemis ist Schutzgöttin des Waldes, gilt aber auch als Mondgöttin). Im Sailor-Team nennt sie sich Sailor Venus, und sie ist Bunny in vielen Hinsichten ähnlich. Sie hat die Kräfte der Herzen und des Lichts und ist die Wächterin der Liebe (Venus ist die römische Liebesgöttin). Sie bezeichnet sich selbst daher immer als Kriegerin der Liebe und der Schönheit. Ihre Willensstärke macht sie zu einer starken Kriegerin. Im Japanischen wird die Venus als Liebesstern bezeichnet. Ihr Traum ist es, eine Sängerin und Berühmtheit zu werden.
Fans verkleidet als Tuxedo Mask (links) und Sailor Moon (rechts)
Tuxedo Mask
Mamoru Chiba (地場 衛 Chiba Mamoru = Den Erdplatz zu schützen) hatte als Kind einen schweren Unfall, der ihm sowohl sein Gedächtnis als auch seine Eltern nahm. Er hat immer wieder prophetische Träume, die ihn auch dazu brachten, als Tuxedo Mask aufzutreten und zusammen mit Sailor Moon gegen das Böse zu kämpfen. Mamoru war in seinem früheren Leben der Prinz der Erde mit dem Namen Endymion (in der griechischen Mythologie war Endymion der Geliebte der Mondgöttin Selene) und der Geliebte der Mondprinzessin Serenity. Nachdem er und Bunny sich zunächst nicht mochten, erinnern sich beide aber an ihre Beziehung in ihrem früheren Leben und verlieben sich wieder ineinander. In der Anime-Fassung befreit er vornehmlich Sailor Moon aus misslichen Lagen, indem er aus dem Hintergrund gezielt messerscharfe Rosen auf die Feinde der Kriegerinnen wirft. Dieser Überraschungsangriff verschafft Sailor Moon meistens die Gelegenheit, den Feind mit ihrem Zepter unschädlich zu machen.
Sailor Chibi Moon
Chibiusa (ちびうさ Tsukino Chibiusa = Kleiner Hase des Mondes), die eigentlich Usagi heißt (deshalb will sie, zur Verwirrung der Zuschauer, am Anfang auch Bunny genannt werden), ist die zukünftige Tochter von Bunny und Mamoru und kommt aus einer Zukunft in 1000 Jahren. Sie hat eine ähnliche Frisur wie Bunny und ähnelt ihr auch in vielen Charaktereigenschaften. Sie verliebt sich in Pegasus, den in ein Einhorn mit Flügeln verwandelten Helios.
Fan verkleidet als Sailor Pluto
Sailor Pluto
Setsuna Meioh (冥王 せつな Meiō = Herrscherin der Dunkelheit) taucht zunächst nur als Sailor Pluto, die Wächterin von Raum und Zeit, auf. Erst später wird klar, dass sie auch als Studentin auf der Erde lebt. Zu Chibiusa hat sie ein besonderes Verhältnis und ist für sie eine Art Ersatzmutter. Chibiusa nennt sie Poo. Sie ist im Besitz einer der drei Talismane, dem „Garnet Orb“, einem Juwel, der die Spitze ihres Zeitschlüssels darstellt.
Fans verkleidet als Sailor Uranus (links) und Sailor Neptun (rechts) beim Cosplay
Sailor Uranus
Haruka Tenoh (天王 はるか Ten’ō Haruka = Ferne Herrscherin des Himmels) gibt sich meistens eher männlich. Bevor sie eine Sailor-Kriegerin wurde, wollte sie Rennfahrerin werden. Sie ist sehr sportlich und kann in keiner Sportdisziplin geschlagen werden. Als Sailor Uranus ist sie die Kriegerin des Himmels und im Besitz einer der drei Talismane, dem „Space Sword“. Meistens geht sie ihren eigenen Weg und das auch auf Kosten anderer – außer Neptuns. Obwohl sie die Kriegerin des Himmels ist und oft sagt, dass sie wie der Wind sei, benutzt sie auch Kräfte des Bodens bzw. der Erde. Im Japanischen wird der Uranus als Himmelsstern bezeichnet.
Sailor Neptun
Michiru Kaioh (海王 みちる Kaiō = Herrscherin des Meeres) ist wie Sailor Uranus, Pluto und Saturn eine Outer Senshi. Daher hat sie wie die anderen Outer Senshi eine größere Macht als die Inner Senshi. Als Sailor Neptun kann sie die Kräfte des Meeres kontrollieren, zudem besitzt sie einen der drei Talismane, dem „Deep Aqua Mirror“. Im Japanischen wird der Neptun als Meeresstern bezeichnet. Zunächst arbeitete sie allein, traf dann aber auf Sailor Uranus, in die sie sich verliebte. Michiru ist hochbegabt, spielt Violine und malt. Sie hat schon viele Konzerte gegeben und ihre Bilder wurden schon oft in Galerien ausgestellt.
Cosplayerin verkleidet als Sailor Saturn
Sailor Saturn
Hotaru Tomoe (土萠 ほたるTomoe Hotaru = Glühwürmchen das vom Grund sprießt) ist die beste Freundin von Chibiusa. Sie ist eher ruhig und wirkt verschlossen. Oft hat sie Schwächeanfälle, die sich im Laufe der Geschichte aber geben. In der dritten Staffel tritt sie als Messias der Stille, Mistress 9, auf. Allerdings schlummert in ihr die Seele von Sailor Saturn, die im Kampf gegen Mistress 9 geweckt wird und diese mitsamt ihrer alten „Hülle“ zerstört. Als Sailor Saturn ist sie eine der mächtigsten Kriegerinnen überhaupt, bewaffnet mit einer Sense namens „Silence Glaive“. Saturn gebietet über die Stille und kann umfassende Verwüstungen bewirken, weswegen sie als „verbotene Kriegerin“ gilt. Nachdem Pharao 90 besiegt wurde, wird Hotaru wiedergeboren. Diese Vergangenheit wirft einen Schatten auf Hotaru. Sie steht immer ein bisschen am Rand, was auch daran liegt, dass sie in der fünften Staffel keine Kindheit hat.

Wichtige Gegenstände[Bearbeiten]

Verwandlungsfüller und -stäbe
Mit diesen verwandeln sich die Kriegerinnen in ihre Sailor-Egos. Die Füller benutzen die Inner Senshi in der ersten Staffel (Sailor Moon besitzt auch einen Füller, mit dem sie sich in alles Erdenkliche verwandeln kann). Die Stäbe benutzen sowohl die Inner als auch die Outer Senshi. Ihre Gestalt ändert sich mit jeder neuen Verwandlungsstufe (unter anderem in Super Sailor Senshi und Eternal Senshi). Ab der dritten Staffel benutzen die Senshi im Manga Broschen.
Broschen
Sailor Moon benutzt diverse Broschen zur Verwandlung. Ab der zweiten Staffel ist der Silberkristall in den Broschen untergebracht. Auch Sailor Chibi Moon verwandelt sich anhand einer Brosche.
Heiliger Gral (Seihai)
Damit kann Sailor Moon sich in der dritten Staffel in die wesentlich stärkere Inkarnation Super Sailor Moon verwandeln. Der Heilige Gral wurde mit Hilfe der drei Talismane gebildet, im Manga durch die Vereinigung der Kräfte der Sailor Senshi.
Silberkristall (幻の銀水晶 Maboroshi no Ginzuishō)
Dabei handelt es sich um den mächtigen Sternenkristall des Mondes, den Prinzessin Serenity besitzt. Wenn Sailor Moon die volle Macht des Kristalls einsetzt, zerspringt er, was ihren Tod zur Folge hat. Ihre Mutter aus ihrem früheren Leben, Königin Serenity, ist auf ebendiese Weise gestorben, als sie ihre Tochter, Prinzessin Serenity, retten wollte.
Talismane
Die drei heiligen Talismane, die den Heiligen Gral beschwören (siehe auch: Throninsignien Japans):
  • Schwert (Space Sword) von Sailor Uranus, sie benutzt es für ihre „Space-Sword-Blaster“-Attacke, zu Deutsch „Schwert des Lichtes, sieg!“
  • Spiegel (Deep Aqua Mirror) von Sailor Neptun, sie benutzt es für ihre „Submarine-Reflection“-Attacke, zu Deutsch „Licht des Spiegels, sieg!“
  • Juwel (Garnet Orb) von Sailor Pluto – thront auf dem Schlüssel zum Zeitentor, dem Time Staff, sie benutzt es für ihre Attacken und um die Zeit anzuhalten, was ihr aber verboten ist und mit der Todesstrafe geahndet wird.
Sense
Sailor Saturn kann mit dieser Waffe ihre stärkste Attacke auslösen, wodurch sie allerdings stirbt.
Zepter
Sailor Moon benutzt ein Zepter, um ihre Gegner anzugreifen. In jeder Staffel hat sie ein anderes Zepter: in der ersten Staffel das Mondzepter von Luna, in der zweiten Staffel Königin Serenitys Mondstab, in der dritten Staffel den Mondstab der Liebe, in der vierten Staffel den Kaleidoskopstab und in der fünften Staffel das Mondzepter des Lichts. Auch Sailor Chibi Moon besitzt zwei Zepter. Das Zepter der Zuckerherzen und den Kaleidoskopstab oder auch das Pegasus-Glöckchen.

Veröffentlichung[Bearbeiten]

Sailor Moon erschien in Japan von Februar 1992 bis März 1997 in Einzelkapiteln im Manga-Magazin Nakayoshi des Kōdansha-Verlags. Diese Einzelkapitel wurden auch in 18 Sammelbänden zusammengefasst. Im Rahmen der Ausstrahlung der TV-Realserie wurde die Manga-Reihe in Japan von September 2003 bis Juli 2004 erneut veröffentlicht, dieses Mal in zwölf Sammelbänden.

Auf Deutsch wurden die 18 Bände der ersten Manga-Fassung von Feest Comics von 1998 bis März 2000 veröffentlicht. In Deutschland wurden auch die fünf Artbooks der Manga-Reihe gespiegelt in westlicher Leserichtung veröffentlicht. Außerdem sind 22 Fanbücher im Egmont Ehapa Verlag in den Jahren 1999 und 2000 monatlich erschienen. Sie beschreiben darin die einzelnen Charaktere und die Handlungsstränge der gesamten Staffeln. Eine 12-teilige Neuauflage erschien bei Egmont Manga & Anime unter dem Titel Pretty Guardian Sailor Moon von Oktober 2011 bis Oktober 2012 in neuer Übersetzung und japanischer Leserichtung. Im November und Dezember 2012 erschienen auch Pretty Guardian Sailor Moon: Short Stories auf Deutsch. Und schließlich machte Codename: Sailor V, im Januar und Februar 2013 den Abschluss der deutschen Neuauflage.

Außer in Japan und Deutschland ist Sailor Moon unter anderem auch erschienen in den USA, Bulgarien, China, Frankreich, Polen, der Niederlande, Griechenland, Portugal, Schweden, Russland, Indien, Israel, Taiwan, Rumänien, Malaysia, Lateinamerika, Kroatien, der Türkei, Vietnam, Südkorea, Spanien, Indonesien, Thailand, Litauen und Italien. In der Ukraine nutzte man übrigens den deutschen Vorspann, der unübersetzt blieb; in Ungarn dafür den französischen.

Mit dem Manga Sailor V erschien ab 1991 eine Vorgeschichte zu Sailor Moon. Darin kämpft Sailor V (die später als Sailor Venus in die Serie übernommen wurde) gegen die Dark Agency, eine Unterorganisation des Königreichs des Dunklen, gegen das Sailor Moon am Anfang ihrer eigenen Manga-Reihe kämpft.

Adaptionen[Bearbeiten]

Anime[Bearbeiten]

Sailor Moon – Das Mädchen mit den Zauberkräften[Bearbeiten]

Von 1992 bis 1997 produzierte das japanische Studio Toei Animation fünf Staffeln mit insgesamt 200 Episoden:

  • Staffel 1 (46 Episoden): Sailor Moon (Folge 1–46) (Erstausstrahlung in Japan vom 7. März 1992 bis 27. Februar 1993)
  • Staffel 2 (43 Episoden): Sailor Moon R (Folge 47–89) (Erstausstrahlung in Japan vom 6. März 1993 bis 12. März 1994)
  • Staffel 3 (38 Episoden): Sailor Moon S (Folge 90–127) (Erstausstrahlung in Japan vom 19. März 1994 bis 25. Februar 1995)
  • Staffel 4 (39 Episoden): Sailor Moon SuperS (Folge 128–166) (Erstausstrahlung in Japan vom 4. März 1995 bis 2. März 1996)
  • Staffel 5 (34 Episoden): Sailor Moon Sailor Stars (Folge 167–200) (Erstausstrahlung in Japan vom 9. März 1996 bis 8. Februar 1997)

Bei der Produktion führten bis zur vierten Staffel Jun’ichi Satō und Kunihiko Ikuhara Regie, bei der fünften Takuya Igarashi. Das Charakterdesign entwarf für die ersten beiden Staffeln Kazuko Tadano, dann Mari Tominaga, Ikuko Ito und für die letzte Staffel schließlich Katsumi Tamegai. Als künstlerischen Leiter hatte man zunächst Junichi Tanijuchi verpflichtet, der während der zweiten Staffel von Kunihiko Ikuhara abgelöst wurde. Für die letzte Staffel übernahm Takamura Mukuo diese Aufgabe. Produzenten waren Munehisa Higuchi, Iriya Azuma und Toshihiro Arisako.

Obwohl die Serie grundsätzlich der Geschichte des Manga folgt, gibt es einige Unterschiede. Da die Fernsehserie aufgrund ihrer schnelleren Entwicklung die Manga-Reihe zu überholen drohte, wurde für das erste Drittel der zweiten Staffel eigens eine zusätzliche Handlung geschrieben. Nach dem ersten Drittel der zweiten Staffel konnte die Geschichte des Mangas dann wieder aufgenommen werden. Das Ende der Geschichte der letzten Staffel unterscheidet sich ebenfalls stark von der Manga-Version, da es sich wesentlich länger hinzieht und auch von der Handlung her vollkommen anders abläuft.

In Deutschland lief die erste Staffel zunächst mit einer Folge pro Woche vom 13. Oktober 1995 bis zum 7. September 1996 im ZDF, allerdings wurde sie wegen der Ausstrahlung mitten in einem Zeichentrick-Programmblock von den meisten TV-Zeitschriften nicht erwähnt. Erst als Sailor Moon ab Mai 1997 bei RTL II mit einer Folge pro Werktag gesendet wurde, bekam die Serie auch im deutschsprachigen Raum Kultstatus. Die Serie wurde außerdem auf den Fernsehsendern Tele 5, Sat.1 und Junior wiederholt. In Österreich wurde Sailor Moon auf ORF eins, in der Schweiz auf SRF 1 gezeigt. Die Folge Nr. 89, die einen Rückblick auf die zweite und eine Vorschau auf die dritte Staffel enthält, wurde nie gekauft, somit auch nie synchronisiert und ausgestrahlt. In der deutschen Fassung wurden einige inhaltliche Anpassungen vorgenommen, so wurde die homosexuelle Beziehung zwischen Haruka und Michiru als platonische Freundschaft dargestellt.[3]

Für die Ausstrahlung in den USA wurden die Namen anglisiert, so wurde bspw. aus Usagi Serena. Teile der Handlung, wie das Sterben einiger Figuren am Ende, wurden verändert oder weggelassen.[4] Außerdem schnitt man Szenen heraus oder veränderte diese aufgrund ihrer japanischen Bildsprache oder Symbolik, da diese nach dem Dafürhalten der Rechteverwerter für den amerikanischen Zuschauer nicht als verständlich befunden wurden.[5] Zunächst wurden nur die ersten 65 Folgen ausgestrahlt. Nach einer Internet-Protestkampagne, bei der 30.000 Unterschriften gesammelt wurden, wurde die Serie fortgesetzt.[6] Laut Fred Patten wurde die Serie, neben Dragon Ball, zur Ausstrahlung in den USA ausgewählt, weil sie in Japan im Fernsehen wie auf dem Videomarkt ein großer Erfolg war.[7]

Die Serie wurde außerdem unter anderem ausgestrahlt in Großbritannien, Albanien, Frankreich, Schweden, Türkei, Italien, Marokko, Spanien, Portugal, Polen, Deutschland, Österreich, Griechenland, Russland, Ungarn, Lateinamerika, Volksrepublik China (sowohl auf Kantonesisch als auch auf Hochchinesisch), Südkorea, Malaysia, Indonesien, Thailand und auf den Philippinen.

2011 erwarb die m4e AG die Vermarktungsrechte für Sailor Moon für Deutschland, Österreich und der Schweiz und wollte die Serie wieder ins deutsche Fernsehen bringen.[8] Jedoch ein Jahr später erfolgte die Rückgabe der Vermarktungsrechte an Toei Animations.[9] Seit Herbst 2010 läuft Sailor Moon bereits wieder in Italien, dort kamen auch erste Produkte vor Weihnachten auf den Markt. Ausstrahlungen in anderen europäischen Ländern und ein neues Merchandisingprogramm sollen folgen. In Deutschland läuft die Serie wieder seit Herbst 2012 auf dem Pay-TV-Sender Animax. Im deutschen Free-TV war die Serie zuletzt von Februar bis Oktober 2014 auf VIVA zu sehen.[10][11] VIZ Media Switzerland bringt, unter dem hausinternen Label Kazé Deutschland, seit November 2013 Sailor Moon auf DVD raus. Enthalten sind zwei Videospuren: die deutsche Videospur mit den Video-Masters von RTL II und deutschem Ton und die japanische Remastered-Videospur mit japanischen Ton und deutschen Untertiteln. Als Grund hierfür gibt Kazé die unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten der Episoden an. Die deutschen Masters laufen schneller als die original japanischen. Ein Tongeschwindigkeitsangleich der deutschen Tonspur an die japanischen Masters wäre zwar technisch möglich gewesen, hätte aber die Tonlagen der Töne und Stimmen verändert.

Episodenliste[Bearbeiten]
Hauptartikel: Sailor Moon/Episodenliste
Specials[Bearbeiten]

Bei den Specials handelt es sich um vier TV-Kurzepisoden und einen Kino-Kurzfilm. In Japan gibt es nach wie vor die Tradition, vor dem Hauptfilm einen oder mehrere kürzere Vorfilme zu zeigen. Bei Anime werden die Vorfilme oft extra dafür produziert. Bisher wurde keines dieser Specials im deutschen Fernsehen gezeigt. Als Titel sind hier die Titel, unter denen die Specials in der internationalen Fangemeinde normalerweise bekannt sind, oder eine ungefähre Übersetzung des Originaltitels angegeben.

  • Sailor Moon R Special – Make Up! Sailor Soldiers (auch bekannt als Prelude to Romance): Dieses Special fasst die Geschehnisse der ersten Staffel zusammen. Bunny und Chibiusa sitzen in einem Café und belauschen zwei Mädchen, die sich über die Sailor-Kriegerinnen und ihre jeweiligen Qualitäten unterhalten.
  • Sailor Moon Super S Specials:
  1. An Elegant Metamorphosis – Crybaby Usagi’s Growth Diary: Usagi und Chibiusa sitzen an einem Brunnen und kommen auf das Thema, wie Usagi zu Sailor Moon wurde. Es folgt ein Rückblick auf die ersten drei Staffeln.
  2. The Return of Haruka and Michiru – The Ghostly Puppet Show: Die beiden Outer Senshi Sailor Uranus und Sailor Neptun befinden sich in einem Luxushotel am Meer, um dort merkwürdige Vorkommnisse zu untersuchen. Doch da Haruka plötzlich krank wird, muss Michiru dies allein übernehmen.
  3. Chibiusa’s Adventure – The Dreaded Vampire Castle: Dieses Special umfasst eine der Manga-Kurzgeschichten aus Chibiusas Tagebuch.
  • Ami-chan no Hatsukoi – Amis erste Liebe: Die Verfilmung der Geschichte Amis erste Liebe aus dem Prüfungsstress-Kurzgeschichtenzyklus des Manga. Dieses Special wurde als Vorfilm zum dritten Super-S-Movie im Kino gezeigt. (Eigentlich sollte der gesamte Prüfungstress-Zyklus verfilmt werden, das Projekt wurde aber abgebrochen.)
Kinofilme[Bearbeiten]

Zu Sailor Moon entstanden drei Kinofilme:

  • Gefährliche Blumen (劇場版 美少女戦士セーラームーンR Gekijōban Bishōjo Senshi Sērā Mūn R (Schöne Mädchenkriegerin Sailor Moon R: Der Film)), Laufzeit zirka 60 min
    Kinostart in Japan am 12. Mai 1993; Deutsche Erstausstrahlung (TV): RTL II, 12. Juni 1998
  • Schneeprinzessin Kaguya (劇場版 美少女戦士セーラームーンS Gekijōban Bishōjo Senshi Sērā Mūn S (Schöne Mädchenkriegerin Sailor Moon S: Der Film)), Laufzeit zirka 60 min
    Kinostart in Japan am 4. Dezember 1994; Deutsche Erstausstrahlung (TV): RTL II, 15. Juni 1998[12]
  • Reise ins Land der Träume (美少女戦士 セーラームーン SuperS セーラー9戦士集結! ブラック・ドリーム・ホールの奇跡 Bishōjo Senshi Sērā Mūn SuperS Sērā 9 Senshi Shūketsu! Burakku Dorīmu Hōru no Kiseki (Schöne Mädchenkriegerin Sailor Moon SuperS: Die 9 Sailor-Kriegerinnen versammeln sich! Das Wunder des schwarzen Traumlochs)), Laufzeit zirka 72 min
    Kinostart in Japan am 23. Dezember 1995; Deutsche Erstausstrahlung (TV): RTL II, 3. Oktober 1998

In Deutschland liefen die Filme nie im Kino. Sie wurden damals von RTL II lizenziert und als „Specials“ ausgestrahlt. Deswegen werden die Kinofilme häufig fälschlicherweise als „Specials“ bezeichnet und oft mit den echten Specials verwechselt. Alle drei Filme wurden durch RTL II und edel auf VHS veröffentlicht.

Synchronisation[Bearbeiten]

Die Synchronfassung der ersten Staffel wurde von dem Münchner Studio Plaza Synchron hergestellt. Geschäftsführer Hans-Peter Kaufmann und Matthias von Stegmann führten dabei die Synchronregie und schrieben gemeinsam das Dialogbuch. In den folgenden Staffeln wurde die Synchronisation von der FFF Grupe übernommen, dies ist auf einen Senderwechsel zurückzuführen.

Die Figuren sind jeweils in der Reihenfolge ihres Debüts sortiert.

Helden
Figur Japanischer Synchronsprecher (Seiyū) Deutscher Synchronsprecher Folge Staffel
Usagi „Bunny“ Tsukino alias Sailor Moon
alias Prinzessin/Neo-Königin Serenity
Kotono Mitsuishi
Kae Araki (Folge 44–50)
Sabine Bohlmann (Staffel 1)
Inez Günther (Staffel 2–5)
1–200 1–5
Mamoru Chiba alias Tuxedo Mask alias Ritter des Mondlichts alias Prinz/König Endymion Tōru Furuya Matthias von Stegmann (Staffel 1)
Dominik Auer (Staffel 2–5)
1–173,
197–200
1–5
Ami Mizuno alias Sailor Merkur Aya Hisakawa Stefanie von Lerchenfeld 8–200 1–5
Rei Hino alias Sailor Mars Michie Tomizawa Julia Haacke 10–200 1–5
Makoto Kino alias Sailor Jupiter Emi Shinohara Veronika Neugebauer 25–200 1–5
Minako Aino alias Sailor Venus Rika Fukami Claudia Lössl 33–200 1–5
Usagi „Chibiusa“ Tsukino alias Sailor Chibi Moon alias Kleine Lady Kae Araki Nicola Grupe-Arnoldi 60–88
103–172, 198
2
3–5
Setsuna Meioh alias Sailor Pluto Chiyoko Kawashima Ulla Wagener (Folge 64, 75,
110–115 & 167–200)

Ditte Schupp (Folge 82 & 85)
Sacha Holzheimer (Folge 116–126)
64–85
110–126
167–200
2
3
5
Haruka Tenoh alias Sailor Uranus Megumi Ogata Anke Korte 90–126
167–200
3
5
Michiru Kaioh alias Sailor Neptun Masako Katsuki Ulrike Jenni 90–126
167–200
3
5
Hotaru Tomoe alias Sailor Saturn Yūko Minaguchi Andrea Wick 111–126
167–200
3
5
Seiya Kou alias Sailor Star Fighter Shiho Nīyama Ditte Schupp 173–200 5
Taiki Kou alias Sailor Star Maker Narumi Tsunoda Martina Duncker 173–200 5
Yaten Kou alias Sailor Star Healer Chika Sakamoto Irina Wanka 173–200 5
Chibichibi alias Licht der Hoffnung Kotono Mitsuishi Nicola Grupe-Arnoldi 182–200 5
Gegner
Figur Japanischer Synchronsprecher (Seiyū) Deutscher Synchronsprecher Folge Staffel
Königin Perilia Keiko Han Karin Kernke 1–46 1
Jedyte Masaya Onosaka Kai Taschner 1–13 1
Neflite Katsuji Mori Pascal Breuer 13–24 1
Zoisite Keiichi Nanba Madeleine Stolze 14–35 1
Kunzite Kazuyuki Sogabe Rüdiger Bahr (Folge 22–25)
Gudo Hoegel (Folge 27–44)
22–44 1
Königin Metallia Noriko Uemura Ilona Grandke 35–46 1
Ail alias Seijūrō Ginga Hikaru Midorikawa Marc Stachel 47–59 2
Anne alias Natsumi Ginga Yumi Tōma Melanie Manstein 47–59 2
Rubeus Wataru Takagi Thomas Darchinger 60–74 2
Kermesite Wakana Yamazaki Martina Duncker 60–72, 86 2
Berthierite Yuri Amano Alisa Palmer 60–72, 86 2
Calaverite Akiko Hiramatsu Simone Brahmann 60–72, 86 2
Petzite Megumi Ogata Michèle Tichawsky 60–72, 86 2
Erleuchteter alias Phantom der Macht Eiji Maruyama Gerd Wiedenhofen 60–88 2
Esmeraude Mami Koyama Solveig Duda 73–84 2
Prinz Diamond Kaneto Shiozawa Stephan Rabow 74–87 2
Saphir Tsutomu Kashiwakura Johannes Raspe 75–86 2
Black Lady alias Chibiusa Tsukino Kae Araki Anna Carlsson 85–88 2
Dr. Sōichi Tomoe / Germatoid Akira Kamiya Thomas Rauscher (Staffel 3) 90–126
167
3
5
Kaorinite Noriko Uemura Michèle Tichawsky 90–102,
113–123
3
Eugeal Maria Kawamura Jennifer Harder-Böttcher 102–111 3
Mimet Mika Kanai Melanie Manstein 103–120 3
Telulu Chieko Honda Michele Sterr 103–121 3
Byruit Yoshino Takamori Scarlet Cavadenti 103–122 3
Cyprin
Petirol
Yuriko Fuchizaki
Rumi Kasahara
Beate Pfeiffer 103–123
123
3
Messias der Stille / Mistress 9 alias Hotaru Tomoe Yūko Minaguchi Andrea Wick 112–125 3
Zirkonia Hisako Kyōda Doris Gallart 128–164 4
Tigerauge Ryōtarō Okiayu Oliver Mink 128–149 4
Fischauge Akira Ishida Simone Brahmann 128–149 4
Falkenauge Toshio Furukawa Kai Taschner 128–149 4
BesuBesu Junko Hagimori Shandra Schadt 148–166 4
SeleSele Yuri Amano Andrea Wick 148–166 4
JunJun Kumiko Watanabe Stephanie Kellner 148–166 4
ParaPara Machiko Toyoshima Sabine Bohlmann 148–166 4
Königin Nehelenia Yoshiko Sakakibara Sacha Holzheimer 148–172 4–5
Sailor Galaxia / Chaos Mitsuko Horie Susanne von Medvey 167,
172–200
5
Sailor Iron Mouse Eriko Hara Melanie Manstein 173–181 5
Sailor Alumina Siren Kikuko Inoue Michele Sterr 179–188 5
Sailor Red Claw Chiharu Suzuka Michèle Tichawsky 179–193 5
Sailor Tin Nyanko Ikue Ōtani Beate Pfeiffer 188–195 5
Nebencharaktere
Figur Japanischer Synchronsprecher (Seiyū) Deutscher Synchronsprecher Folge Staffel
Ikuko Tsukino Sanae Takagi Christina Hoeltel (Staffel 1–2)
Bettina Kenter (Staffel 4)
Ulla Wagener (Folge 139)
Carola Wegerle (Staffel 5)
1–86
130–186
1–2
4–5
Luna Keiko Han Ulli Philipp (Staffel 1)
Mara Winzer (Staffel 2–5)
1–200 1–5
Haruna Sakurada Chiyoko Kawashima Uschi Wolff 1–58 1–2
Naru Osaka Shino Kakinuma Stephanie Kellner 1–131 1–4
Gurio Umino Keiichi Nanba Dominik Auer (Staffel 1)
Benedikt Weber (Staffel 2–4)
1–131 1–4
Shingo Tsukino Chiyoko Kawashima Benedikt Gutjan
Benedikt Weber (Staffel 3)
1–144 1–4
Motoki Furuhata Hiroyuki Satō Hubertus von Lerchenfeld 2–165 1–4
Kenji Tsukino Yūji Machi Tonio von der Meden 2–66 1–2
Reis Großvater Tomomichi Nishimura Oliver Grimm (Folge 10)
Michael Habeck (Staffel 1)
Gerd Wiedenhofen (Staffel 2–4)
10–136 1–4
Ryo Urawa Shin’ichirō Ōta Philipp Brammer 27–41 1
Yūichirō Kumada Bin Shimada Axel Malzacher (Staffel 1)
Benedikt Weber (Staffel 2–4)
30–136 1–4
Artemis Yasuhiro Takato Bernd Stephan 33–200 1–5
Königin Serenity Mika Doi Helga Trümper (Staffel 1) 35–51 1–2
Unazuki Furuhata Miyako Endō
Eriko Hara (Staffel 3)
Beate Pfeiffer 69–165 2–4
Pegasus
alias Helios
Taiki Matsuno Marc Stachel
Ole Pfennig (Folge 131 & 137–149)
128–166
158–166
4
Diana Kumiko Nishihara Sabine Bohlmann 133–172 4–5
Prinzessin Kakyū Sakiko Tamagawa Shandra Schadt 193–200 5
Musik[Bearbeiten]

Der Original-Soundtrack stammt größtenteils von Takanori Arisawa, der die Arbeit als wichtigen Teil seines Lebens ansieht. Als die Fernsehserie 1995 nach Deutschland kam, wurde Andy Knote aus den Toyco Studios mit der Komposition und Einspielung eines neuen Titelliedes beauftragt. Die japanischen Vorspanntitel sind:

  • Moonlight Densetsu von Dali
  • Sailor Star Song (セーラースターソング) von Kae Hanazawa

International wurden unter anderem verwendet:

  • Sailor Moon Theme von Nicole Price and Bynne Price
  • Sana ay di na Magwakas von Angelika Dela Cruz

Die Abspanne wurden unterlegt mit folgenden Liedern:

  • Heart Moving von Misae Takamatsu
  • Princess Moon von Ushio Hashimoto
  • Otome no Policy von Yoko Ishida
  • Tuxedo Mirage von Peach Hips
  • Watashi-tachi ni Naritakute (私たちになりたくて) von Miwako Fujitani
  • Rashiku Ikimasho (らしくいきましょ) von Meu
  • Kaze mo Sora mo Kitto… (風も空もきっと・・・) von Arisa Mizuki
  • Moonlight Densetsu (ムーンライト伝説) von Moon Lips

Der zunehmende Erfolg in Deutschland führte 1998 zur Gründung des Bandprojektes Super Moonies, bei dem die Serie als „Zugpferd“ für selbstkomponierte deutsche Popsongs genutzt werden sollte. Für die Ausstrahlung auf RTL II wurden ab 1998 auch zwei neue Openings der Super Moonies verwendet, während für ORF eins und Sat.1 das Opening aus den Toyco-Studios beibehalten wurde. Die Super Moonies verkauften insgesamt über eine Million Tonträger, das Projekt wurde Anfang 2000 aber wieder eingestellt.

DVD-Veröffentlichung[Bearbeiten]
DVD-Name Episoden Disks VÖ-Datum Zusätzliche Informationen
Box 1 23 6 29. November 2013 Enthält die ersten 23 Episoden der Serie:
  • Sailor Moon – Vol. 1
Box 2 23 6 31. Januar 2014 Enthält die Episoden 24 bis 46 der Serie:
  • Sailor Moon – Vol. 2
Box 3 22 6 25. April 2014 Enthält die Episoden 47 bis 68 der Serie:
  • Sailor Moon R – Vol. 3
Box 4 21 6 27. Juni 2014 Enthält die Episoden 69 bis 89 der Serie:
  • Sailor Moon R – Vol. 4
Box 5 19 5 6. Oktober 2014 Enthält die Episoden 90 bis 108 der Serie:
  • Sailor Moon S – Vol. 5

Sailor Moon Crystal[Bearbeiten]

Am 6. Juli 2012 wurde auf dem Sailor Moon 20th Anniversary Special Event in Tokio ein neuer Sailor-Moon-Anime für Sommer 2013 angekündigt.[13] Der Termin wurde erst auf die Winter-Saison 2013/2014[14] und schließlich auf Juli 2014 verschoben.[15]

Laut Produzent Atsutoshi Umezawa stellt die Serie eine Neuinterpretation des Mangas dar und soll sich somit stärker an diesem orientieren.[16]

Die Serie, Sailor Moon Crystal, startete am 5. Juli 2014 als Web-Anime auf der Videoplattform Nico Nico Douga weltweit in japanischer Sprache mit chinesischen (traditionell und vereinfacht), deutschen, englischen, französischen, indonesischen, italienischen, koreanischen, malaiischen, portugiesischen, spanischen und türkischen Untertiteln.

Der Vorspanntitel ist Moon Pride und der Abspanntitel Gekkō (月虹, „Mondregenbogen“), jeweils gesungen von der Idol-Popgruppe Momoiro Clover Z.

Episodenliste[Bearbeiten]
Sailor Moon Crystal
Folge Deutscher Titel Originaltitel Erstausstrahlung
1 Akt 1: Usagi – Sailor Moon Act.1: Usagi – Sailor Moon 5. Juli 2014
2 Akt 2: Ami – Sailor Mercury Act.2: Ami – Sailor Mercury 19. Juli 2014
3 Akt 3: Rei – Sailor Mars Act.3: Rei – Sailor Mars 2. August 2014
4 Akt 4: Masquerade – Maskenball Act.4: Masquerade – Kamenbudōkai 16. August 2014
5 Akt 5: Makoto – Sailor Jupiter Act.5: Makoto – Sailor Jupiter 6. September 2014
6 Akt 6: Tuxedo Mask Act.6: Tuxedo Kamen – Tuxedo Mask 20. September 2014
7 Akt 7: Mamoru Chiba – Tuxedo Mask Act.7: Chiba Mamoru – Tuxedo Mask 4. Oktober 2014
8 Akt 8: Minako – Sailor V Act.8: Minako – Sailor V 18. Oktober 2014
Synchronisation[Bearbeiten]
Figur Japanischer Synchronsprecher (Seiyū)
Usagi Tsukino alias Sailor Moon Kotono Mitsuishi
Mamoru Chiba alias Tuxedo Mask Kenji Nojima
Ami Mizuno alias Sailor Mercury Hisako Kanemoto
Rei Hino alias Sailor Mars Rina Satō
Makoto Kino alias Sailor Jupiter Ami Koshimizu
Minako Aino alias Sailor Venus Shizuka Itō
Luna Ryō Hirohashi
Artemis Yōhei Ōbayashi
Queen Beryl Misa Watanabe
Jadeite Daisuke Kishio
Nephrite Kōsuke Toriumi
Zoisite Masaya Matsukaze
Kunzite Eiji Takemoto
Queen Metaria Yōko Matsuoka

Sailor Moon live[Bearbeiten]

Live-Musicals[Bearbeiten]

1993 bis 2005 und 2013 gab es in Japan unter dem Namen Sērāmyu (Kunstwort aus Sailor (Sērā) und Musical (myujikaru) in der japanischen Aussprache) zu Sailor Moon jedes Jahr ein Live-Musicals in jeweils einer Sommer- und einer Winter-Version.[17] Seit 1993 sind daraus 27 verschiedene Musicals (14 Stücke, mit jeweils einer „Kaiteban“-Version (=veränderte und erweiterte Fassung)) mit insgesamt über 800 Aufführungen geworden. Die meisten Musicals folgen der Handlung des Manga oder Anime, doch werden die entsprechenden Plots zum Teil stark verändert, so dass sich interessante und verblüffende Wendungen ergeben. Neben der gängigen Sailor Moon-Handlung der Mangas wurden auch Stücke mit neuer Handlung konzipiert:

  • Last Dracul : Ein dreiteiliges Vampir-Stück, das vage auf einer Zusatzgeschichte um Sailor Chibi Moon basiert.
  • Kaguya-shima Densetsu: Ein Stück, das die Sailor Senshi auf eine (mehr oder weniger) einsame Insel verschlägt.
  • Shin Kaguya-shima Densetsu: Im Grunde ein Kaiteban zum Kaiteban von „Kaguya-shima Densetsu“, aber offiziell nicht als solches bezeichnet.

Anlässlich des 20 jährigen Jubiläums von Sailor Moon wurde im September 2013 ein weiteres Seramyu Musical mit dem Titel La Reconquista aufgeführt. Es gab drei Aufführungen. Das Außergewöhnliche an diesem Musical-Titel war, dass man diese Aufführungen auch von Zuhause am Computer per Nico Nico Douga anschauen konnte. Es war das erste Sailor Moon Musical, welches live im Internet übertragen wurde.

Zu den Musicals gibt es viel Merchandise, beispielsweise Videos, DVDs, CDs, etc.

Realserie[Bearbeiten]

Aufgrund der in Japan auch heute noch anhaltenden Nachfrage – was angesichts des schnelllebigen Anime-Marktes eine große Ausnahme darstellt – wurde eine 49 Folgen lange Sailor-Moon-Serie mit echten Schauspielern produziert (mit unter anderem Miyū Sawai als Sailor Moon und Keiko Kitagawa als Sailor Mars), die vom 4. Oktober 2003 bis zum 25. September 2004 auf dem japanischen Sender TBS ausgestrahlt wurde.

Die Realserie war eine Mischung aus der schon bekannten Manga-Handlung und neuen Elementen, unter Beteiligung der ursprünglichen Zeichnerin Naoko Takeuchi. Im November 2004 erschien in Japan außerdem ein Serien-Special mit dem Namen Special Act. auf DVD, in dem es um die Hochzeit von Usagi und Mamoru geht, und im März 2005 ein weiteres Special Act. 0, in dem die Vorgeschichte und die Anfänge von Sailor V gezeigt werden.

Wie schon der Anime wurde auch die Realserie in Japan zum Großteil durch Merchandising finanziert. So gibt es für fast jeden Charakter eine eigene Single mit Charakterliedern sowie mehrere Alben und eine Live-DVD mit dem Namen Kirari Super Live, auf der die Hauptdarsteller einen eigenen Handlungsstrang auf einer Bühne vor Publikum spielen und dabei die durch die Serie bekannten Lieder vortragen.

Computerspiele[Bearbeiten]

Ab 1993 wurden für den japanischen Markt zahlreiche Sailor-Moon-Computerspiele für SNES, PlayStation, Game Boy, Sega Saturn, Sega Mega Drive und Sega Game Gear entwickelt. Ein Sailor Moon Super-Nintendo-Kampfspiel, welches sich an der ersten Staffel orientiert, wurde 1994 auch von BanDai Frankreich veröffentlicht.

Rezeption und Analyse[Bearbeiten]

Die Serie richtet sich vor allem an junge Mädchen, enthält aber auch viele Parodien auf das Sentai-Genre oder andere Animes, sodass Sailor Moon auch bei vielen männlichen und älteren Zuschauer Beachtung fand. Daher wurde das Merchandising zur Serie in Japan ein Verkaufserfolg.[4] Laut Fred Patten hat die Serie zu ihrer Zeit in Japan Erfolgsrekorde gebrochen.[18] Paul Gravett meint, der Manga habe dem Magical-Girl-Genre neues Leben eingehaucht.[19] Naoko Takeuchi erhielt für die Manga-Reihe 1993 den Kōdansha-Manga-Preis in der Kategorie Shōjo.

Sailor Moon wurde international in vielen Ländern beliebt, im Internet entstanden innerhalb kürzester Zeit hunderte von Fanseiten.[20] Nach einer Umfrage unter deutschen Manga-Fans des Instituts Sozioland aus dem Jahr 2005 ist die Manga-Reihe für viele Befragten neben Dragonball die erste Serie, die sie gelesen haben. Daneben gehört er auch zu den beliebtesten Mangas in der deutschen Fangemeinde.[21] Der erste Band der deutschen Neuauflage von EMA wurde 2012 mit dem Sondermann-Preis in der Kategorie Manga/Manhwa International ausgezeichnet.[22]

Patrick Drazen erklärt den internationalen Erfolg der Serie damit, dass zum einen thematisch ähnliche Serien wie Verliebt in eine Hexe und Buffy – Im Bann der Dämonen in den USA populär wurden und zum anderen Sailor Moon die erste Shōjo-Serie war, die im Westen ausgestrahlt wurde. Dabei war sie thematisch und in den stilistischen Mitteln für den westlichen Zuschauer wesentlich leichter zu verstehen, als andere Serien dieser Zeit, wie Fushigi Yuugi, deren Humor oft in Super-deformed-Szenen lag. Auch das aufkommende Internet hat laut Patrick Drazen einen Anteil am Erfolg geliefert. In ihrer Handlung zeige die Serie zum einen die in der Pubertät aufkeimende Sexualität, die durch die magischen Kräfte symbolisiert wird. Ein anderes Thema sind die Herausforderungen, denen sich Usagi mit ihren Kräften stellen muss, denen sie nicht gewachsen zu sein scheint und für die sie dennoch den Mut aufbringt. Dazu kommen, neben unmenschlichen, monsterartigen Gegenspielern, auch menschliche, die Gefühle zeigen und deren Geschichten aus ihrer Sicht erzählt wird. Im Original der Serie kommt es auch zu dramatischen Wendungen, wie dem Tod eines Charakters, was in der Übersetzung jedoch nicht immer erhalten blieb. Beides ist für westliche Fernsehserien sehr unüblich, im Anime aber ein gängiger Teil von Handlungen.[23] Auch Wiedergeburt ist mehrfach ein Thema.[24] Die Nacktheit der Sailor-Kriegerinnen bei ihrer Verwandlung hat laut Patrick Drazen keine sexuelle Bedeutung, sondern symbolisiert die Reinigung, die für die magischen Kräfte notwendig ist.[25]

Laut Fred Patten hat die Anime-Serie mit ihrem Erfolg wesentlich dazu beigetragen, dass weitere Animes im US-amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt wurden[26] und dass dem Medium ein neues, junges Publikum erschlossen wurde.[27] Susan J. Napier sieht in Sailor Moon auch einen Ausdruck der Veränderung der Frauenrolle in Japan hin zu einer kraftvolleren und aktiveren Rolle.[28] Für Radosław Bolałek, Gründer des polnisch-tschechischen Verlags Hanami, ist Sailor Moon das Werk, dass dem Medium Comic in Nordamerika und Europa erstmals eine große weibliche Leserschaft erschlossen hat. Der Manga, den man auch als „Superhelden-Serie für Mädchen“ beschreiben könne, biete eine „Mixtur aus Mythen und Legenden“ in „kitschig-eleganter Optik“. Entscheidend für die Begeisterung der Mädchen für die Serie sei, dass die Heldinnen nicht nur für Gerechtigkeit, sondern auch Liebe kämpften.[17]

Laut Dinah Zank liefert die Serie mit Usagi eine Hauptfigur, mit der sich die Konsumentinnen leicht identifizieren können. Motive der Serie seien weniger romantische Beziehungen als Freundschaft, Durchhaltevermögen und der Kampf für eine gute Sache. So bilden die Heldinnen der Serie ein Pendant zu den männlichen amerikanischen Superhelden, wobei sie bestehende Grenzen zwischen den Geschlechtern überschreiten, wenn sie sich dem Kampf hingeben. Dabei ist Weiblichkeit die Voraussetzung für die Macht, da selbst die später hinzukommenden Sailor Starlights, im Alltagsleben männlich, für den Kampf weiblich werden. Zugleich wird aber auch die weibliche Seite der Charaktere betont, so Usagis zukünftige Rolle als Mutter und Mondprinzessin. Dabei stehe sie in einer gleichberechtigten Beziehung zu ihrem späteren Ehemann Tuxedo Mask. Ihre Furcht und Verwirrung über ihre neue Identität und Macht ist dabei zu vergleichen mit dem Einsetzen der Pubertät.[29]

Literatur[Bearbeiten]

  • Patrick Drazen: The Sailor Moon Phenomenon. In: Anime Explosion – The What? Why? and Wow! of Japanese Animation. Stone Bridge Press, 2003.
  • Fred Patten: Watching Anime, Reading Manga – 25 Years of Essays and Reviews. Stone Bridge Press, 2004.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sailor Moon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Drazen, 2003, S. 286.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Archivdatum nicht im ISO-FormatHideaki Anno: 雑記. 2. November 2000, archiviert vom Original am 27. September 2007, abgerufen am 27. Mai 2009 (japanisch, Kommentierte, englische Übersetzung).
  3. Deutsches Filminstitut – DIF / Deutsches Filmmuseum & Museum für angewandte Kunst (Hrsg.): ga-netchû! Das Manga Anime Syndrom Henschel Verlag, 2008, S. 30.
  4. a b Trish Ledoux und Doug Ranney: The Complete Anime Guide. Tiger Mountain Press, Issaquah (Washington) 1995, S. 37 f.
  5. Drazen, 2003, S. 142 f.
  6. Patten, 2004, S. 50.
  7. Patten, 2004, S. 107.
  8. Pressemitteilung von m4e AG(PDF; 1,1 MB)
  9. OtakuTimes - Sailor Moon Lizenz geht zurück an Toei Animations
  10. VIVA.TV - Das Warten hat sich gelohnt: 'Sailor Moon' ab 17.2. bei VIVA!
  11. japaniac - VIVA setzt Anime-Sparte ab
  12. Google Groups – de.alt.anime – Sailor Moon Filme (deutsch)
  13. Sailor Moon Manga Gets New Anime Series in Summer 2013 (Update 3). In: Anime News Network. 6. Juli 2012, abgerufen am 6. Juli 2012 (englisch).
  14. New Sailor Moon Anime to Stream Worldwide This Winter
  15. Anime News Network - New Sailor Moon Anime by Toei to Premiere in July
  16.  Frank Neubauer: News. 22 Jahre Sailor Moon. In: Zack. Nr. 177, Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag, Berlin März 2014, ISSN 1438-2792, S. 17, DNB 020631308.
  17. a b Radosław Bolałek, Paul Gravett (Hrsg.) und Andreas C. Knigge (Übers.): 1001 Comics, die Sie lesen sollten, bevor das Leben vorbei ist. Zürich 2012, Edition Olms. S. 581.
  18. Patten, 2004, S. 276.
  19. Paul Gravett: Manga – Sechzig Jahre Japanische Comics. Egmont Manga und Anime, 2004, S. 78.
  20. Drazen, 2003, S. 11.
  21. Deutsches Filminstitut – DIF / Deutsches Filmmuseum & Museum für angewandte Kunst (Hrsg.): ga-netchû! Das Manga Anime Syndrom Henschel Verlag, 2008, S. 218.
  22. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatSondermann Preis 2012 für Sailor Moon. Abgerufen am 23. Oktober 2012.
  23. Drazen, 2003, S. 280–287.
  24. Drazen, 2003, S. 211–213.
  25. Drazen, 2003, S. 56.
  26. Patten, 2004, S. 124.
  27. Patten, 2004, S. 132.
  28. Susan J. Napier: Anime from Akira to Princess Mononoke: Experiencing Contemporary Japanese Animation. Palgrave, 2001 S. 33.
  29. Deutsches Filminstitut – DIF / Deutsches Filmmuseum & Museum für angewandte Kunst (Hrsg.): ga-netchû! Das Manga Anime Syndrom. Henschel Verlag, 2008, S. 153.