Landkreis Rostock

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Landkreis Rostock (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Rostock Deutschlandkarte, Position des Landkreises Rostock hervorgehoben53.9112.25Koordinaten: 53° 55′ N, 12° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Verwaltungssitz: Güstrow
Fläche: 3.421 km²
Einwohner: 210.555 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET
Kreisschlüssel: 13 0 72
Kreisgliederung: 117 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Am Wall 3–5
18273 Güstrow
Webpräsenz: www.landkreis-rostock.de
Landrat: Sebastian Constien[2] (SPD)
Lage des Landkreises Rostock in Mecklenburg-Vorpommern
Polen Königreich Dänemark Schleswig-Holstein Niedersachsen Brandenburg Müritz Stettiner Haff Ostsee Schwerin Hansestadt Rostock Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Rostock Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Ludwigslust-ParchimKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Rostock ist ein Landkreis in Mecklenburg-Vorpommern. Mit 3421 km² Fläche ist er der viertgrößte Landkreis in Deutschland. Die Kreisstadt ist Güstrow. In Bad Doberan befindet sich eine Außenstelle der Verwaltung.

Der Landkreis gilt als Regiopolregion der Großstadt Rostock und verzeichnet einen Bevölkerungszuwachs.[3][4]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Landkreis Rostock ist im Zuge der Kreisgebietsreform Mecklenburg-Vorpommern 2011 am 4. September 2011 aus den Landkreisen Bad Doberan und Güstrow entstanden.

Am Tag des Inkrafttretens der Kreisgebietsreform und gleichzeitig mit der Landtagswahl stimmten die Wähler über den Kreisnamen ab. Zur Wahl stand auch der Name Landkreis Güstrow-Bad Doberan, vorgeschlagen vom Landkreis Güstrow.[5]

Geografie[Bearbeiten]

Der Landkreis Rostock grenzt im Nordosten an den Landkreis Vorpommern-Rügen, von Osten bis Süden an den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, im Südwesten an den Landkreis Ludwigslust-Parchim und im Westen an den Landkreis Nordwestmecklenburg. Der Landkreis Rostock umschließt die kreisfreie Hansestadt Rostock.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Ämter und Gemeinden im Landkreis Rostock

(Einwohner am 31. Dezember 2013[6])

Amtsfreie Gemeinden

  1. Bad Doberan, Stadt * (11.607)
  2. Dummerstorf (7099)
  3. Graal-Müritz (4185)
  4. Güstrow, Stadt * (28.540)
  5. Kröpelin, Stadt (4742)
  6. Kühlungsborn, Stadt (7489)
  7. Neubukow, Stadt * (3866)
  8. Sanitz (5706)
  9. Satow (5441)
  10. Teterow, Stadt * (8671)

Ämter mit amtsangehörigen Gemeinden und Städten
* Sitz der Amtsverwaltung

  1. Admannshagen-Bargeshagen (2799)
  2. Bartenshagen-Parkentin (1245)
  3. Börgerende-Rethwisch (1685)
  4. Hohenfelde (831)
  5. Nienhagen (1881)
  6. Reddelich (890)
  7. Retschow (949)
  8. Steffenshagen (472)
  9. Wittenbeck (801)
  1. Baumgarten (824)
  2. Bernitt (1601)
  3. Bützow, Stadt * (7614)
  4. Dreetz (211)
  5. Jürgenshagen (1063)
  6. Klein Belitz (826)
  7. Penzin (140)
  8. Rühn (618)
  9. Steinhagen (731)
  10. Tarnow (1102)
  11. Warnow (915)
  12. Zepelin (442)
  1. Broderstorf * (3717)
  2. Klein Kussewitz (725)
  3. Poppendorf (681)
  4. Roggentin (2628)
  5. Thulendorf (602)
  1. Altkalen (792)
  2. Behren-Lübchin (962)
  3. Boddin (305)
  4. Finkenthal (279)
  5. Gnoien, Stadt * (3060)
  6. Lühburg (221)
  7. Walkendorf (433)
  1. Glasewitz (438)
  2. Groß Schwiesow (329)
  3. Gülzow-Prüzen (1579)
  4. Gutow (966)
  5. Klein Upahl (271)
  6. Kuhs (313)
  7. Lohmen (720)
  8. Lüssow (941)
  9. Mistorf (654)
  10. Mühl Rosin (1071)
  11. Plaaz (794)
  12. Reimershagen (398)
  13. Sarmstorf (496)
  14. Zehna (620)
  1. Dobbin-Linstow (484)
  2. Hoppenrade (642)
  3. Krakow am See, Stadt * (3478)
  4. Kuchelmiß (739)
  5. Lalendorf (3007)
  1. Diekhof (928)
  2. Dolgen am See (635)
  3. Hohen Sprenz (507)
  4. Laage, Stadt * (5385)
  5. Wardow (1319)
  1. Alt Sührkow (396)
  2. Dahmen (478)
  3. Dalkendorf (244)
  4. Groß Roge (652)
  5. Groß Wokern (1032)
  6. Groß Wüstenfelde (828)
  7. Hohen Demzin (399)
  8. Jördenstorf (868)
  9. Lelkendorf (467)
  10. Prebberede (756)
  11. Schorssow (446)
  12. Schwasdorf (448)
  13. Sukow-Levitzow (475)
  14. Thürkow (399)
  15. Warnkenhagen (356)
  1. Alt Bukow (464)
  2. Am Salzhaff (502)
  3. Bastorf (1026)
  4. Biendorf (1192)
  5. Carinerland (965)
  6. Kirch Mulsow (312)
  7. Rerik, Stadt (2153)
  1. Bentwisch (2426)
  2. Blankenhagen (1035)
  3. Gelbensande * (1508)
  4. Mönchhagen (1138)
  5. Rövershagen (2566)
  1. Benitz (370)
  2. Bröbberow (511)
  3. Kassow (325)
  4. Rukieten (292)
  5. Schwaan, Stadt * (4960)
  6. Vorbeck (316)
  7. Wiendorf (766)
  1. Cammin (760)
  2. Gnewitz (205)
  3. Grammow (166)
  4. Nustrow (150)
  5. Selpin (488)
  6. Stubbendorf (142)
  7. Tessin, Stadt * (3922)
  8. Thelkow (420)
  9. Zarnewanz (386)
  1. Elmenhorst/Lichtenhagen (3926)
  2. Kritzmow * (3389)
  3. Lambrechtshagen (2755)
  4. Papendorf (2490)
  5. Pölchow (916)
  6. Stäbelow (1380)
  7. Ziesendorf (1357)

Gebietsänderungen[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Kreistagswahl 2014[7]
 %
40
30
20
10
0
38,3
19,0
18,8
5,4
4,9
3,7
3,6
2,8
3,7
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011[8]
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
+9,4
-0,5
-11,2
-2,0
+2,4
-1,0
+3,6
-1,2
+0,7
Sitzverteilung im Kreistag
13
13
4
3
1
1
3
26
3
2
13 13 26 
Von 69 Sitzen entfallen auf:


Der Kreistag des Landkreises Rostock besteht aus 69 Mitgliedern. Gemäß dem Ergebnis der Wahl vom 25. Mai 2014 setzt sich der Kreistag wie folgt zusammen:

Parteien und Wählergemeinschaften Prozent
2014
Sitze
2014
Prozent
2011
Sitze
2011
Prozent
2009
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 38,3 26 28,9 20 33,3
Linke Die Linke 19,0 13 19,6 13 19,1
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 18,8 13 30,0 21 20,5
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 5,4 4 7,4 5 5,0
FW Freie Wähler Landkreis Rostock 4,9 3 2,5 2 1,5
FDP Freie Demokratische Partei 3,7 3 4,7 3 10,7
AfD Alternative für Deutschland 3,6 3 - - -
NPD Nationaldemokratische Partei Deutschlands 2,8 2 4,0 3 3,2
AUF Partei für Arbeit, Umwelt und Familie 0,8 1 1,0 1 0,7
APD Arbeiter-Arbeiterinnen Partei Deutschland - - 0,3 - 0,2
Sonst. Sonstige - - - - 1,2
Ezb. Einzelbewerber 2,9 1 1,8 1 4,7
Gesamt 100 69 100 69 100
Wahlbeteiligung in Prozent 47,8 52,7 48,5

[9] [10] [11]

  • Sonstige: 2009: FWG (1,0 %), KL (0,2 %).
  • Ezb: Einzelbewerber: 2014: Reinhard Dettmann (1,7 %), Toni Reincke (0,4 %), Matthias Röse (0,2 %), Kevin Sell (0,2 %), Rosemarie Nelson (0,1 %), Erwin Broksch (0,1 %), Wilfried Neick (0,1 %), Siegfried Heinrich (0,1 %) und Ronny Schroeder (0,0 %); 2011: Reinhard Dettmann (0,9 %), Thorsten Semrau (0,7 %), Wolfgang Wehrmann (0,2 %), Johannes Liess (0,0 %) und Siegfried Heinrich (0,0 %); 2009: k.A.
  • Das Ergebnis der Kreistagswahl 2009 wurde umgerechnet auf das Wahlgebiet 2011.
Landratsamt in Güstrow

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 15. November 2011 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 340 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „Von Gold und Blau geteilt, darauf zwei schräg gekreuzte von Rot und Gold geteilte Krummstäbe mit zugewendeter Krümme. Oben ein hersehender, goldgekrönter schwarzer Stierkopf mit geschlossenem Maul, ausgeschlagener roter Zunge und silbernen Hörnern; unten ein abgerissener, rotgezungter, goldener Greifenkopf.“

Die Symbolik des Wappens nimmt mit dem Werler Stierkopf Bezug auf die frühere Zugehörigkeit großer Teile des heutigen Landkreises zur Herrschaft Werle von 1229 bis 1436. Ein ebenfalls abgebildeter Greifenkopf soll auf die Zugehörigkeit weiter Teile des heutigen Kreisgebietes zur Herrschaft Rostock nach der großen Hauptlandesteilung 1229 verweisen. Zwei gekreuzte Bischofsstäbe geben einen Hinweis auf den früheren umfangreichen Landbesitz des Klosters Doberan, das sowohl Hauskloster als auch Grablege des mecklenburgischen Fürstenhauses war.

Das Wappen wurde von dem Freudenberger Heraldiker Manfred Gerth gestaltet.

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 4. September 2011 wurden dem Landkreis die Unterscheidungszeichen DBR (Bad Doberan) und (Güstrow) der beiden Altkreise zugewiesen. Diese behielten ihre Gültigkeit auch im Landkreis Rostock, bis dort am 1. Februar 2012 das Kürzel LRO eingeführt wurde. Seit dem 18. März 2013 sind die Unterscheidungszeichen BÜZ (Bützow), DBR, , ROS (Rostock, für den damaligen Landkreis) und TET (Teterow) erhältlich.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Rostock – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2013 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Meldung auf ndr.de
  3. Regiopolregion Rostock
  4. Rostocker Zentrum für demografischen Wandel (ZDWA), 2008, abgerufen am 4. November 2014
  5. Namensvorschläge für die Benennung der neuen Landkreise in Mecklenburg-Vorpommern
  6. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2013 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011)
  7. http://service.mvnet.de/wahlen/2014_eu_kom/showHtmlContent.php?datei=K_72.htm
  8. Die Landeswahlleiterin Mecklenburg-Vorpommern, Endergebnis der Kreistagswahl 2011, abgerufen am 22. September 2014
  9. [1] Ergebnis der Kreistagswahl 2014
  10. [2] Ergebnis der Kreistagswahl 2011
  11. [3] Auf Wahlgebiet 2011 umgerechnetes Ergebnis der Kreistagswahl 2009