Manutschar Markoischwili

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Basketballspieler
Manutschar Markoischwili
Spielerinformationen
Geburtstag 17. November 1986
Geburtsort Tiflis, Sowjetunion
Größe 196 cm
Position Shooting Guard /
Small Forward
Vereinsinformationen
Verein Galatasaray Medical Park
Liga Türkiye Basketbol Ligi
Vereine als Aktiver
2000–2002 Georgien 1990Georgien Basco Batumi
2002–2004 ItalienItalien Benetton Treviso
000002004 DeutschlandDeutschland Mitteldeutscher BC
2004–2007 SlowenienSlowenien Olimpija Ljubljana
2007–2009 UkraineUkraine BK Kiew
2009–2013 ItalienItalien Pallacanestro Cantù
Seit 0 2013 TurkeiTürkei Galatasaray Medical Park
Nationalmannschaft
Seit 0 2005 Georgien

Manutschar Markoischwili (georgisch მანუჩარ მარკოიშვილი; * 17. November 1986 in Tiflis, Georgische SSR) ist ein georgischer Basketballspieler. Markoischwili debütierte bereits als Jugendlicher in der höchsten georgischen Spielklasse und wechselte als 16-jähriger nach Italien. Nachdem er 2004 mit dem Mitteldeutschen BC aus Weißenfels die FIBA EuroCup Challenge gewann, wechselte er für drei Spielzeiten zum slowenischen Spitzenverein KK Union Olimpija. Nach weiteren zwei Spielzeiten in der Ukraine für BK Kiew kehrte er 2009 nach Italien zurück und spielt seitdem für den Traditionsverein aus Cantù aus der Lombardei. 2011 war er mit der georgischen Nationalmannschaft für die EM-Endrunde 2011 in Litauen qualifiziert, wo man die Zwischenrunde der zwölf besten Mannschaften erreichte.

Markoischwili debütierte bereits als Jugendlicher für Basco Batumi in der höchsten georgischen Spielklasse und wurde nach starken Auftritten bei der U16-Europameisterschaft 2001[1] und der georgischen Meisterschaft 2002 vom europäischen Spitzenverein Benetton aus Treviso verpflichtet. Als Ergänzungsspieler wurde er auch in der höchsten europäischen Spielklasse ULEB Euroleague 2002/03 eingesetzt, in der er mit Benetton Treviso das Finale erreichte, in dem er als 16-jähriger 15 Minuten Einsatzzeit bekam, das aber gegen den FC Barcelona verloren ging.[2] Nach dem nationalen Double aus Meisterschaft und Pokal 2003 in Italien wurde er im Januar 2004 an den deutschen Basketball-Bundesligisten Mitteldeutscher Basketball Club (MBC) ausgeliehen, mit dem er die FIBA EuroCup Challenge gewann. Im Finale hatte der 17-jährige Markoischwili mit 29 Minuten Einsatzzeit und 13 Punkten großen Anteil am Erfolg über den französischen Vertreter JDA Dijon, in dessen Kader Markoischwilis Landsleute Wachtang Natswlischwili und Wiktor Sanikidse standen.[3] Der MBC verlor aufgrund von Liquiditätsproblemen seine Erstligalizenz und wurde daher in der deutschen Liga aus der Wertung genommen, was den Zwangsabstieg zur Folge hatte.

2004 wechselte Markoischwili zum slowenischen Meister KK Union Olimpija, wo bereits sein Landsmann Wladimer Boisa spielte, in die slowenische Hauptstadt Ljubljana, mit dem er in der Folge zweimal das nationale Double aus Meisterschaft und Pokal gewann. In der ULEB Euroleague schied man jeweils in der Vorrunde aus, in der Saison 2006/07 verlor man zudem die Finalserie der Meisterschaft sowie das Pokalfinale gegen KK Helios Domžale. Zur Saison 2007/08 wechselte Markoischwili ins ukrainische Kiew zum dortigen Pokalsieger, mit dem er das Achtelfinale im ULEB Cup 2007/08 erreichte. Nach der Vizemeisterschaft und einem erneuten Einzug ins nationale Pokalfinale 2008 wollte man in der Saison 2008/09 unter dem neuen Trainer Saša Obradović nach Titeln greifen, aber nach dem vorzeitigen Aus im nationalen Pokal gegen Double-Gewinner BK Asowmasch Mariupol wurden bis auf den ehemaligen Sowjetbürger Markoischwili alle ausländischen Spieler entlassen.[4] Anschließend verlor man auch die Viertelfinalserie im EuroChallenge-Wettbewerb gegen den französischen Verein Cholet Basket.

2009 wechselte Markoischwili zurück in die italienische Serie A und spielte für den zweimaligen Landesmeister-Europapokalsieger der 80er Jahre aus Cantù, die in jener Saison unter dem Sponsorennamen NGC antraten. In der italienische Meisterschaft erreichte man mit dem vierten Platz 2009/10 die beste Platzierung seit der Spielzeit 1992/93. In der darauffolgenden Spielzeit 2010/11 erreichte man sowohl das Pokalfinale als auch die Finalserie der Meisterschaft, die beide gegen den Serienmeister und Double-Gewinner Montepaschi Siena verloren gingen. Mit der georgischen Nationalmannschaft hatte Markoischwili sich 2010 für die EM-Endrunde 2011 qualifiziert, bei der man nach zwei Vorrundensiegen in die Zwischenrunde der zwölf besten Mannschaften einzog. Dort blieb man jedoch sieglos und schied aus. Nach der italienischen Vizemeisterschaft war Bennet Cantù, so der Sponsorenname des Vereins seit der Spielzeit 2010/11 und an den sich Markoischwili für zwei weitere Spielzeiten vertraglich gebunden hat, für die ULEB Euroleague 2011/12 qualifiziert, in der man in der Zwischenrunde nur wegen des schlechteren direkten Vergleichs den Einzug in die Viertelfinal-Play-offs verpasste. Markoischwili wurde als „Most Valuable Player“ des für seine Mannschaft allerdings bereits bedeutungslosen letzten Spieltags der Zwischenrunde ausgezeichnet.[5]

Cantù gelang in der ULEB Euroleague 2012/13 als Gastgeber beim Qualifikationsturnier die erneute Qualifikation für die Vorrunde, in der man jedoch diesmal nach zehn Spielen ausschied. Im Januar 2013 wurde Markoischwili dann vom türkischen Verein Galatasaray Istanbul aus seinem Vertrag bei den Norditalienern herausgekauft.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Manuchar Markoishvili / European Championship for Cadets 2001. FIBA Europa, abgerufen am 15. Oktober 2011 (englisch, Spielerprofil).
  2. FC Barcelona vs. Benetton Basket - ShowGame / Boxscore. ULEB Euroleague, abgerufen am 15. Oktober 2011 (englisch, Spielstatistiken).
  3. Mitteldeutscher BC - SAOS JDA Dijon / FIBA Europe Cup Men 2004 - Boxscore. FIBA Europa, 28. März 2004, abgerufen am 15. Oktober 2011 (englisch, Spielstatistiken).
  4. BC Kyiv release six players. FIBA Europa, 19. Februar 2009, abgerufen am 15. Oktober 2011 (englisch).
  5. Top 16, Week 6 bwin MVP: Manuchar Markoishvili, Bennet Cantu. ULEB Euroleague, 2. März 2012, abgerufen am 28. Januar 2013 (englisch).