Martha Argerich

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Martha Argerich 1962

Martha Argerich (* 5. Juni 1941 in Buenos Aires) ist eine argentinische Pianistin.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Bereits mit drei Jahren erhielt Martha Argerich den ersten Unterricht in Buenos Aires bei dem italienisch-argentinischen Pianisten und Klavierpädagogen Vicente Scaramuzza und debütierte 1949 in Buenos Aires mit Beethovens 1. Klavierkonzert. 1955 kam sie mit ihrer Familie nach Europa und setzte ihr Studium in Wien bei Friedrich Gulda fort. 1957 gewann sie den Ersten Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb Ferruccio Busoni in Bozen. Mit etwa 20 Jahren geriet sie in eine Lebenskrise, die bewirkte, dass sie sich vollständig aus dem Konzertbetrieb zurückzog. Erst 1964 gelang es u.a. auch durch die Intervention ihres Lehrers Stefan Askenase, dass sie sich wieder der Öffentlichkeit zeigte. 1965 wurde sie durch den Gewinn des 1. Preises beim Internationalen Chopin-Wettbewerb weltbekannt.

In den letzten Jahren (Stand: 2004) hat sie den Nimbus der mitreissenden Virtuosin etwas abgelegt und spielt mehr Kammermusik als früher. Sie tritt zudem seit langer Zeit nicht mehr allein im Rahmen eines Klavierabends auf, sondern als Solistin in Klavierkonzerten oder mit anderen Musikern wie etwa Nelson Freire, Gabriela Montero, Gidon Kremer, Mischa Maisky oder ihrer langjährigen Duo-Partnerin Lilya Zilberstein.

Martha Argerich ist sehr engagiert in der Förderung junger Klaviertalente und beteiligt sich häufig als Jurorin bei wichtigen Wettbewerben. So war sie lange Zeit Mitglied der Jury des Chopin-Wettbewerbs, bei dem sie 1980 für Furore sorgte, als Ivo Pogorelich – den sie als Genie bezeichnete – bereits nach der dritten Runde ausschied und sie sich daraufhin aus Protest weigerte, weiterhin der Jury anzugehören.

2005 erhielt sie die renommierte Auszeichnung Praemium Imperiale, den „Nobelpreis der Künste“.

Im Jahre 2002 entstand unter der Regie von Georges Gachot ein Dokumentarfilm über Martha Argerich.

[Bearbeiten] Klavierkunst

Martha Argerich ist für ihr temperamentvolles Spiel bekannt. Für Joachim Kaiser gilt sie als die feurigste und virtuoseste Pianistin der Gegenwart, die zum Teil selbst ihr großes Vorbild Vladimir Horowitz in den Schatten stellt. Viele ihrer Interpretationen sind mittlerweile legendär; dazu gehören das 3. Klavierkonzert in d-Moll von Rachmaninow oder das 1. Klavierkonzert in b-Moll von Tschaikowski.

[Bearbeiten] Aufnahmen (Auszug)

  • Beethoven: Klavierkonzert Nr.1 (1949 - Edicion Documento IRCO 285)
  • Schumann: Klavierkonzert a-moll (1952 - Edicion Documento IRCO 285)
  • Ravel: Klavierkonzert/ Dutoit ( 1959 - Edicion Documento IRCO 275)
  • Chopin: Klavierkonzert Nr.1/Dutoit (1959 - Edicion Documento IRCO 275)
  • The Legendary 1965 Recording
  • Frédéric Chopin - Preludes; Sonata No. 2
  • Johann Sebastian Bach - Toccata BWV 911 · Partita BWV 826 · Englische Suite BWV 807
  • Robert Schumann - Kinderszenen · Kreisleriana
  • Klavierkonzert Nr. 2, f-moll von Frédéric Chopin mit dem Orchestre symphonique de Montréal unter der Leitung von Charles Dutoit
  • Brahms - Rachmaninov: Music for two pianos
  • Serge Prokofieff: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 C-Dur op. 26, Berliner Philharmoniker, Dirigent: Claudio Abbado
  • Rachmaninoff: Klavierkonzert Nr.3 RSO Berlin/Riccardo Chailly 1982

[Bearbeiten] Dokumentarfilm

[Bearbeiten] Weblinks

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