Martyn Ware

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Martyn Ware

Martyn Ware (* 19. Mai 1956 in Sheffield) ist ein britischer Musiker und Musikproduzent sowie Mitgründer der Formationen The Human League, British Electric Foundation[1] und Heaven 17.

Leben[Bearbeiten]

Ware besuchte die King Edward VII School in Sheffield und lernte dort Philip Oakey kennen. Ambitionen, nach seinem Abschluss in Oxford ein Studium aufzunehmen,[2] gab er zugunsten einer kaufmännischen Ausbildung in einem Supermarkt auf. Er schloss sich dem Sheffielder Jugendtheaterprojekt Meatwhistle an, zu dem auch Richard H. Kirk, Ian Craig Marsh, Adi Newton und Glenn Gregory gehörten. Das Metwhistle war ein experimentierfreudiges Projekt mit Theateraufführungen und Musikdarbietungen.[3] Aus diesem von der Literatur William S. Burroughs und der Glam-Rock-Musik von Roxy Music beeinflussten Projekt ging zunächst die Performance-Musikgruppe Musical Vomit hervor, der Ware eine Zeit lang angehörte, bevor er mit Newton und Marsh die Band The Future gründete. Zunächst dem Progressive Rock nahestehend, führte im Sommer 1977 die Musik des Albums Trans Europa Express der deutschen Band Kraftwerk bei Ware und Marsh zu dem Wunsch, selbst elektronische Musik zu erzeugen.[4] Nach dem Weggang von Newton und der Aufnahme von Oakey benannte sich die Band in The Human League um. Als Komponist war Ware an Titeln wie Being Boiled, Empire State Human und Chase Runner beteiligt und produzierte die ersten beiden Alben Reproduction und Travelogue mit. Nach dem Bruch mit Oakey 1980 gründeten Ware und Marsh die Produktionsfirma British Electric Foundation und später mit Gregory die Band Heaven 17, an deren erfolgreichster Single Temptation er mitschrieb.

Viele seiner Titel wurden in Film- und Fernsehproduktionen verwendet, unter anderem in Electric Dreams und Trainspotting – Neue Helden. Daneben produzierte er unter anderem für Tina Turner, Terence Trent D'Arby, Marc Almond und Erasure. 2001 veröffentlichte Ware zusammen mit Vince Clarke das Album Spectrum Pursuit Vehicle.[5]

Ware ist Gastprofessor am Queen Mary College der University of London,[6] von der er zudem einen Ehrendoktortitel hält, sowie Mitglied der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA)[7] und der Royal Society of Arts.[8] Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • 2011: Spectrum Pursuit Vehicle (mit Vince Clarke)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. B.E.F. bei allmusic.com
  2.  Simon Reynolds: Rip It Up And Start Again. Hannibal Verlag, Höfen 2007, ISBN 978-3-85445-270-6., S. 175
  3. Reynolds, S. 174
  4. Reynolds, S 181
  5. Spectrum Pursuit Vehicle bei allmusic.com
  6. Prof Martyn Ware, Visiting Professorial Fellow School of Electronic Engineering and Computer Science Queen Mary, University of London. In: eecs.qmul.ac.uk. Abgerufen am 3. November 2012 (englisch).
  7. Full Members of the British Academy of Film and Television Arts (updated 17 September 2012). In: bafta.org. Abgerufen am 3. November 2012 (PDF; 275 kB, englisch).
  8. Institute of Contemporary Arts (englisch)

Weblinks[Bearbeiten]