Melissa Leo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Melissa Leo beim Tribeca Film Festival 2009

Melissa Chessington Leo (* 14. September 1960 in New York City) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Seit Mitte der 1980er Jahre hat sie in über 80 Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt, überwiegend Dramen. Für ihre Nebenrolle in dem Spielfilm The Fighter (2010) wurde sie unter anderem mit dem Oscar und Golden Globe ausgezeichnet.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Melissa Leo studierte an der State University of New York, sie schloss ihr Studium jedoch nicht ab.[1] Sie debütierte in einer Folge der Fernsehserie All My Children aus dem Jahr 1984. Für diesen Auftritt wurde sie 1985 für den Daytime Emmy nominiert. Im Filmdrama Für immer und ewig (1985) spielte sie eine der größeren Rollen. Im Thriller Streetwalkin’ – Auf den Straßen von Manhattan (1985) übernahm sie eine der Hauptrollen.

Von 1993 bis 1997 spielte Leo die Rolle der Polizeiermittlerin Kay Howard in der Fernsehserie Homicide. Die gleiche Rolle spielte sie im anhand der Serie entstandenen Fernsehfilm Homicide: The Movie (2000). Als Ensemblemitglied des Filmdramas 21 Gramm (2003) mit Sean Penn, Naomi Watts, Benicio del Toro und Charlotte Gainsbourg erhielt sie 2004 den Phoenix Film Critics Society Award. Ihre Rolle im Western Three Burials – Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada (2005) von und mit Tommy Lee Jones brachte ihr gemeinsam mit einigen anderen Beteiligten den Western Heritage Award. Im Filmdrama Frozen River (2008), der mit dem Großen Jurypreis des Sundance Film Festivals prämiert wurde, übernahm sie die Hauptrolle. Der Part einer alleinerziehenden Mutter, die aus Geldnöten zur Menschenschmugglerin an der US-amerikanisch-kanadischen Grenze wird, brachte ihr 2008 auf dem spanischen Festival Internacional de Cine de Donostia-San Sebastián gemeinsam mit der Französin Tsilla Chelton (Pandoranin kutusu) den Preis für die beste Darstellerin ein, sowie ihre erste Oscar-Nominierung. Erneut Lob seitens der Kritiker brachte ihr die Darstellung einer dominanten Mutter in David O. Russells Boxer-Drama The Fighter (2010) ein. Für diese Nebenrolle wurde Leo unter anderem mit dem Preis der Filmkritikervereinigung von New York, dem Oscar und dem Golden Globe ausgezeichnet.

Leo war mit ihrem Schauspielkollegen John Heard liiert. Aus der Beziehung ging ein Sohn hervor.[1]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Leo auf dem Sundance Film Festival 2006

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Melissa Leo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Biografie in der IMDb, abgerufen am 5. März 2008