Olympus Has Fallen – Die Welt in Gefahr

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Filmdaten
Deutscher Titel Olympus Has Fallen – Die Welt in Gefahr
Originaltitel Olympus Has Fallen
Produktionsland Vereinigte Staaten[1]
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2013
Länge 120 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
JMK 16[2]
Stab
Regie Antoine Fuqua
Drehbuch Creighton Rothenberger,
Katrin Benedikt
Produktion Gerard Butler,
Ed Cathell III,
Mark Gill,
Alan Siegel,
Danny Lerner
Musik Trevor Morris
Kamera Conrad W. Hall
Schnitt John Refoua
Besetzung

Olympus Has Fallen – Die Welt in Gefahr ist ein US-amerikanischer Actionthriller des Regisseurs Antoine Fuqua aus dem Jahr 2013. Der Film mit Gerard Butler, Aaron Eckhart und Morgan Freeman in den Hauptrollen wurde von Millennium Films produziert. Der Film feierte seine Premiere am 22. März 2013 in den Vereinigten Staaten. In Deutschland kam er am 13. Juni 2013 in die Kinos.[3]

Handlung[Bearbeiten]

Der ehemalige US Army Ranger Mike Banning ist als Agent des Secret Service mit dem Schutz des US-Präsidenten Benjamin Asher, der First Lady Margaret Asher und deren Sohn Connor beauftragt. Auf einer Fahrt von Camp David verunglückt das Auto der Präsidentenfamilie. Während Mike den Präsidenten retten kann, stirbt Margaret bei dem Unfall. 18 Monate nach diesem Vorfall arbeitet der als Secret-Service-Agent versetzte Mike beim Finanzministerium am Schreibtisch, in Sichtweite des Weißen Hauses. Bei einem Treffen des Präsidenten Benjamin Asher mit dem südkoreanischen Premierminister kommt es zu einem Überfall nordkoreanischer Terroristen, die dabei das Weiße Haus in ihre Gewalt bringen können. Präsident Asher und andere hochrangige Persönlichkeiten werden vom Anführer der Terroristen, Kang Yeonsak, mit Hilfe des ehemaligen Secret-Service-Agenten und Verräters Dave Forbes im Bunker des Weißen Hauses gefangen gehalten; der südkoreanische Premierminister wird getötet. Dem Secret-Service-Agenten Roma gelingt es noch kurz zuvor, seiner Vorgesetzten Lynne Jacobs die Codephrase „Olympus ist gefallen“ zu übermitteln. „Olympus“ ist der Code des Secret Service für das Weiße Haus.

Kang will mit seinem Überfall zum einen den Abzug aller US-amerikanischer Truppen auf der koreanischen Halbinsel erzwingen. In diesem Fall entstünde ein Machtvakuum, was vermutlich zu einer nordkoreanischen Invasion Südkoreas und einem Konflikt der asiatischen Mächte führen würde. Außerdem möchte er Rache für den Tod seiner Eltern nehmen, indem er sämtliche Nuklearwaffen der Vereinigten Staaten in ihren Raketensilos in die Luft sprengen will. Dazu benötigt er die Zugangscodes, die sich im Besitz von drei Regierungsmitgliedern befinden: Präsident Asher, Verteidigungsministerin McMillan und Admiral Joe Hoenig. Asher fordert seine beiden Kollegen auf, ihren Code preiszugeben, damit ihr Leben verschont wird, plant aber, seinen eigenen nicht zu verraten.

Mike Banning gelingt es indes, sich während des Angriffs von Kangs Truppen vor dem Weißen Haus zu befreien. Er begibt sich zurück ins Gebäude und kann dort die internen Überwachungsanlagen deaktivieren, während er Kontakt zum Sprecher des Repräsentantenhauses, Allan Trumbull, hält, der während der Krise als Acting President agiert. Zunächst rettet Mike Connor, den Kang als Druckmittel gegen Präsident Asher einsetzen wollte. Kurz danach schaltet Mike auch Dave Forbes aus. In der Zwischenzeit befiehlt Trumbull den Angriff eines SEAL-Teams aus der Luft. Kang wehrt diesen jedoch erfolgreich mithilfe des Hydra-Systems ab, eines US-amerikanischen Luftabwehrabwehrsystems, das er zuvor in seinen Besitz gebracht hatte. Mike erfährt kurz vor dem Angriff von dem System, kann seine Vorgesetzten aber nicht überzeugen, die Mission abzubrechen. Kang tötet Vizepräsident Charlie Rodriguez als Vergeltung für den missglückten Befreiungsversuch.

Mike kann in der Folge die Kommunikationssysteme von Kang blockieren, was diesen dazu bewegt, Verteidigungsministerin Ruth McMillan vor den Augen der Öffentlichkeit vor der Eingangstür des Weißen Hauses ermorden zu lassen. Es gelingt Mike aber, McMillan zu retten und dabei mehrere Männer Kangs auszuschalten. Da Kang nur noch über wenige Männer verfügt, täuscht er daraufhin seinen Tod und den des Präsidenten vor, opfert dabei aber zahlreiche seiner letzten Männer sowie die übrigen Geiseln. Kang kann schließlich Präsident Ashers Code knacken und aktiviert Cerberus, das Zugangsprogramm zu den Nuklearwaffen. Mike glaubt nicht an den Tod von Kang und folgert, dass er noch am Leben sein muss. Er überrascht Kang und die verbliebenen Terroristen und kann sie im Kampf töten, wobei Präsident Asher von Kang angeschossen wird. Mit Hilfe von Trumbull kann Mike schließlich Cerberus deaktivieren und zusammen mit Asher das Weiße Haus verlassen. Nach diesen Ereignissen erhält Mike seinen alten Posten als Leibwächter beim Präsidenten zurück.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film wurde in den Vereinigten Staaten gedreht, die digitalen Effekte in Bulgarien kreiert. Drehort war unter anderem Shreveport in Louisiana[4], an dem Mitte Juli 2012 der Dreh zum Film begann. Das Drehbuch stammt von Creighton Rothenberger und Katrin Benedikt, die mit Olympus Has Fallen ihr Debüt geben. Als Regisseur wurde Antoine Fuqua verpflichtet, der unter anderem bei Training Day und King Arthur die Regie führte. Für die Filmmusik konnte Trevor Morris gewonnen werden, der unter anderem den Soundtrack zu Die Tudors und Die Borgias komponiert hatte.[5] Das Budget des Films belief sich auf 70 Millionen US-Dollar. Der am 22. März 2013 uraufgeführte Film konnte bis zum 3. Juli 2013 weltweit bisher knapp 160 Millionen US-Dollar einspielen.[6]

Für Oktober 2015 ist die Veröffentlichung einer Fortsetzung angekündigt. Gerard Butler soll erneut die Hauptrolle übernehmen und die Handlung spielt demnach in London.[7]

Kritiken[Bearbeiten]

Bei Kritikern in den Vereinigten Staaten wurde der Film mit gemischter Kritik bedacht. Von 171 ausgewerteten Kritiken bei der Metaseite Rotten Tomatoes erhielt der Film 47 % positive Bewertungen.[8] In der Internet Movie Database konnte er 6,6 von 10 Punkten erzielen.

„Eine typische Actionschwarte von Hollywood, bei der das Weiße Haus von einem Angriff zermalmt, die US-amerikanische Flagge zerrissen und von Bösewichten beiseite gestoßen wird und sich Klischees auftun, wohin das Auge sieht.“

Robert Abele – Los Angeles Times[9]

„Der Polit-Thriller "Olympus Has Fallen" ist ein geradlinig, straff organisiertes Abenteuer, das von Anfang bis Ende fesselt. Visuell hervorragend bietet auch die Geschichte ein paar überraschende Wendungen, die zusätzlich für Spannung sorgen.“

Bill Zwecker – Chicago Sun-Times[10]

„Sorgt für angemessene Spannung und produziert die Art von nationalistischer Empörung, die eingefleischten Amerikanern an die Nieren geht.“

Todd McCarthy – The Hollywood Reporter[11]

„Regisseur Antoine Fuqua hat in vielen seiner Filme die Ambivalenzen zumindest noch zitiert. Großstadtkrimis wie Training Day oder Gesetz der Straße – Brooklyn’s Finest versteckten ihren Pathos der Loyalität und Rechtschaffenheit hinter angedeuteten Milieustudien und ansatzweise komplexen Figuren. Hier nun darf sich Fuqua ohne diesen nervigen Krempel austoben, munter mit Helden- und Feindes-Klischees spielen – und seine Zerstörungswut unter deutlich erhöhtem Einsatz ausleben.“

Till Kadritzke – Critic.de[12]

„Gerade in Zeiten, in denen Hollywood sein Heil fast durchweg in überproduzierten Fantasy-Spektakeln sucht, kann man sich an derartigen B-Movie-Reduktionen durchaus erfreuen. Vor allem, wenn sie, wie in "Olympus Has Fallen", mit einigem Gespür für die Texturen und den dramaturgischen Rhythmus des Bewegungsbilds durchexerziert werden. Nach einer noch ein wenig chaotischen Anfangsphase zieht sich der Film räumlich und dramaturgisch zusammen, konzentriert sich ganz auf Gerald Butlers Ein-Mann-Feldzug im rötlich-bläulich ausgeleuchteten Inneren des halb zertrümmerten Regierungssitzes, dessen kulturbürgerliches Interieur einem Amalgam von Blut, Schweiß und Stahl weicht. Regisseur Antoine Fuqua, zuletzt mit dem ebenfalls äußerst sehenswerten Drama "Brooklyn's Finest" mit durchaus anderen Ambitionen unterwegs, orientiert sich am unkomplizierten, testosteronbefeuerten Actionkino der Achtziger.“

Lukas Foerster – Perlentaucher[13]

„Solide inszenierter Actionfilm mit gänzlich abstruser Handlung, der sich ganz auf die durchaus routiniert und geradlinig abgespulte Geschichte konzentriert. Fragwürdig wird er durch zahlreiche brutale und gewaltverklärende Szenen, die auf Folter setzen und diese rechtfertigen.“

Lexikon des Internationalen Films[14]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Olympus Has Fallen – Details in der IMDb. Abgerufen am 1. April 2013
  2. JMK
  3. Starttermin für Olympus Has Fallen ist der 13. Juni 2013, blu-rayler.de. Abgerufen am 13. April 2013.
  4. Ashley Judd, Robert Forster Join 'Olympus Has Fallen' (Exclusive), hollywoodreporter.com. Abgerufen am 2. April 2013.
  5. Trevor Morris to Score ‘Olympus Has Fallen’, filmmusicreporter.com. Abgerufen am 13. April 2013.
  6. Olympus Has Fallen, boxofficemojo.com. Abgerufen am 3. Juli 2013.
  7. variety.com, abgerufen am 2. Mai 2014
  8. https://www.rottentomatoes.com/m/olympus_has_fallen_2013/
  9. Review: 'Olympus Has Fallen' a remix of standard action fare in Los Angeles Times vom 21. März 2013
  10. Olympus Has Fallen in Chicago Sun-Times vom 20. März 2013
  11. A bloody, tense and generic return of the let's-assault-America action genre starring Gerard Butler and directed by Antoine Fuqua. in The Hollywood Reporter vom 19. März 2013
  12. Filmkritik auf Critic.de vom 3. Mai 2013
  13. Filmkritik auf Perlentaucher.de vom 12. Juni 2013
  14. Olympus Has Fallen – Die Welt in Gefahr im Lexikon des Internationalen Films. Abgerufen am 27. Juni 2013.