Milena Canonero

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Milena Canonero (* 1. Januar 1942[1] bzw. nach anderen Angaben 1. Januar 1946 in Turin) ist eine italienische Kostümdesignerin. Canonero war in den Jahren 1975 bis 2006 acht Mal für den Academy Award nominiert, drei Mal konnte sie den Preis gewinnen.

Leben[Bearbeiten]

Milena Canonero wuchs in einem französischen Konvent auf. Sie studierte Kunstgeschichte und Kostümdesign in Genua und London. Ihre ersten praktischen Erfahrungen sammelte sie an der Seite von Vittorio de Sica. Später wirkte sie auch an der New Yorker Metropolitan Opera. Milena Canonero gestaltete vielfach Kostüme für Inszenierungen von Otto Schenk bei den Salzburger Festspielen und an der Wiener Staatsoper, u.a. für Die Fledermaus und Andrea Chénier. Auch die Opernsängerin Kiri Te Kanawa trug in Aufführungen Canonera-Kreationen. Ende der 60er Jahre ging Milena Canonera nach England, wo sie über den (damaligen) Kurzfilmregisseur Hugh Hudson Kontakt zur Filmbranche knüpfte.[2]

In London lernte sie den Regisseur Stanley Kubrick kennen, der sie 1970 für seinen Film Uhrwerk Orange engagierte. Vier Jahre später arbeitete Canonero wieder mit Kubrick zusammen und entwarf gemeinsam mit Ulla-Britt Söderlund die 1976 mit dem Academy Award ausgezeichneten Kostüme für Barry Lyndon. In den 1980er Jahren prägte Canonero den Kleidungsstil in der Fernsehserie Miami Vice.[3]

2010 entwarf sie die Kostüme für die Neuinszenierung der Puccini-Oper Tosca an der Münchner Staatsoper.[3]

Canonero ist mit dem Schauspieler Marshall Bell verheiratet und lebt im kalifornischen West Hollywood.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Academy Awards[Bearbeiten]

BAFTA-Awards[Bearbeiten]

Costume Designers Guild Award[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. genaues Geburtsdatum lt. Filmarchiv Kay Weniger
  2. Theater- und Filmarchiv Kay Weniger
  3. a b Oscargewinnerin Milena Canonero entwirft Opernkostüme, Artikel vom 4. Juli 2010 auf vogue.de, abgerufen am 4. Januar 2011