Mirogoj-Friedhof

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Haupteingang des Mirogoj-Friedhofs
Arkaden im Mirogoj-Friedhof

Der Mirogoj-Friedhof ist der zentrale Friedhof der kroatischen Hauptstadt Zagreb. Er ist mit einer Fläche von knapp 7 Hektar, der größte Friedhof Kroatiens. Aufgrund seiner Gestaltung als Parkanlage, seiner Bauwerke und der vielen Gräber bekannter Persönlichkeiten gehört er zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Auf dem Mirogoj-Friedhof sind Werke zahlreicher berühmter Bildhauer und Künstler zu sehen, so z.B. von Antun Augustinčić, Dušan Džamonja, Robert Frangeš Mihanović, Ivo Kerdić, Frano Kršinić, Ivan Meštrović, Edo Murtić, Vanja Radauš, Ivan Rendić, Jozo Turkalj und Rudolf Valdec.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Mirogoj-Friedhof wurde im Jahr 1876 auf einem Grundstück des Sprachgelehrten Ljudevit Gaj angelegt. Bis dahin gab es in Zagreb insgesamt zehn kleinere Friedhöfe, die nun alle durch den Mirogoj-Friedhof ersetzt wurden. Der Architekt Hermann Bollé gestaltete die Hauptgebäude. Der Bau der Arkaden, der Kuppeln, und der Kirche im Eingangsportal wurde im Jahr 1879 begonnen. Erst im Jahr 1929 wurden die Bauarbeiten abgeschlossen.

Lage[Bearbeiten]

Blick auf die Allee der Urnen

Der Friedhof wurde als Parkanlage auf einem Ausläufer des Zagreber Hausbergs Medvednica angelegt. Er liegt dadurch deutlich höher als das Stadtzentrum von Zagreb, aber nur wenige Autominuten davon entfernt.

Konfessionen[Bearbeiten]

Innerhalb dieses Friedhofs sind alle Religionen räumlich gleichgestellt. So finden sich Gräber von Personen jüdischen, römisch-katholischen, orthodoxen und muslimischen Glaubens.

Gedenkstätten[Bearbeiten]

Denkmal für die Opfer des Massakers von Bleiburg und des Kreuzweges (1994)

Auf dem Mirogoj-Friedhof befindet sich ein 1996 angelegter deutscher Soldatenfriedhof, auf dem über 2.000 gefallene deutsche Soldaten des Zweiten Weltkriegs bestattet sind.

Zudem gibt es unter anderem folgende Gedenkstätten:

  • Denkmal für die Opfer des Ersten Weltkrieges (1919)
  • Denkmal für Jugoslawische Nationalhelden
  • Denkmal für kroatische Nationalgardisten (1993)
  • Denkmal für die Opfer des Massakers von Bleiburg und des Kreuzweges (1994)
  • Denkmal "Stimme des kroatischen Opfers – Mauer des Schmerzes" (für die kroatischen Opfer des Kroatienkrieges)

Bestattete Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Allee auf dem Mirogoj-Friedhof

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Željka Čorak: Zagreb. Mirogoj Cemetery. Bollé's Masterpiece. The Pantheon of Croatian History. In: Mauro Felicori, Annalisa Zanotti (Hrsg.): Cemeteries of Europe. A Historical Heritage to Appreciate and Restore. Comune di Bologna, Bologna 2004, S. 177–182.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mirogoj – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Verzeichnis von Werken bekannter Bildhauer auf dem Mirogoj-Friedhof. Abgerufen am 30. Dezember.

45.83569444444415.984444444444Koordinaten: 45° 50′ 8″ N, 15° 59′ 4″ O