Naafkopf

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Naafkopf (Schneetälispitz)
Naafkopf, von der Alp Gritsch (Liechtenstein) gesehen

Naafkopf, von der Alp Gritsch (Liechtenstein) gesehen

Höhe 2571 m ü. A.
2'570 m ü. M.
Lage Vorarlberg, Österreich / Graubünden, Schweiz / Gemeinde Schaan, Liechtenstein
Gebirge Rätikon
Koordinaten, (CH) 47° 3′ 39″ N, 9° 36′ 26″ O (764728 / 214477)47.0608333333339.60722222222222571Koordinaten: 47° 3′ 39″ N, 9° 36′ 26″ O; CH1903: 764728 / 214477
Naafkopf (Alpen)
Naafkopf
Gestein Brekzien aus der Oberjurazeit mit vulkanischen Trümmern aus Granit und Quarzporphyr, sowie Kalkstein
Erstbesteigung Keine Angaben überliefert
Normalweg von Norden (Pfälzerhütte) her über den Nordgrat
Besonderheiten Dreiländereck Österreich-Liechtenstein-Schweiz

Der Naafkopf, auch genannt Schneetälispitz, ist mit einer Höhe von 2.571 Meter über Adria (österreichisches Nivellement) bzw. 2.570 Meter über Meer (schweizerisches Nivellement) ein Kletter- und Wanderberg im Rätikon, einer Gebirgsgruppe der westlichen Zentralalpen.

Der Vermessungspunkt des Gipfels mit Kreuz liegt genau auf der Staatsgrenze zwischen dem österreichischen Bundesland Vorarlberg, dem Schweizer Kanton Graubünden und dem südlichsten Gebiet der liechtensteinischen Gemeinde Schaan. Er liegt also auf einem Dreiländereck. Nach Norden, Südosten und Nordwesten sendet er ausgeprägte Grate aus, die die Staatsgrenzen tragen: Zum Älpelekopf zwischen Samina- und Gamperdonatal, zur Schesaplana, mit dem Aebi des Grüscher Taschinesbachtals, und zur Falknis.

Der Naafkopf sieht von Osten wie eine flache Pyramide aus, ist aber von den anderen Himmelsrichtungen aus betrachtet sehr zerklüftet. Das und seine leichte Erreichbarkeit machen ihn sowohl für Kletterer als auch Wanderer zu einem oft besuchten Ziel.

Umgebung[Bearbeiten]

Der Naafkopf gehört zur Naafkopf-Falknis-Kette und stellt ihren östlichen Endpunkt dar. Das Vorarlberger Dorf Nenzinger Himmel liegt etwa viereinhalb Kilometer Luftlinie im Nordosten. Gut siebeneinhalb Kilometer entfernt, in südsüdwestlicher Richtung, liegt das Graubündner Jenins. Der nächste liechtensteinische Ort ist das rund fünf Kilometer nördlich gelegene Malbun. Südlich des Naafkopfs liegt ein etwa 1,5 km im Durchmesser zählender Talkessel mit der Alpe Ijes. Nördlich erstreckt sich das nach Norden offene Naaftal, und die Westflanke fällt hinab zur hochflächenartigen Barthümelalpe mit ihrem Steilabsturz Rote Wand. Benachbarte Berge des Naafkopfs sind im Verlauf des Nordgrats, getrennt durch den Übergang Bettlerjoch auf 2.108 Metern Höhe, der 2.365 Meter hohe Augstenberg, im Verlauf des Südwestgrats, getrennt durch das Barthümeljoch (2.305 m), liegt der Tschingel mit 2.541 Metern Höhe und im Südwesten, getrennt durch das Ijesfürggli, der 2.574 Meter hohe Hinter Grauspitz, auch Schwarzhorn genannt.

Stützpunkte und Wege[Bearbeiten]

Der Naafkopf ist durch ein gut ausgebautes Wegenetz erschlossen. Durch seine Nordwestflanke führt auf etwa 2.200 Metern Höhe der teilweise mit Seilversicherungen ausgestattete Liechtensteiner Weg, der eine Verbindung zwischen der Pfälzerhütte auf dem Bettlerjoch und dem Salarueljoch im Osten darstellt.

Für eine Besteigung des Naafkopfs auf dem Normalweg dient die Pfälzerhütte des Liechtensteiner Alpenvereins als Stützpunkt. Er führt ohne Schwierigkeiten von der Hütte aus in einer Stunde Gehzeit zum Gipfel. Von der Alpe Ijes im Süden beträgt die Gehzeit laut Literatur etwa 2½ Stunden im UIAA-Schwierigkeitsgrad I. Ernste Kletterfahrten dagegen führen über den seit 1924 begangenen Westgrat im UIAA-Grad II bis IV in freier Kletterei (technisch: A0).

Literatur und Karte[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Naafkopf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Galerie[Bearbeiten]

Panorama vom Gipfel des Naafkopf