Nachfolgestaaten der Sowjetunion

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Nachfolgestaaten der Sowjetunion:
1. Armenien
2. Aserbaidschan
3. Weißrussland
4. Estland
5. Georgien
6. Kasachstan
7. Kirgisistan
8. Lettland
9. Litauen
10. Moldawien
11. Russland
12. Tadschikistan
13. Turkmenistan
14. Ukraine
15. Usbekistan

Als Nachfolgestaaten der Sowjetunion werden diejenigen unabhängigen Staaten bezeichnet, die aus dem Zerfall der Sowjetunion hervorgingen. Sie haben überwiegend die alten Namen der Sowjetrepubliken behalten, deren Nationen nach der Auflösung der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken im Jahr 1991 unabhängig wurden. Ehemalige Sowjetrepubliken oder postsowjetische Staaten sind synonyme Bezeichnungen, wenn man damit die ehemaligen Republiken benennt, die die Sowjetunion (UdSSR) bildeten.

Nach dem Fall der UdSSR 1991 bildeten sich 15 unabhängige Staaten. Durch den langjährigen Zusammenschluss, die Russifizierung und die Ansiedlung ethnischer Russen hat die russische Kultur und Sprache noch heute einen gewissen Einfluss in diesen Ländern. So wird die russische Sprache teilweise als Verkehrs-, Regional- oder sogar Amtssprache verwendet. So ist beispielsweise in der Ukraine, wo laut der Akademie der Wissenschaften der Ukraine im Jahr 2011 42,8 % der ukrainischen Bevölkerung zu Hause Ukrainisch, 38,6 % Russisch und 17,1 % beide Sprachen verwenden, in einigen Regionen Russisch neben dem Ukrainischen eine Regional- bzw. zweite Amtssprache. Seitdem in Weißrussland Russisch seit 1995 dem Weißrussischen wieder als Amtssprache gleichgestellt ist, fällt der Anteil der Weißrussischsprechenden. So gaben 2009 23,4 % an zu Hause Weißrussisch und 70,2 % Russisch zu sprechen, wobei der Unterschied in Städten mit 11,3 % Weißrussisch zu 81,9 % Russisch noch eindeutiger die Tendenzen zeigt.[1] Lettland, wo 58 % der Bevölkerung Lettisch und 37 % Russisch als Muttersprache angab, gibt den eigenen Einwohnern nur dann die lettische Staatsbürgerschaft, wenn eine Prüfung in Lettisch bestanden wurde.

Staaten und geografische Region[Bearbeiten]

Diese Staaten können in fünf geografisch-kulturelle Regionen eingeordnet werden, mit entsprechenden gemeinsamen geografischen, kulturellen oder politischen Merkmalen, zum Teil auf der historischen Beziehung zu Russland basierend.

Geläufigste Klassifikation der postsowjetischen Staaten: rot = Russland, grün = Zentralasien, rosa = Kaukasus, gelb = Osteuropa, blau = Baltikum

Russland bildet sowohl wegen seiner Größe wie wegen seiner dominanten Stellung in dieser Region eine eigene Kategorie.

Die Staaten Osteuropas hatten eine historisch enge Beziehung zu Russland, während die Gebiete in Zentralasien und im Kaukasus erst im 18. und 19. Jahrhundert von Russland erobert wurden.

Die baltischen Staaten waren verschiedenen europäischen Mächten unterworfen wie dem Deutschen Orden, Dänemark, Polen und Schweden, die meiste Zeit ihrer Geschichte jedoch dem russischen Nachbarn untertan, nachdem sie im 18. Jahrhundert vom Russischen Reich einverleibt wurden. Sie wurden nach dem Ersten Weltkrieg unabhängig, aber im Jahr 1940 durch die Sowjetunion wieder besetzt und annektiert.

Territorialkonflikte[Bearbeiten]

Neben den oben genannten gibt es einige nicht unabhängige Staaten (De-facto-Regime), denen die internationale Anerkennung und ein offizieller Status fehlen und die Gegenstand von (auch bewaffneten) Konflikten sind:

Organisationen (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Stephen K. Batalden, Sandra L. Batalden: The Newly Independent States of Eurasia. Handbook of Former Soviet Republics. Oryx Press, Phoenix 1997, ISBN 978-0-89774-940-4.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Georgij Andrejevitsch Paladi, Ljudmila Petrowna Schachotko: Основные вызовы демографической безопасности: сходства и различия в Молдове и Беларуси, 2010, S. 39–66.