Abchasien
| Аҧсны (abchas.) Абхазия (russ.) |
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| De‑facto‑Regime, Gebiet ist völkerrechtlich Teil von |
Georgien (Autonome Republik Abchasien) | ||||
| Amtssprache | Abchasisch, Russisch siehe Abschnitt Sprachen |
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| Hauptstadt | Sochumi | ||||
| Regierungsform | Republik | ||||
| Oberhaupt | Präsident Alexander Ankwab | ||||
| Regierungschef | Premierminister Sergei Schamba | ||||
| Fläche | 8.600 km² | ||||
| Einwohnerzahl | 240.705 (Volkszählung 2011) | ||||
| Bevölkerungsdichte | 28 Einwohner pro km² | ||||
| Währung | 1 Rubel = 100 Kopeken Apsar (Geringe Nutzung) |
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| Gründung | 23. Juli 1992 | ||||
| Nationalhymne | Aiaaira | ||||
| Zeitzone | MEZ +3 | ||||
| Telefonvorwahl | +7 (ab 15. Nov. 2009) [1] |
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Abchasien [ab'xa:ziən] (abchasisch Аҧсны/Aṗsny; russisch Абхазия/Abchasija; georgisch აფხაზეთი/Apchaseti) ist eine an das Schwarze Meer grenzende Republik im Süden des Kaukasus, die völkerrechtlich als Teil Georgiens gilt, sich selbst jedoch unter der Bezeichnung Republik Abchasien als unabhängig betrachtet.[2] Sechs Staaten folgen dieser Sichtweise und erkennen die staatliche Souveränität Abchasiens an: Russland, Nicaragua, Venezuela,[3] Nauru[4], Tuvalu[5] und Vanuatu[6].
Georgien, die USA und die NATO betrachten Abchasien hingegen als okkupiertes georgisches Gebiet und sehen die georgische Autonome Republik Abchasien als rechtmäßige Regierung in der Region an.[7][8][9] Die Einwohnerzahl betrug 2011 nach offizieller Schätzung 242.862,[10] die Fläche umfasst 8.600 km².
Inhaltsverzeichnis
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Geographie [Bearbeiten]
Abchasien liegt südlich des Kaukasus an der Nordküste des Schwarzen Meeres westlich des Flusses Enguri in Georgien. Das bis auf einen schmalen, landwirtschaftlich genutzten Küstenstreifen gebirgige Land erreicht Höhen von über 4000 Metern. Im Arabika-Massiv liegt die Voronya-Höhle. Sie ist mit mindestens 2190 Metern die tiefste bekannte Höhle der Welt.
Dank des Schutzes durch die Gebirgszüge weist der Küstenstreifen ein subtropisches Klima auf, weswegen sich Abchasien in der Sowjetzeit zu einem beliebten Feriengebiet entwickelte. Das warme Klima begünstigt auch den Anbau von Tabak, Tee, Wein und Obst, sodass Landwirtschaft und Nahrungs- und Genussmittelindustrie zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen des Landes gehören.
Städte [Bearbeiten]
In Abchasien gibt es (nach Auffassung der Regierung in Sochumi) neun Orte mit Stadtstatus, von denen sieben Rajonhauptstädte sind. Nach georgischem Recht sind zwei der Orte (gekennzeichnet mit *) keine Städte, sondern „Kleinstädte“ (daba, entsprechend den früheren Siedlungen städtischen Typs). Neben den unten gelisteten Städten gibt es noch mehrere andere Ortschaften, die teils höhere Einwohnerzahlen aufweisen, aber über keinen Stadtstatus verfügen, wie etwa Zandrypsch, Dranda, Bsybta oder Eschera.
| Abchasischer Name | Russischer Name | Georgischer Name | Einwohner | Stand | Rajon |
|---|---|---|---|---|---|
| Aqwa (Аҟəа) | Suchum (Сухум) | Sochumi (სოხუმი) | 64.478 | 2011 | Sochumi |
| Gagra (Гагра) | Gagra (Гагра) | Gagra (გაგრა) | 12.364 | 2011 | Gagra |
| Gwdouta (Гəдоуҭа) | Gudauta (Гудаута) | Gudauta (გუდაუთა) | 8.514 | 2009 | Gwdouta |
| Gal (Гал) | Gal (Гал) | Gali (გალი) | 7.605 | 2011 | Gali |
| Otschamtschyra (Очамчыра) | Otschamtschira (Очамчира) | Otschamtschire (ოჩამჩირე) | 5.280 | 2011 | Otschamtschyra |
| Tqwartschal (Тҟәарчал) | Tkuartschal (Ткуарчал) | Tkwartscheli (ტყვარჩელი) | 5.013 | 2011 | Tqwartschal |
| Pizunda (Пиҵунда)* | Pizunda (Пицунда) | Bitschwinta (ბიჭვინთა) | 4.198 | 2011 | Gagra |
| Gwylrypsch (Гәылрыҧшь)* | Gulrypsch (Гулрыпш) | Gulripschi (გულრიფში) | 3.910 | 2011 | Gwylrypsch |
| Afon Tschyz (Афон Ҿыц) | Nowy Afon (Новый Афон) | Achali Atoni (ახალი ათონი) | 1.518 | 2011 | Gudouta |
Bevölkerung [Bearbeiten]
Die Einwohnerzahl des Landes betrug im Jahr 2011 nach offizieller Schätzung etwa 241.000 Menschen, der Anteil der namensgebenden Abchasen lag dabei bei 50,7 %. Nach der Volkszählung von 2003 lebten in Abchasien 215.972 Menschen, davon 43,8 % Abchasen, 21,3 % Georgier, 20,8 % Armenier (siehe Armenier in Abchasien), 10,8 % Russen, 0,7 % Griechen, 0,2 % Esten und 0,8 % Ukrainer.[11]
Die letzte sowjetische Volkszählung von 1989 hatte noch eine Einwohnerzahl etwa 525.000 ermittelt, davon 45,7 Prozent Georgier, 17,8 Prozent Abchasen sowie 14,3 Prozent Russen und 14,6 Prozent Armenier. 1886 hatte der Anteil der Abchasen noch bei über 85 % gelegen, im Laufe des 20. Jahrhunderts stieg die Zahl der Georgier, bedingt durch Migration, allerdings so stark an, dass sie 1989 die größte Bevölkerungsgruppe darstellten. Während die Zahl der Georgier innerhalb von knapp 100 Jahren von knapp 4.200 (1886) auf fast 240.000 im Jahr 1989 und damit fast um das sechzigfache anstieg, wuchs die Zahl der Abchasen im selben Zeitraum lediglich von etwa 59.000 auf etwa 93.000 an. Besonders Ende des 19. Jahrhunderts verließen zudem noch zahlreiche, meist muslimische Abchasen das Land in Richtung des Osmanischen Reichs. Bereits zur Zeit des Russischen Reichs begann eine georgische Migrationsbewegung in das damals dünn besiedelte Abchasien[12]. Die georgische Einwanderung nach Abchasien wurde auch besonders in der Anfangszeit der Sowjetunion unter Lawrenti Beria und Josef Stalin gefördert[13], sodass die Georgier bereits in den 1920er-Jahren zur größten Bevölkerungsgruppe in Abchasien wurden, dabei jedoch nie die Marke von 50 Prozent der Gesamtbevölkerung erreichten. Auch Russen, Armenier, Ukrainer und andere Bevölkerungsgruppen wanderten in großen Zahlen nach Abchasien ein. Ebenfalls bedeutend war die griechische Minderheit in Abchasien, die 1939 über 11 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachte.
Nach der Auflösung der Sowjetunion kam es im Verlauf des Sezessionskrieges zu ethnischen Säuberungen und Vertreibungen, die sich, besonders gegen Ende des Konflikts, hauptsächlich gegen Georgier richteten. 250.000 Bewohner Abchasiens, darunter zirka 200.000 Georgier, wurden vertrieben, mussten fliehen und kamen teilweise sogar in einigen Massakern ums Leben. Nur ein relativ kleiner Teil der georgischen Bevölkerungsgruppe kehrte seit dem Ende des Bürgerkriegs wieder zurück.
In den letzten Jahren kehren auch vermehrt Angehörige der abchasischen Diaspora aus der Türkei nach Abchasien zurück[14].
| Jahr | Abchasen | Georgier | Russen | Armenier | Griechen | Insgesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1886 Zensus | 85,2 % (58.963) |
6,0 % (4.166) |
1,6 % (1.090) |
1,6 % (1.106) |
3,1 % (2.149) |
69.230 |
| 1897 Zensus | 55,3 % (58.697) |
24,4 % (25.873) |
4,8 % (5.135) |
6,2 % (6.552) |
7,0 % (14.045) |
106.179 |
| 1926 Zensus | 27,8 % (55.918) |
33,5 % (67.494) |
6,2 % (12.553) |
12,8 % (25.677) |
7,0 % (14.045) |
201.016 |
| 1939 Zensus | 18,0 % (56.197) |
29,5 % (91.967) |
19,3 % (60.201) |
15,9 % (49.705) |
11,1 % (34.621) |
311.885 |
| 1959 Zensus | 15,1 % (61.193) |
39,1 % (158.221) |
21,4 % (86.715) |
15,9 % (64.425) |
2,2 % (9.101) |
404.738 |
| 1970 Zensus | 15,9 % (77.276) |
41,0 % (199.596) |
19,1 % (92.889) |
15,4 % (74.850) |
2,7 % (13.114) |
486.959 |
| 1979 Zensus | 17,1 % (83.087) |
43,9 % (213.322) |
16,4 % (79.730) |
15,1 % (73.350) |
2,8 % (13.642) |
486.082 |
| 1989 Zensus | 17,8 % (93.267) |
45,7 % (239.872) |
14,3 % (74.913) |
14,6 % (76.541) |
2,8 % (14.664) |
525.061 |
| 2003 Zensus[15] | 43,8 % (94.606) |
21,3 % (45.953) |
10,8 % (23.420) |
20,8 % (44.870) |
0,7 % (1.486) |
215.972 |
| 2011 Zensus[15] | 50,7 % (122.069) |
19,3 % (46.367) |
9,2 % (22.077) |
17,3 % (41.864) |
0,6 % (1.380) |
240.705 |
Etwa 90 Prozent der Einwohner[16] hat Pässe der Russischen Föderation erhalten.[17] Die Ausgabe russischer Pässe an Einwohner Abchasiens wird unter anderem vom deutschen Völkerrechtler Otto Luchterhandt als Verstoß gegen das Völkerrecht betrachtet.[18] Die Nachfrage nach georgischen Pässen in Abchasien ist jedoch relativ niedrig[19]. Auf Grund der geringen internationalen Anerkennung Abchasiens benötigen Bürger Abchasiens für die meisten Reisen ins Ausland eine weitere Staatsbürgerschaft[16].
Sprachen [Bearbeiten]
In der de facto unabhängigen Republik Abchasien sind nur Abchasisch und Russisch Amtssprachen. Im öffentlichen Leben dominiert in Abchasien das Russische, auch unter ethnischen Abchasen. Georgisch ist von der abchasischen Regierung nicht als Amtssprache anerkannt worden. Es existieren jedoch etwa georgische Schulen in Gebieten mit erhöhtem georgischen Bevölkerungsanteil[20]. Da Abchasien von der internationalen Gemeinschaft aber noch immer mehrheitlich als Teil Georgiens gesehen wird, ist Georgisch zumindest theoretisch ebenfalls eine Amtssprache. Anfragen bei Behörden auf Georgisch werden in der Regel jedoch konsequent ignoriert, offizielle Formulare nicht in dieser Sprache gedruckt oder bearbeitet.
Ein großer Teil der in Abchasien lebenden Georgier sind Mingrelier, die meist als Subethnie der Georgier gelten. Ihre Sprache, das Mingrelische, ist daher ebenfalls in Abchasien verbreitet. Es unterscheidet sich teils deutlich vom Georgischen, dient in der Regel aber nicht als Schriftsprache. Mit der Zeitschrift Gali erscheint in Abchasien die nach eigenen Angaben weltweit einzige Zeitung in mingrelischer Sprache.
Abchasisch gehört zu den nordwestkaukasischen Sprachen, Russisch ist eine ostslawische Sprache. Beide Sprachen werden im kyrillischen Alphabet geschrieben, während Georgisch, ebenfalls eine kaukasische Sprache, mit der eigenen georgischen Schrift geschrieben wird. Während der Phase des Stalinismus wurde Abchasisch zwangsweise ebenfalls in georgischer Schrift geschrieben, die Rückkehr zum kyrillischen Alphabet erfolgte 1954.
Darüber hinaus werden in Abchasien zahlreiche Minderheitensprachen gesprochen, darunter insbesondere Armenisch, sowie auch Pontos-Griechisch, Estnisch, Rumänisch (Moldawisch), Ukrainisch und mehrere weitere Sprachen gesprochen. Die estnische Minderheit siedelte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach Abchasien über.
Religion [Bearbeiten]
Laut der letzten Volkszählung im Jahr 2003 sind ca. 60 % Christen (Abchasisch-Orthodoxe Kirche, Russisch-Orthodoxe Kirche, Georgisch-Orthodoxe Kirche), 16 % Muslime, 8 % Atheisten, 8 % Anhänger traditioneller abchasischer Religionen oder Neopaganisten, 2 % Anhänger anderer Religionen. Aber nur ein relativ kleiner Teil der sich zu einer Religion bekennenden Personen übt diese Religion auch aktiv aus[21]
In früheren Jahrhunderten war der Anteil der abchasischen Muslime deutlich höher, eine große Anzahl emigrierte im 19. Jahrhundert in das Osmanische Reich.
Geschichte [Bearbeiten]
Antike [Bearbeiten]
Die frühesten archäologischen Funde lassen sich auf das 4. Jahrtausend v. Chr. datieren. Etwa seit dem 9. Jahrhundert v. Chr. gehörte die Region vielleicht zum Reich von Kolcha, dessen Lokalisierung jedoch umstritten ist.[22] Später gehörte sie zu Kolchis, das mit den Griechen intensiven Handel trieb. Im Rahmen der griechischen Kolonisation wurde dabei auch der Hafen von Dioskurias angelegt, das heutige Sochumi. Seit dem Jahr 63 v. Chr. gehörte Kolchis zum antiken georgischen Königreich Lasika, das im 1. Jahrhundert n. Chr. vom Römischen Reich abhängig wurde bzw. mit dessen Teilung von Ostrom bzw. Byzanz. In der Zeit Kaiser Justinians I. im 6. Jahrhundert wurden die Abchasen zum Christentum bekehrt. Seit dem 7. Jahrhundert war das Land unabhängiges Fürstentum des Byzantinischen Reiches. Nach den Einfällen der Araber wurde es aber zeitweise auch diesen tributpflichtig.[23]
Königreich Egrisi-Abchasien [Bearbeiten]
Diesen Status behielt es bis ins 8. Jahrhundert, als Leon II. sich zum König Abchasiens erklärte, und sich so von Byzanz lossagte. Zudem vertrieb er die letzten Araber aus dem Land. In den 780er Jahren konnte Leon II. seine Macht auf Egrisi ausdehnen und beide Königreiche vereinen. Lasika war zu dieser Zeit unbedeutend geworden und war bald Teil des Königreiches. Zu Egrisi-Abchasien gehörten Megrelien, Imeretien, Gurien, Adschara, Swanetien, Ratscha und Letschchumi (heute Teile der Provinz Ratscha-Letschchumi und Niederswanetien) sowie Aragweti. Mitte des 9. Jahrhunderts war das Königreich stark genug, dem arabischen Kalifat keinen Tribut mehr zu zahlen.[23]
Egrisi-Abchasien versuchte daraufhin immer energischer, auch in Ostgeorgien Gebiete zu gewinnen. In den 860er Jahren konnte Innerkartlien besetzt werden, das man aber Ende des Jahrhunderts wieder verlor. Mitte des 10. Jahrhunderts hatte es sich das südgeorgische Dshawacheti einverleibt und im Norden wuchs der Einfluss auch auf die Osseten. Nun bedrohte es auch das noch junge Königreich Kachetien. Versuche unter König Leon Teile Heretiens zu erobern, waren aber erfolglos. Nach Thronstreitigkeiten um die Nachfolge Leons wurde als Kompromiss Bagrat III. aus der georgischen Bagratiden-Dynastie zum König Egrisi-Abchasiens und auch Tao-Klardschetiens, durch beider Vereinigung entstand das Königreich Georgien.[23]
Mongolisch-türkische Herrschaft [Bearbeiten]
Nach dem Mongoleneinfall in Georgien 1235 blieb Abchasien von der mongolischen Herrschaft verschont. Jedoch wurde es mit dem Friedensvertrag von 1243 den Mongolen tributpflichtig. Nach einem Aufstand der Georgier gegen die Mongolen floh der georgische König Dawit Narin ins Exil nach Abchasien. Auch ein Aufstand im folgenden Jahr hatte keinen Erfolg und Dawit Ulu, der Anführer des zweiten Aufstandes, floh ebenfalls nach Abchasien. Er kehrte jedoch bald wieder zurück und wurde König von Georgien, als Vasall des Il-Khan-Reiches der Mongolen.[23]
1578 kam das Gebiet zwischen dem Hauptkamm des Kaukasus und dem Fluss Aras, das heißt Aserbaidschan und Georgien und damit auch Abchasien an das Osmanische Reich, das zwar 1639 Aserbaidschan und das östliche Georgien wieder verlor, das westliche Georgien mit Abchasien aber weiterhin beherrschte. In der Folgezeit trat dann die Mehrheit der abchasischen Bevölkerung zum Islam über, die Georgier hielten mehrheitlich am Christentum fest.
Zahlreiche mittelalterliche georgische Kirchen und Klöster, die nach der Vereinigung Abchasiens mit Georgien gebaut wurden, bezeugen die politische und vor allem kulturelle Verbundenheit der abchasischen Adelsschicht des Mittelalters zu Georgien.
Abchasien im Russischen Reich [Bearbeiten]
Ab Ende des 18. Jahrhunderts stieß das russische Zarenreich Richtung Kaukasus vor. Das alte Königreich Georgien wurde 1801 russisch, die direkt westlich anschließenden Gebiete folgten in den Jahren darauf: Mingrelien 1803, Imeretien und Gurien 1804, das südliche Abchasien im Jahr 1810, der Hafen Poti und das nördliche Abchasien schließlich 1829. Die Bergregionen Swanetien und Tscherkessien wurden erst 1858 bzw. 1864 dem Zarenreich einverleibt. Das teil-autonome Fürstentum wurde von Russland 1864 endgültig beseitigt. Die Einwohner der eroberten Gebiete rebellierten mehrfach bewaffnet gegen die russischen Besatzer, so 1857 in Sugdidi und 1866 in Suchumi. Die Aufstände wurden jedoch niedergeschlagen.
Die antimuslimische Politik der folgenden Jahre führte dazu, dass viele muslimische Abchasier in das Osmanische Reich auswanderten. Der genaue Ablauf der Migrationsbewegungen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist bis heute nicht geklärt, aber zugleich ein Streitpunkt zwischen Georgiern und Abchasiern und ihrer jeweiligen, von nationalen Interessen mitbestimmten Geschichtsschreibung.
Die massive Auswanderung der Abchasen begann im Jahre 1867, als 20.000 Muslime ihre Heimat verließen. In einer zweiten Welle der Aussiedlung siedelten im Jahre 1877 31.964 Abchasen ins Osmanische Reich aus. Abchasien wurde dadurch teilweise entvölkert, mit Ausnahme Ostabchasiens, dem Gebiet der Mingrelier.
In dieser Zeit wurde auf Veranlassung des Zaren die Liste der abchasischen Muhadschir, darunter auch muslimische Georgier, in Russisch erstellt. Diese Liste betrug über 200 Seiten und ist ein einzigartiges historisches Dokument, das in russischen Archiven aufbewahrt wird.
Im Jahre 1878 begann die Kolonisation und Russifizierung Abchasiens. In Bitschwinta wurden 137 russische Familien angesiedelt. Dazu kamen mehrere Familien russischer Soldaten in anderen Teilen Abchasiens. Den Abchasen war zeitweise die Ansiedlung in Küstennähe untersagt. Enteignete Besitztümer wurden russischen Funktionären und Siedlern übertragen. In Folge dessen nahm der Anteil der russischen Bevölkerung in der Region zu. 1886 stellten Abchasen mit fast 86 % Bevölkerung aber noch immer die klare Mehrheit in der Region.
Schon Ende des 19. Jahrhunderts begann sich Abchasien zudem zu einem Touristengebiet zu entwickeln, das damals hauptsächlich noch von russischen Adligen frequentiert wurde. Im Zuge des Ersten Weltkriegs und der Oktoberrevolution 1917 zerfiel das Russische Reich allerdings.
Zwischenkriegszeit und Zugehörigkeit zur Sowjetunion [Bearbeiten]
Ab Ende 1918 wurde Abchasien von der Geschichte der Transkaukasischen Föderation und der Demokratischen Republik Georgien geprägt. Abchasien wurde vom neu entstandenen, unabhängigen georgischen Staat beansprucht.
Nach der georgischen Parlamentswahl 1919 kam es wegen wirtschaftlicher und sozialer Spannungen, vor allem aber wegen des Fehlens einer modernen Agrarreform, zu bewaffneten Bauernaufständen und ethnischen Konflikten in Abchasien und auch in Südossetien. Sie wurden von bolschewistischen Kräften zum Teil gezielt unterstützt. Die damalige georgische Regierung ging hart gegen bolschewistische und separatistische Bewegungen vor, die insbesondere in Abchasien Zustimmung fanden. Abchasien wurden im Jahr 1921 zwar noch gewisse Autonomierechte gewährt, doch schon im März 1921 besetzte die 9. Armee der Roten Armee die gesamte Demokratische Republik Georgien, die nun Teil der Sowjetunion wurde.
Am 28. März 1921 wurde die Abchasische Sozialistische Sowjetrepublik (Abchasische SSR) auf einer gemeinsamen Sitzung des Kaukasischen Büros der KPdSU und der KP-Zentralkomitees von Abchasien und Georgien gegründet. Es war nun eine selbstständige Sowjetrepublik, die unabhängig von der georgischen Sowjetrepublik und rechtlich mit dieser gleichgestellt war.
Abchasien wurde 1922 auch bei der Bildung der Transkaukasischen Föderativen Sowjetrepublik auf der gleichen Ebene wie der georgische Staat selbst als gleichberechtigter Bestandteil der Föderation behandelt.[24]
In dieser Zeit entstand erstmals in größerem Umfang eine abchasische Literatur, die Region entwickelte sich zudem zunehmend zu einer der populärsten Touristenregionen der Sowjetunion, teilweise wurde Abchasien als „rote Riviera“ bezeichnet[25].
Abchasien als Teil der Georgischen SSR [Bearbeiten]
Auf Befehl Josef Stalins wurde Abchasien 1931 zur Autonomen Republik innerhalb der georgischen Unionsrepublik degradiert.[26] Offiziell wurde dies durch die mangelhaften Erfolge der abchasischen Führung unter Nestor Lakoba bei der Kollektivierung der Landwirtschaft begründet. Von abchasischer Seite wurde jedoch eine Bevorzugung der Georgier durch die sowjetische Führungselite vermutet. Neben Josef Stalin selbst waren zahlreiche andere prominente Politiker georgischer Herkunft, darunter auch Lawrenti Beria.
In der Folge wurden kulturelle Rechte der Abchasen beschnitten und Bestrebungen nach nationaler Identität als konterrevolutionär bestraft. Es begann eine Politik der „Georgisierung“[27], die Bevölkerungsverhältnisse änderten sich zugunsten der Georgier, zum Teil auch bedingt durch systematische Ansiedlungen[28], abchasische Schulen wurden geschlossen, die abchasische Sprache zwangsweise auf das georgische Alphabet umgestellt und den stalinistischen Säuberungen fiel in Abchasien ein großer Teil der Intelligenzija zum Opfer.
In der abchasischen Öffentlichkeit werden daher die Repressionen der Sowjetzeit heute insbesondere mit Georgien und der Führung der Georgischen SSR in Tiflis verbunden und weniger mit der sowjetischen Zentralmacht in Moskau.[29]
Nach Stalins Tod und Berias Hinrichtung im Jahr 1953 wurde im Zuge der Tauwetter-Periode ein großer Teil der repressiven Maßnahmen gegen Abchasen wieder aufgehoben, sie konnten wieder in größerem Umfang am politischen Leben teilnehmen[30].
Dennoch kam es immer wieder zu Spannungen in Abchasien. 1978 wurden unter der Anschuldigung des "Nationalismus" mehrere Abchasen verhaftet, die sich öffentlich gegen eine repressive Politik gegenüber dem abchasischen Volk ausgesprochen hatten. Erst unter dem Einfluss der Gorbatschowschen Reformpolitik (Glasnost und Perestroika) erfolgte, verstärkt ab 1988, eine Emanzipation der nationalen abchasischen Bewegung, die allerdings schon damals auf eine Loslösung Abchasiens von Georgien abzielte.[29]
Postsowjetische Zeit [Bearbeiten]
Das abchasische Parlament, der Oberste Sowjet, erklärte im Juli 1992 Abchasien für einen souveränen Staat, dessen Beziehungen zu Georgien noch geklärt werden müssten, nachdem zuvor Georgien alle Verträge, die in der Sowjetzeit (1921-1991) unterzeichnet wurden, für nichtig erklärt hatte. Abchasien war 1936 in die Georgische Sowjetrepublik eingegliedert worden. Georgien verabschiedete die Verfassung von 1921 wieder als Grundlage für die Staatsgründung.
Sezessionskrieg [Bearbeiten]
In Abchasien waren die Anhänger des gestürzten georgischen Präsidenten Swiad Gamsachurdia aktiv und sorgten dort für immer stärkere Unruhe. Als mehrere russische Güterzüge, die Güter nach Armenien transportierten, in Abchasien gestoppt und geplündert wurden, forderte Russland die damalige georgische Regierung auf, Sicherheit und Ordnung auf georgischem Territorium, wozu auch Abchasien zählt, zu gewährleisten. Georgien erklärt den Einmarsch georgischer Truppen in Abchasien folgendermaßen: „Zu diesem Zweck wurden in Absprache mit dem damaligen Parlamentsvorsitzenden Abchasiens Wladislaw Ardsinba Einheiten der georgischen Armee nach Abchasien geschickt, um die lebenswichtigen Wege (Bahn und Straße) zu sichern.“
Am 14. August 1992 rückten georgische Einheiten unter dem Befehl des damaligen Verteidigungsministers Tengis Kitowani in Abchasien ein. Die Abchasen eröffneten das Gegenfeuer, gleichzeitig sprach Wladislaw Ardsinba im öffentlichen Fernsehen über eine Aggression Georgiens gegen den „unabhängigen abchasischen Staat“ und rief die Abchasen auf, die Georgier mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu bekämpfen. Die abchasischen Kampftruppen hielten nicht nur stand, sie gewannen den Krieg. Unterstützt wurden sie dabei sowohl vom russischen Staat als auch von tschetschenischen Guerillas unter dem Kommando von Schamil Bassajew,[31] der in dieser Zeit sogar zum stellvertretenden Verteidigungsminister Abchasiens aufstieg.[32] Neutrale Militärbeobachter gehen jedoch davon aus, dass nicht nur die Unterstützung von außen für den Sieg der Abchasen verantwortlich war, sondern auch die mangelnde Koordination der georgischen Truppen. Nach ihrer Niederlage flohen auch die meisten ethnischen Georgier aus Abchasien, wo sie zuvor die größte Bevölkerungsgruppe gewesen waren. Zurückbleibende Georgier wurden Opfer schwerer Übergriffe durch die Abchasen und ihre Verbündeten, wie etwa beim Massaker von Sochumi 1993, für das insbesondere Bassajew verantwortlich gemacht wird.
Der Krieg dauerte etwas über ein Jahr, führte zu Kriegsverbrechen, vielen tausend Toten und zur Vertreibung von ca. 250.000 Georgiern, die in Abchasien gelebt hatten. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hatte 1995 geschätzt, dass in der autonomen Republik rund 80.000 Abchasen, etwa 60.000 Armenier, 40.000 Russen und noch 12.000 ethnische Georgier lebten. Die meisten georgischen Flüchtlinge strandeten in Tiflis. 50.000 Flüchtlinge kehrten wieder in ihre Heimat zurück. 40.000 von ihnen wurden 1998 erneut vertrieben. Heute leben mehr als 80.000 Georgier in Abchasien, bevorzugt in der Provinz Gali, wo sie die Mehrheit der Bevölkerung bilden.
Am 14. Mai 1994 wurde nach drei vergeblichen Anläufen unter Vermittlung der Vereinten Nationen ein Waffenstillstand vereinbart. Bislang sorgen 1500 russische Soldaten als Friedenstruppe der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) für die Einhaltung des 1994 geschlossenen Waffenstillstandes zwischen Georgiern und Abchasen. Die Einhaltung des Abkommens wurde durch eine 121-köpfige United Nations Observer Mission in Georgia (UNOMIG) überwacht. Deutschland stellte mit elf Soldaten das größte Kontingent der Mission.
Friedensverhandlungen [Bearbeiten]
Wiederholt wurde vergeblich unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen über eine Beendigung des Konflikts verhandelt. Dabei ging es um eine Rückführung der Flüchtlinge und eine politische Lösung auf der Basis der territorialen Integrität Georgiens. Das scheiterte jedoch an der De-facto-Regierung Abchasiens, die stets auf einer völligen Unabhängigkeit beharrte und eine Rückkehr der Flüchtlinge ausschloss.
Im Oktober 2001 entbrannte der bewaffnete Konflikt zwischen georgischen Partisanen und abchasischen Sicherheitskräften in der georgisch-abchasischen Grenzregion erneut. Auf der Seite Abchasiens kämpften dabei erneut auch tschetschenische Milizen.
Die im Juli 2002 vom UN-Sicherheitsrat verabschiedete Abchasien-Resolution, die einen Verbleib als autonome Republik im Staat Georgien vorsieht, gründet auf Vorschlägen des deutschen Diplomaten Dieter Boden, der von 1999 bis 2002 UNOMIG leitete. Obgleich regelmäßige Verhandlungen zur Beilegung des Konfliktes zwischen Abchasien und Georgien stattfanden, brachten sie keinen Durchbruch. Kofi Annan, ehemals Generalsekretär der Vereinten Nationen, rief Abchasien auf, die georgische Rosenrevolution für einen neuen Verhandlungsstart zu nutzen. Die EU zeigte sich in der Erklärung des Vorsitzes des Rates der Europäischen Union vom 24. Juli 2006 sehr besorgt über die aktuelle Entwicklung in Abchasien, begrüßte die möglichst baldige Entsendung einer UN-Polizeitruppe und erklärte sich bereit, aktiv zum Friedensprozess beizutragen.
Anfang Mai 2008 wurden von russischer Seite die Truppen auf 2500 Mann aufgestockt. Damit näherte sich das russische Kontingent der Höchstgrenze von 3000 Mann. Georgien kritisierte den Schritt als gegen seine Souveränität gerichtet und äußerte den Wunsch, aus dem gemischten Kontrollgremium, bestehend aus Russland, Georgien und Nord- und Südossetien, auszutreten. Dieser Wunsch wird von den anderen Mitgliedern des Gremiums bisher abgelehnt.[33]
Kaukasuskrieg [Bearbeiten]
Im März und April 2008 kam es erneut zu Spannungen und am 20. April wurde ein georgisches unbemanntes Flugzeug („Drohne“) über abchasischem Gebiet abgeschossen. Die Drohne wurde von einem russischen Kampfjet abgeschossen, was zunächst vom russischen Außenministerium bestritten wurde, das den Flug der Drohne als „militärischen Akt“ und Verstoß gegen das Waffenstillstandsabkommen bezeichnete. Untersucher der UNOMIG bestätigten drei weitere Abschüsse von georgischen Drohnen vom Typ Elbit Hermes 450 der israelischen Firma Elbit Systems im März 2008.[34] Der UN-Sicherheitsrat, der den Abschuss ebenso bestätigte, betonte, der Abschuss der Drohne durch ein russisches Kampfflugzeug wie auch der Einsatz von Drohnen durch die georgische Seite verstießen gegen das Moskauer Abkommen von 1994, das nur die Präsenz von Friedenstruppen der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten in Abchasien erlaubte.[35]
Der georgische Botschafter bei den Vereinten Nationen Irakli Alassania erklärte, dass Georgien durch die Untätigkeit der UNOMIG-Friedenstruppe in dieser Hinsicht zu solchen Aufklärungsflügen gezwungen gewesen sei, um abchasische und russische Truppenbewegungen auf abchasischem Gebiet im Interesse der eigenen nationalen Sicherheit im Auge zu behalten, diese aber in Zukunft einstellen wolle. Alasania warf der Friedenstruppe vor, ihre Aufgabe nicht hinreichend zu erfüllen, so dass seit 1994 bereits mehr als 2000 georgische Zivilisten ums Leben gekommen und 8000 georgische Haushalte in Abchasien zerstört worden seien. Unter dem Deckmantel der Friedenstruppen stationiere Russland immer mehr Truppen in Georgien, obwohl diese keine Friedensmission wahrnähmen.[36]
Nach einer Eskalation des Konfliktes um die Region Südossetien am 8. August 2008 brachen bis zum 10. August auch Kämpfe an der abchasisch-georgischen Grenze in der Kodori-Schlucht aus. Die abchasischen Behörden verfügten eine Mobilmachung der Armee und die russischen Truppen im Gebiet wurden verstärkt.[37][38] In diesem Zusammenhang verlegte Russland mehr als 9000 zusätzliche Soldaten nach Abchasien, obwohl das Abkommen von 1994 nur russische Truppen bis zu einer Stärke von 3000 Mann zulässt. Am 12. August gab der russische Präsident Medwedew den Abschluss der Militäraktionen in Georgien bekannt.
Frage der Anerkennung [Bearbeiten]
Am 26. August 2008 ratifizierte der russische Präsident Medwedew den an den vorherigen Tagen einstimmig gefassten Beschluss der beiden Kammern des russischen Parlaments, Abchasien gleichzeitig mit Südossetien als selbstständigen Staat anzuerkennen. Er bezeichnete diesen Schritt als direkte Folge des vorangegangenen militärischen Konflikts, der es Südosseten und Abchasen unmöglich gemacht habe, weiterhin gemeinsam mit den Georgiern in einem Staat zu leben. Der Präzedenzfall des Kosovo wurde von Seiten hoher russischer Staatsbeamter ebenfalls erwähnt.[39] Zugleich rief Medwedew andere Staaten auf, diesem Beispiel zu folgen.[40]
Als zweites Land nach Russland erkannte Nicaragua am 3. September die Unabhängigkeit Abchasiens und Südossetiens an. Staatspräsident Daniel Ortega erklärte dies auf einer offiziellen Veranstaltung vor der Armeeführung seines Landes.[41][42]
Am 10. September 2009 erklärte der venezolanische Präsident Hugo Chávez bei einem Besuch in Moskau, sein Land erkenne Abchasien und Südossetien ab sofort als unabhängige Staaten an.[3][43]
Mit dem Ende des UNOMIG-Mandates im Juni 2009, nach russischem Veto zu einer erneuten Verlängerung, verließen die letzten Militärbeobachter im Oktober 2009 das Land.
Am 15. Dezember 2009 erfolgte eine weitere Anerkennung Abchasiens durch den Pazifik-Staat Nauru, kurz nachdem Präsident Bagapsch bei der Präsidentschaftswahl am 12. Dezember 2009 in seinem Amt bestätigt wurde. Die russische Regierung sagte Nauru als Gegenleistung Finanzhilfe in Höhe von 50 Millionen US-Dollar zu.[44]
Vanuatu erkannte unter Premierminister Sato Kilman im Frühjahr 2011 die Unabhängigkeit Abchasiens zunächst an. Nachdem der Oberste Gerichtshof des Landes Satos Wahl jedoch für ungültig erklärt hatte,[45] nahm sein Vorgänger und Nachfolger Edward Natapei die Anerkennung Abchasiens wieder zurück.[46] Ende des Jahres bestätigte jedoch die Regierung Vanuatus jedoch erneut, dass man Abchasien anerkannt habe[6].
Politik [Bearbeiten]
Heutiger Premierminister Abchasiens ist Sergei Schamba, das Amt des Präsidenten bekleidet seit 2011 Alexander Ankwab.
Die US-amerikanische Nichtregierungsorganisation Freedom House stufte Abchasien im Jahr 2012 als „teilweise freien“ Staat ein[16]. Auch Georgien erhielt in dieser Studie die Einstufung als teilweise frei.
Erster Präsident Abchasiens war von 1994 bis 2005 der Historiker Wladislaw Ardsinba. Er wurde im Februar 2005 durch Sergei Bagapsch abgelöst. Er war am 12. Januar 2005 ins Amt gewählt worden und löste Ardsinba am 12. Februar 2005 ab. Bagapsch erhielt 91,54 Prozent der Stimmen, sein Gegenkandidat Jakob Lakoba 4,5 Prozent. Dem Wahlgang war eine verfälschte Wahl am 3. Oktober 2004 vorangegangen, bei der der frühere Premierminister Raul Chadschimba zum Sieger erklärt worden war. Nach langwierigen Auseinandersetzungen ordnete der Oberste Gerichtshof eine Wiederholung der Wahl im Januar an. Bei der zweiten Wahl kandidierte Raul Chadschimba nicht. Vollständig ordnungsgemäß war auch die Januarwahl nicht. In der ostabchasischen Provinz Gali lebende ethnische Georgier wurden teilweise an der Stimmabgabe gehindert, besaßen häufig aber auch nicht die abchasische Staatsbürgerschaft, weshalb sie nach abchasischem Recht nicht wahlberechtigt waren.
Die demokratische Lage in Abchasien verbesserte sich in den letzten Jahren deutlich. Die Präsidentschaftswahl in Abchasien 2011, die zweite Wahl im Land seit dem Kaukasuskrieg 2008 und der teilweisen Anerkennung des Staates, wurde von internationalen Beobachtern trotz der schwierigen Rahmenbedingungen (geringe internationale Anerkennung, geltender Handelsembargos) als frei und demokratischen Grundsätzen entsprechend gewertet[47][48]. Vor der Wahl wurden eigens 9.000 abchasische Pässe an georgischstämmige Bewohner der Region Gali verteilt, damit diese ebenfalls zur Wahl gehen konnten.
Das abchasische Parlament (Volksversammlung) hat in den Jahren 2002, 2003 und 2004 immer wieder erfolglos an die russische Legislative appelliert, assoziierte Beziehungen zu Abchasien herzustellen, die Republik vertraglich in das russische Zoll- und Währungssystem einzubeziehen sowie militärischen Schutz zu gewähren. In Folge des von Georgien initiierten Kaukasuskriegs 2008 erkannte Russland schließlich die Unabhängigkeit Abchasiens im August 2008 an. Mehrere Staaten folgten seitdem dieser Entscheidung.
Status [Bearbeiten]
Abchasien gehört völkerrechtlich zu Georgien. Die Vereinten Nationen haben das seit 1993 immer wieder bekräftigt. Der UN-Sicherheitsrat fordert die „Souveränität, Unabhängigkeit und territorialen Unversehrtheit Georgiens innerhalb seiner international anerkannten Grenzen“.[49] Einige Völkerrechtler halten Abchasien für ein stabilisiertes De-facto-Regime.
Russland erkannte Abchasien am 26. August 2008 als unabhängigen Staat an,[50] Nicaragua am 3. September 2008,[42] Venezuela am 10. September 2009,[3] Nauru am 15. Dezember 2009,[51] Vanuatu am 31. Mai 2011 und Tuvalu am 23. September 2011.
Außenbeziehungen [Bearbeiten]
Die Regierung in Tiflis beabsichtigte, Abchasien nach dem Modell des Machtwechsels in Adscharien wieder in Georgien einzugliedern. Präsident Micheil Saakaschwili hatte am 22. September 2004 vor der UN-Generalversammlung einen Drei-Stufen-Plan zur Beilegung der Konflikte in Abchasien und Südossetien vorgelegt. Eine erste Stufe sah vertrauensbildende Maßnahmen zwischen regierungsunabhängigen Organisationen, Studenten, Journalisten, Ärzten, Sportlern und Müttern vor. Auf der zweiten Stufe sollten die Konfliktzonen unter internationaler Aufsicht demilitarisiert werden. Auf der dritten schließlich wollte Georgien Abchasien und Südossetien eine größtmögliche Autonomie gewähren. Unterstützer des abchasischen Friedensprozesses sind Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und die USA.
Die Regierung von Abchasien hatte den georgischen Plan zurückgewiesen. Auch Russland lehnte eine Wiedervereinigung Abchasiens mit Georgien ab und wollte gemäß dem mit Georgien abgeschlossenen Abkommen von Moskau aus dem Jahr 1995 seine Friedenstruppe nicht abziehen, um nach eigenen Angaben kein neues Blutvergießen an seinen Grenzen zuzulassen. Russland und Abchasien bemühten sich, Abchasien an Russland anzuschließen. Am 10. September 2004 wurde die unterbrochene Eisenbahnverbindung zwischen Sochumi und Moskau wieder aufgenommen. Im Mai 2008 rückten auf Ersuchen der abchasischen Regierung russische Eisenbahntruppen ein, bis Ende Juli wurden die Bahnlinien erneuert.[52]
Beziehungen zu Georgien [Bearbeiten]
Im Juli 2006 entsandte die georgische Regierung Spezialeinheiten des Innenministeriums in Abchasiens obere Kodori-Schlucht, wo Emsar Kwitsiani eine Autonomie über das Gebiet ausgerufen hatte. Sie bezwangen innerhalb weniger Tage die von Russland unterstützten Freischärler.
Am 27. September 2006 verfügte Präsident Saakaschwili die Umbenennung der oberen Kodori-Schlucht in Ober-Abchasien. Zugleich nahm dort die abchasische Exilregierung unter Malchas Akischbaia ihren Sitz in der Ortschaft Tschchalta. In Tiflis akkreditierte Diplomaten, die Sochumi besuchen wollten, mussten fortan zunächst der Exilregierung in Tschchalta einen Besuch abstatten. Abchasiens Präsident Bagapsch zeigte sich verärgert. Wer die Exilregierung in Tschchalta besuche, werde in Sochumi nicht empfangen, erklärte er.
Am 12. August 2008 zog sich die georgische Armee aus ihren letzten Stellungen in der oberen Kodori-Schlucht zurück. Somit hat Georgien nach der Niederlage in Südossetien auch vollständig die Kontrolle über Abchasien verloren. Das zentrale Verwaltungsgebäude der georgischen Regierung in der Provinzhauptstadt Tschchalta wurde vollständig zerstört.
Wirtschaft [Bearbeiten]
Mit Abstand wichtigster Wirtschaftspartner des Landes ist Russland[53]. Georgien versucht bis heute ein Handelsembargo gegen Abchasien durchzusetzen, was die wirtschaftliche Erholung der Region behindert. Dennoch kam es insbesondere seit 2008, als Russland die Unabhängigkeit Abchasiens anerkannte, zu vermehrten Investitionen aus dem Ausland. Neben dem Handel mit Russland nahmen auch die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Abchasien und der Türkei stark zu.[54]
Einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Abchasiens ist nach wie vor der Tourismus, der bereits vor dem Bürgerkrieg große Bedeutung hatte. Die mit Abstand meisten Touristen stammen dabei aus Russland. Seit der Anerkennung der Unabhängigkeit Abchasiens durch Russland nahm der Tourismus nach Abchasien wieder stark zu. Nach Angaben der abchasischen Regierung verzeichnete das Land im Jahr 2009 etwa 300.000 Besucher[55], was einem Anstieg von fast 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr darstellt[56]. Auch der Weinbau spielt traditionell eine große Rolle in Abchasien.
Die Währung des Landes ist der russische Rubel. Daneben gibt es seit 2008 noch die eigens ausgegebene Währung Apsar, die jedoch im Alltag kaum im Umlauf ist.
Im Land gibt es auch eine eigene Medien- und Presselandschaft, mit zahlreichen Zeitungen und Magazinen, darunter die seit 1919 erscheinende Tageszeitung Apsny, die erste abchasischsprachige Zeitung. Ebenfalls bedeutend sind die russischsprachigen Publikationen Tschegemskaja Prawda und die staatliche Respublika Abchasija. Im Süden des Landes erscheint die dreisprachige Zeitung Gal. Historisch bedeutend war die in den 1990er-Jahren eingestellte Sabtschota Apchaseti, die ehemals wichtigste georgische Zeitung der Region, sowie Kokinos kapnas, eine griechischsprachige Publikation.
Daneben gibt es mehrere Radiosender sowie zwei eigene Fernsehsender, das Staatliche Abchasische Fernsehen und den privaten Sender Abasa TV. Darüber hinaus sind im die meisten russischen Medien erhältlich. Telefonie und Mobilfunk werden in Abchasien durch die beiden Anbieter Aquafon und A-Mobile abgedeckt.
Bildung, Kultur und Sport [Bearbeiten]
Die Abchasische Staatliche Universität ist die einzige Universität des Landes und hat etwa 3000 Studenten. Bis heute existiert nahe der abchasischen Hauptstadt das Institut der Physik und Technologie, das nach dem Zweiten Weltkrieg zeitweise zu den wichtigsten Standorten der Kernforschung weltweit zählte. Infolge des abchasischen Bürgerkriegs hat sich das Institut jedoch in verschiedene Nachfolgeinstitutionen aufgespalten und seine wissenschaftliche Bedeutung nahezu vollständig verloren.
Zu den bekanntensten abchasischen Kulturschaffenden gehören, bzw. gehörten etwa Fasil Iskander, der heute in Moskau lebt, sowie Samson Tschanba, Dmitri Gulia, Georgi Gulia, Gennadi Alamija oder Bagrat Schinkuba.
Im Sport ist in Abchasien insbesondere die Abchasische Fußballmeisterschaft zu nennen. Der heute erfolgreichste Verein des Landes ist Nart Suchum, in der Vergangenheit war der FK Dinamo Suchum die wichtigste Mannschaft der Region. Dinamo Suchum verbrachte unter anderem einige Spielzeiten in der zweiten sowjetischen Liga und brachte einige bekannte Spieler hervor. Da der Fußballverband Abchasiens jedoch nicht Mitglied der FIFA ist, bleiben abchasischen Mannschaften Teilnahmen an internationalen Wettbewerben heute aber verwehrt.
Galerie [Bearbeiten]
-
Im Landesinneren bei Tkwartscheli
Siehe auch [Bearbeiten]
- Verwaltungsgliederung Georgiens
- Geschichte Georgiens
- Gemeinschaft nicht anerkannter Staaten
- Organisation der nicht-repräsentierten Nationen und Völker
Literatur [Bearbeiten]
- Henrik Bischof: Georgien - Gefahren für die Staatlichkeit. Studie zur Außenpolitik. Bd 68. Electronic ed., Bonn 1995, ISBN 3-86077-417-4 (HTML; 116 KB).
- Bruno Coppieters: Westliche Sicherheitspolitik und der Konflikt zwischen Georgien und Abchasien. in: Berichte des Bundesinstitut für Ostwissenschaftliche und Internationale Studien. Köln 1999, ISSN 0435-7183.
- Ulrike Gruska: Separatismus in Georgien. Möglichkeiten und Grenzen friedlicher Konfliktregelung am Beispiel Abchasien. Universität Hamburg-IPW, Hamburg 2005. (PDF; 1,8 MB)
- George Hewitt (Hrsg.): The Abkhazians. A Handbook. Curzon Press, London 1998, ISBN 0-7007-0643-7.
- Tamar Janelidze: Historische Hintergründe und politische Motive des abchasischen Separatismus in Georgien. Magisterarbeit. Universität, Augsburg 2005.
- Alexander Kokeev: Der Kampf um das Goldene Vlies. Zum Konflikt zwischen Georgien und Abchasien. Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Frankfurt am Main 1993, ISBN 3-928965-31-X.
- Alexandr Kokejew, Georgi Otyrba: Der Weg in den Abchasien-Krieg. Untersuchungen des FKKS, Bd 13, Mannheim 1997, PDF.
- Mariam Lortkipanidse: Georgien und seine Autonomien. Kurzer Abriß der Geschichte Abchasiens, Atscharas und Südossetiens. In: Georgica. Aachen 15.1992, S.34–37, ISSN 0232-4490.
- Tim Potier: Conflict in Nagorno-Karabakh, Abkhazia and South Ossetia, a legal appraisal. Kluwer Law International, Den Haag 2001, ISBN 90-411-1477-7.
- Lewan Toidse, Awtandil Menteschaschwili: Die Bildung der Autonomien in Georgien – 1: Abchasien. In: Georgica. Aachen 15.1992, S.38–49, ISSN 0232-4490.
- Edward W. Walker: No peace, no war in the Caucasus. Secessionist conflicts in Chechnya, Abkhazia and Nagorno-Karabakh. Harvard University, Cambridge Mass 1998.
Weblinks [Bearbeiten]
- Seite des Auswärtigen Amtes von Abchasien (englisch)
- BBC-Länderprofil Abchasien (englisch)
- UN-Resolutionen zur Lage in Abchasien, 1993-2006(englisch, PDF-Datei)
- Nachrichten aus Abchasien – News from Abkhazia (De/Eng/Ru/Tr/Ab/Fr)
- UNOMIG-Beobachtermission in Georgien (englisch)
- Erklärung des EU-Ratvorsitzes zur Lage in Georgien, Abchasien und Südossetien, 2006
- Neal Ascherson: Ein Staat für sich allein - Abchasien braucht keinen großen Bruder, sondern Nachbarn
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Site programming: Denis Merkushev: Переход на новые телефонные коды состоится в ночь с 14 на 15 ноября нынешнего года. Abkhaziagov.org. 15. Oktober 2009. Abgerufen am 3. Juli 2010.
- ↑ Artikel 1 der abchasischen Verfassung
- ↑ a b c russland.RU vom 11. September 2009: Venezuela erkennt Südossetien und Abchasien an
- ↑ NEWSru.com: Абхазия и Науру подписали соглашение об установлении дипотношений
- ↑ Pazifik-Staat Tuvalu erkennt Unabhängigkeit Abchasiens an
- ↑ a b Vanuatu’s recognition to the Republic of Abkhazia
- ↑ Abkhazia, S.Ossetia Formally Declared Occupied Territory.
- ↑ Nato Resolution 382 über die Situation in Georgien.
- ↑ Hillary Clinton,Außenministerin der USA über die Okkupation Abchasiens durch Russland.
- ↑ Население Абхазии – Где истина?!. Abkhazeti.info, 17. Mai 2011
- ↑ Volkszählung 2003
- ↑ Abkhaz World: Origins and Evolutions of the Georgian-Abkhaz Conflict, by Stephen D. Shenfield
- ↑ The Georgian-Abkhaz-Conflict by Stephen D. Shenfield
- ↑ http://www.nytimes.com/2009/05/08/world/europe/08abkhazia.html
- ↑ a b c Volkszählungen in Abchasien: 1886, 1926, 1939, 1959, 1970, 1979, 1989, 2003
- ↑ a b c freedomhouse.org - Abkhazia
- ↑ Spiegel, 11. Mai 2008: Kosovo auf dem Kaukasus
- ↑ Der Tagesspiegel: Wer hat Schuld am Kaukasus-Krieg
- ↑ Voice of Russia: Russia criticises Georgia’s new passports for Abkhazia, S. Ossetia
- ↑ http://www.minorityrights.org/?lid=1928
- ↑ Особенности религиозного сознания в современной Абхазии Über Religion in Abchasien. Aufgerufen am 8. Dezember 2012
- ↑ Kemalettin Köroǧlu, The Northern Border of the Urartian Kingdom. In: Altan Çilingiroǧlu/G. Darbyshire (Hrsg.), Anatolian Iron Ages 5, Proceedings of the 5th Anatolian Iron Ages Colloquium Van, 6.-10. August 2001. British Institute of Archaeology at Ankara Monograph 3 (Ankara 2005)
- ↑ a b c d Heinz Fähnrich: Geschichte Georgiens von den Anfängen bis zur Mongolenherrschaft. Verlag Shaker, Aachen 1993.
- ↑ Georgien. in: Munzinger-Archiv. Archiv für publizistische Arbeit. Unterreihe Zeitarchiv. Ravensburg 1994,15, S.3.
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- ↑ a b Е. К. Аджинджал: Кто, как и за что? (PDF; 485 kB), in: Nowy Den, No. 1 (262), 6. Januar 2010, S. 4.
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- ↑ Lukas F. Streiff: Tod eines Terrorfürsten, Spiegel Online, 10. Juli 2006
- ↑ Gisbert Mrozek: Geübt im aussichtslosen Kampf, Berliner Zeitung, 18. August 1999
- ↑ RIA Novosti: Georgien wird Verlegung von Friedenstruppen nach Südossetien als Verletzung seiner Souveränität betrachten, 15. Mai 2008
- ↑ (Seite nicht mehr abrufbar; Suche im Webarchiv) ; vermutlich textgleich neu online als Russia Questions UN Probe on Georgian Drone Downing; Civil.ge, abgerufen am 27. Mai 2008 (englisch)
- ↑ UN News Center: Georgia: UN says Russian air force shot down aircraft over Abkhazia, Nachricht vom 27. Mai 2008, abgerufen am 30. Mai 2008 (englisch)
- ↑ United Nations p/ref> die Fläche umfasst 8.600ress conference on downing of air survaillance vehicle over Abkhazia, Georgia, 29. Mai 2008, abgerufen 30. Mai 2008
- ↑ Abchasische Rebellen machen mobil, Focus, 10. August 2008
- ↑ Georgien verlagert seine Truppen, Spiegel Online, 10. August 2008
- ↑ CAP: Kreml hält dem Westen den Kosovo-Spiegel vor (28. August 2008)
- ↑ NEWSru.com: Медведев признал независимость Южной Осетии и Абхазии (26. August 2008)
- ↑ The Earth Times: Nicaragua joins Russia in recognizing South Ossetia, Abkhazia (3. September 2008)
- ↑ a b Anerkennungsdekret (PDF; 230 kB) (Spanisch)
- ↑ Russland-Aktuell, 15. Dezember 2009, Winzling Nauru erkennt Abchasiens Unabhängigkeit an
- ↑ NEWSru.com: Россия заплатит карликовому государству Океании 50 миллионов долларов за признание Абхазии и Южной Осетии
- ↑ Natapei v Korman [2011 VUSC 72; Constitutional Case 5 of 2011]
- ↑ http://www.dailypost.vu/content/natapei-withdraws-recognition-abkhazia Vanutatu Daily Post: Natapei withdraws recognition of Abkhazia
- ↑ opendemocracy.net: Abkhazia: presidential election, political future
- ↑ stern.de: Konfliktregion Abchasien: Prorusse Ankwab zum Präsidenten gewählt
- ↑ UN-Sicherheitsrats-Resolution 1808 (PDF; 35 kB) des UN-Sicherheitsrats, 15. April 2008
- ↑ RIA Novosti: Russland erkennt Unabhängigkeit von Abchasien und Südossetien offiziell an, 26. August 2008
- ↑ net-tribune: Pazifikstaat Nauru erkennt Abchasien und Südossetien an. News.google.de. Abgerufen am 3. Juli 2010.
- ↑ RIA Novosti: Abchasien: Dank russischen Eisenbahntruppen Bahnstrecke wieder betriebsbereit, 30. Juli 2008
- ↑ Unrepresented Nations and Peoples Organization: Members: Abkhazia
- ↑ Turkish Investment and Trade Booms in Abkhazia
- ↑ Tourist season in Abkhazia: so who is lying? Expert Club, 27. Januar 2011
- ↑ Kawkaski Usdel: В 2009 году туристический поток в Абхазии увеличился на 20 % (russisch)
47 asiatische Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen:
Afghanistan | Ägypten1 | Armenien | Aserbaidschan | Bahrain | Bangladesch | Bhutan | Brunei | China, Volksrepublik | Georgien | Indien | Indonesien2 | Irak | Iran | Israel | Japan | Jemen | Jordanien | Kambodscha | Kasachstan3 | Katar | Kirgisistan | Kuwait | Laos | Libanon | Malaysia | Malediven | Mongolei | Myanmar | Nepal | Nordkorea | Oman | Osttimor | Pakistan | Philippinen | Russland3 | Saudi-Arabien | Singapur | Sri Lanka | Südkorea | Syrien | Tadschikistan | Thailand | Turkmenistan | Türkei3 | Usbekistan | Vereinigte Arabische Emirate | Vietnam | Zypern, Republik
Abhängige Gebiete:
Akrotiri und Dekelia (Britisches Überseegebiet auf Zypern) | Britisches Territorium im Indischen Ozean (Britisches Überseegebiet) | Hongkong (SVZ der VR China) | Kokosinseln (Australisches Außengebiet) | Macao (SVZ der VR China) | Weihnachtsinsel (Australisches Außengebiet) | Palästinensische Autonomiegebiete (Autonomiegebiete in von Israel besetzten Regionen)
Umstrittene Gebiete:
Abchasien | Bergkarabach, Republik | China, Republik (Taiwan) | Staat Palästina | Südossetien | Türkische Republik Nordzypern
1 Liegt größtenteils in Afrika. 2 Liegt zum Teil auch in Ozeanien. 3 Liegt zum Teil auch in Europa.
Abchasien (Autonome Republik) | Adscharien (Autonome Republik) | Gurien | Imeretien | Innerkartlien | Kachetien | Mingrelien und Oberswanetien | Mzcheta-Mtianeti | Niederkartlien | Ratscha-Letschchumi und Niederswanetien | Samzche-Dschawachetien | Tiflis (Hauptstadt)
4340.983333333333Koordinaten: 43° N, 41° O

