OTE

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Unternehmen OTE. Für weitere Bedeutungen siehe OTE (Begriffsklärung).
Hellenic Telecoms AG
OTE Logo.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN GRS260333000
Gründung 23. Oktober 1949
Sitz Marousi, GriechenlandGriechenland Griechenland
Leitung Michael Tsamaz (CEO)
Mitarbeiter 28,474 (2011)
Umsatz 5,04 Mrd. € (2011)
Branche Festnetztelefonie, Mobilfunk, Internetdienste
Website www.ote.gr
Die Verwaltung der OTE in Marousi

Die Hellenic Telecoms AG, griechisch OTE A.E. (kurz für Οργανισμός Τηλεπικοινωνιών Ελλάδος Organismos Tilepikinonion Ellados „Organisation der Telekommunikation Griechenlands“), ist ein ehemals staatliches Telekommunikationsunternehmen Griechenlands. Der Staat hält noch 10 % und die Deutsche Telekom 40 % plus eine Aktie[1] der Anteile an der Gesellschaft, deren Aktien an den Athener Börse und der New York Stock Exchange gehandelt werden und im Athex Composite Share Price Index gelistet sind. Die unternehmerische Führung liegt bei der Deutschen Telekom.

Geschichte[Bearbeiten]

Die OTE wurde am 23. Oktober 1949 als staatliches Unternehmen gegründet. Seit 1996 ist die OTE an der Athener Börse gelistet, seit 1998 auch an der New Yorker. 2003 begann der Konzern ADSL in Griechenland anzubieten. 2008 wurde die Deutsche Telekom Anteilseigner der OTE.[2] Der Einstieg der Deutschen Telekom bei OTE war im griechischen Parlament Anlass für eine Grundsatzdebatte. Die Opposition machte die Rückabwicklung der Telekombeteiligung zum Wahlkampfthema. [3]

Die OTE war 2004 nationaler Sponsor der Olympischen Spiele. Von 2001 bis 2006 war das Unternehmen Trikotsponsor des Fußball-Erstligisten Panathinaikos Athen.

Beteiligungen[Bearbeiten]

  • 1997 gründete OTE gemeinsam mit Telenor das griechische Mobilfunkunternehmen Cosmote. Seit 2008 besitzt OTE alle Anteile an Cosmote. Über Cosmote ist OTE in Albanien und Rumänien im Mobilfunk aktiv. Das Cosmofon-Netz in der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien musste im März 2009 aufgrund des Einstiegs der Deutschen Telekom bei OTE für 190 Mio. Euro an die slowenische Telekom verkauft werden, da T-Mobile dort schon ein Netz betreibt und damit Marktführer ist. [4] Die bulgarische Mobilfunktochter wurde im April 2013 für 717 Mio. Euro an Telenor verkauft.[5]
  • Am größten Telekommunikationsunternehmen Armeniens Armentel hielt OTE ab 1998 90 % der Anteile. Hier war es zu Schwierigkeiten gekommen, da OTE vorgeworfen wurde, die Monopolstellung der Armentel auszunutzen und bei der Privatisierung eingegangene Bedingungen unzureichend zu erfüllen. Nachdem OTE gedroht hatte, sich aus Armentel zurückzuziehen, wurde mit der armenischen Regierung ein Kompromiss gefunden, bei dem OTE im Festnetzgeschäft Monopolist bleibt, im Gegenzug aber einwilligte, die Monopolstellung von ArmenTel GSM in der Mobiltelefonie aufzugeben, woraufhin zügig eine zweite Mobilfunklizenz an eine Firma aus dem Libanon vergeben wurde. Am 3. Dezember 2006 wurde die Beteiligung für 341,9 Mio. Euro an Beeline, den zweitgrößten Mobilfunkoperator in Russland verkauft.
  • 1997 erwarb OTE 20 % an der Telekom Srbija. Im Januar 2012 kaufte die Republik Serbien die Anteile für 300 Mio. Euro zurück, sodass das Unternehmen nun wieder komplett dem Staat gehört.[6]
  • 1998 übernahm OTE 35 % an der rumänischen RomTelecom. Später erwarb OTE weitere Anteile und ist nun mit 54 % größter Anteilseigner. Die weiteren 46 % sind im Besitz des rumänischen Staates.
  • Im Februar 2013 verkaufte OTE seine Anteile am Satellitenbetreiber Hellas Sat für 208 Mio. Euro an Arabsat.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. telekom.com: Telekom erwirbt weitere zehn Prozent an OTE
  2. spiegel.de: Deutsche Telekom kauft Anteile von OTE
  3. spiegel.de: Griechische Opposition gegen deutsche OTE Beteiligung
  4. derstandard.at: Telekom Slovenije übernimmt mazedonische Cosmofon
  5. derstandard.at: Norweger ergattern Bulgarien-Sparte der Deutsche-Telekom-Tochter OTE
  6. derstandard.at: Serbien kauft Anteile an Telekom Srbija von OTE zurück
  7. infosat.de: Arabsat übernimmt griechischen Sat-Betreiber Hellas Sat