Olympische Sommerspiele 1908/Rugby

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Rugby bei den
IV. Olympischen Sommerspielen
Olympische Ringe
Rugby
Informationen
Teilnehmer: 30 Athleten
Datum: 26. Oktober
Austragungsort: Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland White City Stadium
Wettkampfort: London
Entscheidungen: 1
Paris 1900 Antwerpen 1920
Olympische Sommerspiele 1908
(Medaillenspiegel Rugby)
Platz Mannschaft Goldmedaillen Silbermedaillen Bronzemedaillen Total
01 AustralasienAustralasien Australasien 1 1
02 Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland Großbritannien 1 1

Bei den IV. Olympischen Spielen 1908 in London wurde ein Rugby-Wettbewerb ausgetragen, und zwar in der Variante Rugby Union. Australien wurde durch einen Sieg über die für England antretende Auswahl von Cornwall Olympiasieger, die Dritte gemeldete Mannschaft Frankreich zog kurzfristig zurück, so dass es lediglich zwei Platzierte gab.

Zum Turnier waren alle vier britischen Nationalmannschaften eingeladen, jedoch meldete lediglich England eine Mannschaft, während Wales, Irland und Schottland auf die Einladung zum Bewerb nicht reagierten. Von den drei eingeladenen Dominions Südafrikanische Union, Australien und Neuseeland, lehnten Neuseeland und Südafrika eine Teilnahme ab, während Australien, dessen Auswahl sich gerade auf ihrer ersten Tournee auf den britischen Inseln befand für den Bewerb meldete. Das ebenfalls für das Turnier gemeldete Frankreich zog sich kurz vor Beginn zurück.[1]

Die australische Mannschaft befand sich 1908/09 erstmals überhaupt auf einer längeren Europatournee und erwies sich dabei als überlegen. Von 31 Spielen gewannen sie deren 25, dazu kamen fünf Unentschieden. Unter anderem hatten sie die Mannschaft aus Cornwall mit 18:5, sowie die englische Nationalmannschaft 9:3 besiegt. Dagegen konnte der englische Verband wegen organisatorischer Schwierigkeiten nicht England Rugby aufbieten, da sich viele Stammspieler ironischer Weise auf einer Tournee durch Australien und Neuseeland befanden und ein Brief mit der Bitte um rechtzeitige Rückkehr diese nicht rechtzeitig erreichte. Als Ersatz wurde der amtierende Country-Meister, die Auswahl Cornwalls, aufgestellt.[1]

Am 19. Oktober wurde das einzige Olympische Spiel ausgetragen. Die Australier wurden ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht und schlugen die Engländer deutlich mit 32:3.

Nach der Rückkehr der Australier spielten 14 Mitglieder des Kaders, darunter der Capitan des Olympischen Finales Chris McKivat, eine Vorführungsspiel gegen die australische Rugby-League-Nationalmannschaft, die Kangaroos. Weil sie dafür bezahlt worden waren, wurden alle 14 vom damaligen reinen Amateur-Rugby-Union-Code ausgeschlossen und wechselten zum Rugby-League-Code.[2]

Medaillengewinner[Bearbeiten]

Männer[Bearbeiten]

Platz Land Athlet
1 AustralasienAustralasien ANZ John Barnett, Bede Smith, Phillip Carmichael, Dan Carroll, Robert Craig, Thomas Griffen, John Hickey, Malcom McArthur, Arthur McCabe, Patrick McCue, Chris McKivat, Charles McMurtrie, Sydney Middleton, Tom Richards, Charles Russell
2 Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland GBR James Davey, L. F. Dean, Edward Jackett, Richard Jackett, E. J. Jones, J. T. Jose, A. Lawrey, C. R. Marshall, Barney Solomon, Bertram Solomon, Nicholas Tregurtha, J. Trevaskis, Thomas Wedge, A. Wilcocks, Arthur Wilson
3 nicht vergeben


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Ian Buchanan: Rugby Fotball at the Olympic Games, In: Journal of Olympic History, Vol.1, No 1, Spring 1997, S. 12ff, S. 12f (pdf).
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatChris Cunneen: McKivat, Christopher Hobart (1879 - 1941). In: Australian Dictionary of Biography, Online Edition. Australian National University, 1986, abgerufen am 4. September 2009 (Digitalisiert 2006; ISSN 1833-7538).