Paula Malcomson

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Paula Malcomson (* 1970 in Belfast, Nordirland, Vereinigtes Königreich) ist eine nordirische Schauspielerin, die seit den frühen 1990er Jahren vorwiegend in US-amerikanischen Film- und Fernsehproduktionen zum Einsatz kommt. Zudem arbeitet sie sporadisch auch als Produzentin und Regisseurin von Kurzfilmen. Als Schauspielerin arbeitete sie bereits an verschiedenen oscarnominierten Filmen und an der Seite vieler bekannter Hollywood-Größen mit.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Malcomson wurde im Jahre 1970 in der nordirischen Hauptstadt Belfast geboren, wo sie auch aufwuchs und einen Großteil ihrer Schulausbildung absolvierte. Im Alter von 19 Jahren zog es die angehende Schauspielerin schließlich nach New York, wo sie hart an ihrer Schauspielkarriere arbeitete und anfangs vor allem in lokalen Theaterproduktionen eingesetzt wurde, in denen sie parallel zu ihrem Schauspielunterricht eingesetzt wurde. 1992 folgte dann mit Another Girl Another Planet ihr Filmdebüt, wobei sie in Michael Almereydas knapp einstündigen Film in der Rolle einer Barkeeperin zu sehen war. Gleich im darauffolgenden Jahr folgte im Film Tombstone die nicht minder wesentliche Rolle der Allie Earp. Danach wurde es weitgehend ruhig um die junge Schauspielerin, die sich erst wieder ab dem Jahre 1996 ins Rampenlicht begab und dabei im Film Dunston – Allein im Hotel eingesetzt wurde. Ab 1998 feierte sie schließlich ihren Durchbruch im Filmbusiness und kam ab dieser Zeit laufend in verschiedenen Filmproduktionen zum Einsatz und kam nebenbei auch zu kleineren Gastrollen in verschiedenen international ausgestrahlten Fernsehserien. Neben Einsätzen in Trance und dem Kurzfilm The Rocking Horse Winner im Jahre 1998, war die Nordirin im Jahr 1999 in The Auteur Theory und im vierfach oscarnominierten Drama The Green Mile zu sehen. Im gleichen Jahr wurde sie auch erstmals für eine Fernsehserie gebucht, wobei es bei einem Auftritt in einer Episode von Profiler blieb. Neben einem Auftritt in jeweils einer Episode der Fernsehserien Practice – Die Anwälte und Strong Medicine: Zwei Ärztinnen wie Feuer und Eis kam Paula Malcomson 2000 auch zu Auftritten in den Filmen Hamlet und Baby – Glück auf Zeit. Im nachfolgenden Filmjahr trat sie erneut in einem oscarnominierten Film in Erscheinung, als sie in A.I. – Künstliche Intelligenz zu sehen war. Im gleichen Jahr hatte sie auch einen Kurzauftritt in der nur kurzlebigen Fernsehserie UC: Undercover. In den beiden folgenden Jahren kam sie unter anderem in Serien wie Providence, Star Trek: Enterprise, New York Cops – NYPD Blue und Six Feet Under – Gestorben wird immer in jeweils einer Folge zum Einsatz und war auch in den beiden prämierten Kurzfilmen Quintessence und June & Orlando im Einsatz. Nachdem sie bis zu dieser Zeit vorwiegend in Filmproduktionen mitgewirkt hatte und nur zu sporadischen Kurzeinsätzen in Fernsehserien kam, feierte sie schließlich ab 2004 ihren eigentlichen Durchbruch im Fernsehen. Dabei wurde sie anfangs für die Rolle der Trixie in der US-Fernsehserie Deadwood gecastet und war in dieser Rolle bis 2006 in allen 36 Episoden zu sehen. Dies verschaffte ihr nicht nur zunehmende internationale Bekanntheit, sondern auch eine Nominierung für einen Screen Actors Guild Award in der Kategorie „Bestes Schauspielensemble in einer Fernsehserie – Drama“ bei der Verleihung 2007, wo sie als Teil eines 22-köpfigen Ensembles nominiert wurde.

Nachdem sie sich von 2004 bis 2006 vorwiegend um ihr Engagement bei der HBO-Serie Deadwood gekümmert hatte, wurde sie erst mit dem Auslaufen der Serie mit anderen namhaften Serien in Verbindung gebracht. So wurde die Nordirin, die unter anderem den 2003 veröffentlichten und für einen Filmpreis nominierten Kurzfilm Tilt finanziell unterstützt hat und zudem 2005 in den Credits von William Eggleston in the Real World auftauchte, unter anderem 2006 in zwei Episoden von Lost eingesetzt, wo sie in der wiederkehrenden Rolle der Colleen Pickett, der Frau von Danny Pickett (gespielt von Michael Bowen), zu sehen war. Zudem arbeitete sie 2006 als Ausführende Produzentin am knapp neunminütigen Kurzfilm Like Old Times und wurde zudem für eine wiederkehrende Rolle ins Team von Emergency Room – Die Notaufnahme, wo man sie bis 2007 in acht verschiedenen Episoden sah. Davon nicht genug, kam sie in der Folgezeit immer häufiger zu Engagements in zahlreichen namhaften Fernsehserien, wobei, hingegen ihrer Frühzeit als Schauspielerin, ihre Einsätze in Filmen stark zurückgingen und sie in solchen nur sporadisch zum Einsatz kam. 2007 folgten Auftritte in jeweils einer Episode von Cold Case – Kein Opfer ist je vergessen und Criminal Minds, eine wiederkehrende Rolle als Jerri in John from Cincinnati (fünf Episoden), sowie Engagements in den Kurzfilmen The Death Strip und Nonplussed. 2008 trat sie beim Kurzfilm In the A.M. of Dec. 26th at Mickey’s (on the Corner of Cunningham & Kongosak in Barrow) sowohl als Filmproduzentin als auch als Filmregisseurin in Erscheinung. Nach verhältnismäßig wenigen Premieren im Jahre 2008 (eine Episode von Law & Order: Special Victims Unit und der Kurzfilm A Woman in the West) schaffte es Malcomson im Mai 2008 als erste Hauptrolle in den Cast des Battlestar-Galactica-Prequels Caprica[1][2] und war ab 2009 bereits wieder bei mehreren Projekten im Einsatz. So war sie in diesem Jahr unter anderem im Kurzfilm Morning After zu sehen und hatte zudem auch eine Gastrolle in CSI – Den Tätern auf der Spur. Außerdem wurde ab diesem Jahr das Prequel Caprica ausgestrahlt, in der die Nordirin bis 2010 in allen 18 Episoden die Rolle der Amanda Graystone innehatte. Weiters mimte sie 2010 in drei Episoden von The Event den Charakter Madeline Jackson und war zudem in zehn Episoden von Sons of Anarchy als Maureen Ashby zu sehen.[3] 2011 folgten Auftritte in jeweils einer Folge der Serien Lie to me, Private Practice, Fringe – Grenzfälle des FBI und Law & Order: LA.

2011 wurde Malcomson für eine Nebenrolle in dem Film Die Tribute von Panem – The Hunger Games gecastet[4] und wirkte auch 2013 in dessen Fortsetzung Die Tribute von Panem – Catching Fire mit. Darin spielt sie, wie schon in Cold Case - Kein Oper ist je vergessen die Mutter von Jennifer Lawrence.

Synchronisation[Bearbeiten]

In deutschsprachigen Synchronfassungen wird Paula Malcomson häufig von Irina von Bentheim gesprochen, so unter anderem in den Serien Deadwood, Lost und Cold Case – Kein Opfer ist je vergessen. Weitere deutschsprachige Synchronsprecher von Malcomson waren unter anderem Karin David in The Green Mile, Victoria Sturm in Criminal Minds oder Claudia Lössl in Caprica.

Filmografie[Bearbeiten]

Filmauftritte (auch Kurzauftritte)
Serienauftritte (auch Gast- und Kurzauftritte)
Arbeiten als Produzentin und Regisseurin

Nominierungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Two cast in Sci Fi's 'Warehouse' – Paula Malcomson tapped for 'Caprica' (Web-Archive; englisch), abgerufen am 11. September 2011
  2. Erste "Caprica"-Rolle gecastet: "Deadwood"-Star spielt Amanda, abgerufen am 11. September 2011
  3. Grading the 7 Most Successful Post-Show Careers of "Deadwood" and "The Wire" Alumni (englisch), abgerufen am 11. September 2011
  4. 'The Hunger Games': Paula Malcomson cast as Katniss Everdeen's mother (englisch), abgerufen am 11. September 2011