Philipp Ludwig (Schleswig-Holstein-Sonderburg-Wiesenburg)

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Philipp Ludwig von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Wiesenburg (* 27. Oktober 1620 in Beck; † 10. März 1689 in Schneeberg) war erster Herzog von und Begründer der Linie Schleswig-Holstein-Sonderburg-Wiesenburg. Sein Familienzweig des Hauses Schleswig-Holstein-Sonderburg benannte sich nach dem in der Nähe von Zwickau liegenden Schloss Wiesenburg.

Leben[Bearbeiten]

Philipp Ludwig war der jüngste Sohn des Herzogs Alexander von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1573-1627) aus dessen Ehe mit Dorothea (1579-1639), Tochter des Grafen Johann Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen.

Philipp Ludwig lebte zunächst an verschiedenen Höfen in Hessen. 1663 erwarb er vom sächsischen Kurfürsten Johann Georg II., zu dem er in sehr guter Beziehung stand, die Herrschaft Wiesenburg mit der Burg sowie die Stadt Kirchberg und 20 Dörfern. Burg Wiesenburg wurde zum Sitz des Herzogs und gab seiner Linie den Namen.

Im Jahr 1668 bestellte er Johann Winckler zur Erziehung seiner Söhne nach Wiesenburg. Durch Förderung des Bergbaus in Schneeberg und Neustädtel wurde Philipp Ludwig vermögend und ließ die Burg Wiesenburg umfassend sanieren und umbauen.

Unter dem Gesellschaftsnamen Der Wohlgeartete wurde er als Mitglied in die Fruchtbringende Gesellschaft aufgenommen.

Bis 1672 war Philipp Ludwig kaiserlicher Feldmarschallleutnant in einem Kürassier-Regiment. Im Jahr 1675 verkaufte er Burg und Amt Wiesenburg an seinen ältesten Sohn. Philipp Ludwig erwarb 1686 Oberkotzau und lebte vor seinem Tod bei seinem Freund Veit Hans Schnorr von Carolsfeld in Schneeberg.

Ehen und Nachkommen[Bearbeiten]

Seine erste Ehe schloss er am 15. November 1643 in Lemgo mit Katharina (1612–1649), Tochter des Grafen Christian von Waldeck-Wildungen. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor:

∞ 1. 1661 Graf Georg Ludwig von Sinzendorf (1616–1681)
∞ 2. 1682 Graf Ludwig von Rabutin (1641–1716)

Seine zweite Ehefrau Anna Margarete (1629–1686), Tochter des Landgrafen Friedrich I. von Hessen-Homburg, heiratete er am 5. Mai 1650 in Homburg. Mit ihr hatte er folgende Kinder:

  • Friedrich, Herzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Wiesenburg (1651–1724)
∞ 1672 (geschieden 1680) Prinzessin Charlotte von Liegnitz-Brieg-Wohlau (1652–1707)
∞ 1676 Herzog Moritz von Sachsen-Zeitz (1619–1681)
∞ 1674 Fürst Maximilian II. von und zu Liechtenstein (1641–1709)
  • Christine Amalie (1656–1666)
  • Anna Wilhelmine (*/† 1657)
  • Johann Georg (*/† 1658)
  • Leopold Georg (*/† 1660)
  • Wilhelm Christian (1661–1711)
  • Friederike Luise (1662–1663)
  • Magdalene Sophie (1664–1720)
  • Anna Friederike Philippine (1665–1748)
∞ 1702 Herzog Friedrich Heinrich von Sachsen-Zeitz (1668–1713)
  • Kind (*/† 1666)
  • Johanne Magdalene Luise (1668–1732)

Zum dritten Mal heiratete er in Greiz am 28. Juli 1688 Magdalene Christine (1652–1697), Tochter des Grafen Heinrich I. von Reuß zu Obergreiz. Diese Ehe blieb kinderlos.

Literatur[Bearbeiten]