Kirchberg (Sachsen)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Landkreis: | Zwickau | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Kirchberg | |
| Höhe: | 349 m ü. NN | |
| Fläche: | 39,58 km² | |
| Einwohner: |
8617 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 218 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 08107 | |
| Vorwahlen: | 037602 (außer Stangengrün) | |
| Kfz-Kennzeichen: | Z, GC, HOT, WDA | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 5 24 130 | |
| Stadtgliederung: | Kernstadt; 6 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Neumarkt 2 08107 Kirchberg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Dorothee Obst (FWV) | |
| Lage der Stadt Kirchberg im Landkreis Zwickau | ||
Kirchberg, die Stadt der sieben Hügel, ist eine Kleinstadt im Süden des Landkreis Zwickau am Westrand des Erzgebirges. Im Rödelbachtal gelegen und umrandet von sieben Bergen, liegt Kirchberg ca. 10 km Luftlinie südlich von Zwickau.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Geographische Lage [Bearbeiten]
Kirchberg liegt im Tal des Rödelbachs in einer Höhenlage: von 350 m bis 533 m ü. NN und ist umgeben von sieben Bergen (Borberg 435 m; Geiersberg 426 m; Kreuzhübel 428 m; Krähenberg 441 m; Quirlsberg 398 m; Kratzberg 478 m; Schießhausberg 440 m)
Geologie [Bearbeiten]
- Die Stadt liegt auf dem Kirchberger Granitmassiv.
Ausdehnung des Stadtgebiets [Bearbeiten]
- Nord – Süd: ca. 6 km (inklusive Ortsteilen)
- Ost – West: ca. 6 km (inklusive Ortsteilen)
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Angrenzende Gemeinden sind Crinitzberg, Hartmannsdorf bei Kirchberg, Hirschfeld, Langenweißbach und die Städte Wildenfels und Wilkau-Haßlau im Landkreis Zwickau sowie Steinberg und die Städte Lengenfeld und Rodewisch im Vogtlandkreis.
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Zur Stadt zählen neben Kirchberg selbst die Ortsteile Burkersdorf, Cunersdorf, Saupersdorf, Wolfersgrün, Leutersbach und Stangengrün
Geschichte [Bearbeiten]
Erste Besiedlungen der Gegend zwischen dem Borberg und dem Geiersberg fanden um 1180 und 1212 statt. Der Name Kirchberg leitet sich vom Standort der 1242 geweihten St. Margarethen Kapelle her. Die Stadtrechte wurden um 1310 an Kirchberg verliehen. Der wichtigste Erwerbszweig, das Tuchmacherhandwerk ist seit dem 16. Jahrhundert in Kirchberg angesiedelt. Ein bescheidener Bergbau setzte 1710 um den Geiersberg ein, wurde aber schon 1723 wegen Erfolglosigkeit eingestellt. Kirchberg gehörte bis 1843 zur Herrschaft Wiesenburg. Diese wurde 1843 ein Teil des Amtes Kirchberg und in der Stadt wurde ein Amtsgericht eingerichtet. 1856 wurde aus einem Teil des Amtes Kirchberg das Gerichtsamt Kirchberg gebildet, welches 1875 in der Amtshauptmannschaft Zwickau aufging. Von 1881 bis 1973 hatte Kirchberg durch die Schmalspurbahn Wilkau-Haßlau–Carlsfeld Anschluss an das sächsische Schienennetz. Das Plattenbaugebiet Kirchberg-West entstand ab dem Jahr 1983.
Religionen [Bearbeiten]
Die beiden evangelisch-lutherischen Kirchgemeinden St. Margarethen Kirchberg und St. Katharinen in Burkersdorf bilden ein Kirchspiel. Weiterhin gibt es in Kirchberg eine evangelisch-methodistische Gemeinde, die Landeskirchliche Gemeinschaft und eine evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Brüdergemeinde). Auf dem Neumarkt befindet sich die römisch-katholische Kirche Maria Königin des Friedens.
Die Marienkirchgemeinde Stangengrün bildet ein Kirchspiel mit den Nachbargemeinden in Wildenau und Obercrinitz.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
- Burkersdorf: 1. August 1973[2]
- Wolfersgrün: 1. Januar 1996[3]
- Leutersbach: 1. Juli 1996[3]
- Saupersdorf: 1. Januar 1997[4]
- Stangengrün: 1. Januar 1997[4]
- Cunersdorf: 1. Januar 1999[5]
Entwicklung der Einwohnerzahl [Bearbeiten]
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ab 1960: Stand jeweils 31. Dezember) außer 2007 (Stand 31. Juli)
Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen
Gedenkstätten [Bearbeiten]
Im Eingangsbereich der Grundschule „Ernst Schneller“ ist eine Gedenktafel angebracht zur Erinnerung an den kommunistischen Lehrer und Reichstagsabgeordneten Ernst Schneller, der 1944 im KZ Sachsenhausen ermordet wurde.
Politik [Bearbeiten]
Die Stadt ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Kirchberg.
Stadtrat [Bearbeiten]
Die Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 ergab folgende Sitzverteilung:
Bürgermeister [Bearbeiten]
Wolfgang Becher (parteilos)
Wappen [Bearbeiten]
„Seit wann Kirchberg ein Stadtwappen führt ist nicht genau bekannt. Das erste überlieferte Stadtwappen zeigt drei Holztürme und könnte aus dem 14. Jh. stammen. Bis ins 19. Jh. wechseln die Turmformen, aber immer versinnbildlichen sie die drei nach 1830 zerstörten Stadttortürme. Beim Wiederaufbau des Rathauses 1852 wurde ein Stadtwappen an der Fassade als Halbrelief angebracht. Es entspricht der Form von 1394 und ziert bis heute Kirchbergs Fahnen, Briefbögen, Stempel und Siegel. Die 3 Berge scheinen den Borberg (435 m ü. HN), Geiersberg (426 m ü. NN) und Schießhausberg (440 m ü. NN) zu symbolisieren. Es sind die Berge, die das im Rödelbachtal gelegene Stadtzentrum in einem Dreieck einschließen.“
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Kirchberg unterhält eine Städtepartnerschaft mit Sendenhorst in Nordrhein-Westfalen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Vereine [Bearbeiten]
- Erzgebirgischer Heimatverein Kirchberg e. V.
- Erzgebirgszweigverein Kirchberg e. V.
- Männergesangverein „Rödeltal“ Kirchberg e. V.
- Männergesangverein „ARION 1898“ Saupersdorf e. V.
- Dorf- und Heimatverein Cunersdorf e. V.
Bauwerke [Bearbeiten]
- Die barocke Stadtkirche St. Margareth stammt von 1764 und ist mit spätgotischen Elementen ausgestattet.
- Die St.-Marien-Kirche Stangengrün wurde im 15. Jahrhundert erbaut.
- Die St.-Katharinen-Kirche Burkersdorf beherbergt die älteste noch läutende Glocke Sachsens.
- Borberg Aussichtsturm mit Anton-Günther-Berghaus
- Katholische Kirche "Maria Königin des Friedens" mit Kirchenfenstern des Künstlers Norbert Marten, 1997, Neumarkt
Naturdenkmäler [Bearbeiten]
Auf dem Borberg befindet sich eine neunstämmige Buche.
Sport [Bearbeiten]
- SV 1861 Kirchberg e. V.
- ESV Lokomotive Kirchberg e. V.
- SV Rödeltal 1950 e. V.
- 1. Tennisclub Kirchberg e. V.
- Schachklub Kirchberg/Sa. e. V.
- 1. RC-Modellsportclub Kirchberg e. V.
- Motorradclub „Kirchberger Linksfahrer“ e.V.
- Tauchclub TC"NEPTUN" Kirchberg e.V. am Steinbruch Pinkfoss
- LV Olympia Kirchberg
Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]
- Stadtfest - Dorffeste
- Borgbergfest
- Oldtimertreffen
- Frühlings- und Weihnachtskonzerte im Christoph-Graupner-Gymnasium
- Weihnachtsmarkt
- Linksfahrer Treffen (jedes 3. August-Wochenende im Jahr)
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
- Autobahnanschluss an Bundesautobahn 72 (Zwickau-Ost, Zwickau-West ca. 10 km)
- Bundesstraße 93: ca. 3 km östlich
- Busverbindungen Richtung Zwickau
- nächster Bahnhof Wilkau-Haßlau: ca 7 km (Bahnstrecke Zwickau–Schwarzenberg)
Durch Kirchberg verlief von 1881 bis 1973 die Schmalspurbahn Wilkau-Haßlau–Carlsfeld. Im heutigen Stadtgebiet hatte sie je einen Bahnhof und einen Haltepunkt in Cunersdorf und Kirchberg, sowie zwei Bahnhöfe in Saupersdorf. Zeugen sind bis heute der Bahnhof Kirchberg (Sachs), eine Eisenbrücke über den Rödelbach (Sonnenbrücke) beim ehemaligen Haltepunkt Kirchberg und einen Eisenbahnpfad am Rödelbach auf der alten Trasse im Stadtgebiet Kirchbergs.
Ansässige Unternehmen [Bearbeiten]
- Behr Kirchberg GmbH, größter Arbeitgeber
Bildung [Bearbeiten]
- Grundschule „Ernst Schneller“
- Europaschule Christoph-Graupner-Gymnasium
- Mittelschule „Dr. Theodor Neubauer“
- Sperlingsbergschule (Schule zur Lernförderung)
Gesundheitswesen [Bearbeiten]
- Das Krankenhaus fusionierte 2012 mit dem Heinrich-Braun-Klinikum Zwickau. Es ist ein Krankenhaus der Regelversorgung in öffentlicher Hand mit 140 Betten.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Christoph Graupner (1683–1760), Musiker und Komponist. Nach ihm ist auch das in Kirchberg ansässige Gymnasium benannt.
- Robert Seidel (1850–1933), Politiker, nahm am Gründungskongress der SPD teil. Nach ihm ist eine Straße in Kirchberg benannt.
- Friedrich Maximilian Bergfeld (1864–1934), Volksschullehrer und Mundartdichter des Erzgebirges
Persönlichkeiten mit Bezug zum Ort [Bearbeiten]
- Julius Kell (1813–1849), 1836–1841 Schulrektor, Abgeordneter im Sächsischen Landtag
- Ferdinand Querner (1816–1880), Politiker, Abgeordneter im Sächsischen Landtag, Bürgermeister von Kirchberg
- Albert Sixtus (1892–1960), Kinder- und Jugendbuchautor (" Die Häschenschule")
- Gertrud Drechsler (1896–1984), Mundartdichter des westlichen Erzgebirges
- Algimantas Dailidė (* 1921), NS-Kriegsverbrecher, lebt seit 2003 im Ort
- Marion Hallbauer (* 1957), Illustratorin, Grafikerin und Malerin
- Sven Günther (* 1974), Fußballspieler, der seine Karriere bei der TSG Kirchberg begann
- Marie-Elisabeth Hecker (* 1987), Cellistin, gewann 2005 den 1. Preis beim Rostropowitsch-Wettbewerb
Literatur [Bearbeiten]
- Decker, Johannes: Chronik der Stadt Kirchberg in Sachsen. Horb am Neckar: Geiger 2000, ISBN 3-89570-671-X
- Gündel, Johannes: Stangengrün: genealogische Entwicklung einer Bauerngemeinde im Kreis Zwickau/Sachsen 1460 - 1800. Neustadt an der Aisch: Degener 1988 (= Schriftenreihe der Stiftung Stoye der Arbeitsgemeinschaft für Mitteldeutsche Familienforschung 17/18), ISBN 3-7686-4117-1
- Lorenz, Karl: Familienbuch für die Stadt und die Kirchgemeinde Kirchberg/Krs. Zwickau vom 16. - 20 Jahrhundert. Leipzig: Deutsche Zentralstelle für Genealogie 1994 (= Schriften der Deutschen Zentralstelle für Genealogie in Leipzig 7) - 25 Teilbände, einschließlich einem Registerband. Kopien der Familienverkartung. - Nicht im Buchhandel. Kopien im Pfarrarchiv Kirchberg und in der Deutschen Zentralstelle für Genealogie.
- Moritz Alexander Zille: Julius Kell, eine Lebensskizze, Grimma und Leipzig 1850
Weblinks [Bearbeiten]
- Seite der Stadt Kirchberg
- Kirchberg im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
- ↑ Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
- ↑ a b StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1996
- ↑ a b StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1997
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
- ↑ http://www.statistik.sachsen.de/wpr_neu/pkg_w04_ver.prc_ver?p_bz_bzid=GR09&p_ebene=GE&p_ort=14524130
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