Schneeberg (Erzgebirge)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Schneeberg
Schneeberg (Erzgebirge)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Schneeberg hervorgehoben
50.59416666666712.645555555556470Koordinaten: 50° 36′ N, 12° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Erzgebirgskreis
Höhe: 470 m ü. NHN
Fläche: 23,34 km²
Einwohner: 14.353 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 615 Einwohner je km²
Postleitzahl: 08289
Vorwahl: 03772
Kfz-Kennzeichen: ERZ, ANA, ASZ, AU, MAB, MEK, STL, SZB, ZP
Gemeindeschlüssel: 14 5 21 530
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
08289 Schneeberg
Webpräsenz: www.schneeberg.de
Bürgermeister: Frieder Stimpel (CDU)
Lage der Stadt Schneeberg im Erzgebirgskreis
Sachsen Amtsberg Annaberg-Buchholz Aue Auerbach (Erzgebirge) Bad Schlema Bärenstein (Erzgebirge) Lauter-Bernsbach Bockau Börnichen/Erzgeb. Borstendorf Breitenbrunn/Erzgeb. Burkhardtsdorf Crottendorf Deutschneudorf Drebach Ehrenfriedersdorf Eibenstock Elterlein Lugau/Erzgeb. Gelenau/Erzgeb. Geyer Gornau/Erzgeb. Gornsdorf Großolbersdorf Großrückerswalde Grünhain-Beierfeld Grünhainichen Heidersdorf Hohndorf Zwönitz Jahnsdorf/Erzgeb. Johanngeorgenstadt Jöhstadt Königswalde Lauter-Bernsbach Pockau-Lengefeld Lößnitz (Erzgebirge) Lugau/Erzgeb. Marienberg Mildenau Neukirchen/Erzgeb. Niederdorf (Sachsen) Niederwürschnitz Oberwiesenthal Oelsnitz/Erzgeb. Olbernhau Pfaffroda Pockau-Lengefeld Raschau-Markersbach Scheibenberg Schlettau Schneeberg (Erzgebirge) Schönheide Schwarzenberg/Erzgeb. Sehmatal Seiffen/Erzgeb. Stollberg/Erzgeb. Stützengrün Tannenberg Thalheim/Erzgeb. Thermalbad Wiesenbad Thum Wolkenstein (Erzgebirge) Marienberg Zschopau Zschorlau ZwönitzKarte
Über dieses Bild
Blick auf Schneeberg

Schneeberg ist eine Stadt im sächsischen Erzgebirgskreis. Sie hat etwa 15.000 Einwohner und gehört zum Städtebund Silberberg.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Schneeberg liegt an der Silberstraße im oberen Westerzgebirge. Weithin sichtbar ist die markante St. Wolfgangskirche. Der Stadtkern liegt auf dem 470 m ü. NN hohen Schneeberg, der der Stadt ihren Namen gab. Im Stadtgebiet befinden sich außerdem der Wolfsberg und der Mühlberg (520 m), welche zusammen mit dem Schneeberg im Wappen der Stadt zu finden sind. Zu den umliegenden Erhebungen gehören im Osten der Gleesberg (593 m) und im Norden der Keilberg (557 m).

Nachbarorte[Bearbeiten]

Weißbach Wildbach
Hartmannsdorf bei Kirchberg Nachbargemeinden Bad Schlema
Hundshübel Zschorlau Neudörfel

Nachbargemeinden von Schneeberg sind im Erzgebirgskreis die Ortsteile Wildbach und Oberschlema der Gemeinde Bad Schlema, der Stadtteil Neudörfel der Großen Kreisstadt Aue, die Gemeinde Zschorlau und der Ortsteil Hundshübel der Gemeinde Stützengrün. Nachbargemeinden im Landkreis Zwickau sind die Gemeinde Hartmannsdorf und die Ortsteile Weißbach und Langenbach der Gemeinde Langenweißbach.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Bergstadt Schneeberg besteht aus den Stadtteilen Schneeberg, Neustädtel, Griesbach und dem Ortsteil Lindenau. Der Stadtteil Schneeberg unterteilt sich in die Altstadt, die Siedlung des Friedens, die Keilbergsiedlung, das Wohngebiet Griesbacher Hang, den Mühlberg und den Wolfsberg. Weniger gebräuchliche Viertel sind Claußberg und Rosenthal. Neustädtel unterteilt sich in die Altstadt, das Wohngebiet Wolfgangmaßen und das Wohngebiet Am Sommerberg. Die historischen Viertel der Stadt Schneeberg von 1471 bestanden aus Fundgrubenviertel, Kirchenviertel, Mühlviertel und Hospitalviertel.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960: Stichtag 31. Dezember):

  • 1834 – 6.912
  • 1946 – 13.602(1)
  • 1950 – 32.932(2)
  • 1960 – 21.561
  • 1971 – 20.889
  • 1981 – 21.174
  • 1984 – 22.318
  • 2002 – 17.622(3)
  • 2003 – 17.258(3)
  • 2004 – 16.541(3)
  • 2005 – 16.632(3)
  • 2006 – 16.295(3)
  • 2007 – 15.926(3)
  • 2008 – 15.636(3)
  • 2009 – 15.552(3)
  • 2010 – 15.352
  • 2012 – 14.432
  • 2013 – 14.353
(1) 29. Oktober
(2) 31. August
(3) Angaben durch den Stadtchronisten der Bergstadt Schneeberg

Religionen[Bearbeiten]

In Schneeberg gibt es zahlreiche Glaubensgemeinschaften:

in der Bergstadt Schneeberg:

  • ev.-luth. Kirchgemeinde St. Wolfgang
  • Landeskirchliche Gemeinschaft Schneeberg
  • ev.-meth. Kirche (Auferstehungskirche)
  • Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Schneeberg (Baptisten)
  • röm.-kath. Kirche St. Pius X.
  • Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten

im Ortsteil Lindenau:

  • Landeskirchliche Gemeinschaft Lindenau

in der Bergstadt Neustädtel:

  • ev.-luth. Kirchgemeinde Zu unserer lieben Frauen (mit Lindenau und Wolfgangmaßen)
  • Landeskirchliche Gemeinschaft Neustädtel
  • ev.-meth. Kirche (Erlöserkirche)
  • Evangelische Christengemeinde Elim

im Ortsteil Griesbach:

  • ev.-luth. Kirchgemeinde St. Martin und St. Georg
  • Neuapostolische Kirche

Geschichte[Bearbeiten]

Schneeberg um 1650
Der Schneeberger Markt um 1835, das barocke Rathaus brannte 1849 ab und wurde 1851/52 im neogotischen Stil neu erbaut.
Bergparade zum Bergstreittag 1957

Die über 500-jährige Geschichte Schneebergs ist vor allem vom Bergbau geprägt, dem die Stadt ihre Gründung am 6. Februar 1471 verdankt. Der ursprüngliche Silberbergbau wich seit Mitte des 16. Jahrhunderts dem Abbau von Cobalt und Bismut.

Berggeschrey und Stadtgründung[Bearbeiten]

Bereits 1453 wird ein Bergwerk uff dem Sneberge bie Zcwickau erwähnt.[5] Der ursprünglich auf Zinn, Eisen und Kupfer gerichtete Bergbau erlangte an Bedeutung, als im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts reiche Silberfunde ein Berggeschrey auslösten. Das erste Silber wurde Luciae 1470 in der Neuen Fundgrube erschürft. In kurzer Zeit entstanden in den Folgejahren zahlreiche neue Gruben, aus denen sich zusammen mit den benachbarten Wohngebäuden eine wildwachsende Streusiedlung entwickelte. 1477 wurden bereits 153 Gruben namentlich genannt.[6] Im gleichen Jahr erfolgte der „Große Silberfund“ im Feld der Alten Fundgrube. Hier wurden etwa 14  Tonnen Silber abgebaut. Die von den Chronisten überlieferte Menge von 400 Zentnern Silber wird heute durchaus kritisch und kontrovers gesehen.[7][8] Bis 1483 wurden allein aus der Neuen, der Alten Fundgrube und der Grube St. Georg über 70 Tonnen Silber gewonnen.[9] 1481 wurde die Bergbausiedlung auf dem Schneeberg zur freien Bergstadt erhoben.

Wegen der großen auf dem Schneeberg geförderten Silbermengen und da die Silberförderung weiter anhielt, gründete Herzog Albrecht 1483 die Schneeberger Münze. Die hier geprägten Groschen blieben bis zum Beginn der Zinsgroschenprägung 1496 offizielle Hauptwährung, denn sie hatten auch außerhalb der Landesgrenzen hohes Ansehen. Zum Beispiel wurden sie noch 1496 von Wolf Veytlein in Würzburg anlässlich einer Münzprobe als „Schneeberger silberrein Gröschlein“ bezeichnet.[10] Die Zinsgroschen sowie auch die vorher in Schneeberg und Zwickau geprägten Bartgroschen dienten der Vorbereitung der in Annaberg und wahrscheinlich auch in Wittenberg geprägten ersten silbernen Gulden (Taler).

Im Jahr 1483 wurde unter Berghauptmann Heinrich von Starschedel auf einem alten Zinnseifengelände mit dem Bau des Filzteiches begonnen. Er wurde 1485 vollendet und diente als Aufschlagwasserreservoir der Schneeberger Zechen. Nach dem Abbau des reichen Erzkörpers auf dem Schneeberg war die Silbergewinnung rückläufig und pegelte sich ab 1486 auf 1 bis 2 Tonnen Silber jährlich ein. Diese Fördermenge hielt bis 1518 an. 1496 wollten die Grubenbesitzer den Wochenlohn der Bergleute um 10 Prozent kürzen, 1498 sollten die Löhne erneut gekürzt werden. In beiden Fällen konnten die Bergleute mit zwei großen Aufständen die Lohnkürzung verhindern. Aus diesem Anlass wird seitdem jährlich im Juli mit einer Bergparade der Schneeberger Bergstreittag begangen.[11] 1503 begann die Auffahrung des Marx-Semler-Stollns, der sich zum wichtigsten Entwässerungsstollen der Schneeberger Gruben entwickelte. Über mehrere Jahrhunderte erreichte das System des Stollns (mit allen Verzweigungen) eine Länge von über 220 Kilometern.

Einen deutlichen Ausdruck fand der reiche Bergsegen im Bau der St.-Wolfgangs-Kirche, die zwischen 1516 und 1540 als eine der großen spätgotischen Hallenkirchen in Sachsen entstand. Die 60 Meter hohe Kirchenhalle und der 72 Meter hohe Turm gelten als Wahrzeichen Schneebergs. Im Jahre 1533 setzte sich die ab 1523 beginnende Reformation durch und die Kirche wurde evangelisch-lutherisch.

Entwicklung nach der Reformation[Bearbeiten]

Im 16. Jahrhundert hatte das Schneeberger Revier mit Holzmangel zu kämpfen. Das Holz für den Bergbau musste mühselig über die Zwickauer Mulde nach Aue geflößt und von dort mit Pferdefuhrwerken nach Schneeberg gebracht werden. Eine Erleichterung brachte ab 1559 die Fertigstellung des 15,3 km langen Floßgrabens vom Rechenhaus in Bockau an der Mulde über Neudörfel, Aue zum Zechenplatz in Oberschlema.

Das Silberausbringen der Gruben ging im 16. Jahrhundert immer weiter zurück und wurde zunehmend von der Förderung von Kobalterzen abgelöst. Im Jahr 1570 verfügte Kurfürst August die Schließung der Schneeberger Münze und anderer Landesmünzstätten zugunsten der Münzstätte Dresden. Das Schneeberger Revier entwickelte sich bis zum 19. Jahrhundert zum weltweit bedeutendsten Fund- und Abbauort von Kobalterzen.[12] Die Verarbeitung erfolgte in Blaufarbenwerken, in denen aus den Erzen die Farbe Kobaltblau gewonnen wurde. Diese Farbe zierte unter anderem das Meißener Porzellan.

Ein großes Feuer zerstörte am 13. August 1719 fast die gesamte Stadt. Beim Wiederaufbau blieb der Stadtgrundriss der alten Bergstadt im Wesentlichen erhalten. Die Gebäude wurden im zeitgemäßen Barockstil neu errichtet, weshalb Schneeberg auch den Namen „Barockstadt des Erzgebirges“ trägt.[13] Zu den sehenswertesten Häusern dieser Zeit zählen das Schmeilhaus (1720/21), das Fürstenhaus (1721) und das Bortenreuther Haus (1724/25). Der Bereich der historischen Altstadt wird seit 1991/92 mit Fördermitteln des Städtebaulichen Denkmalschutzes saniert.

Zeitalter der Industrialisierung bis zum Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]

Der Bergbau konzentrierte sich im 19. Jahrhundert auf die Gewinnung von Nickel- und Wismuterzen. Der Kobaltabbau hatte mit beginnender Herstellung von synthetischem Ultramarin seit den 1830er/1840er Jahren an Bedeutung verloren. Bereits 1823 erfand Ernst August Geitner in Schneeberg das Argentan, auch Neusilber genannt, aus einer Mischung von Nickel, Kupfer und Zink. Damit ergab sich für das in den Schneeberger Erzen in größeren Mengen vorkommende Nickel erstmals eine Verwendung. Wegen des silbernen Glanzes wurde Argentan bevorzugt für Essbestecke und Beschläge verwendet. Geitner richtete 1829 im Nachbardorf Auerhammer die erste Argentanfabrik Europas mit Walzwerk ein, die viele Jahre erfolgreich produzierte.

Am 19. September 1859 wurde die Schlematalbahn eröffnet, die Schneeberg mit Schlema verband. Nachdem sich die Schienen der Bahnlinie um insgesamt einen Meter gesenkt hatten, wurde am 7. April 1952 erst der Personenverkehr und ab 1. August 1952 der komplette Bahnbetrieb zwischen Oberschlema und Schneeberg durch die Deutsche Reichsbahn eingestellt und die Strecke abgebrochen. Eine von Schneeberg aus geplante Verlängerung in Richtung Vogtland kam nie zur Ausführung.

Infolge Erschöpfung der Lagerstätten verlor der Bergbau nach 1900 stark an Bedeutung und wurde 1932 gänzlich eingestellt. Im Zuge der nationalsozialistischen Autarkiepolitik erfolgte kurze Zeit später eine Wiederbelebung und zwischen 1933 und 1945 wurde ein hochsubventionierter Abbau von Wismut-, Kobalt- und Nickelerzen betrieben. In diese Zeit fällt auch die 1939 erfolgte zwangsweise Eingemeindung der Bergstadt Neustädtel nach Schneeberg. Für den neuen Stadtteil war bis 1989 der Name Schneeberg II gebräuchlich. Am 19. April 1945 erfolgte ein Bombenangriff auf Schneeberg, dem die St. Wolfgangskirche zum Opfer fiel. Sie brannte aus, die Gewölbe stürzten später ein. Das ehemalige Fürsten- oder Bachsche Haus brannte ebenfalls aus und wurde 1954 bis 1957 wieder aufgebaut, ebenso das zerstörte Nachbarhaus.[14]

Entwicklung ab 1945[Bearbeiten]

Durch die SAG/SDAG Wismut wurde in Schneeberg (Objekt 03) zwischen 1946 und 1956 Bergbau auf Uran betrieben. Das in den Schneeberger Gruben vorkommende Uran war von den Bergleuten über Jahrhunderte hinweg als nutzlos auf Halde geworfen wurden. Die durch das Einatmen des radioaktiven Edelgases Radon und seiner ebenfalls radioaktiven Zerfallsprodukte verursachten Krankheiten und Todesfälle wurden als Schneeberger Krankheit bekannt. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Krankheit als Lungenkrebs identifiziert. Dabei handelt es sich um eine besondere Form des Lungenkrebses, der durch Inhalation von Radon auftritt. Erstmals wurde diese Tumorform bei Schneeberger Bergleuten beschrieben.[15] Nach dem Ende der Wismutaktivitäten im Jahr 1956 endete der Schneeberger Bergbau im März 1957. Insgesamt wurden im Laufe der Jahrhunderte in Schneeberg etwa 250 Tonnen Feinsilber, 77.500 Tonnen Wismut- und Kobalterze und rund 210 Tonnen Uran gewonnen.[16]

Mit dem Uranbergbau stieg die Einwohnerzahl der Stadt rasch an, sodass Schneeberg von 1952 bis 1958 den Status einer kreisfreien Stadt innehatte. Zwischen 1951 und 1958 wurden Lindenau, Griesbach, Radiumbad Oberschlema und Niederschlema in den Stadtkreis integriert. Ab 1958 gehörte Schneeberg wieder zum Kreis Aue, wobei die Gemeinden Lindenau und das vereinigte Schlema ausgegliedert wurden.

1953 erhielt die Stadt eine Volkssternwarte. In den 1960er Jahren begann der Bau der Siedlung des Friedens, der Clara-Zetkin-Siedlung (sie gehört heute zu Bad Schlema) und des Wohngebietes Wolfgangmaßen in Neustädtel. Später entstanden noch die Keilbergsiedlung und die Wohnblöcke am Griesbacher Hang.

Zu DDR-Zeiten wurde im Ort das Pionier-FerienlagerJuri Gagarin“ betrieben.[17] Ein weiteres Ferienlager „Gustav Hübner“ entstand am Filzteich.[18]

1999 wurde die Gemeinde Lindenau Ortsteil der Bergstadt Schneeberg.

2008 erfolgte nach mehrmaliger Verhinderung die Schließung der Jägerkaserne im Stadtteil Wolfgangmaßen.

2010 gelang der Nachweis, dass es sich bei einem unweit des Siebenschlehner Pochwerks gelegenen Fachwerkhaus um eine alte Silberschmelzhütte handelt. Diese Georgenhütte war von 1665 bis 1717 in Betrieb. Sie stellt vermutlich weltweit die älteste mit originaler Bausubstanz erhaltene Schmelzhütte dar.[19]

Gedenkstätten[Bearbeiten]

  • Ein Gedenkstein im Ortsteil Neustädtel am Strandbad Filzteich erinnert an die drei Hitlergegner Emil Max Haufe, Ernst Georg Enderlein und Richard Alfred Schubert, die im März 1933 von SA-Männern im Zeisigwald misshandelt und im Turnerheim des Arbeiterturn- und Sportbundes erschlagen und anschließend im Filzteich versenkt wurden.
  • Grabstätten und Gedenksteine auf dem Friedhof des Ortsteiles Neustädtel erinnern an elf Kinder, Frauen und Männer, die 1940 ein Opfer von Zwangsarbeit in der Rüstungsproduktion wurden, sowie an vier namentlich unbekannte Opfer der Hitlerdiktatur.
  • Das Denkmal St. Anna bei der Fundgrube Daniel erinnert an die Verkündigung der Augsburger Konfession. Hier befand sich zur Zeit der Reformation eine kleine Kirche, in der 1518, d. h. ein Jahr nach Thesenanschlag, die erste lutherische Predigt der Gegend abgehalten wurde.

Politik[Bearbeiten]

Rathaus

Stadtrat und Bürgermeister[Bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[20]
Wahlbeteiligung: 48,9 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
50,9 %
17,1 %
14,8 %
5,6 %
5,2 %
2,1 %
4,2 %

Der Stadtrat setzt sich seit der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 wie folgt zusammen:

Partei CDU LINKE SPD FDP FWV/BIKA FWV Gesamt
Sitze 12 4 1 1 3 1 22

FWV/BIKA, SPD und FDP bilden in der Legislatur 2014–2019 die Fraktionsgemeinschaft „FSL - Frei, Sozial und Liberal“.

Bürgermeister der Stadt Schneeberg seit 1990:

1990–1994 Karl Henselin (CDU)

1994–2015 Frieder Stimpel (CDU)

Kontroverse um Flüchtlingsunterkunft[Bearbeiten]

Im Oktober 2013 gelang es der NPD, bei Protest-Kundgebungen gegen die Unterbringung von Asylbewerbern bis zu 1800 Menschen zu mobilisieren. Auch Gegendemonstrationen fanden statt. (Siehe auch: Bürgerinitiative „Schneeberg wehrt sich“).

Wappen[Bearbeiten]

Das ursprüngliche Wappen von 1534 zeigt Schlägel und Eisen sowie die drei Berge Wolfsberg (blau), Schneeberg (silber) und Mühlberg (grün).

Das heutige Wappen der Bergstadt Schneeberg wurde von Kurfürst Johann Georg II. im Jahre 1665 verliehen. Es zeigt zwei Bergleute in bergmännischer Paradetracht. In der Mitte befindet sich ein großes Schild mit dem Bildnis Johannes des Täufers mit dem Lamm und der Bibel auf dem Arm. Der eine Bergknappe trägt ein kleines Schild mit dem kursächsischem Wappen (Rautenkranz und Schwerter), während der andere das vorherige Schneeberger Wappen trägt. Ein zugeschlagener Stechhelm und zwei über demselben ausgeschlagene Flügel in den Stadtfarben schwarz-gelb vervollständigen das Wappen.

Marktplatz mit Rathaus

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Schneebergs Partnerstädte sind:

Tochterstädte[Bearbeiten]

Aus Schneeberg stammende Bergleute wanderten ins böhmische Erzgebirge aus und gründeten dort die Bergstädte Platten (heute Horní Blatná) und St. Joachimsthal (heute Jachymov).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen und Anlagen[Bearbeiten]

  • Museum für bergmännische Volkskunst
  • Siebenschlehener Pochwerk und Silberschmelzhütte St. Georgen
  • Bergbaulehrpfad Schneeberg-Neustädter Bergbaulandschaft
  • Miniaturnachbildung der Bergbaulandschaft auf der Fundgrube Gesellschaft (im Sommer)
  • Sternwarte mit Planetarium
  • Pochwerk der Fundgrube Wolfgangmaßen
  • Besucherbergwerk Weißer Hirsch

Musik[Bearbeiten]

In Schneeberg sind zahlreiche Chöre und Kapellen beheimatet:

  • Kammerchor Schneeberg e. V.
  • Schneeberger Heimatsänger e. V.
  • Schneeberger Heimatchor e. V.
  • Singkreis Neustädtel e. V.
  • Verein „Glück Auf“ Bergchor e. V.
  • Musikkorps der Bergstadt Schneeberg e. V.
  • Schneeberger Bergkapelle

Bauwerke[Bearbeiten]

St. Wolfgangskirche

Die Stadt hat an historisch wertvollen Gebäuden im historischen Stadtkern vor allem rund um den Markt Informationstafeln anbringen lassen. Darunter sind folgende Bauten:

  • Die St. Wolfgangskirche ist eine der größten und architektonisch ausgereiften Kirchen der Spätgotik und ein früher Typus des reformatorischen Kirchenbaus. Sie wurde bei einem Luftangriff im April 1945 zerstört. 1945 wurde das Gotteshaus enttrümmert, bis 1952 der Turm rekonstruiert. 1955–1959 erfolgte der Dachaufbau mit einer Stahlkonstruktion, nach Sicherung der Umfassungsmauern durch einen Stahlbeton-Ringanker. Es folgten in den nächsten Jahren die Emporenbögen, die Wandpfeiler und 1976 die Einwölbung in der ursprünglichen Form.[14] Im Innern der Kirche befinden sich Werke von Lucas Cranach d. Ä. und der Malerfamilie Krodel, die vor dem Bombenangriff hatten gerettet werden können. An die Familie Krodel erinnerte der Ende 2005 abgerissene Krodel-Brunnen.
  • das Mitte des 19. Jahrhunderts neu errichtete neogotische Rathaus mit einem im 21. Jahrhundert neu angebrachten Meißner Glockenspiel,
  • der ehemalige Gasthof Zum Ring, in dem bereits Johann Wolfgang von Goethe übernachtete
  • das Stammhaus der Familien Schnorr von Carolsfeld
  • die Hospitalkirche St. Trinitatis, eine frühere Andachts- und Begräbniskirche aus dem 16. Jahrhundert; 1719 nach Brand wieder aufgebaut. Die beiden Türme wurden erst 1846 hinzugefügt.
  • Kulturzentrum Goldne Sonne, ehemaliges Logierhaus der Bergstadt von 1708, mehrfach um- und ausgebaut
  • Fürstenhaus, im 16. Jh. als Gasthaus Wenzel errichtet, später durch Schenkung im Besitz der Wettiner. Es wurde von ihnen als Herberge für hohe Gäste genutzt. Nach Brand 1719 und nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut. Nach der Wende kam das Gebäude in den Besitz der Sparkasse, die es vollständig sanieren und restaurieren ließ.
  • Alte Wache': ein historisches Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt
  • Das Schmeil-Haus, um 1720 errichtet, ist reich an Stuckelementen.
  • Gasthaus Zum Goldenen Hirsch, eines der ältesten Steinbauten im Ort. Es wurde 1543 erbaut.
  • Das Bortenreuther-Haus zählt zu den wertvollsten barocken Wohnbauten der Stadt. Es wurde 1724/25 im Auftrag des Kaufmanns Johann Friedrich Bortenreuther erbaut und beherbergt heute das Museum für bergmännische Volkskunst.
  • Lehrerseminar, heute Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium
  • ehemaliges Amtsgericht, heute Teil der Westsächsischen Hochschule Zwickau
  • Weitere sehenswerte Kirchengebäude sind: die katholische Kirche St. Pius X, die evangelisch-lutherische Kirche Zu unserer lieben Frau im Ortsteil Neustädtel.
  • Schneeberg-Neustädtler Bergbaulehrpfad u. a. mit Siebenschlehener Pochwerk und dem Huthaus der Fundgrube Gesellschaft
  • Die chinesische Pagode am Mühlberg entstand im Jahre 1771.

Kultur[Bearbeiten]

Bergmannsbrunnen
  • Die Bergbaulandschaft um Schneeberg und Neustädtel bildet einen Kern des angestrebten UNESCO-Welterbes Kultur- und Montanlandschaft Erzgebirge, wobei die Fundgrube Weißer Hirsch und die Schneeberger Altstadt inklusive der Kirchen St. Wolfgang und St. Trinitatis sowie Rathaus, Fürsten-, Schmeil- und Bortenreuther-Haus sowie in Neustädtel die Fundgruben Wolfgangmaßen, Daniel, Sauschwart und Gesellschaft, der Filzteich und das Siebenschlehener Pochwerk samt dem Knappschaftsteich als schützenswerte Bereiche definiert werden.[21]
  • Der Bergmannsbrunnen Neuer Anbruch wurde 1935 eingeweiht. Er zeigt auf einer Säule die überlebensgroße Plastik eines Schneeberger Bergmannes des späten 19. Jahrhunderts. Mit der rechten Hand hebt er sein Geleucht, eine Schneeberger Blende, zur Firste empor, um den neuen Anbruch zu betrachten. In der linken Hand hält er eine Keilhaue.[22][23]
  • Wie im gesamten Erzgebirge gibt es auch in Schneeberg eine reiche Schnitz- und Klöppeltradition. 1815 wurde eine Klöppelschule in der Stadt gegründet. Der Schnitzverein Glückauf Neustädtel besteht seit 1908. Die älteste Schnitzschule im Erzgebirge wurde 1920 in Neustädtel gegründet und besteht bis heute fort. Neue Klöppeltechniken werden u. a. von den Studenten des Fachbereichs Angewandte Kunst der Westsächsischen Hochschule Zwickau angewandt.
  • Der Erzgebirgsverein hat seit 1991 seinen Hauptsitz wieder in Schneeberg. Er wurde 1878 in Aue gegründet und hatte ab 1879 seinen Sitz in Schneeberg. Neben dem Hauptsitz befindet sich noch der Erzgebirgszweigverein Schneeberg-Neustädtel im Ort. Die beide Bergstädte besaßen vor der Vereinigung jeweils einen eigenen Zweigverein.
  • Das Schneeberger Bergrevier hat einen reichen Fundus an heimischen Bergliedern. Zu dessen Bewahrung wurde 1884 der Verein Glückauf von den Brüdern Alfred und Bruno Dost gegründet. Seit 1673 ist in Schneeberg das Turmsingen am Morgen des 1. Weihnachtstages nachweisbar. Vom Turm der Kirche St. Wolfgang erklingen an diesem Tag traditionelle Schneeberger Weihnachtsmelodien. In Neustädtel findet seit 1908 am Morgen des ersten Weihnachtstages das Haldensingen statt. Im Sommer wird in Neustädtel seit 1988 das Sommerhaldensingen durchgeführt, bei dem erzgebirgisches Liedgut gesungen und gespielt wird.
  • Der Bergstreittag geht auf den verhinderten Lohnabzug der Schneeberger Bergleute in den Jahren 1496 und 1498 zurück. Alljährlich am 22. Juli wird zum Gedenken eine Bergparade mit Gottesdienst abgehalten.
  • Seit 1963 begeht die Stadt am 2. Advent das Fest der Freude und des Lichtelfestes, heute Lichtelfest genannt, mit einer Bergparade.

Sport und Freizeit[Bearbeiten]

In Schneeberg gibt es mehrere Sport- und Badestätten:

  • Kinder- und Jugenderholungszentrum Am Filzteich
  • Dr.-Curt-Geitner-Bad, ein Hallenbad im Jugendstil erbaut
  • Strandbad Filzteich
  • Forstteich und Campingplatz Lindenau
  • Sportpark am Filzteich

Durch Schneeberg verläuft der Bergwanderweg Eisenach–Budapest.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

In Schneeberg endet die von Leipzig kommende Bundesstraße 93. Außerdem führt die Bundesstraße 169 von Plauen nach Chemnitz durch die Stadt.

Von 1859 bis 1952 hatte die Stadt mit der 5 km langen Bahnstrecke Schneeberg–Schlema unt Bf, einen Eisenbahnanschluss an die Bahnstrecke Schwarzenberg–Zwickau. Auf dem Stadtgebiet befand sich neben dem Endbahnhof Schneeberg-Neustädtel noch ein Haltepunkt am Fuße des Gleesberges.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Das Schneeberger Gewerbegebiet befindet sich am Gerichtsberg. Nach Schließung der Jägerkaserne in Wolfgangmaßen steht auch dieses Areal der Ansiedlung von Gewerbe zur Verfügung.

Verbandsabzeichen ehem. GebJgBtl 571

Garnisonsstadt[Bearbeiten]

Schneeberg war bereits Garnisonsstadt der sächsischen Infanterie im 18. Jahrhundert. Die NVA hatte hier die Unteroffiziersschule IV Paul Fröhlich, benannt nach dem DDR-Parteifunktionär Paul Fröhlich, eingerichtet. Sie war 1972 aus dem Reservistenausbildungsregiment 5 vor 1984 an den Standorten Zwickau und Schneeberg hervorgegangen, danach zusammengelegt in Schneeberg und ab 1986 Ausbildungszentrum 10 (AZ-10).[24]

Die Bundeswehr nutzte bis 31. März 2008 die Jägerkaserne in Wolfgangmaßen als Standort des Gebirgsjägerbataillons 571 (GebJgBtl 571) und der Versorgungskompanie 370 der Jägerbrigade 37.

Bildung[Bearbeiten]

Schneeberg ist seit jeher eine Schulstadt. In früherer Zeit gab es eine Lateinschule im Ort. Später verfügte die Stadt über ein Lyzeum, aus dem 1888 ein Gymnasium hervorgegangen ist. Früher befanden sich auch eine Kunstschule, die Fachschule für Angewandte Kunst, ein berufliches Gymnasium und ein Lehrerseminar in der Stadt. Heute gibt es eine vielfältige Bildungslandschaft:

Grundschulen
  • Grundschule Hans-Marchwitza in der Siedlung des Friedens
  • Pestalozzi-Grundschule in Neustädtel
  • Evangelische Grundschule in der Altstadt Schneebergs
Oberschulen
  • Oberschule Bergstadt Schneeberg mit den Häusern Pestalozzi (Neustädtel) und Diesterweg (Altstadt Schneeberg)
  • Evangelische Oberschule in der Keilbergsiedlung
allgemeinbildendes Gymnasium
  • Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium. Die Schule wurde 2004/2005 im Rahmen einer „Capital“-Studie zum „besten Gymnasium Sachsens“ gekürt.
berufliches Schulzentrum
  • BSZ für Ernährung und Hauswirtschaft
Hochschule

Medizin[Bearbeiten]

Seit 1839 gibt es in Schneeberg ein Krankenhaus. Das heutige Bergarbeiter-Krankenhaus wurde 1947 als Wismut-Krankenhaus gegründet. Das Klinikum Chemnitz ist mittlerweile mit 74,9 % Mehrheitsgesellschafter; der Chefarzt der Neurochirurgie in Chemnitz, Prof. Steinmeier, ist gleichzeitig Ärztlicher Direktor im Bergarbeiter-Krankenhaus.[25]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Carl Bernhard Speck (1831–1905), konservativer Politiker, Bürgermeister und Ehrenbürger in Neustädtel, MdL (Königreich Sachsen)
  • Curt Rothemann (1898–1963)
  • 1965: Artur Günther (1885–1974), Heimatforscher und Kommunalpolitiker
  • 1981: Karl Schreiter (1903–2001), Feuerwehrmann
  • 1985: Werner Kempf (1925–1999), Maler und Mundartsprecher
  • 1991: Gerhard Heilfurth (1909–2006), Volkskundler
  • 1992: Walter Rau (1909–1992), Pädagoge
  • 2002: Werner Unger (1922–2014), Heimatforscher
  • 2010: Lothar Wetzel (* 1925), Heimatforscher
  • 2014: Karl Henselin (1933–2014), Bürgermeister (1990–1994), Vorsitzender des Orgelfördervereins Wiederaufbau der Orgel St. Wolfgang

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Veit Hans Schnorr von Carolsfeld (1688)
Gedenkstein für Christian Friedrich Brendel in Neustädtel

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

Auf seinen Reisen nach Karlsbad besuchte Johann Wolfgang Goethe den Filzteich und Bergwerke im Schneeberger Revier. Der Dichter Johann Gottfried Herder besuchte 1803 seinen in Schneeberg wirkenden Sohn, den Oberberghauptmann S. August von Herder. Der Zwickauer Komponist Robert Schumann wirkte ebenfalls in der Bergstadt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Die Bergbaulandschaft von Schneeberg und Eibenstock (= Werte der deutschen Heimat. Band 11). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1967.
  • Petrus Albinus: Gründliche und vleissige Beschreibung der erschrecklichen Wasserfluth, welche im Augustmonat dieses lauffenden 1573. Jhars am Schneeberge, der weitberümbten Bergkstadt, im Landt zu Meissen gelegen, grossen schaden gethan hat. Wittenberg 1573 (Digitalisat)
  • Hans Ebert, Siegfried Pausch, Gerold Schürer: Die Bergstadt Schneeberg im Erzgebirge. Schneeberg 1982
  • Uwe Gering (Hrsg.): Schneeberg. Gering-Verlag, Königstein/Taunus 1994
  • Heinrich Jacobi: Schneeberg 1481–1881. Ein Gedenkblatt zur 400jährigen Jubelfeier der lieben Vaterstadt gewidmet. Schneeberg 1881 (Digitalisat)
  • Karl Lehmann: Chronik der freien Bergstadt Schneeberg, Schneeberg 1837
  • Christian Meltzer: Bergkläufftige Beschreibung Der Churfürstl. Sächß. freyen und im Meißnischen Ober-Ertz-Geburge löbl. Bergk-Stadt Schneebergk. Schneeberg 1684 (Digitalisat)
  • Christian Meltzer: Historia Schneebergensis Renovata. Das ist: Erneuerte Stadt- u. Berg-Chronica Der im Ober-Ertz-Gebürge des belobten Meißens gelegenen Wohl-löbl. Freyen Berg-Stadt Schneeberg. Schneeberg 1716 (Reprint Elterlein-Verlag, Stuttgart 1995, ISBN 3-9800565-2-X) (Digitalisat der Originalausgabe)
  • Projektgruppe UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge: Pilotstudie Schneeberg - Festlegung und Definition der Welterbe-Bereiche und Pufferzonen im Rahmen des Projekts Montanregion Erzgebirge. Freiberg 2009 (Digitalisat; PDF; 6,6 MB)
  • Richard Steche: Schneeberg. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 8. Heft: Amtshauptmannschaft Schwarzenberg. C. C. Meinhold, Dresden 1887, S. 28.
  • Mario Titze: Das barocke Schneeberg. Kunst und städtische Kultur des 17. und 18. Jahrhunderts in Sachsen. Sandstein Verlag, Dresden 2002, ISBN 978-3-930382-77-4.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schneeberg (Erzgebirge) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2013 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Sachsenbuch. Kommunal-Verlag Sachsen, Dresden 1943
  3. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  4. Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands Statistisches Bundesamt, siehe 1999
  5.  Oswald Hoppe, Universität Heidelberg (Hrsg.): Der Silberbergbau zu Schneeberg bis zum Jahr 1500. Gerlachsche Buchdruckerei, Freiberg 1908, I. Kapitel. Geschichtlicher Überblick, insbesondere Geschichte der Bergordnungen., S. 7 (Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der philosophischen Fakultät der Universität Heidelberg, Digitalisat, abgerufen am 19. November 2014).
  6.  Oswald Hoppe, Universität Heidelberg (Hrsg.): Der Silberbergbau zu Schneeberg bis zum Jahr 1500. Gerlachsche Buchdruckerei, Freiberg 1908, XIII. Bergamtliche Schätzung der Schneeberger Gruben., S. 149–154 (Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der philosophischen Fakultät der Universität Heidelberg, Digitalisat, abgerufen am 19. November 2014).
  7. Jens Kugler: Der Silberfund und das unterirdische Gastmahl 1477 in Schneeberg – Legende oder Wirklichkeit? (PDF; 1,5 MB) Technische Universität Chemnitz
  8. Christian Schubert: Der Schneeberger Silbererzanbruch von 1477 – keine Realität? (PDF; 173 kB)
  9. Uwe Jaschik: Der Silberbergbau auf dem Schneeberg von den Anfängen 1446 bis 1481, in: Bergbauverein Schneeberg e.V. (Hrsg.), 7. Tagungsband, Schneeberg September 2014
  10. Gerhard Krug: Die meißnisch-sächsischen Groschen 1338–1500, Berlin 1974, S. 97.
  11. Schneeberger Bergstreittag - historischer Hintergrund auf der Stadthomepage
  12. Siebenschlehner Pochwerk – Vom Erz zur Kobaltfarbe auf der Stadthomepage
  13. Schneeberg – Barockstadt des Erzgebirges auf der Stadthomepage
  14. a b Heinrich Magirius: Das Schicksal deutscher Baudenkmale im Zweiten Weltkrieg, Hrsg. Götz Eckardt. Henschel-Verlag, Berlin 1978, Band 2, S. 464
  15. Schneeberg lung disease and uranium mining in the Saxon Ore Mountains (Erzgebirge). PMID 8427263.
  16. Das sächsische Erzgebirge – Schneeberg auf Mineralienatlas.de
  17. Facebook-Eintrag
  18. Facebook-Eintrag
  19. Georgenhütte hält mehrere Rekorde. In: Freie Presse (Aue), 7. September 2011
  20. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  21. Schneeberg ist Vorreiter in Sachen Welterbe – Stadt hält erste Studie zu schützenswerten Objekten innerhalb der Montanregion Erzgebirge in den Händen. In: Freie Presse, Lokalausgabe Aue, 20. Dezember 2008:
  22. Rolf Schumann: Gedanken über einen Schneeberger, der leider kein Interview geben kann. (PDF; 4,2 MB) In: Bergglöckchen 02/2009, Zeitschrift des Sächsischen Landesverbandes der Bergmanns-, Hütten und Knappenvereine e. V., abgerufen 25. Februar 2010
  23. Siegfried Pausch: Bergmannsbrunnen 50 Jahre. In: Erzgebirgische Heimatblätter, Heft 01/1986
  24. Christian Th. Müller: Tausend Tage bei der »Asche«. Unteroffiziere in der NVA. Untersuchungen zu Alltag und Binnenstruktur einer „sozialistischen“ Armee. Ch. Links Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-86153-297-2, S. 112.
  25. Presseinformation (PDF; 31 kB) des Chemnitzer Klinikums