Pixies

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Pixies
Pixies (Logo).png
Die Pixies bei einem Auftritt in Kansas City 2004.
Die Pixies bei einem Auftritt in Kansas City 2004.
Allgemeine Informationen
Genre(s) Indie-Rock
Gründung 1986
Auflösung 1993
Neugründung 2004
Website www.pixiesmusic.com
Aktuelle Besetzung
Black Francis
Gitarre
Joey Santiago
David Lovering
Paz Lenchantin (seit 2014)
Ehemalige Mitglieder
Kim Deal (bis 2013)
Kim Shattuck (2013)
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[1]
Doolittle
  UK 8 29.04.1989 (9 Wo.)
  US 98 1989 (27 Wo.)
Bossanova
  DE 27 27.08.1990 (10 Wo.)
  UK 3 25.08.1990 (8 Wo.)
  US 70 1990 (12 Wo.)
Trompe le Monde
  DE 35 21.10.1991 (8 Wo.)
  UK 7 05.10.1991 (5 Wo.)
  US 92 1991 (8 Wo.)
Death to the Pixies
  UK 28 18.10.1997 (3 Wo.)
  US 180 1997 (1 Wo.)
Death to the Pixies - Deluxe Edition
  UK 20 18.10.1997 (2 Wo.)
Pixies at the BBC
  UK 45 18.07.1998 (1 Wo.)
The Complete B-Sides
  UK 53 17.03.2001 (1 Wo.)
Pixies
  DE 70 17.05.2004 (3 Wo.)
Wave of Mutilation - Best of Pixies
  AT 43 23.05.2004 (6 Wo.)
  UK 16 15.05.2004 (5 Wo.)
  US 161 2004 (3 Wo.)
Indie Cindy
  DE 10 09.05.2014 (… Wo.)
  AT 11 09.05.2014 (… Wo.)
  CH 23 04.05.2014 (… Wo.)
  UK 6 10.05.2014 (… Wo.)
  US 23 17.05.2014 (… Wo.)
EPs[1]
EP2
  US 160 01.02.2014 (1 Wo.)
Singles[1]
Monkey Gone to Heaven
  UK 60 01.04.1989 (3 Wo.)
Here Comes Your Man
  UK 54 01.07.1989 (1 Wo.)
Velouria
  UK 28 28.07.1990 (3 Wo.)
Dig for Fire
  UK 62 10.11.1990 (1 Wo.)
Planet of Sound
  UK 27 08.06.1991 (3 Wo.)
Debaser
  UK 23 04.10.1997 (2 Wo.)
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung

Die Pixies sind eine Independent-Band aus Boston (USA). Mitglieder sind Black Francis (eigentlich Charles Michael Kittridge Thompson IV; später solo als Frank Black), Joey Santiago und David Lovering.

Pixies 2013 in Berlin, Konzert in Huxleys Neue Welt

Geschichte[Bearbeiten]

1985–1993[Bearbeiten]

Die Pixies wurden 1986 gegründet, nachdem sich Black Francis und Joey Santiago an der University of Massachusetts in Boston kennengelernt und beschlossen hatten, eine Band zu gründen. Durch eine Annonce (gesucht war ein Bassist, der sowohl auf die Hardcore-Punk-Band Hüsker Dü als auch auf die Folk-Gruppe Peter, Paul and Mary stehen sollte) schlossen sich die Bassistin Kim Deal und der Drummer Dave Lovering an. Während eines Konzertes im Vorprogramm der Throwing Muses fielen sie ihrem späteren Manager Gary Smith auf, der mit ihnen ein Demo-Band mit siebzehn Stücken produzierte (The Purple Tape).

Dieses Demo-Band geriet auch in die Hände der Plattenfirma 4AD, die sie daraufhin unter Vertrag nahm. Aus acht Stücken des Demos entstand 1987 die erste Veröffentlichung der Pixies, die EP Come On Pilgrim. Im Jahre 1988 entstand schließlich das erste Album der Band, Surfer Rosa, produziert von Steve Albini. Surfer Rosa enthält den heute sicherlich berühmtesten Song der Band, Where Is My Mind?, und gilt rückblickend als eine der wichtigsten Rockplatten der 1980er. Beide Alben wurden bei späteren Veröffentlichungen auf einer CD zusammengefasst.

1989 erschien das Album Doolittle, welches einen weniger rohen Sound aufwies als der Vorgänger und einen relativ großen kommerziellen Erfolg hatte. Mit den darauf enthaltenen Singles Here Comes Your Man und Monkey Gone To Heaven erzielte die Band ihre ersten Top-10-Hits in Großbritannien. Nach Doolittle begannen jedoch auch vermehrte Solo-Aktivitäten der Bandmitglieder: Black Francis spielte Solokonzerte, und Kim Deal gründete mit Tanya Donelly von den Throwing Muses die Band The Breeders. Es entstanden vermehrt Konflikte durch den nun immer größer werdenden Einfluss von Francis auf das Songwriting. Er veröffentlichte einen Song für den Film Pump up the Volume, Wave of Mutilation (U.K. Surf), der auch auf dem Soundtrack enthalten ist.

Das folgende Pixies-Album aus dem Jahr 1990, Bossanova, wurde komplett von Black Francis geschrieben. Die Konflikte in der Band wuchsen stetig, und nachdem 1991 Trompe Le Monde veröffentlicht worden war, machte die Band im Anschluss an eine aufreibende Tournee als Vorgruppe für U2 eine zeitlich unbegrenzte Pause, während dieser die jeweiligen Soloprojekte im Vordergrund stehen sollten. 1993 erklärte Black Francis dann ohne das Wissen der anderen Bandmitglieder in einem Interview das Ende der Pixies. Später sollte er wiederholt äußern, dass diese Entscheidung ein Fehler gewesen sei, da ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als die Pixies vorerst von der Bühne verschwanden, die Hochzeit des Grunge begann – also eines Musikstiles, für den die Pixies als ein wichtiger Wegbereiter gelten, von dessen Erfolg sie aber zunächst nicht profitieren konnten.

Nach der Trennung[Bearbeiten]

Nach der Auflösung folgten noch vier Platten mit teilweise unveröffentlichten, jedoch nicht neu produzierten Songs. Trotz dieser geringen Anzahl an veröffentlichtem Material hatten die Pixies einen nachhaltigen Einfluss auf die Musikszene der damaligen Zeit. Die britische Musikzeitschrift NME hat das Pixies-Album Doolittle zum zweitbesten Album überhaupt gekürt.

Black Francis spielte nach der Trennung solo als Frank Black und mit den Catholics. Kim Deal konzentrierte sich auf ihre beiden Bands Breeders und The Amps. David Lovering spielte eine kurze Zeit bei Cracker, wechselte dann aber das Metier und arbeitete als Zauberkünstler unter dem Namen The Scientific Phenomenalist. Joey Santiago produzierte Musik für Film und Fernsehen und spielte weiterhin in seiner Band The Martinis, die er mit seine Frau Linda Mallari 1993 gründete.

Wiedervereinigung[Bearbeiten]

Im Jahre 2003 schlossen sich die Pixies wieder zusammen und begannen im April 2004 zu touren. Die US-Konzerte waren weitgehend ausverkauft und das, obwohl die Band seit zwölf Jahren keine Platte mehr veröffentlicht hatte. Außerdem traten sie im Sommer 2004 bei mehreren europäischen Festivals auf. Dieser Erfolg war auch deshalb bemerkenswert, weil die Musiker zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausreichend geprobt hatten und es überdies erneut zu Konflikten in der Band kam. So soll sich Drummer David Lovering geweigert haben, aus Rücksicht auf die mit ihrer Sucht kämpfende Alkoholikerin Kim Deal seinen Alkoholkonsum einzuschränken. Im Juni 2004 veröffentlichten die Pixies exklusiv über iTunes den Song Bam Thwok.

Am 14. Juni 2013 gab die Band über ihre Facebook-Seite bekannt, dass Kim Deal die Pixies verlassen hat.[2] Sie wurde zunächst durch Kim Shattuck vertreten, bevor Paz Lenchantin an ihre Stelle trat.

Am 28. Juni 2013 erschien die Single Bagboy. Zwischen September 2013 und März 2014 veröffentlichte die Band neues Material auf den drei Platten EP1, EP2 und EP3. Die Tracks der drei EPs wurden im April 2014 auf dem Album Indie Cindy gesammelt veröffentlicht.

Einfluss und Coverversionen[Bearbeiten]

Die Pixies gelten als wegweisende Band für Grunge, Indie- und Alternative Rock. Viele Künstler, darunter David Bowie, Radiohead, PJ Harvey, U2, Nirvana, The Strokes, TV on the Radio, Weezer, Spoon und Pavement, nannten die Band als wichtigen Einfluss oder äußerten ihre Bewunderung.[3][4] Kurt Cobain verließ in London sogar eines seiner eigenen Konzert früher, um einen Auftritt der Pixies in der Nähe nicht zu verpassen. In einem Interview mit dem Rolling Stone sagte er zudem, Smells Like Teen Spirit sei der Versuch gewesen, einen Pixies-Song zu machen.

Es gibt zahlreiche Coverversionen der Pixies und Tribute-Alben: So coverten etwa OK Go den Song Gigantic und Mogwai Gouge Away auf dem Album Dig for Fire, Papa Roach spielten auf ihrem 2002er Album Lovehatetragedy ebenfalls Gouge Away ein und auf David Bowies Album Heathen ist seine Version des Songs Cactus zu hören. Placebo schlossen mehrere Auftritte ihrer 2003er Tour mit dem Pixies-Song Where Is My Mind? ab. Frank Black war beim letzten Konzert von Placebo in Paris dabei, und sie spielten zusammen Where Is My Mind?.

Where Is My Mind? wurde von Regisseur David Fincher für die Endsequenz des Films Fight Club ausgewählt, wodurch der Song zehn Jahre nach seinem Erscheinen eine ungeahnte Popularität erlangte. Auch in der letzten Folge der 4400 wurde das Lied abschließend gespielt, ebenso wird der Song bei Veronica Mars (Staffel 2, Episode 2) angespielt. In dem Film Unbreakable mit Bruce Willis ist der Song I’ve Been Tired von den Pixies zu hören.

Zur Fußball WM 2010 in Südafrika nutzte VISA Inc. den Pixies Song Isla de Encanta für ihren Werbespot.

Diskografie[Bearbeiten]

EPs[Bearbeiten]

  • 1987: Come On Pilgrim (4AD)
  • 2013: EP1 (Pixies Music)
  • 2014: EP2 (Pixies Music)
  • 2014: EP3 (Pixies Music)

Studioalben[Bearbeiten]

  • 1988: Surfer Rosa (4AD)
  • 1989: Doolittle (4AD)
  • 1990: Bossanova (4AD)
  • 1991: Trompe le Monde (4AD)
  • 2002: Pixies (auch bekannt als „The Purple Tape“)
  • 2014: Indie Cindy (Pixiesmusic)

Singles[Bearbeiten]

  • 2004: Bam Thwok
  • 2013: Bagboy

Konzertalben[Bearbeiten]

  • 1989: Live Rote Fabrik Zürich
  • 1989: Live in Heaven
  • 1990: Transatlantic
  • 2004: Live in Minneapolis, MN

Kompilationen[Bearbeiten]

  • Live 1989/1990: Souls on Fire
  • 1997: Death to the Pixies
  • 1998: Pixies at BBC
  • 2001: Complete B Sides
  • 2004: Wave of Mutilation - Best of Pixies

DVDs[Bearbeiten]

  • 2004: Pixies; Inhalt: Live im Town and Country Club, London, 1. Mai 1988; 7 Videos; On the Road - Tour-Doku; Gouge - Channel-4-Dokumentation
  • 2005: Pixies - Sell Out; Inhalt: Live in Belfort, Frankreich, 2005
  • 2006: Pixies - Acoustic; Inhalt: Live in Newport, USA, August 2005
  • 2006: Pixies - Live; Inhalt: Live at the Paradise in Boston, USA, 2004 + Bonus 12 Tracks Pixies live in Boston Okt. 1986
  • 2006: loudQUIETloud - a film about the Pixies; Inhalt: Hinter den Kulissen der Reunion-Tour 2004

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b c Chartquellen: DE AT CH UK US
  2. http://www.facebook.com/pixiesofficial/posts/10151715659192442 Abgerufen am 21. Juni 2013
  3. [1] Artist Profile: The Pixies
  4. [2] independent.ie: "A gigantic influence on Pop-Music"

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pixies – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien