Prêt-à-porter

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Dieser Artikel behandelt den Fachbegriff aus der Kleidermode. Für den gleichnamigen Spielfilm von Robert Altman siehe Prêt-à-Porter (Film).

Prêt-à-porter [pʀɛtapɔʀˈte] ist Kleidermode, die, wie die wörtliche Übersetzung aus dem Französischen sagt, „bereit zum Tragen“ ist. Unter tragefertiger Bekleidung versteht man Kleidung, die im Gegensatz zur Haute Couture nicht nur für den Laufsteg und Models erschaffen wurde, sondern in Standardgrößen und im fertigen Zustand auf den Markt kommt. Sinngemäß bedeutet prêt-à-porter etwa so viel wie Konfektion oder „von der Stange“ – wobei der Begriff meist in Zusammenhang mit den Entwürfen und Schauen großer Modehäuser verwendet wird und somit keine abwertende Konnotation als Massenware trägt. Im Englischen wird auch der gleichbedeutende Begriff ready-to-wear (dt. ‚bereit zum Tragen‘) verwendet.

Als Begründer der Prêt-à-porter-Mode gilt Pierre Cardin.[1]

Einige Modehäuser bzw. Modeschöpfer kreieren Prêt-à-porter-Produktlinien, die industriell massengefertigt werden. Bei anderen sind diese Produkte immer noch sehr exklusiv und werden nur in limitierter Stückzahl und nur eine bestimmte Zeit lang produziert. Im Unterschied zur Haute Couture handelt es sich dabei jedoch nie um Einzelstücke und auch nie um Stücke, die nur zur Erzeugung von Aufmerksamkeit auf Modenschauen entworfen werden.

Oft werden die Kollektionen in gehobenen Modehäusern sogar noch in einem eigenen Atelier gefertigt. Auch werden viele von ihnen ausgestellt und auf Modeschauen präsentiert. Es gibt jedoch nur noch wenige Betriebe, die nach wie vor in Deutschland produzieren. Diese Betriebe verkaufen ihre Kollektionen vor allem ins Ausland.

Als bedeutendste Messe für Prêt-à-porter-Mode gilt die Bread & Butter in Berlin.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pierre Cardin - Mitbegründer der Prêt-à-Porter Mode. styleranking.de, abgerufen am 2. Mai 2012.