Premia (Piemont)

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Premia
Kein Wappen vorhanden.
Premia (Italien)
Premia
Staat: Italien
Region: Piemont
Provinz: Verbano-Cusio-Ossola (VB)
Koordinaten: 46° 16′ N, 8° 20′ O46.2666666666678.3333333333333800Koordinaten: 46° 16′ 0″ N, 8° 20′ 0″ O
Höhe: 800 m s.l.m.
Fläche: 89 km²
Einwohner: 583 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 7 Einw./km²
Postleitzahl: 28866
Vorwahl: 0324
ISTAT-Nummer: 103056
Volksbezeichnung: Premiesi
Schutzpatron: Michael
Website: Premia

Premia ist eine Gemeinde mit 583 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) im Valle Antigorio in der italienischen Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VB), Region Piemont.

Die Nachbargemeinden sind Baceno, Crodo, Formazza und Montecrestese.

Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 88 km².

Der am Berghang liegende, heute nicht mehr ganzjährig bewohnte Ortsteil Salecchio (deutsch: Saley) mit den Fraktionen Salecchio Inferiore (Untersaley), Salecchio Superiore (Obersaley) und Casa Francoli (Francohüs) ist eine Walsersiedlung. Die hier gesprochene alemannische Mundart, das Walliserdeutsch, ist praktisch ausgestorben,[2] findet sich aber sowohl im Sprachatlas der deutschen Schweiz wie auch in einer Dissertation von Gertrud Frei[3] dokumentiert.

Zur Premia gehört heute auch die 1928 aufgehobene Gemeinde Agaro (deutsch: Áger) (1561 m). Deren gleichnamige Hauptsiedlung und die Fraktion Margone wurden 1938 überstaut (Stausee Lago di Agaro). Als weitere Fraktion blieb Ausone (deutsch: Opsu) (1463 m) bis ins 20. Jahrhundert bewohnt. Agaro und Ausone waren wie Salecchio Walsersiedlungen. Die Bevölkerung von Agaro verbrachte die Wintermonate zum Teil in kleinen Weilern am sonnigen Südhang über der Gemeinde Baceno wie Cologno, Costa und Pioda Calva.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.
  2. Letzte Aufnahmen wurden 2008/2009 gemacht, doch waren die Sprecher teilweise stark vom walserdeutschen Dialekt des benachbarten Pomatt beeinflusst, von den italienischen Einflüssen ganz zu schweigen: Monica Valenti (Hg.): Tracce Walser. La parlata walser di Salecchio ieri e oggi, Vercelli 2011 (mit CD).
  3. Gertrud Frei: Walserdeutsch in Saley. Wortinhaltliche Untersuchung zu Mundart und Weltsicht der altertümlichen Siedlung von Saley/Salecchio im Antigoriotal, Bern 1969.
  4. Paolo Crosa Lenz (Hg.), I Walser del silenzio. Agaro, Salecchio, Ausone 2003, Grossi, Domodossola (VB)