Provinz Preußen

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Hellblau: Lage der Provinz Preußen
Karte nach der Aufteilung in West- und Ostpreußen (aus dem Jahr 1890)

Die Provinz Preußen war eine Provinz des Staates Preußen und identisch mit dem Königreich Preußen. Sie entstand 1824 durch Zusammenlegung der bisherigen Provinzen Ostpreußen und Westpreußen und existierte bis 1878.

Bei der Ersten Teilung Polens 1772 hatte der preußische König Friedrich II. das Preußen königlich-polnischen Anteils ohne Danzig und Thorn erworben. Daraus bildeter er Westpreußen und schlug das Gebiet des Fürstbistums Ermland dem bisherigen Königreich Preußen zu, das er am 31. Januar 1773 in einem Verwaltungsakt Ostpreußen nannte. Das Königreich Preußen im preußischen Staat bestand ab 1773 aus den Provinzen West- und Ostpreußen und dem Netzedistrikt. Infolge weiterer Annexionen polnischer Territorien kamen Südpreußen und Neuostpreußen hinzu, bis 1807 der Frieden von Tilsit das Königreich Preußen auf den Umfang von 1772 reduzierte.

Die im preußischen Staat nach der Friedensregelung des Wiener Kongresses am 13. April 1824 geschaffene Provinz Preußen, zunächst in Personalunion, seit dem 3. Dezember 1829 in Realunion, hieß weiterhin Königreich Preußen. Sitz der Verwaltung war Königsberg. Am 1. April 1878 wurde die Vereinigung infolge eines Gesetzes vom 19. März 1877 aufgehoben und die Provinz Preußen in die neuen Provinzen Ostpreußen und Westpreußen geteilt.

Liste der Oberpräsidenten der Provinz Preußen[Bearbeiten]