Quadratzahl
Eine Quadratzahl ist eine Zahl, die durch die Multiplikation einer ganzen Zahl mit sich selbst entsteht. Beispielsweise ist
eine Quadratzahl. Die ersten Quadratzahlen sind
- 0, 1, 4, 9, 16, 25, 36, 49, 64, 81, 100, 121, 144, 169, 196, 225, 256, 289, 324, 361, 400, 441, 484, 529, 576, 625, 676, 729, 784, 841, 900, 961, 1024, 1089, 1156, 1225, 1296, 1369, 1444, 1521, 1600, 1681, 1764, 1849, 1936, 2025, 2116, 2209, 2304, 2401, 2500, … (Folge A000290 in OEIS)
Bei einigen Autoren ist die Null keine Quadratzahl, sodass die Zahlenfolge erst mit der Eins beginnt.
Die Bezeichnung Quadratzahl leitet sich von der geometrischen Figur des Quadrats her. Die Anzahl der Steine, die man zum Legen eines Quadrats benötigt, ist immer eine Quadratzahl. So lässt sich beispielsweise ein Quadrat mit der Seitenlänge 4 mit Hilfe von 16 Steinen legen.
Aufgrund dieser Verwandtschaft mit einer geometrischen Figur zählen die Quadratzahlen zu den figurierten Zahlen, zu denen auch die Dreieckszahlen und Kubikzahlen gehören. Diese Begriffe waren schon den griechischen Mathematikern der Antike bekannt.[1]
Eigenschaften [Bearbeiten]
Gerade Quadratzahlen sind das Quadrat gerader Zahlen, während ungerade Quadratzahlen das Quadrat ungerader Zahlen sind.
Formeln zum Generieren von Quadratzahlen [Bearbeiten]
Jede Quadratzahl
ist die Summe der ersten
ungeraden natürlichen Zahlen.
Diese Gesetzmäßigkeit wird durch die folgenden Bilder veranschaulicht.
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Von links nach rechts sind hier die ersten vier Quadratzahlen durch die entsprechende Anzahl an Kugeln dargestellt. Die blauen Kugeln zeigen jeweils den Unterschied zur vorhergehenden Quadratzahl an. Da von links nach rechts immer eine Reihe und eine Zeile hinzukommt, erhöht sich die Anzahl der blauen Kugeln jeweils um 2. Beginnend mit der 1 ganz links durchlaufen die blauen Kugeln so alle ungeraden Zahlen.
Das Bildungsgesetz lässt sich auch direkt mit Hilfe der ersten binomischen Formel beweisen. Dazu werden die entsprechenden Summen durch die Formel
dargestellt. Durch vollständige Induktion lässt sich deren Gültigkeit zeigen. Der Induktionsanfang
für
ist offensichtlich richtig. Unter der Annahme, dass
gilt, ist dann auch der Induktionsschluss
gültig.
Jede Quadratzahl
ist auch die zweifache Summe der ersten
natürlichen Zahlen plus der Zahl
.
Trick zum Berechnen von Fünfer-Quadratzahlen im Kopf [Bearbeiten]
Das Quadrat von Zahlen, die auf 5 enden, lässt sich leicht im Kopf berechnen. Man multipliziert die Zahl ohne die Einerziffer 5 (z. B. bei 45 die 4) mit ihrem Nachfolger (hier 4+1 = 5) und hängt an das Produkt (hier 4·5 = 20) die Ziffern 2 und 5 an (Endergebnis 2025).
Beweis: Eine Fünferzahl lässt sich darstellen als
. Ihr Quadrat ist somit
.
Beziehungen zu anderen figurierten Zahlen [Bearbeiten]
Dreieckszahlen [Bearbeiten]
Jede Quadratzahl lässt sich als Summe zweier aufeinanderfolgender Dreieckszahlen darstellen. Das nebenstehende Bild zeigt beispielhaft, wie sich die Quadratzahl 25 als Summe der Dreieckszahlen
und
ergibt.
Dieses Phänomen lässt sich auch durch eine Formel beschreiben.
Zentrierte Quadratzahlen [Bearbeiten]
Neben dem den Quadratzahlen zugrundeliegenden Muster gibt es noch ein zweites Muster, um ein Quadrat zu legen. Dabei werden um einen Stein in der Mitte des Quadrats weitere Quadrate gelegt. Die für diese Muster notwendige Anzahl an Steinen entspricht jeweils einer zentrierten Quadratzahl. Jede zentrierte Quadratzahl ist die Summe zweier aufeinanderfolgender Quadratzahlen, wie sich an deren geometrischen Muster erkennen lässt.
Auch die Formel für zentrierte Quadratzahlen lässt sich mit Hilfe der ersten binomischen Formel so umstellen, dass die beiden Quadratzahlen sichtbar werden.
Pyramidenzahlen [Bearbeiten]
Die Summe der ersten
Quadratzahlen ergibt die
-te Pyramidenzahl.
Das folgende Bild veranschaulicht diese Beziehung am Beispiel der vierten Pyramidenzahl.
Endziffern von Quadratzahlen [Bearbeiten]
Quadratzahlen enden nie mit einer der Ziffern 2, 3, 7 oder 8, da kein Quadrat einer einstelligen Zahl mit einer dieser Ziffern endet.
Ist
die letzte Ziffer einer beliebigen Zahl
, dann gilt für deren Quadrat
Die letzte Ziffer von
ist somit identisch mit der letzten Ziffer von
. Unter den ersten Quadratzahlen 0, 1, 4, 9, 16, 25, 36, 49, 64 und 81 findet sich jedoch keine Zahl, die auf 2, 3, 7 oder 8 endet.
Teileranzahl [Bearbeiten]
Nur Quadratzahlen haben eine ungerade Anzahl von Teilern. Beweis: Sei
,
und
. Es ist
, denn
.
enthält alle Teiler von
, also ist die Anzahl der Teiler von
gleich
. Ist
eine Quadratzahl, so ist
. Andernfalls ist
.
Reihe der Kehrwerte [Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Basler Problem
Die Summe der Kehrwerte aller Quadratzahlen ist
.
Es war lange Zeit nicht bekannt, ob diese Reihe konvergiert, und wenn ja, gegen welchen Grenzwert. Erst Leonhard Euler fand im Jahr 1735 den Wert der Reihe.
Summen aufeinanderfolgender Quadratzahlen [Bearbeiten]
Es gibt einige merkwürdige Beziehungen für die Summe aufeinanderfolgender Quadratzahlen:
oder allgemein
Manche Primzahlen lassen sich als Summe von zwei, drei oder gar sechs aufeinanderfolgenden Quadraten schreiben (andere Anzahlen an Summanden sind nicht möglich):
(vgl. OEIS, A027861, A027862)
(vgl. OEIS, A027863, A027864)
(vgl. OEIS, A027866, A027867)
Siehe auch [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Helmuth Gericke: Mathematik in Antike, Orient und Abendland. Marix Verlag, Wiesbaden 2005, ISBN 3-937715-71-1, S. 142–143













![\underline{4}5^2 = [4 \cdot (4+1)]25 = \underline{20}25](http://upload.wikimedia.org/math/a/a/b/aabd058279c529459fcf194b98e49aba.png)
![[a]5^2 = [a \cdot (a+1)]25](http://upload.wikimedia.org/math/2/f/9/2f9d3ecb9349cbb7d5191d199a5e7bbd.png)




.

(vgl. OEIS, A027861, A027862)
(vgl. OEIS, A027863, A027864)
(vgl. OEIS, A027866, A027867)