Rafael Frühbeck de Burgos

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Rafael Frühbeck (* 15. September 1933 in Burgos), bekannt unter seinem Künstlernamen Rafael Frühbeck de Burgos, ist ein spanischer Dirigent deutscher Herkunft (beide Eltern waren Deutsche).

Leben[Bearbeiten]

Frühbeck de Burgos studierte Violine, Klavier und Komposition in Bilbao, Madrid und an der Musikhochschule München. Stationen seiner Dirigentenlaufbahn waren Bilbao, Madrid (Leitung des spanischen Nationalorchesters 1962–1978), Düsseldorf und Wien. Von 1994 bis 2000 war er künstlerischer Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. 1992 bis 1997 war er Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin und wirkte von 2001 bis 2007 als künstlerischer Leiter des Orchestra Sinfonica Nazionale della Rai in Turin. Beginnend mit der Spielzeit 2004 bis zur Spielzeit 2010/2011 war er Chefdirigent und Künstlerischer Leiter der Dresdner Philharmonie.[1] Vor einigen Jahren gründete er ein Musikfestival in seiner Heimatstadt Burgos. Seit der Saison 2012/13 ist er Chefdirigent des Dänischen Nationalorchesters.[2]

Rafael Frühbeck de Burgos zählt zu den bedeutendsten spanischen Dirigenten der Gegenwart. Er gastiert häufig bei großen Orchestern der Welt. Er besitzt ein umfangreiches Repertoire, das er meist auswendig dirigiert. Seine Vorliebe gilt dem Repertoire der Spätromantik, großbesetzte Werke zwischen Johannes Brahms und Richard Strauss findet man am häufigsten in seinen Konzertprogrammen. 1986 war er Dirigent der Uraufführung von Gian Carlo Menottis Oper Goya in Washington.[3]

Rafael Frühbeck de Burgos hat über 100 Schallplatten eingespielt. Einige von ihnen sind inzwischen bereits Klassiker geworden: Mendelssohns »Elias« und »Paulus«, Mozarts »Requiem«, Orffs »Carmina burana«, Bizets »Carmen« in der Urfassung sowie das Gesamtwerk seines Landsmannes Manuel de Falla. 2004 erschien seine erste CD mit der Dresdner Philharmonie, eine Einspielung mit Werken von Richard Strauss (»Don Quixote«, »Don Juan« und »Till Eulenspiegel«).

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Frühbeck de Burgos wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, so unter anderem mit dem Jacinto-Guerrero-Preis (1996), dem bedeutendsten spanischen Musikpreis. Darüber hinaus ist er Ehrendoktor der Universität Navarra in Pamplona (1994) und der Universität Burgos (1998). 2010 wurde er in den USA von der Zeitschrift Musical America zum Conductor Of The Year (Dirigent des Jahres) gewählt.[4]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chronik der Dresdner Philharmonie
  2. Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Rafael Frühbeck de Burgos
  3. Kritik der Uraufführung in: The New York Times vom 17. November 1986
  4. Pressemitteilung der Dresdner Philharmonie vom 12. November 2010.