Raul Krauthausen

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Raul Krauthausen

Raúl Aguayo-Krauthausen (* 1980 in Lima) ist ein in Berlin lebender Aktivist, der sich für unterschiedliche soziale Projekte einsetzt und selbst aktiv einige Projekte ins Leben gerufen hat.

Leben[Bearbeiten]

Raul Krauthausen studierte Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste Berlin sowie Design Thinking an der HPI School of Design Thinking und ist zudem ausgebildeter Telefonseelsorger. Er war für einen Berliner Radiosender tätig und startete zusammen mit seinem Cousin ein Casting nach einem Zivildienstleistenden (genannt Die Suche nach dem SuperZivi). Beeindruckt von der großen Resonanz gründete er zusammen mit seinem Cousin den gemeinnützigen Verein Sozialhelden, der sich als Denkfabrik für soziale Projekte versteht. Das Spendenprojekt Pfandtastisch helfen erhielt 2008 den Preis des startsocial e.V.[1] , 2010 begann der Verein das Wiki-Projekt Wheelmap.org, wo Nutzer auf der Basis des Creative-Commons- und Open-Data-Projektes OpenStreetMap weltweit die Rollstuhlgängigkeit von Orten und Örtlichkeiten überprüfen beziehungsweise eintragen können. Neben der Tätigkeit im Verein gründete er im Jahr 2013 mit einem weiteren Entwickler zusammen Selfpedia.de, eine digitale Auskunftscommunity rund um das Leben mit Behinderung.[2] Sein soziales Engagement und seine mediale Präsenz machte ihn schon bald zu einem beliebten Ansprechpartner für Journalisten, wenn es um die Belange von Menschen mit Behinderungen, Barrierefreiheit oder Inklusion geht.
Eines der jüngsten Projekte der Sozialhelden ist Leidmedien.de, eine Internetseite für Journalistinnen und Journalisten, welche beabsichtigen, über Menschen mit Behinderungen zu berichten und die Hinweise für eine Berichterstattung aus einer anderen Perspektive und ohne Stereotype enthält[3].
2014 entwarf er 3D-druckbare Mini-Rampen, die Rollstuhlnutzern zur Verbesserung der Passierbarkeit von Bordsteinen dienen sollen. Die Druckanleitung stellte er auf seiner Website der Allgemeinheit zur Verfügung. Aufgrund der sogenannten Glasknochenkrankheit (Osteogenesis Imperfecta) ist er selbst per Rollstuhl mobil.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

  • Dachdecker wollte ich eh nicht werden: Das Leben aus der Rollstuhlperspektive (mit Marion Appelt), rororo Verlag, Reinbek 2014, ISBN 3-499-62281-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Raul Krauthausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. startsocial Preisträger, abgerufen am 2. September 2014
  2. Selfpedia.de - Eine Woche und die erste Bilanz
  3. leidmedien.de, abgerufen am 2. September 2014
  4. Wettbewerb und Preisträger 2009, deutscher-engagementpreis.de (11. April 2013)
  5. VZ Award-Sieger: Die Sozialhelden im Interview, deutscher-buergerpreis.de (11. April 2013)
  6. Fellow: Raul Krauthausen, germany.ashoka.org (11. April 2013)
  7. Winners of the INCA Award 2010, inca-award.eu (11. April 2013)
  8. Vodafone Foundation Smart Accessibility Awards 2011 winners announced! (11. April 2013)
  9. "Ordensträger sind großes Vorbild", Pressemitteilung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (11. April 2013)