Renault Alpine A310
| Alpine | |
|---|---|
|
Alpine A310 V6 GT Pack |
|
| Alpine A310 | |
| Hersteller: | Alpine |
| Produktionszeitraum: | 1971–1985 |
| Klasse: | Sportwagen |
| Karosserieversionen: | Coupé |
| Motoren: | Ottomotoren: 1,6–2,7 l (70–110 kW) |
| Länge: | 4180–4250 mm |
| Breite: | 1640–1650 mm |
| Höhe: | 1145–1150 mm |
| Radstand: | 2270 mm |
| Leergewicht: | 840–1040 kg |
| Vorgängermodell: | Alpine A110 |
| Nachfolgemodell: | Renault Alpine GTA |
Der Alpine A310 (auch: Alpine Renault A310 und Renault Alpine A310) ist ein Sportwagen des französischen Automobilherstellers Alpine, der von Sommer 1971 bis Anfang 1985 in 11.616 Exemplaren hergestellt wurde. Sein Vorgänger war der A110 Berlinette, Nachfolger der Alpine V6 GT / Alpine V6 Turbo (D500/D501). Der A310 ist das letzte Alpine-Modell, das vom Firmengründer Jean Rédélé entwickelt wurde, bevor er die Marke Alpine vollständig an den Staatskonzern Renault verkaufte. In den Fahrzeugpapieren der A310 ist ausschließlich Alpine als Marke und Hersteller offiziell ausgewiesen. (Typschlüsselnummer: 3033/3030000)
Inhaltsverzeichnis |
Entwicklung[Bearbeiten]
1968 begann Jean Rédélé, der Gründer und seinerzeitige Inhaber der Sportwagenmarke Alpine, mit der Planung eines vollkommen neuen Sportwagens, das den seit 10 Jahren produzierten A110 ersetzen sollte. Rédélé setzte bei seinem neuen Fahrzeug nicht mehr allein auf Sportlichkeit wie noch bei der A110, sondern wollte dem neuen Wagen zusätzlich mehr Komfort zukommen lassen. Der A310 sollte als französischer Porsche-Konkurrent auf den Markt geschickt werden.[1] Wie bei Porsche sollte ein 2+2-Sitzer entstehen, der einen V6-Motor erhalten sollte. Bei der Vorstellung des Prototyp im Sommer 1971 in Genf gab es den Alpine A310 allerdings zunächst nur mit einem Vierzylindermotor, da der für das Auto vorgesehene, von Renault, Peugeot und Volvo in Zusammenarbeit entwickelte V6 Motor (sog. PRV-Motor) noch nicht serienreif war.
Die Entwicklungsarbeiten für den A310 wurden im Wesentlichen von sechs Personen durchgeführt: Richard Bouleau war der Chefingenieur, Roger Prieur war für Detailfragen der Technik zuständig, Bernard Dudot – später an Renaults Formel-1-Programm beteiligt – verantwortete die Mechanik, Michel Beligond und Yves Legal waren die Stylisten, und Marcel Hubert überwachte die Aerodynamik.[2] Die Arbeiten wurden zu einem großen Teil in Jean Rédélés Privatwohnung durchgeführt, weil das alte Werk in der Avenue Pasteur zu klein geworden, das neue Werk in der Avenue de Bréauté in Dieppe aber noch nicht ganz fertig war. Die ersten Pläne und Modelle des Fahrzeugs entstanden in der Küche von Jean Redele. [3]
Technik[Bearbeiten]
In technischer Hinsicht war der A310 keine vollständige Neuentwicklung. Das Auto übernahm den Zentralrohrrahmen der A110, der mit der Karosserie verklebt wurde, aber für Restaurierungen ohne Probleme wieder abzutrennen ist. Der Radstand entsprach dem 2+2-sitzigen A110 GT4. Die Heckantriebstechnik entsprach nahezu vollständig der der Renault-Modelle R8 und R10. Der Motor wurde hinter der Hinterachse verbaut.
Die Räder waren rundum einzeln aufgehängt und hatten Schraubenfedern, Querlenker und Stabilisatoren. Das Reserverad, der Tank und der Wasserkühler wurden im Wagenbug untergebracht. Dadurch verbesserte sich die Gewichtsverteilung. Einen Kofferraum gab es nicht. Einige verwenden die Reserveradmulde im Wagenbug als Kofferraum.
Karosserie[Bearbeiten]
Die Karosserie des A310 bestand im Interesse der Gewichtsreduzierung wie schon bei dem Vorgängermodell aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Sie wurde vollständig von Hand gefertigt. Da z.B. die Türen aus der Karosserie ausgeschnitten wurden, gibt es minimale Unterschiede zwischen den Bauteilen, wodurch das Anpassen von Ersatzteilen erschwert wird.
Die Karosserie geht nach verbreiteter Ansicht in ihtrn Grundzügen auf den britischen Designer Trevor Fiore zurück. Fiore war seit den späten 1960er Jahren freier Mitarbeiter der italienischen Carrozzeria Fissore, die unter anderem die Karosserien für den Schweizer Sportwagenhersteller Monteverdi herstellte. Es wird weithin angenommen, dass Peter Monteverdi, Inhaber des Basler Unternehmens, Fiores Entwurf aufgriff und auf dieser Grundlage seinen eigenen Mittelmotorsportwagen namens Hai 450 gestaltete. Daraus erklärt sich die grundsätzliche Ähnlichkeit der Linien des Alpine zu denen des (früher präsentierten) Monteverdi.[4][5]
Der Entwurf der Karosserie wurde im Windkanal optimiert, was unter anderem dazu führte, das die Scheinwerfer an der Frontseite unter einer Glasabdeckung verschwanden, um den Luftwiderstand zu senken. Damit zitierte Alpine das französische Luxuscoupé Citroën SM, das ein Jahr zuvor mit einer ähnlich gestalteten Frontpartie erschienen war. Die Scheinwerfer des A310 stammen vom Peugeot 504 Coupé ab.
Die Karosserie fiel mit 4,25 m Länge, 1,675 m Breite und 1,15 m Höhe größer aus als die der kleineren A110 Berlinette. Lediglich in der Höhe blieb der Unterschied mit 2 cm gering.
Der Prototyp und die ersten Exemplare der A310 wiesen eine lamellenartige Abdeckung der Heckpartie (Motorhaube) auf (Schuppengrill), die manche Beobachter an den Lamborghini Miura erinnerte[6] und eine Verbesserung der Aerodynamik bewirken sollte. Die französischen Zulassungsbehören stimmten einer Verwendung des Schuppengrills jedoch nicht zu. Einige Quellen geben an, dies sei darauf zurückzuführen, dass die Schuppen die Sicht nach hinten stark beeinträchtigen würden. Daher wurde der Schuppengrill im dritten Baujahr nicht mehr serienmäßig angeboten und durch eine schräg anordnete Glasscheibe ersetzt.[7] Der Schuppengrill war jedoch im Zubehör auch weiterhin erhältlich und konnte nachgerüstet werden.
Der Prototyp des Alpine A310 von 1971 hatte zudem die Rücklichter über der Stoßstange angebracht. Auch dies musste aufgrund der französischen Zulassungsbestimmungen geändert werden, so dass bei allen Serienmodellen die Rückleuten nach unten versetzt wurden.
Das 2+2-Konzept ließ sich nur eingeschränkt umsetzen. Zwar wies der A310 hinter den Fahrersitzen zwei Notsitze auf; sie waren indes sehr knapp dimensioniert und gleichen eher zwei Vertiefungen als zwei verwendbaren Sitzen. [8]
Versionen[Bearbeiten]
Vierzylinder-Modell Alpine A310 Prototyp von 1971[Bearbeiten]
Der Prototyp wurde 1971 in Genf der Öffentlichkeit vorgestellt. Er gleicht in den wesentlichen Zügen dem Serienmodell mit vier Zylindern, hatte jedoch einen Schuppengrill, und die Rückleuten waren über der Stoßstange angebracht.
Vierzylinder-Modell Alpine A310[Bearbeiten]
Mit der Fertigstellung des neuen Werkes im Sommer 1971 begann die Produktion des A310. Der Wagen erhielt den 1,6-Liter-Motor des Renault 16 TS, der mit seinem Querstrom-Zylinderkopf 115 PS leistete. Der Verkauf lief schleppend an, da einerseits der deutlich leichtere und damit sportlichere A110 bis Ende 1977 weiter produziert wurde und der Alpine A110 Berlinette speziell Anfang der 1970-er Jahre im Sport große Erfolge einfuhr: Mit ihm war Alpine Sieger bei der Rallye-Europameisterschaft, der Rallye-Weltmeisterschaft, der internationalen Markenweltmeisterschaft und der Rallye Monte Carlo. Zudem war der A310 bei seiner Markteinführung ein vergleichsweise teures Auto. 1972 betrug sein Verkaufspreis in Deutschland 31.975 DM. Das entsprach annähernd dem Preisniveau des Porsche 911 S, der 190 PS leistete, während Porsche für einen 131 PS starker Porsche 911 T nur 23.480 DM verlangte. Ein Alfa Romeo 2000 GT Veloce mit 131 PS kostete mit 16.790 DM knapp die Hälfte einer Alpine.[9] Das im Vergleich zur A110 etwas höhere Gewicht der A310 machte sich mit dem Vierzylindermotor ebenfalls bemerkbar.
Ab 1973 war die A310 wahlweise mit einer elektronischen Einspritzanlage lieferbar, die zuvor bereit im Renault 17 verwendet worden war. Diese Fahrzeuge gingen Ausnahmslos in den Export. Als A310 SI leistete das Auto nun 124 PS. Aber der Absatz ging aufgrund der Ölkrise bis zur Mitte der 1970er-Jahre weiter zurück.
Um den Verkauf zu fördern, wurde 1976 eine sparsamere, leistungsschwächere, 95 PS leistende Version mit der Bezeichnung A310 SX auf den Markt gebracht. Von den verschiedenen Vierzylinderversionen der A310 wurden rund 2.340 Exemplare gefertigt.
1974 wurde die Karosserie des vierzylindrigen A310 überarbeitet.
Sechszylinder-Modell[Bearbeiten]
Der PRV-Sechszylindermotor[Bearbeiten]
Anfang 1975 war die Entwicklung des PRV-V6-Motors abgeschlossen. Das Triebwerk war ursprünglich als Achtzylindermotor entwickelt worden, wurde aber nach der Ölkrise auf sechs Zylinder verkürzt. Da das Triebwerk auch in als Sechszylinder den für V8-Motoren idealen Zylinderbankwinkel von 90 Grad beibehielt, ergab sich ein unrunder Lauf des Motors. Er konnte in späteren Versionen durch Modifikationen (Gegengewichte) an der Kurbelwelle korrigiert werden.
1975 entwickelte Alpine auf der Grundlage dieses Motors eine Sechszylinderversion des A310. Die Motoraufhängung wurde vollständig neu konstruiert. Damit ist eine nachträgliche Umrüstung eines Vierzylindermodells auf einen Sechszylindermotor nicht möglich.
Im Laufe des Jahres 1975 entstanden zwei Prototypen des Sechszylinder-A310. Einer der Prototypen hatte Klappscheinwerfer und erinnerte in der Linienführung des Hecks an den Maserati Merak. Am Ende hat man sich dazu entschlossen, keine bedeutenden optischen Veränderungen am Heck des Fahrzeugs vorzunehmen, und überarbeitete in Details das Design der Vierzylinderversion. Daraus resultierten geringfügige stilistische Änderungen. Anstelle der sechs Frontscheinwerfer, die die Vierzylinderversion ausgezeichnet hatte, trug der A310 V6 nur vier Scheinwerfer. Die Luftauslässe in den Kotflügeln wurden bei der V6 geschlossen, das Alpine Emblem, das bislang an den Seiten angebracht gewesen war, wurde entfernt. Zudem bekam die A310 V6 einen Heckspoiler.
Serienmodell Alpine A310 V6[Bearbeiten]
Anfang 1976 war die Entwicklung des V6-Modells abgeschlossen und die ersten 140 Exemplare des A310 V6 verließen das Werk in Dieppe.
Der 2664 cm³ große Vollaluminium-Motor wurde von Renault in einem eigenen Werk in Douvrin bis 1998 gebaut und von Alpine überarbeitet. Er leistete in der Serienversion des Alpine A310 V6 150 PS bei 6000/min, in der Rennversion 270 PS. In der Serienversion ist der Motor mit einem Solex-Fallstromvergaser 34 TBIA und einem Solex-Doppelfallstromvergaser 35CEEI ausgerüstet, die beide in eine zentrale Ansaugspinne einspeisen und beide die sechs Zylinder versorgen. Diese Konstruktion ist eher ungewöhnlich. Da der Motor in der Serienversion aber im Vergleich zur Leistung über einen großen Hubraum verfügt, ist es möglich, mit einfachen Änderungen, z. B. durch andere Vergaser, eine Leistungssteigerung zu erhalten.
Mit 9276 Exemplaren, die von Frühjahr 1976 bis Anfang 1985 gebaut wurden, war der A310 V6 deutlich erfolgreicher als sein vierzylindriger Vorgänger. Der V6-Motor war nun in der Lage, das etwas höhere Gewicht des Fahrzeugs auszugleichen, und trug wesentlich zum Erfolg des Fahrzeugs bei. Neben dem Alpine A110 Berlinette ist der Alpine A310 V6 das am häufigsten von Alpine gebaute Fahrzeug.
Im Zuge einer umfassenden Modellpflege wurden 1980 die schmalen Gummistoßstangen vorne und hinten durch große Kunststoffstoßstangen ersetzt sowie die Dreiloch-Felgen durch die aus dem Renault 5 Turbo stammenden Vierloch-TRX-Räder mit Turbinendesign. Die neue Achskonstruktion entsprach der des R5 Turbo. Robert Opron, ein französischer Designer, der seinerzeit für Renault tätig war, betreute diese Modifikationen. Opron hatte zuvor bei Citroën gearbeitet und dort die Form der DS sowie des Citroën SM entwickelt. Die zweite Serie des A310 V6 bekam außerdem ein zusätzliches Instrument im Armaturenbrett. Der Alpine A310 V6 ab Baujahr 1981 hat eine eingetragene Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h und war damit das schnellste in Frankreich gebaute Straßenfahrzeug dieser Zeit. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h liegt bei 7,8 Sekunden. Ein Alpine A310 V6 kostete 1981 je nach Ausstattung ca. 44.000 DM.
A310 V6 Pack GT[Bearbeiten]
Der Alpine A310 V6 Pack GT ist eine ab dem Jahr 1982 angebotene verbreiterte Version des A310 V6, die in Frankreich als A310 GT-Pack und in Deutschland als A310 S offeriert wurde. Dieses Modell wurde in den Jahren 1982 bis 1984 gebaut. Der A310 GT-Pack hat neben der verbreiterten Karosserie und den deutlich weiter ausgestellten Kotflügeln, einen geänderten Heck- sowie Frontspoiler erhalten. Da der A310 V6 GT Pack schwerer ist, reduziert sich seine eingetragene Höchstgeschwindigkeit auf 215 km/h. Auch erhielt dies Modell andere Felgen. An der Motorisierung wurde nichts geändert. Aufgrund einer Überarbeitung der Türschlösser haben die meisten echten A310 V6 GT Pack einen zusätzlichen Druckknopf in den Türen. Auf dem Markt werden heute viele Fahrzeuge angeboten die nachträglich verbreitert wurden. Die Kennzeichnung der echten Pack GT ist 2700VAA, die einer regulären Version 2700VA.
Kit Boulogne[Bearbeiten]
Eine Ableitung des A310 V6 GT-Pack ist eine als Kit Boulogne bezeichnete Version, die umfangreiche Veränderungen am Motor aufwies. Die Kit Boulogne-Fahrzeuge hatten einen auf 2,8 Liter vergrößerten PRV-Sechzylindermotor, der sich an eine 1977 für den Rallye-Sport entwickelten Triebwerk anlehnte. Der Motor war mit zwei Dreifachvergasern von Weber (Typ IDA46) ausgerüstet und leistete 193 PS bei 6.000 Umdrehungen pro Minute. Die Höchstgeschwindigkeit dieses Modells betrug 235 km/h.[10] Äußerlich entsprach die Karosserie des Kit Boulogne der Karosserie des Alpine A310 V6 GT Pack, sie wurde jedoch ab Werk als einzige mit einem Schuppengrill als Motorhaube ausgestattet, der sich von dem Schuppengrill aus dem Zubehör unterscheidet. Das Kit Boulogne-Modell ist eine seltene Version der A310. Es entstanden nur wenige Werksfahrzeuge. Neben ihnen existieren einige Nachbauten bzw. Umbauten.
Alpine A310 V6 Group 4[Bearbeiten]
Auf dem Markt werden heute immer wieder auch Fahrzeuge der ersten Serie (1976-1980) angeboten, die eine Verbreiterung aufweisen. In der Regel handelt es sich dabei um Fahrzeuge, die nachträglich verbreitert wurden. Ab Werk verließen nur sechs Fahrzeuge der ersten Serie mit einer Verbreiterung die Fabrik in Dieppe.
Sportliche Erfolge[Bearbeiten]
Der Alpine A310 steht sportlich oft im Schatten seines Vorgängermodells, das viele Jahre den Rallyesport prägte und von 1960 bis zur Mitte der 70er Jahre im aktiven Rennsport eingesetzt wurde. Der Alpine A310 gelangte erst 1976 mit Verwendung des V6 Motors zur vollständigen Reife, da dieser leistungsstärkere Motor das höhere Gewicht ausgleichen konnte. Die Rennversion der Alpine A310 V6 hatte 270 PS und wurde nur sehr kurz (ca. 1 Jahr) aber ebenso erfolgreich im Rennsport eingesetzt. Beim ersten Renneinsatz der Alpine A310 V6 bei der internationalen Rallye du Var setzt sich Guy Fréquelin gegen 190 Teams, die am Start waren, durch. Die weitere Bilanz von 1976 waren drei Teilnahmen an Rallyes, Ergebnis waren drei Siege für Alpine. Die Calberson Alpine A310 mit Guy Fréquelin schlangen Konkurrenten wie den legendären Lancia Stratos und auch Porsche mit mehr PS. (Calberson ist der Name eines Sponsors, der Alpine bereits in den 60er Jahren in der Prototypenkategorie unterstützt hatte.) 1977 wurde somit die Calberson Alpine A310 V6 mit Guy Fréquelin & Jacques Delaval französischer Rallye-Meister. Im gleichen Jahr (1977) gewinnt Jean Ragnotti mit der Alpine A310 V6 die französische Rallycross-Meisterschaft und der Österreicher Herbert Grünsteidl gewinnt mit einer weitgehend baugleichen Alpine A310 V6 die FIA Rallycross-Europameisterschaft. Weitere Siege von 1977: Sieg für Alpine A310 V6 bei der Rallye Neige et Glace, bei der Ronde de la Giraglia, bei der Rallye d’Armor, beim Critérium J. Behra, bei der Rallye de Touraine, bei der Ronde Limousine, bei der Rallye de la Châtaigne, bei der Critérium des Cévennes, bei der Rallye du Vercors, bei der Rallye du Var.
1978 übernahm Renault die Sportwagenmarke Alpine vollständig. Jean Rédélé legte sein Amt als President Directeur General bei Alpine nieder und verkaufte seine letzten Anteile an Renault. Diese Änderungen führten dazu, das ab 1978 keine Alpine Fahrzeuge mehr im Rennsport eingesetzt wurden. Der Mutterkonzern Renault, der ab 1977 mit einem Werksteam in der Formel 1 vertreten war, hatte kein Interesse daran, die lange Tradition von Alpine Fahrzeugen im Rallyesport weiterzuführen. Durch diese interne Veränderung endete die sportliche Karriere aller Alpine Fahrzeuge. Im Fall der Alpine A310 V6 noch bevor Sie eigentlich richtig begonnen hatte.
Produktion[Bearbeiten]
| Produktionszahlen | ||
| Modelljahr | A310 Vierzylinder | A310 V6 |
| 1971 | 301 | - |
| 1972 | 402 | - |
| 1973 | 658 | - |
| 1974 | 344 | - |
| 1975 | 306 | - |
| 1976 | 329 | 140 |
| 1977 | - | 1.220 |
| 1978 | - | 1.216 |
| 1979 | - | 1.381 |
| 1980 | - | 1.138 |
| 1981 | - | 1.284 |
| 1982 | - | 1.095 |
| 1983 | - | 1.139 |
| 1984 | - | 663 |
| Gesamt | 2.340 | 9.276 |
Seriennummern[Bearbeiten]
1971....4 Zyl. Vergaser......1600 VE......................001 to 0010
1972....4 Zyl. Vergaser......1600 VE....................0011 to 0550
1973....4 Zyl. Vergaser......1600 VE....................0551 to 1200
1974....4 Zyl.injection..........1600 VF.................21185 to 21750
1975....4 Zyl.injection..........1600 VF.................21751 to 22016
1976....4 Zyl.injection..........1600 VF.................22017 to 22137
1976....4 Zyl. einf.Verg.....1600 VG.................40000 to 40386
1977....V6..........................2700 VA.................43015 to 43795
1978....V6..........................2700 VA.................43796 to 45089
1979....V6..........................2700 VA
1979....V6 GR IV................2700 VA.................45090 to 46355
1980....V6..........................2700 VA.................46356 to 47683
1981....V6..........................2700 VA.................47710 to 48847
1982....V6..........................2700 VA.................48848 to 49960
1983....V6..........................2700 VA
1983....V6 GT.....................2700 VAA...............49961 to 52093
1984....V6..........................2700 VA
1984....V6 GT.....................2700 VAA...............E0000001 to E0001781
1985....V6..........................2700 VA
1985....V6 GT.....................2700 VAA...............F0000324 to F0001874
Identifizierung des Produktions-Land[Bearbeiten]
100 Frankreich
101 Belgien
102 Italien
103 Niederlande
120 Deutschland
123 Schweiz
267 Spanien
203 Mexiko
267 Portugal
Literatur[Bearbeiten]
- Frédérick Lhospied: Alpine Renault A310, Boulogne, [ISBN 2726884520]
- Bernard Sara, Gilles Labrouche: Alpine. La passion bleue. E-T-A-I (Antony) 2011. ISBN 978-2-7268-9549-8
- Michael Hundt: Französische Küche. Vorstellung der Alpine A310 in: Oldtimer Markt, 11/2004, Seite 8-16
- Wolfgang Blaube: Hai Live. In: Oldtimer Markt 2/2006. (Dokumentation über den Monteverdi Hai 450 SS mit Bezügen zum Alpine A310)
- Ulrich Bethscheider-Kieser, Mike Riedner (Hrsg.): Autos die Geschichte machten. Renault Alpine. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1991, ISBN 9783613014077, S. 156, DNB 911285024.
- Frank Oleski und Hartmut Lehbrink: Seriensportwagen. 1983/1993 (Könemann), ISBN 3-89508-000-4
Weblinks[Bearbeiten]
-
Commons: Renault Alpine A310 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien - Renault Alpine Club International
- Alpine Renault Club International
- Alpinelinks
- Alpine-Freunde Hessen
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Sara, Labrouche, Vaillard: Alpine. La Bleue Passion. S. 41.
- ↑ Sara, Labrouche, Vaillard: Alpine. La Bleue Passion. S. 41.
- ↑ Oldtimer Markt, Heft 11/2004, S. 11.
- ↑ Oldtimer Markt, Heft 2/2006, S. 10 ff.
- ↑ Sara, Labrouche, Vaillard lassen in ihrer Markenchronik die Frage der Urheberschaft offen. Sie beschränken sich auf die Feststellung, dass beide Autos ähnlich seien (Alpine. La Bleue Passion, S. 41).
- ↑ Sara, Labrouche, Vaillard: Alpine. La Bleue Passion. S. 41.
- ↑ Oldtimer Markt, Heft 11/2004, S. 14.
- ↑ In der Automobilliteratur wird gelegentlich gespottet, dass „hinten kurzfristig auch zwei Pygmäen mitreisen konnten“. Vgl. Oleski/Lehbrink: Seriensportwagen, S. 390.
- ↑ Preise nach: Auto Katalog 1973/74.
- ↑ Oldtimer Markt, Heft 11/2004, S. 16.
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Alpine-Renault / Renault-Sport: 106 | 108 | 110 | 310 | GTA | 610 | Sport Spider
Panzer: Char B1 | FT-17 | R-35
Traktoren: Traktor GP | Traktor H1 | Traktor HO | Traktor PE | Traktor YL | Traktor YV
Modelle der Zwischenkriegszeit (1919–1939): 6CV/NN | KZ | Monasix | Monastella | Reinastella | Monaquatre | Nervahuit | Nerva Grand Sport | Nervastella | Primaquatre | Vivaquatre | Vivasix | Viva Grand Sport | Vivastella | Celtaquatre | Juvaquatre | Novaquatre | Suprastella
Vor dem Ersten Weltkrieg produzierte Modelle: 10CV | 12CV | 35CV | 40CV | A | AG/AG-1 | AX | B | C | D | E | Renault G/H/J | Renault L/M | N(a)/N(b) | N(c)/Q/U(a/e) | R/T | U | AS-V | X/X-1 | Y