Rick Rude

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Richard Erwin Rood
Rick Rude 1997

Rick Rude 1997

Daten
Ringname(n) Ravishing Rick Rude
Körpergröße 191 cm
Kampfgewicht 105 kg - 115 kg
Geburt 7. Dezember 1958
St. Peter, Minnesota, USA
Tod 20. April 1999
Alpharetta, Georgia, USA
Angekündigt aus Robbinsdale; Minnesota, USA
Trainiert von Eddie Sharkey
Debüt 1983

Richard Erwin Rood (* 7. Dezember 1958 in St. Peter, Minnesota, USA; † 20. April 1999 in Alpharetta, Georgia, USA) war ein US-amerikanischer Wrestler, der unter seinem Ringnamen Rick Rude bekannt wurde. Rood war verheiratet und hatte mit seiner Frau Michelle drei Kinder.

Rick Rude (Spitzname „Ravishing“) war einer der Superstars der WWF in den 1980er Jahren. Er war für seinen definierten Körperbau bekannt. Vor jeder Show nahm er ein Mikrofon in die Hand und beschimpfte das anwesende Publikum generell als fett, hässlich und ungebildet und mit den Worten: Ich zeige euch einen wahren Mann, auf den eure Mädels fliegen wurde meist ein junges Mädchen in den Ring geholt und von ihm „in die Bewusstlosigkeit geküsst“. Legendär war auch sein Hüftschwung. Sein Finishing Move war ein Neckbreaker, den er „The Rude Awakening“ nannte.

Jugend[Bearbeiten]

Rood besuchte dieselbe High School in Robbinsdale wie seine späteren Wrestler-Kollegen Nikita Koloff, Brady Boone und Curt Hennig, mit Hennig verband ihn eine enge Freundschaft bis zu seinem Tod. Er macht einen Collageabschluss als Sportlehrer, arbeitete aber als Türsteher und professioneller Armwrestler.[1]

Karriere[Bearbeiten]

Anfänge und Independent-Ligen[Bearbeiten]

Über seine High-School-Freunde kam Rood mit dem Wrestling-Trainer Eddie Sharkey zusammen[1] und debütierte 1983 bei Vancouver NWA All-Star Wrestling und war in den folgenden Jahren in Organisationen wie Georgia Championship Wrestling, Memphis-Mid-Southern Wrestling und National Wrestling Alliance. Ab 1984 war er wieder bei Memphis Championship Wrestling aktiv. Hier bekam er Jimmy Hart als Manager und fehdete gegen Jerry Lawler und King Kong Bundy.

Rood war ab Dezember 1984 bei Championship Wrestling Florida angestellt, wo ihm dann Percy Pringle als Manager zur Seite gestellt wurde und er Fehdenprogramme mit Billy Jack Haynes und Wahoo McDaniel bestritt. Nach einem Jahr, wechselte Rude zu World Class Championship Wrestling, wo er, erneut zusammen mit Pringle, in Fehden mit Kevin von Erich und Chris Adams einbezogen wurde. Er durfte den WCCW Championship halten und bildete eine kurzlebiges Team mit The Dingo Warrior.

NWA und WWF[Bearbeiten]

Im September 1986 ging Rood zurück zur National Wrestling Alliance und durfte am 6. Dezember 1986 im Team mit Manny Fernandez den NWA World Tag Team Championship gewinnen. Im April 1987 konnte Rood schließlich einen Vertrag mit der damaligen World Wrestling Federation abschließen. Hier wurde ihm Bobby Heenan als Manager zur Seite gestellt. Fehden mit Paul Orndorff, Jake Roberts und Ultimate Warrior folgten. Letzterem durfte Rood den WWF Intercontinental Titel bei Wrestlemania V abnehmen. Wenige Monate später, beim SummerSlam 1989 gab er den Titel an selbigen wieder ab. In das Geschehen um den WWF Champion Titel wurde er auch einbezogen. Er verlor beim Summerslam 1990 ein Käfigmatch gegen den Titelträger, der zu diesem Zeitpunkt ebenfalls der Ultimate Warrior war. Im Oktober 1990 verließ er die Liga.

WCW[Bearbeiten]

Als Rood wieder zurück in die WCW kam, erstellte man die Gruppierung The Dangerous Alliance, welche aus Rood selbst, Paul Heyman, Madusa, Arn Anderson, Bobby Eaton, Larry Zbyszko und Steve Austin bestand. Später ließ man Rood den United States Championship gewinnen. Im Jahr 1992 verließ er die Dangerous Alliance und kämpfte anschließend um den NWA World Heavyweight Champion. 1993 durfte Rood diesen mittlerweile in WCW International World Heavyweight Champion umbenannten NWA World Heavyweight Championship erringen, den er noch zwei weitere Male hielt. Ein Sieg über Sting im April 1994 sollte ihn den Titel ein drittes Mal halten lassen. Eine Nackenverletzung, die er sich während des Kampfes zuzog und ihn in der Folge zwingen sollte, vom aktiven Geschehen zurückzutreten, verhinderte dies jedoch. Der Titel wurde ihm offiziell wegen vorgeschobener Regelwidrigkeiten aberkannt.

ECW und WCW[Bearbeiten]

Bis 1997 trat Rood für keine Organisation auf und lebte von seiner Lloyd’s-Versicherung. 1997 kam Rood zur ECW, wo er zunächst als Maskierter Unbekannter auftrat und dann wenig später Kommentator wurde. Im gleichen Jahr trat er zudem noch einmal in der WWF auf und war hier wie Shawn Michaels und Triple H Mitglied der D-Generation X. Nach kurzer Zeit wechselte er ohne Vorankündigung innerhalb einer Nacht zurück zur WCW. Dieser Wechsel sorgte für einige Aufregung, da Rood so gleichzeitig beim aufgezeichneten RAW sowie beim live ausgestrahlten Nitro zu sehen war. In der WCW wurde er zum Mitglied der nWo und managte dort vor allem seinen langjährigen und ebenfalls aus Robbinsdale stammenden Freund Curt Hennig.

Tod[Bearbeiten]

Rood starb 1999 plötzlich im Alter von 40 Jahren. Todesursache war eine Überdosis eines Medikamentenmixes, Mitte der 1990er Jahre hatte er bereits den Missbrauch von anabolen Steroiden eingestanden.[2]

Erfolge[Bearbeiten]

  • 1x NWA American Heavyweight Title
  • 2x WCW International Title
  • 1x WCW Tag Team Titles
  • 1x WCW United States Title
  • 1x WWF Intercontinental Title

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Richard Rood – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Matthew Hester: The Ravishing One. The Story Of Rick Rude a True Class Act. In: Bleacher Report. 5. Mai 2009, abgerufen am 16. Juli 2014.
  2. Wrestling deaths and steroids. usatoday.com, 12. März 2004, abgerufen am 15. Juli 2014.