Bobby Heenan

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Bobby Heenan
Bobby Heenan (links) mit Larry Zbyszko

Bobby Heenan (links) mit Larry Zbyszko

Daten
Ringname(n)
Namenszusätze The Brain
The Weasel
Pretty Boy[1]
Körpergröße 183 cm[1]
Kampfgewicht 90 kg[1]
Geburt 1. November 1944[1]
Chicago, Illinois, USA[1]
Wohnsitz Tampa, Florida, USA[2]
Angekündigt aus Beverly Hills, Kalifornien, USA[2]
Trainiert von selbst[2]
Debüt 1960[1][3]
Ruhestand 2000

Raymond Louis Heenan (* 1. November 1944 in Chicago) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Pro-Wrestler, Manager und TV-Kommentator. Bekannt wurde er unter den Ringnamen Bobby „The Brain“ Heenan und Bobby „The Weasel“ Heenan. Als legendär gelten heute seine Rede-Duelle mit Gorilla Monsoon in den US-amerikanischen Wrestlingshows.

Während seiner aktiven Karriere war er hauptsächlich für AWA, World Championship Wrestling und die damalige World Wrestling Federation tätig. Heenan wurde 2004 von Blackjack Lanza in die WWE Hall of Fame eingeführt.

Karriere[Bearbeiten]

Die Anfänge[Bearbeiten]

Heenans Mutter besaß in Indianapolis einige Apartments. Einer ihrer Mieter war der regionale Wrestler Zack Melkof. Heenan selbst war schon immer vom Wrestling begeistert und betrieb mit einigen Freunden das sogenannte Backyard Wrestling. Als 12-Jähriger ließ sich dieser von Melkof die ersten professionellen Griffe und Aktionen zeigen. Melkof brachte den jungen Heenan mit den ersten regionalen Wrestlingligen in Kontakt und dieser begann noch 1956 für die Promotor als Verkäufer, Kofferträger und in der Ringcrew zu arbeiten.[4][5]

Die Zeit als aktiver Wrestler[Bearbeiten]

Als 17-Jähriger gab er 1960 sein Debüt als Wrestler, als er maskiert unter dem Namen Avenger antrat. Sein damaliger Gegner war der ehemalige Bodybuilder Calvin „Prinz“ Pullins.[5] Da er jedoch noch minderjährig war und das Regelwerk der NWA besagte, dass aktive Wrestler erst mit 21 Jahren national und regional antreten durften, gab es Probleme. Um eine Sonderregel aufzugreifen, die es 18-Jährigen erlaubte, regional begrenzt als Wrestler aufzutreten, machte er sich ein Jahr älter, in dem er 1943 als sein Geburtstag angab, zum anderen verbarg er sein jugendlich wirkendes Gesicht unter einer Maske. Seine ersten Matches waren durch ihre blutigen Ausführungen geprägt und Heenan trat in ihnen als Brawler an. Doch bemerkte Heenan selbst, dass seine ringerischen Fähigkeiten begrenzt waren. Er entdeckte aber, dass seine Promos denen seiner Kollegen rednerisch weit überlegen waren. So beschloss Heenan mit seinen Promotoren, sein Gimmick dahin zu ändern, dass er verstärkt als Manager eingesetzt wurde.

Ab 1965 trat Heenan unter dem Namen „Pretty Boy“ Bobby Heenan auf, nachdem er sich bei einer Show den Nacken gebrochen hatte.[6][7] Sein neues Gimmick war das eines miserablen Wrestlers und eines hinterhältigen Wrestling-Managers. Er rannte als Wrestler aus dem Ring oder kauerte sich in dessen Ecke, wenn es für den „Wrestler“ Bobby Heenan eng wurde. Zum anderen baute er in späterer Zeit als „Manager“ einige der bedeutendsten Wrestler und Stables auf, deren rednerische Mängel durch seine logischen und durchstrukturierten Promos wieder wettgemacht wurden.

Durchbruch als Manager in der AWA und NWA[Bearbeiten]

Ende der 1960er Jahre verlangten die Promoter, die selbst diese Vorgabe von Fernsehsendern und Sponsoren bekamen, immer mehr Redetexte von den Wrestlern, da sich das Wrestlinggeschäft nun langsam auf TV-Übertragungen verlagerte und die monatlichen Live-Veranstaltungen immer mehr in den Hintergrund drängten. Aus dem Wrestling wurde langsam Show Entertainment. So stellte man rednerisch schwachen Wrestlern lautstarke und wortgewandte Manager zur Seite, die deren Redepart auf ein Minimum reduzierten. Längere Promos wurden nun durch die Manager gehalten, die durch eine wörtliche Zustimmung der Wrestler abgeschlossen wurden. Heenans Rolle fiel genau in diese Sparte und hat sich seit dem nicht mehr viel verändert.[2] Er wurde nun landesweit als Manager von Wrestlern bekannt und trat in der Folge vor allem in der American Wrestling Association auf. Dort wurde er ab 1969 so etwas wie ein Aushängeschild der Liga, dass die Hallen zu füllen vermochte. Dort betreute Heenan ein Tag Team, das von Nick Bockwinkel und Ray „The Crippler“ Stevens gebildet und welche mehrfache AWA Tag Team Champions wurden. In diese Zeit fiel die Gründung der Heenan Family, die aus den Wrestlern Bockwinkel, Stevens, Bobby Duncum Sr. und Blackjack Lanza gebildet wurde.[2]

1976 stand Bobby Heenan so zeitgleich dem AWA World Champion (Bockwinkel) und den AWA Tag Team Champions (Lanza und Duncum) zur Seite. In dieser Phase seiner Karriere erhielt „The Brain“ auch den Spottnamen „Weasel“, den ihm Dick The Bruiser gab, was Face-Wrestler und -Fans aufnahmen. Diese Bezeichnung sollte Heenan bis zu seinem Karriereende nicht mehr loswerden.[8]

Nach einem etwa halbjährigen Abstecher zu der NWA gehörenden Liga Georgia Championship Wrestling, kehrte Heenan im Spätjahr 1979 zur AWA zurück, um seinem Schützling Nick Bockwinkel zu einem erneuten längeren Meisterschaftserfolg zu verhelfen. Einer der Gegner Bockwinkels war ein Newcomer namens Hulk Hogan. Ab 1982 wurde die WWF auf den rednerisch begabten Heenan aufmerksam, als dieser bei einem Match des amtierenden AWA-Champions Bockwinkels gegen Hogan einen verbotenen Gegenstand (engl. foreign object) in Form eines Schlagringes in den Ring schob, mit dem der AWA-Champion seinen Herausforderer verletzen sollte. Dies war jedoch nicht Teil der Storyline. Allerdings gelang es Hogan, Bockwinkel den Schlagring zu entwenden und diesen damit niederzuschlagen. Hogan wurde zum neuen Champion erklärt, da dem Ringrichter der verbotene Gegenstand entgangen war. Auf Betreiben Heenans wurde Hulk Hogan der Titel jedoch wieder aberkannt, da sich der Schlagring noch in seinem Besitz befand.[9][10]

Die Zeit in der World Wrestling Federation[Bearbeiten]

Heenan wurde als Bobby „The Brain“ Heenan von der damaligen World Wrestling Federation angestellt, nachdem er vor allem für deren größten Konkurrenten, der American Wrestling Association, erfolgreich gearbeitet hatte. Er debütierte dort am 26. November 1984 als er den Belgier Sal Bellomo besiegte. Nach dem Willen von Vince McMahon sollte Heenan den Wrestler Jesse „The Body“ Ventura managen. Nachdem aber Ventura seine aktive Karriere aufgrund von Blutgerinnseln in der Lunge beenden musste, übernahm Heenan Big John Studd als Schützling, welcher gegen André the Giant fehden sollte. Kurz darauf belebte man die Heenan Family wieder, welche im Laufe von Heenans WWF-Zeit neben Studd auch Ken Patera, Paul Orndorff, King Kong Bundy, Andre The Giant sowie einige andere beinhaltete und über 20 Jahren bestehen sollte. Heenan selbst lehnte den Begriff „Stable“ (dt. Stall) immer ab, mit der Begründung, dies sei etwas, in das man Pferde stelle.[2]

Heenan war einer der, wenn nicht sogar der meistgehasste Manager der WWF. Seine bekannteste Fehde hatte er, als er Andre The Giant herausforderte, gegen Studd in einer Body-Slam-Challenge um 15.000 USD anzutreten. Diese Herausforderung, welche bei der ersten WrestleMania stattfand, besagte zudem, dass Andre, sollte er verlieren, seine Karriere beenden sollte.[11]

Die Heenan Family hatte während der 1980er Jahre eine aufsehenerregende Fehde gegen Wrestlinglegende Hulk Hogan. Zwei Mitglieder, King Kong Bundy 1986 und Andre The Giant 1987, traten bei WrestleMania jeweils gegen Hogan an, durften dessen Titel jedoch nicht gewinnen, welchen ihm Andre allerdings ein Jahr später, 1988, abnehmen konnte, nachdem er sich mit dem „Million Dollar Man“ Ted DiBiase verbündet hatte. Ein weiteres beachtetes Fehdenprogramm führte Heenan gegen den Ultimate Warrior. Dieser reinitiierte die Weasel Suit Matches, nach denen der Verlierer in ein Wieselkostüm steigen musste. Selbige kannte Heenan bereits aus der AWA, wo sie erstmals bestritten wurden.[2]

Nachdem Heenan in seinen ersten fünf Jahren bei der WWF keinen Titelhalter managen konnte, worüber sich die Kommentatoren lustig machten, hatte er bei WrestleMania V, so Jesse Ventura und Gorilla Monsoon, eine „Herausforderung“ zu meistern. Diese Großveranstaltung war Bobbys beste Chance seit WrestleMania III, endlich einem Champion zur Seite zu stehen: „Ravishing“ Rick Rude konnte dem Warrior dessen Intercontinental-Championship-Titel abnehmen. Kurze Zeit später erhielten die Brain Busters die Tag-Team-Titel, womit Heenan nicht nur zwei Championships zur gleichen Zeit in seiner Family hielt, sondern auch einen Rekord einstellte, den zwei Jahre zuvor Jimmy Hart aufgestellt hatte. Ein Jahr später hatte er diesen überboten, nachdem er in der Zwischenzeit nicht nur die Colossal Connection (Andre und Haku) zum Tag-Team-Titel, sondern auch Mr. Perfect zum Intercontinental-Titel führen konnte.[2]

Ab 1991 war es „The Brain“, bedingt durch eine Nackenverletzung, nicht mehr möglich, wie bisher gewohnt, während seiner Auftritte am Ring, Schläge einzustecken. So trat er als Manager zurück, um Kommentator zu werden. Dies hielt ihn jedoch nicht davon ab, hin und wieder dennoch zu managen. Als Ric Flair bei der WWF unterschrieb, lobte ihn Heenan – aufgrund Flairs Nicht-Antritts-Klausel mit der WCW – wochenlang als den „Real World's Heavyweight Champion“ (dt.: wahrer Schwergewichtschampion), da dieser noch die NWA World Heavyweight Championship hielt. Obwohl er selbst gerne Flairs Manager geworden wäre, entschied man sich, Heenans ehemaligen Schützling Mr. Perfect, der seine aktive Karriere wegen einer Verletzung unterbrochen hatte, stattdessen als Ringbegleitung des „Nature Boy“ auftreten zu lassen. Beim Royal Rumble des Jahres 1993 stellte er, als Revanche an Mr. Perfect, „The Narcissist“ Lex Luger in der Federation vor.[2]

Zeit als Kommentator[Bearbeiten]

1986 ersetzte Heenan Jesse Ventura als Kommentatorenpartner von Gorilla Monsoon. Dabei übernahm er das gleiche Profil, das er schon als Manager verkörpert hatte. Die in der Regel improvisierten Gespräche der beiden sorgten vielfach für Aufsehen und unterhaltende Momente. Heenan bezeichnete sich selbst als „Nachrichtenjournalist“ und begeisterte sich offen für die Bösewichte, die im Ring betrogen, nannte die Guten, insbesondere Jobber, im Gegenzug „Weicheier“.[2] Ein Running Gag der beiden war, dass sich Heenan nahezu jedes Mal in einen Lobesrausch für einen Heel steigerte, bis Monsoon ihm mit einem „Will you stop!“ (dt.: Hör endlich auf!) Einhalt gebot.

Heenan, der immer noch unter seiner Nackenverletzung zehn Jahre vorher litt, entschied sich Ende 1993, die WWF zu verlassen, da er die engen Zeitpläne dort nicht mehr schaffte. Er bekam eine passende On-Air-Verabschiedung bei der Monday Night Raw-Ausgabe vom 6. Dezember 1993.[12] Gorilla Monsoon, Heenans ständiger (Kayfabe)-Fehltritte und Lästerungen „überdrüssig“, warf ihn und seine Habseligkeiten aus dem Westchester County Center auf die Straßen New Yorks. Heenans Aussage nach, war dies eine gemeinsame Idee von ihm und Monsoon. Später hätten er und Monsoon sich im Hotel umarmt und stundenlang geweint.[13] In einem späteren Interview äußerte Heenan, er habe sich dazu entschieden, dass Monsoon ihn herauswerfe, da es passend schien. Außerdem stichelte er in Richtung Monsoon, er habe die Bananen, die dieser ihm als Abschiedsgeschenk überreicht hatte, gegessen.

Ursprünglich wollte Bobby Heenan zu dieser Zeit das Wrestlinggeschäft aufgeben, entspannen und sich um seine Familie kümmern. Doch wurde er nicht lange nach seinem Abschied aus der WWF von der WCW kontaktiert. Erst zögerte er, doch als er erfuhr, dass diese bessere Arbeitszeiten und eine Krankenversicherung hatte, sagte er zu. Außerdem ging seine Tochter in Alabama zur Schule, und da die Zentrale der WCW in Atlanta lag, bedeutete dies nur einige Stunden Fahrt.[14]

Die Zeit bei World Championship Wrestling[Bearbeiten]

1994 wechselte Heenan als Vollzeitkommentator zur WCW, wo er sein Gimmick des Fieslings weiterführte. Immer noch jubelte er den Heels zu und fand Ausflüchte, wenn diese betrogen. Eingesetzt wurde er in den Hauptshows der Liga, Monday Nitro und Thunder, sowie den Clash of the Champions Specials und vielen Pay-per-Views. Heenans Zeit bei der WCW war sehr unglücklich. Er selbst beschreibt den Unterschied zwischen den Arbeitsverhältnissen bei WCW und WWF „wie Nacht und Tag“, unter anderem wegen seiner Meinungsverschiedenheiten mit Eric Bischoff und Tony Schiavone.[15]

1995 musste er sich einer Nackenoperation unterziehen und kehrte zum Great American Bash 1996 zurück, um Ric Flair und Arn Anderson zu einem Sieg über Steve McMichael und Kevin Greene zu verhelfen und McMichael in deren Team zu locken.

Ab Ende Januar 2000 wurde Heenan bei Nitro und den Pay-per-Views durch Mark Madden ersetzt, im April ergänzte Tony Schiavone ihn und Mike Tenay bei Thunder. Dort wurde Heenan im August 2000 von Stevie Ray abgelöst. Seinen letzten Einsatz für die WCW hatte er dann bei World Wide, bevor er im November entlassen wurde.[16]

Der „Pillman-Vorfall“[Bearbeiten]

Beim Clash of the Champions, der am 23. Januar 1996 live bei TBS ausgestrahlt wurde, schrie Heenan laut „What the f*** are you doing?“ (dt. „Was zur Hölle tust du?“), als ihn Brian Pillman in dessen damaligen Rolle der „Loose Cannon“ beim Genick griff, welches erst kurz vorher operiert worden war. Noch am selben Abend entschuldigte sich Heenan beim Publikum für seine unüberhörbare, vulgäre Wortwahl. Pillman entschuldigte sich später bei Heenan und gab an, dass er nichts von der Operation und Heenans „Nicht Anfassen“-Status aufgrund seiner Verletzung gewusst habe.

Heenan erklärte in einem späteren Interview, er habe nicht gewusst, das es Pillman war, der nach ihm griff, da er sich auf dessen Gegner im Ring, Eddie Guerrero konzentriert habe. Er sagte des Weiteren, er habe nicht geahnt, dass Pillman hinter ihm stand und wäre der Meinung gewesen, ein Fan habe die Barriere übersprungen und ihn dann angegriffen. Bei späteren Veröffentlichungen wurde der Satz Heenans ausgeblendet, ist aber auf einer DVD über Pillmans Karriere aus dem Jahr 2006 zu hören.[17]

Die Zeit nach der WCW[Bearbeiten]

Heenan trat auch nach seiner Entlassung durch die WCW sporadisch auf, so bei der Gimmick-Battle Royal während der WrestleMania X-Seven oder bei kleineren Veranstaltern. So agierte er 2001 als „Sports Agent“ in der X Wrestling Federation unter Curt Hennig.

2002 und 2004 veröffentlichte er Autobiografien über seine Karriere, zuerst Bobby The Brain: Wrestling's Bad Boy Tells All, dann Chair Shots and Other Obstacles: Winning Life's Wrestling Matches, welches eine Einleitung von Ric Flair enthält. Bei beiden Büchern fungierte Steve Anderson als Co-Autor.

Als er kur vor der WrestleMania des Jahres 2004 in die WWE Hall of Fame aufgenommen wurde, zollte er in seiner Dankesrede seinem langjährigen Kommentatorenpartner Tribut, als er unter Tränen sagte: „I wish Monsoon were here.“ (dt. „Ich wünschte, Monsoon wäre hier.“).[2] Monsoon war zu der Zeit bereits verstorben.

Heenan selbst führte zudem vier ehemalige Wrestler in die Hall of Fame ein: Paul Orndorff (2005), Blackjack Mulligan und Blackjack Lanza (2006) und Nick Bockwinkel (2007).

Einen erneuten WrestleMania-Auftritt hatte Heenan bei deren zwanzigstem Jubiläum. Jonathan Coachman war hinter der Bühne auf der „Suche“ nach The Undertaker, als er Lärm hörte und schließlich die bereits älteren Wrestlerinnen Mae Young und Fabulous Moolah antraf. Nur Augenblicke davor liefen ihm Heenan und „Mean“ Gene Okerlund über den Weg – beide mit halb herunterhängenden Hemden und insgesamt derangiert. Coachman vermutete, die Vier seien irgendwelchen Sexspielen nachgegangen.[16]

Für die 2005 erschienene DVD The Self-Destruction of the Ultimate Warrior gab Bobby Heenan ein Interview.

Heenan hatte außerdem Kurzauftritte bei Ring of Honor und TNA.

2009 erhielt Heenan einen Preis für sein Lebenswerk vom Pro Wrestling Report bei der jährlichen Veranstaltung Blizzard Brawl. Im selben Jahr wurde in Milwaukee der 5. Dezember durch Bürgermeister Tom Barrett zum „Bobby-Heenan-Tag“ erklärt.

Am 28. Dezember 2010 brachte die WWE eine Doppel-DVD über Bobby Heenans Karriere heraus.

Privatleben[Bearbeiten]

Bobby Heenan ist seit 1966 mit seiner Frau Cynthia Jean verheiratet, 1978 wurde ihre Tochter geboren. Diese machte ihn durch die Geburt ihres Sohnes 2008 zum Großvater.

Trotz ihrer oft heftigen Auseinandersetzungen vor der Kamera, war Heenan privat mit Gorilla Monsoon befreundet. Als dieser am 6. Oktober 1999 starb, bestand Heenan, der damals für die WCW arbeitete, darauf, Monsoons Tod zu verkünden, obwohl dieser niemals bei der WCW war. Am 11. Oktober gaben Bobby Heenan und Tony Schiavone den Tod von Gorilla Monsoon bei Monday Nitro bekannt, wobei Heenan ihn noch verabschiedete, bevor er unter Tränen das Kommentatorenpult verließ. Weitere Freundschaft verbindet ihn mit Gene Okerlund und Hulk Hogan.

Kampf gegen den Kehlkopfkrebs[Bearbeiten]

Im Januar 2002 gab Heenan auf seiner Website bekannt, dass er an Kehlkopfkrebs erkrankt sei.

„I just want to let all the wonderful „humanoids“ out there know how grateful I am for the good wishes...
Yes, I do have throat cancer, but I plan on beating this too.
If the late, great Gorilla Monsoon couldn’t shut me up, cancer isn't going to either...[2]

(Übers.:„Ich wollte nur all die wunderbaren Humanoiden da draußen wissen lassen, wie dankbar ich ihnen für ihre guten Wünsche bin ...
Ja, ich habe Kehlkopfkrebs, aber ich habe vor, auch diesen zu besiegen.
Wenn mich schon der verstorbene, großartige Gorilla Monsoon nicht zum Schweigen bringen konnte, wird es der Krebs auch nicht schaffen ... “)

Seitdem hat sich Heenan weitestgehend von der Krebserkrankung erholt, jedoch einiges an Gewicht verloren. Außerdem hat sich seine Stimme sehr stark verändert, sie ist nun wesentlich weicher und höher als früher.

Im Dezember 2007 unterzog er sich einer zweiten rekonstruktiven Kieferoperation, nachdem die Erste nicht erfolgreich verlaufen war. Danach wurde er in ein künstliches Koma versetzt, aus dem er nur langsam wieder geholt wurde. Ende Januar 2008 war er vollständig erwacht. Da er nicht sprechen konnte, kommunizierte er mit seinen Augen. Heenan erwarten noch weitere Operationen am Kinn, diese sind jedoch kosmetischer Natur, die Wiederherstellung des Kiefers ist bereits abgeschlossen. Im Oktober 2008 konnte er bereits wieder kurze Sätze sprechen, Februar 2009 wurde berichtet, er lerne noch, wieder richtig sprechen zu können, sei aber aus dem Krankenhaus entlassen worden.[18]

Einen Tag vor WrestleMania XXV begleitete Heenan seinen Freund Gene Okerlund zur WWE Hall of Fame Zeremonie.

Am 11. Dezember 2009 wurde er in ein Krankenhaus eingeliefert, nachdem eine Infektion am Kiefer diagnostiziert wurde. diese war jedoch sehr bald behoben.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Bobby Heenan, Steve Anderson: Bobby The Brain: Wrestling’s Bad Boy Tells All. Triumph Books, 2002, ISBN 1572434651.
  • Bobby Heenan, Steve Anderson: Chair Shots and Other Obstacles: Winning Life's Wrestling Matches. Sports Publishing, 2004, ISBN 1582617627.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Heenans Profil bei Cagematch
  2. a b c d e f g h i j k l Heenan auf Online World of Wrestling (englisch)
  3. Heenan bei All Sports People (englisch)
  4. 411mania-Profil von Bobby Heenan (englisch)
  5. a b NWA Wrestling – The Magazine, Ausgabe 11/1979, S. 15
  6. Biografie Bobby Heenan auf Genickbruch.com, abgerufen am 4. Februar 2012
  7. Biografie Bobby Heenan auf Online World of Wrestling, abgerufen am 4. Februar 2012
  8. Heenan, Bobby: „Bobby The Brain: Wrestling's Bad Boy Tells All.“, S. 32, Triumph Books, 2002
  9. Profil Hulk Hogans auf Online World of Wrestling
  10. Profil Hulk Hogans auf Genickbruch
  11. WrestleMania 1 Results - wwe.com
  12. wwe.com
  13. Heenan, Bobby: „Bobby The Brain: Wrestling's Bad Boy Tells All.“, S. 90, Triumph Books, 2002.
  14. Heenan, Bobby: „Bobby The Brain: Wrestling's Bad Boy Tells All.“, S. 94, Triumph Books, 2002.
  15. Heenan, Bobby: „Bobby The Brain: Wrestling's Bad Boy Tells All.“, S. 97, Triumph Books, 2002.
  16. a b Heenan bei SLAM! Sports (englisch)
  17. Bericht über Pillmans Karriere bei 411mania
  18. Bericht über Heenans Krebserkrankung auf Helium.com