Riedbergpass
| Riedbergpass | |||
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Passhöhe, Blick zum Riedberger Horn, Schild mit falscher Höhenangabe |
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| Westen | Osten | ||
| Passhöhe | 1.407 m ü. NN | ||
| Bundesland | Bayern | ||
| Wasserscheide | Bolgenach | Schönberger Ach | |
| Talorte | Hittisau | Fischen im Allgäu | |
| Ausbau | Straße | ||
| Erbaut | 1961 | ||
| Sperre | keine | ||
| Besonderheiten | Höchste befahrbare Passstraße Deutschlands | ||
| Profil | |||
| Ø-Steigung | 3,1 % (531 m / 17 km) | 7,1 % (621 m / 8,7 km) | |
| Max. Steigung | 16 % | 16 % | |
| Karte | |||
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| Koordinaten | 47° 26′ 13″ N, 10° 10′ 38″ O47.43694910.1770881407Koordinaten: 47° 26′ 13″ N, 10° 10′ 38″ O | ||
Der Riedbergpass ist mit 1.407 m[1] der höchste befahrbare Gebirgspass Deutschlands. Er ist Teil der Allgäuer Alpen im Landkreis Oberallgäu, Bayern.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Besonderheit
Lediglich die Roßfeldhöhenringstraße, die unter den Gebirgsstraßen am Ahornbüchsenkopf östlich von Berchtesgaden eine Sonderstellung aufweist, und einige Sackgassen, zum Beispiel am Grünten, führen in Deutschland auf noch höhere Stellen als am Riedbergpass. Dies sind allerdings keine tatsächlichen Passstraßen, sondern im Gegensatz zu einem Pass, der zwei Auffahrten hat, lediglich Rundstraßen bzw. Bergankünfte. Höher ist unter anderen noch der Schrofenpass, der aber nur zu Fuß bzw. per Mountainbike passierbar ist.
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Geographische Lage
Der Riedbergpass befindet sich als eine der westlichsten Stellen der Bayerischen Alpen in den Allgäuer Alpen im Südwesten des Landkreises Oberallgäu im deutschen Bundesland Bayern. Südwestlich schließt sich der Bregenzerwald an, der sich unter anderem im österreichischen Bundesland Vorarlberg ausbreitet.
Die Passhöhe liegt in der Hörnergruppe zwischen dem namensgebenden Riedberger Horn (1.786 m) im Nordwesten, dem Wannenkopf (1.712,2 m) im Nordosten, dem Besler (1.679 m) im Südosten, dem Piesenkopf (1.630 m) im Südwesten und dem Hochschelpen (1.552 m) im Westen. Sie befindet sich zwischen Obermaiselstein (nordwestlich von Oberstdorf) im Osten und Balderschwang (an der Grenze zu Vorarlberg) im Westen. Bis zur Eröffnung der Straße war die kleinste bayerische Gemeinde, Balderschwang, für den Kraftfahrzeugverkehr nur über Vorarlberg erreichbar.
[Bearbeiten] Wasserscheide
Über die direkt nordwestlich des Riedbergpasses gelegenen Berge verläuft die Rhein-Donau-Wasserscheide, die Teil der europäischen Hauptwasserscheide ist.
Die Bolgenach, die südlich vom Riedberger Horn bzw. südwestlich des Passes entspringt und dann nach Westen fließt, entwässert über die Weißach, die Bregenzer Ach, den Bodensee und den Rhein in die Nordsee.
Die Schönberger Ach mit ihrem zwischen Riedberger Horn und Wannenkopf gelegenen Quellgebiet, die direkt westlich am Riedbergpass vorbeifließt und dann nach Ostnordosten fließt, entwässert über die Weiler Ach, die Iller und die Donau in das Schwarzen Meer.
[Bearbeiten] Passhöhe
Die Passhöhe des Riedbergpasses liegt auf 1.407 m ü. NN[1]. Auf der Passhöhe befindet sich ein Schild mit der falschen Höhenangabe „Paßhöhe 1.420 m ü. NN“. Ein trigonometrischer Punkt nahe der Passhöhe liegt auf 1.405,9 m[1].
[Bearbeiten] Passstraße
Ist die Passstraße zu Beginn noch kurvenarm, so wird die Straßenführung ab Obermaiselstein recht kurvig und steil. Der Riedbergpass zweigt in Deutschland bei Fischen von der Bundesstraße 19 und in Österreich bei Hittisau von der Landesstraße 205 ab. Die im Unterhalt sehr aufwändige Straße ist auf deutscher Seite bisher als Kreisstraße OA 9 klassifiziert, wegen der Verkehrsbedeutung auch als kürzeste Verbindung der österreichischen Exklave Kleinwalsertal zu ihrer Bezirks- und Landeshauptstadt Bregenz fordert der hierfür zuständige Landkreis die Einstufung als bayerische Staatsstraße.
Die Passstraße führt aus Richtung Osten von Fischen entlang der Schönberger Ach über Obermaiselstein westwärts hinauf zur Passhöhe. Jenseits des Riedbergpasses verläuft sie westnordwestwärts bergab durch das Tal der Bolgenach hinab nach Balderschwang. Im dortigen Balderschwanger Tal kreuzt die Straße rund 10,5 Straßenkilometer westlich der Passhöhe an der Südwestflanke der sich nördlich von ihr erhebenden Nagelfluhkette die deutsch-österreichische Grenze; dort ist der kleine Doserbach überbrückt, der vom nahen Samstenberg (1.513,4 m) kommt und nach Süden in die Bolgenach fließt. Von der letztlich in Hittisau endenden Passstraße zweigen lediglich ein paar Sackgassen ab, beispielsweise westlich der Passhöhe in Richtung Norden zur Grasgehrenalpe.
Die Passstraße weist auf beiden Rampen bis zu 16 Prozent Steigung bzw. Gefälle auf, wobei von Fischen im Allgäu bis Balderschwang rund 16 km Wegstrecke zurückzulegen sind; bis Hittisau sind dies sogar 28 km. Von Fischen im Allgäu zur Passhöhe sind 659 m Höhenunterschied zu bewältigen, von dort nach Balderschwang 376 m und vom Pass bis nach Hittisau 628 m.
Zwischen Obermaiselstein und Balderschwang besteht in beide Richtungen ein Durchfahrtsverbot für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 19 Tonnen. Die Durchfahrtshöhe des 60 Meter langen Tunnels unter dem Burgschrofen in Obermaiselstein beträgt 3,8 Meter. Ein Fuß- und Radweg umgeht diesen Tunnel.
[Bearbeiten] Bilder
[Bearbeiten] Weblinks
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