Hittisau
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| Wappen | Karte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
| Bundesland | Vorarlberg | |
| Politischer Bezirk | Bregenz (B) | |
| Fläche | 46,65 km² | |
| Koordinaten | 47° 28′ N, 9° 57′ O47.4602777777789.9566666666667798Koordinaten: 47° 27′ 37″ N, 9° 57′ 24″ O | |
| Höhe | 798 m ü. A. | |
| Einwohner | 1847 (31. Dez. 2008) | |
| Bevölkerungsdichte | 40 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl | 6952 | |
| Vorwahl | 05513 | |
| Gemeindekennziffer | 8 02 16 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung |
Platz 370 6952 Hittisau |
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| Offizielle Website | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister | Konrad Schwarz | |
| Lage der Gemeinde Hittisau | ||
Blick vom Kurzentobel |
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Die Gemeinde Hittisau liegt im Osten der Region Bregenzerwald, und somit im Vorarlberger Bezirk Bregenz.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Lage
Das Gemeindegebiet befindet sich im Osten des Bregenzerwaldes (Bregenzerwald in Skizze rot eingezeichnet). Hittisau liegt inmitten einer Dreitälerschlucht.
Berge:
- Roter Berg
- Hittisberg
- Hochhädrich
Tiefster Punkt: 640 m im Scheidbachtobel | Höchster Punkt: 1645 m am Feuerstätter
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Die Gemeinde besteht aus zwei Katastralgemeinden, Hittisau und Bolgenach.
[Bearbeiten] Landschaft
Die Landschaft wird von Wäldern, Naturdenkmälern und zahlreichen Gewässern geprägt.
[Bearbeiten] Politik
Gemeindevorstand: Wolfgang Hagspiel, Günther Fink, Hans Flatz
Mandatare: Reinhold Eberle, Klaus Schwarz, Michael Bartenstein, Tobias Bartenstein, Wilfried Eberle, Gerhard Beer, Elisabeth Stöckler,
Gerhard Schelling, Paul Bechter, Brigitte Nenning, Urs Schwarz, Josef Vögel, Walter Feurstein
Seit 1995 ist Konrad Schwarz Bürgermeister der Gemeinde.
[Bearbeiten] Wirtschaft
Die Gemeinde ist von der Landwirtschaft, insbesondere der Almwirtschaft (81 Alpen), geprägt. Auch der Fremdenverkehr ist gut entwickelt. Von der gemeindlichen Gesamtfläche sind 19 % landwirtschaftliche Grundflächen, 35 % Alpen, 41 % Wald und 5 % sonstige Flächen.
Zu Hittisau gehört auch das Lecknertal, das von Ende Mai bis Mitte September agrarisch genutzt wird. Die Lecknerstraße ist mautpflichtig.
[Bearbeiten] Geschichte
Seit der Jahrtausendwende erfolgen Erschließung, Rodung und Urbarmachung des Bregenzerwaldes, veranlasst durch die Grafen von Bregenz und das Kloster Mehrerau.
Erste urkundliche Erwähnung von Hittisau: 1249 n. Chr.
Bevölkerungsentwicklung
| Volkszählung | Einwohner |
|---|---|
| 2006 | 1855 |
| 2001 | 1802 |
| 1991 | 1721 |
| 1981 | 1638 |
| 1971 | 1560 |
Quelle: Bevölkerungsentwicklung 1869 - 2007 der Statistik Austria
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Kirchen und Kapellen
[Bearbeiten] Die Hittisauer Pfarrkirche
Bereits im Jahre 1510 berichten die Chroniken über eine erste Pfarrkirche in Hittisau, das 1580 zur eigenen Pfarrei erhoben wurde.
Nachdem die alte Kirche trotz zweimaliger Verlängerung zu klein geworden war, bauten die Hittisauer nach den Plänen des heimischen Baumeisters Johann Peter Bilgeri (1802–1849) in den Jahren 1843 bis1845 die heutige Pfarrkirche mit Unterstützung durch die Bevölkerung.
Prunkstücke der lichtdurchfluteten im klassizistischen Stil erbauten Saalkirche sind zum einen die historische Orgel (1868) des Orgelbaumeisters Alois Schönach (1811–1899) und andererseits das große Deckengemälde des Münchner Akademieprofessers Waldemar Kolmberger, das Jüngste Gericht darstellend, in dem – für genaue Beobachter – auch Winston Churchill seinen Platz in der (Vor-)Hölle gefunden hat.
Im Gegensatz zur landesüblichen Ausrichtung der Kirchen, in denen Turm und Altarraum gegen Osten weisen, steht die Hittisauer Kirche in Anpassung an das Gelände in Nord/Süd-Lage. Bauherr war Johann Konrad Bechter (Hittisauer Vorsteher und einer der größten Bauern und Alpbesitzer im Bregenzerwald) der im Jahre 1838 den Neubau der „Krone“ errichten ließ, nicht zuletzt in der Absicht, damit die Einsetzung eines Landesgerichtes in Hittisau zu fördern.
Die bunten Glasfenster der Kirche in Nazarenstil stammen aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts, die Apostelplastiken sind das Werk des Franz Schmalzl aus Gröden. Außergewöhnlich sind die Kreuzwegstationen, die Christian Moosbrugger um 1950 schuf: er schnitzte sie negativ ins helle, ungefasste Holz.
An touristischen Sehenswürdigkeiten finden sich neben dem Lecknersee zudem zwei Kapellen: die Antonius- sowie die Maria-Heimsuchungs-Kapelle.
[Bearbeiten] Frauenmuseum
Das Frauenmuseum hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Welt aus Frauensicht darzustellen, die Auseinandersetzung der Frauen mit ihrer natürlichen und gesellschaftlichen Umwelt, und die daraus entwickelte frauenspezifische Kultur. Dazu werden Wissen und Objekte des weiblichen Alltags gesammelt.
Es werden die materielle Kultur (Gegenstände des täglichen Lebens, handwerkliche Erzeugnisse, Kunst/Kunsthandwerk) und die immaterielle Kultur der Frauen des Bregenzerwaldes (Erfahrungen, Erzählungen, Geschichten, Gedanken zu Philosophie, Religion, Politik, Wissen über Geschichte und Natur) dokumentiert.
[Bearbeiten] Werkraum Bregenzerwald
Für aufmerksame Betrachter zeigt sich in Hittisau der Werk- und Baustoff Holz in vielerlei Erscheinungsformen. In einer ununterbrochenen regionalen Wertschöpfungskette wird das heimische Holz bearbeitet. Sachkenntnis, Gespür für die Natur und ihre Zusammenhänge, großes Erfahrungswissen und praktisches handwerkliches Können fügen sich zu einer Kulturleistung im besten Sinne.
So ist Holz harmonisch in den Alltag des Dorfes eingebettet: als wichtigstes Element in der Architektur, in Sägewerksbetrieben, alten Holzbrücken (sehr bemerkenswert ist übrigens die gedeckte Holzbrücke zwischen Lingenau und dem Egger Ortsteil Großdorf, die auf Alois Negrelli, den Planer des Suezkanals zurückgeht), dem Biomasseheizwerk, besonderen Handwerksbetrieben, wie z. B. Peter Lässer, dem einzigen gewerblichen Kufermeister weitum, oder einfach im schönen alten Baumbestand.
Neben einigen innovativen Privathäusern oder liebevoll renovierten un adoptierten Wohnbauten zeichnet sich das Hittisauer Feuerwehr- und Kulturhaus, in dem auch das einzige österreichische Frauenmuseum seinen Sitz hat, durch seine Eleganz und Funktionalität aus.
[Bearbeiten] Der Hittisauer Wasser-Wanderweg
Dieser Weg führt u. a. auch durch die Engenlochschlucht, in der ein originalgetreues Modell eines Sägewerks anschaulich die Funktionsweise eines echten Sägewerks näherbringt. Der Wanderweg ist zugleich Teil des Hittisauer Rundwegs und kann mit diesem verbunden werden – inklusive echtem Dachsbau. Bergwanderer können diesen Weg mit dem Aufstieg zum Hausberg Hittisberg verbinden.
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde
- Adolf Helbok (1883–1968), Historiker und Volkskundler
- Josef von Bergmann (* 13. November 1796 in Hittisau; † 29. Juli 1872 in Graz), seit 1863 Direktor des Wiener Münzkabinetts
[Bearbeiten] Weblinks
-
Commons: Hittisau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien - Gemeindedaten von Hittisau bei der Statistik Austria
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