Robert Clyde Jones

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Basketballspieler
Bobby Jones
Spielerinformationen
Voller Name Robert Clyde Jones
Spitzname Bobby
Geburtstag 18. Dezember 1951
Geburtsort Charlotte, Vereinigte Staaten
Größe 206 cm
Position Small Forward
College North Carolina
NBA Draft 1974, 5. Pick, Houston Rockets
Vereine als Aktiver
1974–1978 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Denver Nuggets
1978–1986 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Philadelphia 76ers
Nationalmannschaft1
1972 Vereinigte Staaten 9 Spiele[1]
1Stand: 08.09.2009

Robert Clyde „Bobby“ Jones (* 18. Dezember 1951 in Charlotte, North Carolina) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Basketballspieler der Denver Nuggets der American Basketball Association und National Basketball Association und der Philadelphia 76ers der NBA. Der 2,06 m große Jones spielte auf der Position des Small Forwards und galt als einer der besten Defensivspieler seiner Generation.

Karriere[Bearbeiten]

Bobby Jones war ein Starspieler der University of North Carolina, wo er 14 Punkte und neun Vorlagen pro Spiel erzielte. In den Olympischen Spielen 1972 spielte Jones im olympischen Basketball-Finale des U.S.-Teams gegen die Sowjetunion, in dem die Schiedsrichter beim Stand von 50:49 für die USA die letzten drei Sekunden dreimal wiederholten und die Sowjets in letzter Sekunde mit 51:50 gewannen. Jones blieb die Silbermedaille.

In den USA gab es damals zwei konkurrierende Profiligen, die etablierte National Basketball Association und die neue American Basketball Association. Die kleine, aber spielerfreundliche ABA war der Gegenentwurf zur damals reaktionären, reformunwilligen NBA, die die Spieler als Eigentum betrachtete. Obwohl Jones im NBA-Draft 1974 von den Houston Rockets an Position 1 gedraftet wurde, lehnte er dieses Angebot an und schloss sich stattdessen den Denver Nuggets der ABA an. Dort wurde Jones zum Star, indem 15 Punkte und 6 Rebounds pro Spiel erzielte, und mit seiner hohen Wurfquote von 60 % und seiner harten Verteidigungsarbeit beeindruckte. Er galt als der einzige Spieler, der die ABA-Legende Julius Erving stoppen konnte, und trug maßgeblich dazu bei, dass die Nuggets in ihren beiden ABA-Jahren das Halbfinale bzw. das Finale erreichten.

Danach ging die ABA pleite, und die Nuggets spielten fortan in der NBA. Jones setzte seine Reputation als zuverlässiger Teamspieler fort und wurde achtmal in Folge in das All-Defensive Team gewählt. 1978 wurde Jones zu den Philadelphia 76ers getradet, wo er bemerkenswerterweise zum Wasserträger seines alten Rivalen Erving wurde. Nachdem die Sixers ein ums andere Mal entweder an den Los Angeles Lakers von Magic Johnson oder den Boston Celtics von Larry Bird scheiterten, erwarben die Sixers 1982 den extrem offensivstarken Center Moses Malone. Dazu entschied sich Coach Billy Cunningham, Jones als Edeljoker („sixth man“) zu benutzen, da Jones von der Bank kommend besser funktionierte als der eigentliche Ersatz Marc Iavaroni. Jones spielte diese Rolle so gut, dass er zum besten Einwechselspieler der NBA (Sixth Man of the Year) gewählt wurde. Die Sixers holten 1983 auf beeindruckende Weise den Titel, indem sie im Finale die Lakers mit 4:0 nach Hause schickten.

Jones spielte bis 1986 bei den Sixers, bis er im Alter von 35 Jahren seinen Abschied erklärte. Als Dank für seine Dienste zogen die Sixers seine Trikotnummer 24 für immer zurück.

Persönliches[Bearbeiten]

Nach seiner Karriere kehrte Jones nach Charlotte zurück und widmete sich dem Coaching an der Charlotte Christian School, wo er später Sportdirektor wurde. Jones trat auch der „Epilepsy Association“ und der „Fellowship of Christian Athletes“ bei. Im neuen Jahrtausend gründete er die karitative Organisation 2xsalt (to exalt, „herauszuragen“), die sich für sozial benachteiligte Kinder kümmert.

Jones ist für seinen tiefreligiösen Lebenswandel bekannt. Als man ihn einmal fragte, wie er Christentum und sportliche Härte verbinden würde, antwortete er: „Gott gibt jedem Menschen ein Talent. Es wäre eine Sünde, dieses Talent nicht zu 100 % auszunutzen.“ Er war wegen seiner Prinzipien trotz seiner harten Defensivarbeit als sehr fairer Spieler bekannt, der prinzipiell weder unfair spielte, dreckige Fouls verübte noch fluchte. Außerdem lehnte er Tabak- und Alkoholkonsum ab und ermutigte seine Kollegen (mit begrenztem Erfolg), es ihm gleichzutun.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. usabasketball.com - All-Time USA Basketball Men's Roster // J