Robert Mallet-Stevens

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Robert Mallet-Stevens (* 24. März 1886 in Paris; † 8. Februar 1945 ebenda) war ein avantgardistischer französischer Architekt der späten zwanziger und frühen dreißiger Jahre. Seine Bauten betonen nachdrücklich das kubistische Formbild.

Leben[Bearbeiten]

Robert Mallet-Stevens studierte von 1903-1906 an der École Spéciale d’Architecture in Paris. 1912 stellte er seine Arbeiten auf dem Salon d’Automne aus und lernte die Architekten Pierre Chareau (1853-1950) und René Herbst kennen. Im Jahr 1913 plante er ein Villenobjekt für Frau Paquin in Deauville und entwickelte Projekte für Ausstellungen in Grand Lyon, London, Brüssel und San Francisco. Von 1920 bis 1921 gestaltete er die Filmkulissen für Jettatura von G.P. Veber und Le Secret de Rosette Lambert von Raymond Bernard. Den Auftrag für seinen ersten Bau, die Villa des Vizegrafen Charles de Noailles in Hyéres erhielt er 1923. 1924 organisierte er eine Ausstellung der holländischen Künstlergruppe De Stijl. Im darauffolgenden Jahr baute er die Alfa-Romeo-Niederlassung Rue Marbeuf und den Pavillon du Tourisme auf der Exposition Internationale des Arts Décoratifs. Von 1926 bis 1927 wurden die Wohnhäuser an der Rue Mallet-Stevens in Auteuil errichtet. Er gründete 1929 die Union des Artistes Modernes. Für seinen Freund den Glasmeister Barillet baute er 1932 dessen Stadthaus am Square de Vergennes in Paris und für einen Industriellen eine große Villa in Croix. Im Jahre 1930 baute er eine Brennerei in Istanbul, das Café du Brésil am Boulevard Haussmann sowie ein Restaurant im Theater von Grasse. Mit dem Maler Fernand Léger schuf er 1923 zusammen die Ausstattung zum Film L’inhumaine („Die Unmenschliche“) von Marcel L’Herbier. Für die Weltausstellung von 1937 plante er Pavillons, von denen zwei von Robert Delaunay dekoriert wurden.

Bauten[Bearbeiten]

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1920: Le secret de Rosette Lambert
  • 1921: Jettatura
  • 1921: La maison vide
  • 1921: Le jockey disparu
  • 1921: Les trois mousquetaires
  • 1922: Triplepatte
  • 1922: Vingt ans après
  • 1923: Le costaud des Épinettes
  • 1923: Le mauvais garçon
  • 1924: Das Mirakel der Wölfe
  • 1925: La ronde de nuit
  • 1926: Sonja
  • 1928: Le tournoi dans la cité
  • 1928: Princesse Masha

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Robert Mallet-Stevens – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien