Russische Literatur

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Der Begriff russischsprachige bzw. russische Literatur bezeichnet die literarischen Werke aus dem russischen Sprachraum der Vergangenheit und Gegenwart. Zur russischen Literatur werden auch nicht-dichterische Werke mit besonderem schriftstellerischem Anspruch gezählt, also Werke der Geschichtsschreibung, der Literaturgeschichte, der Sozialwissenschaften oder der Philosophie, wie auch Tagebücher oder Briefwechsel.

Altrussische Literatur[Bearbeiten]

Die altrussische Literatur ist im mittelalterlichen byzantinischen Schrifttum verwurzelt und wurde vorwiegend auf altostslawisch verfasst. Es wurden häufig religiöse Themen aufgegriffen, wobei besonders das Leben der Heiligen (жития святых) ein populäres Motiv war. Oftmals sind die Autoren der Werke heute nicht mehr bekannt. Beispiele hierfür sind z.B. das „Igorlied“ oder „Das Beten Daniels des Gefangenen“.

Zu den bekanntesten und erfolgreichsten russischen Schriftsteller vor Puschkin zählen Gawriil Derschawin (1743–1816) und Nikolai Karamsin (1766–1826).

Neuere russische Literatur[Bearbeiten]

Alexander Puschkin hat in den 1820er Jahren die russische Nationalliteratur begründet.
→ Hauptartikel: Neuere russische Literatur

Puschkin und die Romantik[Bearbeiten]

Wassili Schukowskis Übersetzung von Thomas Grays Elegy Written in a Country Church Yard (1802) bildete den Auftakt zur russischen Romantik. Der besonders durch Versepen (Ruslan und Ljudmila, 1820; Eugen Onegin, 1831) hervorgetretene Alexander Puschkin (1799–1837) hat als Romantiker die neuere russische Literatur begründet, indem er mit der Tradition des kirchenslawischen Schreibens brach und eine russische Literatursprache schuf, die gleichzeitig schön und an der Sprache der Bauern orientiert war.[1] Literatur wurde dadurch allen Bevölkerungsschichten zugänglich, und die folgende Ära wird auch als „goldenes Zeitalter“ der russischen Literatur bezeichnet. Auf Puschkin folgten romantische Dichter wie Fjodor Iwanowitsch Tjuttschew (1803–1873) und Michail Lermontow (1814–1841). Mit Ein Held unserer Zeit (1840) schuf letzterer den ersten russischen Prosaroman, der literarisch eigenständig und nicht mehr an französische Vorbilder angelehnt war.[2]

Nach der Romantik[Bearbeiten]

Während die Romantiker, die in Russland als die eigentlichen Großen der Nationalliteratur gelten, im Ausland wenig gelesen wurden und werden, sind andere bedeutende Schriftsteller aus dieser Epoche auch im Ausland weithin rezipiert worden. Der erste in dieser Reihe, Nikolai Gogol (1809–1852), war im Grotesken zu Hause und nahm in seinen Romanen und Novellen (Die Nase, 1836; Die toten Seelen, 1842) viele Motive vorweg, die für die modernen Literatur später typisch wurden, wie die Kollision zwischen Mensch und einer undurchschaubaren Bürokratie, unmotivierte Schuldkomplexe, oder die Zuflucht, die die überforderten Figuren in ausufernden und wütenden Deutungen ihrer sinnlosen Erlebnisse suchen. Afanassi Fet (1820–1892) hinterließ ein dichterisches Werk, das ebenso wie die Arbeiten Tjuttschews dem L’art pour l’art zuzurechnen ist und das trotz seines geringen Umfangs großen Einfluss auf die späteren Dichter der Dekadenz und des Symbolismus genommen hat. Iwan Gontscharow (1812–1891) veröffentlichte 1859 seinen einflussreichen Roman Oblomow, der – wie Hans J. Fröhlich aufwies – das Lebensgefühl der russischen Nihilisten analysiert und pointiert zum Ausdruck gebracht hat.[3]

Zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts: Dostojewski und Tolstoi[Bearbeiten]

Als die Titanen der neueren russischen Romanliteratur gelten Fjodor Dostojewski (1821–1881; Schuld und Sühne, 1866; Die Brüder Karamasow, 1880) und Lew Tolstoi (1828–1910; Krieg und Frieden, 1869; Anna Karenina, 1878; Auferstehung, 1899): beide Psychologen, die mit literarischen Mitteln ausgelotet haben, welche Konflikte dem Menschen am Anbruch der Moderne widerfuhren: Dostojewski als Patriot und ganz auf dem Boden der russischen Orthodoxie, spannungshaft und dramatisch, und wie kein anderer an den zeitbedingten Verwerfungen der Seele des Individuums interessiert. Tolstoi als großer Moralist und realistischer Porträtist gesellschaftlicher Verhältnisse und zwischenmenschlicher Beziehungen; seine große Themen sind die herrschenden Konventionen, die Kultur mit ihren Institutionen und die Sexualität, die er alle drei immer wieder geißelt, weil sie den Menschen als geistiges Wesen von sich selbst entfremden. Zusammen mit Iwan Turgenew (1818–1883; Väter und Söhne, 1861) werden diese Autoren aus westlicher Sicht oft als Dreigestirn wahrgenommen, wobei Turgenews Werke – auch seine Romane – stärker lyrisch geprägt, weltoffener, liberaler und weniger belehrend und dogmatisch sind als die Arbeiten Tolstois und Dostojewskis.[4] Die russischen Zeitgenossen jedoch empfanden weniger den meist im Ausland lebenden Turgenew, als vielmehr Nikolai Leskow (1831–1895) als den dritten der ganz Großen. Anders als bei den drei Vorgenannten lag Leskows Stärke nicht in Romanen, sondern in seinen fabulierenden Erzählungen, die auf Märchen, Volkserzählungen, Legenden und Anekdoten gründeten.[5]

Unter den Lyrikern des russischen Realismus ist vor allem Nikolai Nekrassow (1821–1878) zu nennen. Der größte Dramatiker der Zeit war Anton Tschechow (1860–1904; Die Möwe, 1895; Drei Schwestern, 1901; Der Kirschgarten, 1903), der auf realistische und tragikomische Weise die Banalität des Provinzlebens und die Vergänglichkeit des Kleinadels, und auf allgemeinerer Ebene den Verlust der Heimat, menschlicher Beziehungen und des Selbst gezeigt hat.[6]

Frühes 20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Die ersten zwei Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts gelten in der russischen Literatur als Silbernes Zeitalter. Zu ihren wichtigsten Vertretern zählen Alexander Blok, Iwan Bunin und Nikolai Gumiljow. Expressiv-irrationale Erzählungen und Theaterstücke schrieb Leonid Nikolajewitsch Andrejew.

Sowjetliteratur[Bearbeiten]

In der Sowjetzeit von 1917 bis 1991 entstand eine eigene Ausprägung der Literatur. Maxim Gorki, Nobelpreisträger Michail Scholochow, Walentin Katajew, Alexei Tolstoi, Wladimir Majakowski, Tschingis Aitmatow oder Ilf und Petrow wurden bedeutende Vertreter der Sowjetliteratur. In der Kinderliteratur sind Samuil Marschak, Alexander Wolkow, Nikolai Nossow oder Kornei Tschukowski nennenswert. Weitere bekannte Autoren der Epoche sind Anatoli Pristawkin und Walentin Rasputin.

Während der Sozialistische Realismus in der Sowjetunion offiziell gefördert wurde, setzten einige Schriftsteller wie Michail Bulgakow, Boris Pasternak, Andrei Platonow, Ossip Mandelstam, Isaak Babel und Wassili Grossman die Tradition der klassischen russischen Literatur entgegen dem sowjetischen Ideal fort. Häufig wurden ihre Werke erst Jahrzehnte später und in einer zensierten Version veröffentlicht. Die Serapionsbrüder um Nikolai Nikitin und Konstantin Fedin bestanden auf dem Recht, eine eigenständige Literatur unabhängig von der politischen Ideologie hervorzubringen, was sie in Konflikt mit der Regierung brachte. Ebenso wenig tolerierten die Behörden die teils symbolistische, teils experimentell-futuristische Kunst der sog. Oberiuten, der Mitglieder der avantgardistischen Vereinigung OBERIU, die 1930 verboten wurde.

Nach 1945[Bearbeiten]

Als eines der wichtigsten Werke der 1940er und 1950er Jahre kann Konstantin Paustowskis sechsbändige Autobiographie Erzählungen vom Leben (Повесть о жизни) gelten, das mit seinen lyrischen Landschaftsbeschreibungen in der Tauwetter-Periode nach Stalins Tod für viele Autoren zum Vorbild wurde. Diese Periode erhielt ihren Namen von dem 1954 erschienenen gleichnamigen Roman Ilja Ehrenburgs (1954), der sich gegen Zynismus und Anpassung in Beruf und Kunst richtet. 1956 bis 1961 kam es zu einer kurzen Blüte der russischen Literatur; auch Formexperimente waren wieder zugelassen. Wladimir Tendrjakow, einer der frühen und wichtigsten Tauwetter-Schriftsteller, lässt in Die Nacht nach der Entlassung die Klassenbeste bei der Abschlussfeier Schule und Lehrer anklagen. Jurij Kasakow wurde als Autor lyrischer Kurzgeschichten bekannt.

Doch in der post-stalinistischen Sowjetunion wurde der 1960er der Sozialistische Realismus literarische Norm. Schriftsteller wie der Nobelpreisträger Alexander Solschenizyn, Wenedikt Jerofejew oder Leonid Zypkin setzten die Tradition der Untergrundliteratur fort, die oftmals mittels „Samisdat“ verbreitet wurde. Darüber hinaus bewirkten die sowjetischen Behörden beim Nobelpreiskomitee, dass nicht Paustowski den Literaturnobelpreis 1965 bekam, sondern der loyale Michail Scholochow.

Emigrierte Schriftsteller wie Nobelpreisträger Iwan Bunin, Alexander Kuprin, Andrei Bely, Marina Zwetajewa oder Vladimir Nabokov waren im Exil erfolgreich.

Seit Ende der 1960er Jahre tritt der Alltag in der Literatur in den Vordergrund, die sachliche Dokumentation, oft auch des Belanglosen, gepaart mit psychologischer Analyse und stilistischem Konservatismus. Tschechow ist das große Vorbild dieser Phase. Das lyrische Idyll und der Rückzug aufs Land spielen eine große Rolle – z. B. bei Sergej Nikitin oder Boris Moschajew – , Themen der Stadt und vor allem die Industrie kommen hingegen seltener vor, was wohl eine Reaktion auf die heroischen Aufbauepen der 1940er Jahre und das beherrschende Thema der 1950er – den Großen Vaterländischen Krieg - darstellt.[7] Eine der Ausnahmen stellte die 1969 veröffentlichte Erzählung Woche für Woche[8] über den harten Alltag beruftätiger Mütter in Form eines (fiktiven) Wochentagebuchs von Natalja Baranskaja dar, die erst nach ihrer Pensionierung mit dem Schreiben begonnen hatte.

In keine Schublade passt der wandlungsfähige Lyriker und Prosaist Jewgeni Jewtuschenko. Die literarischen Genres reichten vom klassischen realistischen Roman bis zur Science Fiction, deren bekannteste Vertreter die Brüder Boris und Arkadi Strugazki sind. Juri Trifonows ästhetisch ausgereifte Werke wurden in den 1970er Jahren wegen der von ihm angeschnittenen, für viele Mitläufer unbequemen moralischen Problematiken viel diskutiert.

In den 1980er Jahren kam es zu einer neuen Auswanderungswelle. Wassili Pawlowitsch Aksjonow ging 1980 in die USA ins Exil, wo er die Trilogie „Generations of Winter“ (russisch: Московская сага) über die stalinistischen Verfolgungen schrieb, und starb in Frankreich.

Zeitgenössische russische Literatur[Bearbeiten]

In der Russischen Literatur der Gegenwart gibt es eine international bekannte Gruppe postmoderner Autoren. In den westlichen Ländern ist vor allem Wladimir Sorokin als russischer Vertreter der Postmoderne bekannt. Weiter sind zu erwähnen Dmitri Prigow, Wladimir Makanin, Alina Wituchnowskaja, Marija Sumnina, Nadeschda Grigorjewa, Sergei Lukjanenko und der populäre Japanologe und Autor historischer Kriminalromane Boris Akunin. Besondere Erwähnung verdient Wiktor Pelewin, dessen Romane realistische moderne Motive mit mystischen Elementen verbinden und so eine skurrile und surreale Märchenwelt zeichnen.

Von den in der Ukraine lebenden russischsprachigen Schriftstellern verdienen Aleksandr Abramovic Bejderman und Andrej Kurkow Beachtung. Im Ausland leben und arbeiten zahlreiche weitere russische Autoren, wie zum Beispiel in Deutschland Boris Falkow, Boris Chasanow, Alexei Schipenko oder Michail Schischkin in der Schweiz.

Neue Realisten[Bearbeiten]

Ab dem Jahr 2000 trat eine neue Generation von russischen Autoren. Vertreter des „Neuen Realismus“ sind Ilja Stogoff, Sachar Prilepin, Alexander Karasjow, Arkadi Babtschenko,[9] Wladimir Lortschenkow, Alexander Snegirjow und der politische Autor Sergej Schargunow.

Aufgewachsen in der Zeit nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion schreiben sie über den vom Kapitalismus geprägten Alltag der heutigen russischen Jugend, jedoch ohne die mystischen Elemente ihrer Vorgänger zu benutzen. Die neue Generation von Autoren ist in einem freien Russland aufgewachsen. Sie haben Fremdsprachenkenntnisse, die den Generationen vorher nicht zugänglich waren, leben mit freier Rede ohne Zensur, bereisen die ganze Welt und lesen Bücher, die verboten waren.

In ihren Werken kreieren die „neuen Realisten“ eine neue Art von Literatur. Sie zeigen auf, was in der neuen Gesellschaft falsch ist. Obwohl die Neuen Realisten keine Konformisten sind, sind sie keine Rebellen im Sinne des 20. Jahrhunderts (wie etwa die Anarchisten, Hippies, 68er). Sie sind Autoren, für die eher Gogol als Tschechow das Vorbild darstellt. Sie schreiben und predigen, überlassen aber das „direkte Handeln” dem Verantwortungsbereich der Zivilgesellschaft.[10] Ihre altbekannten Motive aber beziehen sie oft aus der russischen Literaturgeschichte.

Durch seinen Kurzroman Durst (2002; deutsche Übersetzung 2011), der episodenhaft von der Rückkehr eines vom Tschetschenienkrieg entstellten Menschen in die Gesellschaft handelt, wurde Andrej Gelassimow, ein Meister lakonischer Prosa im Stil J. D. Salingers oder Raymond Carvers, auch in Deutschland bekannt.

Zwischen Hyperrealismus und Surrealismus schwankt der wohl meistgelesene russische Autor der Gegenwart Wiktor Olegowitsch Pelewin, dessen Roman Tolstois Albtraum 2013 auch in deutscher Sprache erschien.

Buchmarkt[Bearbeiten]

1990 verzeichneten Bücher in Russland eine Auflagenstärke von insgesamt 1,6 Milliarden Büchern. 2004 waren es nur noch 562 Millionen, 2012 noch 540,5 Millionen. Der Anteil der Belletristik fiel, während die Anzahl von Sach- und Lehrbüchern stieg. Auflagenstärkste Autorin war 2004 Darja Donzowa mit 99 Bänden und einer Auflagenstärke von 18,1 Millionen Büchern. Die beiden größten Verlage waren jahrelang EKSMO und AST mit je 7.000 bis 8.000 Titeln pro Jahr,[11] die 2013 fusionierten.[12]

Literatur[Bearbeiten]

  • Jan Petr Jordan: Geschichte der russischen Literatur - nach russischen Quellen. 1. Auflage. Biblio Bazaar, München 2008, ISBN 0559590792
  • Adolf Stender Petersen: Geschichte der russischen Literatur. 5. Auflage. C. H. Beck, München 1993, ISBN 3-406-31557-7
  • Reinhard Lauer: Geschichte der russischen Literatur. C. H. Beck, München 2000, ISBN 3-406-45338-4
  • Wilhelm Lettenbauer: Die russische Literatur. In: Kindlers neues Literatur-Lexikon. Hg. Walter Jens. München 1996, Bd. 20, S. 379-385.
  • Wolfgang Kasack: Die russische Literatur des 20. Jahrhunderts. In: Kindlers neues Literatur-Lexikon. Hg. Walter Jens. München 1996, Bd. 20, S. 386-392.
  • Stichwort Russische Literatur. Der Literatur-Brockhaus, 1988, Bd. 3.
Anthologien
  • Russland. Moderne Erzähler der Welt. (= Geistige Begegnung, Bd. XL.) Erdmann Verlag, Tübingen/Basel 1973. (Schwerpunkt 1950er/60er Jahre)

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Puschkin als Chirurg der russischen Sprache. Abgerufen am 12. Dezember 2014.
  2. Verschütteter Eckstein. Abgerufen am 12. Dezember 2014.
  3. Oblomow. Abgerufen am 16. Dezember 2014.
  4. Horst-Jürgen Gerigk: Turgenjew Heute. Abgerufen am 14. Dezember 2014.
  5. Ernst Weiß: Literaturkritiken – Nikolai Leskow, Novellen. Abgerufen am 14. Dezember 2014.
  6. Für immer, vielleicht. Abgerufen am 15. Dezember 2014.
  7. Thomas Rothschild: Einführung, in: Russland. Moderne Erzähler der Welt, S. 10ff.
  8. deutsch in: Russland. Moderne Erzähler der Welt. Tübingen/Basel 1973.
  9. Аристов, Денис (Aristow, Denis) “О природе реализма в современной русской прозе о войне (2000-е годы)”. In: Journal Perm State Pedagogical University. 2011 (2). Abgerufen am 24 April 2013. (ON NATURE OF REALISM IN MODERN RUSSIAN MILITARY FICTION OF 2000-S) (PDF; 231 kB)
  10. Popow, Jewgeni. “Who can follow Gogol’s footsteps”. In: Russia now, 21 April 2009. Abgerufen am 24 April 2013. (PDF; 1,9 MB)
  11. http://www.buchmesse.de/images/fbm/dokumente-ua-pdfs/2014/russischer_buchmarkt_2012_42907.pdf
  12. http://publishingperspectives.com/2014/01/eksmo-and-ast-russias-two-publishing-giants-merge/