Süd-Tiroler Freiheit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Süd-Tiroler Freiheit – Freies Bündnis für Tirol
LogoSF2008.jpg
Sven Knoll (2009)
Fraktionsvorsitzender Sven Knoll
Sprecher Werner Thaler
Gründung Mai 2007
Gründungsort Brixen
Hauptsitz Laubengasse 9, 39100 Bozen
Landtagsmandate
3/35
Parlamentsabgeordnete
0/630
Senatoren
0/315
Europaparlamentarier
0/73
Mitgliederzahl 3342 Mitglieder (Stand: Mai 2013)[1]
Durchschnittsalter 37,4 Jahre[1]
Ausrichtung Separatismus, Nationalkonservatismus[2]
Europapartei Europäische Freie Allianz
Website offizielle Website

Die Süd-Tiroler Freiheit – Freies Bündnis für Tirol ist eine politische Partei, nach eigenem Verständnis eine „Bewegung“, in Südtirol. Sie setzt sich für die Loslösung Südtirols von Italien durch Volksabstimmung ein.

Parteiprogramm[Bearbeiten]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Die Süd-Tiroler Freiheit verwendet demonstrativ die Schreibweise Süd-Tirol, um auf den ihren Zielen entsprechend temporären Charakter der Trennung Tirols in die Landesteile Nord-, Süd- und Osttirol zu verweisen. Laut den Programmgrundsätzen[3] betreibt sie eine „liberal-patriotische“ Politik und setzt sich für den Schutz der deutschsprachigen und ladinischen Volksgruppe in Südtirol ein. Das Einfordern des Selbstbestimmungsrechts für die Südtiroler Bevölkerung spielt eine hervorgehobene Rolle, wobei als Ziel entweder die Wiedervereinigung mit dem „Vaterland Österreich“ oder die staatliche Unabhängigkeit angestrebt werden. Um dieses Recht auszuüben, wird eine Volksabstimmung gefordert, mittels der sich die Südtiroler Bevölkerung zu entscheiden habe, wie die Zukunft ihres Landes aussehen soll. Diese Volksabstimmung soll entsprechend den vom italienischen Politiker Francesco Cossiga im Parlament in Rom eingebrachten Gesetzentwürfen über ein Referendum in Südtirol erfolgen. Weitere wichtige Programmpunkte sind das Recht auf die eigene Muttersprache sowie der Kampf gegen die Verbindlichkeit der zur Zeit des Faschismus durch Ettore Tolomei italianisierten Südtiroler Ortsnamen sowie die Entfernung von Denkmälern, die faschistisches oder italienisch-nationalistisches Gedankengut verkörpern, wie etwa das Bozener Siegesdenkmal oder die Beinhäuser.

Geschichte[Bearbeiten]

Umstrittene Plakataktion 'Süd-Tirol ist nicht Italien'
Die wieder entfernte Tafel am Brenner im April 2009 'Süd-Tirol ist nicht Italien'

Die Süd-Tiroler Freiheit entstand im Mai 2007 als eine Abspaltung von der Union für Südtirol (UfS). Sie wurde am 8. Juni 2007 notariell in Brixen gegründet. Gründungsmitglieder waren Herbert Campidell, Eva Klotz, Sven Knoll, Reinhold Ladurner, Roland Lang, Sepp Mitterhofer, Werner Thaler und Dietmar Zwerger.

Die Süd-Tiroler Freiheit sorgte im Sommer 2007 für Schlagzeilen, als sie eine provokante Plakataktion startete. Auf den Plakaten, die die österreichische Flagge als Hintergrund hatten, war die Aufschrift „Süd-Tirol ist nicht Italien“ zu lesen.[4] Weiters stellte die Süd-Tiroler Freiheit an der Brennergrenze auf österreichischer Seite ein Hinweisschild mit demselben Wortlaut auf. Wie die Plakataktion rief auch dieses Hinweisschild Unmut bei vielen italienisch- wie auch deutschsprachigen Südtirolern hervor. Die umstrittene und mehrfach gewaltsam entfernte Tafel „Süd-Tirol ist nicht Italien“ am Brenner wurde im Juni 2008 erneut aufgestellt[5], musste jedoch auf Beschluss der Bezirkshauptmannschaft Innsbruck entfernt werden, da es sich um „verbotene Werbung“ handele.[6]

Seit April 2009 ist die Süd-Tiroler Freiheit Vollmitglied der Europäischen Freien Allianz (EFA), der Europapartei der Regionalparteien. Gudrun Kofler von der Jungen Süd-Tiroler Freiheit wurde zur Vizepräsidentin der EFA-Jugendorganisation gewählt.

Von September bis November 2013 führte die Partei eine Abstimmung durch, wo jeder wahlberechtigte Südtiroler entscheiden konnte, ob er für das Abhalten eines Referendums zur Zukunft Südtirols sei. Die Wahlberechtigten konnten auf einer eigens eingerichteten Wahl-Seite unter www.selbstbestimmung.com abstimmen. Zudem verschickte die Fraktion Wahlkarten, die unentgeltlich per Post zurückgeschickt bzw. bei einer der diversen Selbstbestimmungs-Veranstaltungen in eine Wahlurne geworfen werden konnten. Im Januar 2014 war die Auszählung der Stimmen abgeschlossen. Am 12. Januar 2014 gab die Partei bekannt, dass die Abstimmungsbeteiligung bei 15% lag und 92.17% der Südtiroler für die Selbstbestimmung gestimmt hätten.[7]

Organisation[Bearbeiten]

Entsprechend dem Selbstverständnis als Bewegung hat die Süd-Tiroler Freiheit keinen Parteiobmann bzw. keine Parteiobfrau. Das Leitungsgremium heißt Landesleitung.

Die Jugendorganisation der Bewegung nennt sich Junge Süd-Tiroler Freiheit, die Landesjugendsprecher sind derzeit Benjamin Pixner und Hannes Innerhofer in Form einer sogenannten „Doppelspitze“, nachdem die Jugendorganisation im August 2011 neu formiert wurde. Zurzeit sind 40 Prozent der Mitglieder unter 30 Jahre alt, weshalb sich die Süd-Tiroler Freiheit des Ausbaus der Jugendbewegung besonders annimmt. Am 27. Februar 2009 wurden die Jugendbezirksgruppen Burggrafenamt und Bozen Stadt/Land gegründet; zusammen mit der Bezirksgruppe Eisacktal/Wipptal zählt diese zu den zwei aktivsten Gruppen der Jugendorganisation.[8]

Wahlen[Bearbeiten]

Landtagswahl 2008[Bearbeiten]

Bei der Landtagswahl am 26. Oktober 2008 trat die Süd-Tiroler Freiheit erstmals selbständig mit 30 Kandidaten unter dem Motto „Für ein Süd-Tirol ohne Italien“ an und erhielt überraschend 4,9% der Stimmen bzw. zwei statt bisher einen Sitz im Landtag. Spitzenkandidaten waren Eva Klotz und Sven Knoll.

Gemeindewahl 2010[Bearbeiten]

Die Süd-Tiroler Freiheit konnte bei der Kommunalwahl am 16. Mai 2010 die Anzahl ihrer gewählten Gemeinderäte steigern und errang in 24 Gemeinden insgesamt 34 Gemeinderats-Mandate. Das beste Ergebnis mit sechs Mandaten wurde in der Gemeinde Ahrntal erreicht.

Landtagswahl 2013[Bearbeiten]

Bei der Landtagswahl am 27. Oktober 2013 trat die Süd-Tiroler Freiheit mit 35 Kandidaten unter dem Motto "Süd-Tirol in Gefahr - Wir wählen die Freiheit" an und erhielt 7,2% der Stimmen und damit einen Sitz mehr als noch vor fünf Jahren. Mehr als 20.000 Menschen gaben der Bewegung die Stimme. Spitzenkandidat war Sven Knoll.[9]

Mandatsträger[Bearbeiten]

Abgeordnete im Südtiroler Landtag:

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatSechs Jahre Süd-Tiroler Freiheit. 13. Mai 2013, abgerufen am 8. November 2013.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatParties and Elections in Europe. Abgerufen am 8. November 2013.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatProgrammatische Grundzüge. Abgerufen am 8. November 2013.
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAktion: „Südtirol ist nicht Italien“. 14./15. Juli 2007, abgerufen am 8. November 2013 (PDF; 259 kB).
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatUmstrittene "Süd-Tirol-Tafel" wieder am Brenner aufgestellt. 15. Juni 2008, abgerufen am 8. November 2013.
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatORF.at: Landesregierung zieht Schlussstrich. Abgerufen am 8. November 2013.
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMehr als 56.000 Südtiroler votierten für Selbstbestimmung. 12. Januar 2014, abgerufen am 14. Januar 2014.
  8. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatGründung der Jugendgruppe Bezirk Burggrafenamt mit Einbeziehung des Bezirks Bozen. 27. Februar 2009, abgerufen am 8. November 2013.
  9. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatEndgültige Ergebnisse. Abgerufen am 8. November 2013.

Weblinks[Bearbeiten]