Südfront (Rote Armee)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Südfront (russisch Южный фронт) war ein Großverband der Roten Armee während des Zweiten Weltkriegs. Sie wurde drei Tage nach dem Beginn des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 gebildet und bestand bis zum 28. Juli 1942. Eine neue Südfront wurde am 1. Januar 1943 aus der Stalingrader Front gebildet und am 20. Oktober 1943 in 4. Ukrainische Front umbenannt. Unter diesem Namen bestand die Front bis zum Ende des Krieges in Europa 1945 fort.

Erste Formation[Bearbeiten]

Am 25. Juni 1941 bildete die nach dem Süden verlegte Führung des Moskauer Militärbezirks unter dem Kommando von Generalleutnant Iwan Wladimirowitsch Tjulenew die Südfront. Die Front erhielt am 12. Juli 1941 zusätzliche Kräfte aus der aufgelösten Südwestfront und wurde am 28. Juli 1942 offiziell aufgelöst. Die Truppen wurden an die Nordkaukasusfront abgegeben.

Zweite Formation[Bearbeiten]

Im Juli 1942 wurden drei Reserve-Armeen (1., 5. und 7.) der Stawka in den Raum Stalingrad verlegt und in 64., 63. bzw. 62. Armee umbenannt. Diese Armeen bildeten am 12. Juli 1942 die Stalingrader Front, welche am 1. Januar 1943 unter Generaloberst Andrei Iwanowitsch Jerjomenko die neue Südfront bildete. Diese Südfront wurde am 20. Oktober 1943 in 4. Ukrainische Front umbenannt.

4. Ukrainische Front[Bearbeiten]

4ty ukraiński.jpg

Die 4. Ukrainische Front entstand 1943 durch die Umbenennung der Südfront und wurde erstmals in der Schlacht am Dnepr und in der Zweiten Schlacht um Kiew eingesetzt. Im April 1944 unternahm die Front eine Offensive zur Befreiung der deutsch besetzten Krim, die zur Schlacht um die Krim führte, in der die 4. Ukrainische Front, bestehend aus der 2. Gardearmee, 51. Armee, dem XIX. Panzerkorps und der Selbständigen Küstenarmee auf der Halbinsel Kertsch, die deutsche 17. Armee vernichtete und am 10. Mai 1944 schließlich Sewastopol zurückeroberte.

Im September 1944 stand die Front in der westlichen Ukraine bereit, um von dort zusammen mit der 1. und 2. Ukrainischen Front über die Karpathen vorzurücken und Budapest von Norden her einzuschließen. Petrows Front griff am 9. September an, kam aber wegen des starken ungarischen und deutschen Widerstand, geleitet von Generaloberst Gotthard Heinrici, nur langsam voran. Am 28. Oktober hatten die sowjetischen Truppen zwar Uschgorod und Mukatschewo erobert, aber die deutschen Truppen standen immer noch in der Slowakei.

Im Januar 1945 drang die Front in Schlesien ein und Ende April 1945 rückte die Front unter General A. I. Jerjomenko gegen Prag vor. Am 8. Mai 1945 eroberten die Truppen der Front Olmütz.

Operationen[Bearbeiten]

Frontkommando[Bearbeiten]

Erste Formation[Bearbeiten]

Zweite Formation[Bearbeiten]

4. Ukrainische Front[Bearbeiten]

  • Armeegeneral F. I. Tolbuchin (August 1943 - Mai 1944)
  • Generaloberst Je. A. Schtschadenko (Mitglied des Militärrats, Oktober 1943 - Januar 1944)
  • Generalmajor H.E. Subbotin (Mitglied des Militärrats, Januar - Mai 1944) (seit April 1944 Generalleutnant)
  • Generalleutnant S. S. Birjusow (Chef des Stabes, Oktober 1943 - Mai 1944)
  • Generalleutnant F. K. Korschenewitsch (Chef des Stabes, Mai 1944)

4. Ukrainische Front (2. Formation)[Bearbeiten]

  • Generaloberst Iwan Jefimowitsch Petrow (August 1944 - März 1945) (seit Oktober 1944 Armeegeneral)
  • Armeegeneral Andrei Iwanowitsch Jerjomenko (März - Juli 1945)
  • Generaloberst Lew Sacharowitsch Mechlis (Mitglied des Militärrats, August 1944 - Juli 1945)
  • Generalleutnant F. K. Korschenewitsch (Chef des Stabes, August 1944 -April 1945)
  • Generaloberst L. M. Sandalow (Chef des Stabes, April - Juli 1945).

Die Südfront 1941[Bearbeiten]

Generalleutnant Iwan Wladimirowitsch Tjulenew - Odessa

  • 9. selbständige Armee (Generalleutnant Ja.T. Tscherewitschenko)
  • 7. Schützenkorps (Generalmajor K.L. Dobroserdow)
  • 9. Schützenkorps (Generalmajor P.I. Batow)
  • 3. Luftlande-Korps (Generalmajor V.A. Glazunow)
  • VVS Odessa
    • 20. Gemischte Flieger-Division
    • 21. Gemischte Flieger-Division
    • 45. Gemischte Flieger-Division
  • VVS Schwarzmeerflotte
    • 63. Bomber-Brigade
    • 62. Bomber-Brigade

Quellen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]