17. Armee (Wehrmacht)

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17. Armee
Aktiv 20. Dezember 1940 bis 7. Mai 1945
Land Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Streitkräfte Wehrmacht
Teilstreitkraft Heer
Typ Armee
Aufstellungsort Stettin

Die 17. Armee / Armeeoberkommando 17 (AOK 17) war ein Großverband des Heeres der Wehrmacht während des Zweiten Weltkrieges. Sie war Oberkommando jeweils wechselnder Armeekorps sowie zahlreicher Spezialtruppen.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Armeeoberkommando 17 wurde am 20. Dezember 1940 im Wehrkreis II, Stettin, aufgestellt, um das für den Balkanfeldzug vorgesehene AOK 12 im Generalgouvernement abzulösen. Beim Angriff auf die Sowjetunion wurde die Armee im Rahmen der Heeresgruppe Süd eingesetzt und nahm an der Kesselschlacht bei Uman und der Schlacht um Kiew teil. Der Armee waren dabei Truppenteile der Verbündeten Ungarn (motorisiertes Korps) und Slowakei unterstellt, zeitweilig auch das italienische Expeditionskorps.

1942 folgte die Teilnahme an der Schlacht bei Charkow und der deutschen Sommeroffensive (Operation Edelweiß), bei der sie als Teil der neugebildeten Heeresgruppe B in den westlichen Kaukasus vorstieß. Im August und September 1942 wurde sie aufgrund der zeitweiligen Unterstellung der 3. rumänischen Armee als Armeegruppe Ruoff bezeichnet. Auch in der Folgezeit bis 1944 blieben ihr rumänische Verbände in erheblichem Umfang unterstellt.

Nach dem Rückzug aus dem Kaukasus kämpfte die Armee 1943 im Kuban-Brückenkopf, der im Oktober 1943 geräumt werden musste, wobei sich die Armee auf die Krim zurückzog. Die Armee wurde im Mai 1944 durch die Rote Armee im Zuge der Schlacht um die Krim vernichtet und anschließend bei der Heeresgruppe Südukraine neu aufgestellt. Bis zum Kriegsende kämpfte sie in Galizien, den Ostkarpaten und zuletzt in Schlesien, wo sie nach der Schlacht um Breslau gegenüber der Roten Armee kapitulierte.

Unterstellung[Bearbeiten]

Oberbefehlshaber[Bearbeiten]

Name Beginn der Berufung Dienstgrad
Wilhelm Hasse 1. April 1945 General der Infanterie
Friedrich Schulz 26. Juli 1944 General der Infanterie
Karl Allmendinger 1. Mai 1944 General der Infanterie
Erwin Jaenecke 1. April 1944 Generaloberst
Ferdinand Schörner 2. März 1944 Generaloberst
Erwin Jaenecke 25. Juni 1943 Generaloberst
Richard Ruoff 1. Juni 1942 Generaloberst
Hans von Salmuth 20. April 1942 General der Infanterie
Hermann Hoth 5. Oktober 1941 Generaloberst
Carl-Heinrich von Stülpnagel 20. Dezember 1940 General der Infanterie

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hellmuth G. Dahms: Die Geschichte des Zweiten Weltkriegs, München/Berlin 1983. ISBN 3-7766-1291-6.
  • Peter Schmitz, Klaus-Jürgen Thies: Die Truppenkennzeichen der Verbände und Einheiten der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS und ihre Einsätze im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 1: Das Heer, Osnabrück 1987. ISBN 3-7648-1498-5.
  •  Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 4. Die Landstreitkräfte 15–30. 2. Auflage. Biblio-Verlag, Osnabrück 1976, ISBN 3-7648-1083-1.
  • Peter Young: Der große Atlas zum Zweiten Weltkrieg, München 1974. ISBN 3-517-00473-1.

Weblinks[Bearbeiten]