SRH Wald-Klinikum Gera

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorlage:Infobox_Krankenhaus/Ärzte_fehlt

SRH Wald-Klinikum Gera
Logo
Trägerschaft SRH Kliniken GmbH
Ort Gera
Bundesland Thüringen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 52′ 6,2″ N, 12° 3′ 3,3″ O50.868412.05091Koordinaten: 50° 52′ 6,2″ N, 12° 3′ 3,3″ O
Geschäftsführer Uwe Leder
Betten 951
Mitarbeiter 1700
Fachgebiete 24 Kliniken und Institute
Gründung 1912
Website www.waldklinikumgera.de

Das SRH Wald-Klinikum Gera ist ein Krankenhaus in Gera, in dem etwa 95.000 Patienten im Jahr ambulant und stationär behandelt werden. Die Einrichtung ist Akademisches Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Jena und beschäftigt rund 1.700 Mitarbeiter.

Das SRH Wald-Klinikum Gera ist eines von sieben Krankenhäusern der SRH Kliniken GmbH in Baden-Württemberg und Thüringen. Der Unternehmensverbund steht im Eigentum der SRH Holding.

Geschichte[Bearbeiten]

Neues Bettenhaus

1912 bis 1939[Bearbeiten]

Das alte städtische Waldkrankenhaus von 1920

Auf Anregung des Geheimen Sanitätsrats Schomburg, Leiter des alten Städtischen Krankenhauses, wurde am 12. Februar 1912 der Neubau des Städtischen Krankenhauses in Gera vom dortigen Rat beschlossen. Den Auftrag zur Ausarbeitung der Pläne erhielt im März desselben Jahres der Stadtbaurat Luthardt. Mit den notwendigen Rodungs- und Erdarbeiten im Stadtwald wurde dann im Februar 1913 begonnen. Die offizielle Grundsteinlegung für das neue Städtische Krankenhaus erfolgte zwar schon am 24. Juni 1913, doch wurde erst zum 20. April 1920 mit 400 Betten (nur 275 Betten waren belegungsfähig) und Kosten von 2,5 Millionen Mark fertiggestellt.

1940 bis 1949[Bearbeiten]

Ab 1940 wurde das Krankenhaus als Reservelazarett genutzt und mit durchschnittlich 150 Verwundeten belegt.

1950 bis 2002[Bearbeiten]

Ehemaliges Bergarbeiterkrankenhaus der SDAG Wismut

Nach dem Aufbau einer neuen Kinderklinik, der Erweiterung der Hautklinik in der Loreystraße und der Frauenklinik in der Vollersdorfer Straße erfolgte am 1. Juli 1960 die Ernennung zum Bezirkskrankenhaus Gera. Durch den Zusammenschluss des Bezirkskrankenhauses Gera mit dem Bergarbeiterkrankenhaus der SDAG Wismut und der Bezirkslungenklinik Ernsee wurde das Krankenhaus am 1. Januar 1991 zum Klinikum der Stadt Gera erhoben.

2003 bis heute[Bearbeiten]

Zum 1. Oktober 2003 erwarb die Stiftung Rehabilitation Heidelberg (SRH) das städtische Wald-Klinikum. Seitdem wurden ein Kinderzentrum, ein Chirurgisches Zentrum, eine Klinik für Strahlentherapie und eine Palliativstation eröffnet. Am 8. September 2006 begann die Generalsanierung des Klinikums, die Übergabe erfolgte am 23. März 2013.

Das Klinikum betreibt neun Medizinische Versorgungszentren (MVZ), davon vier in Gera (mit drei Filialen in Gera und je einer in Hermsdorf und Zeulenroda-Triebes), je eins in Altenburg (mit Filiale in Schmölln), Greiz (mit Filiale in Ronneburg) und Zeulenroda (mit Filiale in Greiz) sowie zwei MVZ in Sachsen (in Crimmitschau und Meerane).

Kulturkrankenhaus[Bearbeiten]

Eingang des Kulturkrankenhauses
Namenspatron Martin Luther

Es handelt sich hierbei um ein künstlerisches Leit- und Orientierungssystem, bei dem die einzelnen Stationen nicht mehr mit Nummern oder medizinischen Fachbegriffen bezeichnet werden, sondern die Namen bedeutender Künstler, Denker und Dichter vom 10. bis zum 20. Jahrhundert tragen. So fungieren im bereits fertiggestellten Bettenhaus „Am Wald“ der Holzbildhauer Tilman Riemenschneider, der Reformator Martin Luther, der Komponist Heinrich Schütz, der Dichter Friedrich Schiller, der Forscher Carl Zeiss und der Bauhaus-Gründer Walter Gropius als Namenspatrone für die einzelnen Kliniken. Im „Haus im Park“ geben die Dichterin Roswitha von Gandersheim, der Bischof Godehard von Hildesheim, die Nonne Hildegard von Bingen, Elisabeth von Thüringen und die Mystikerin und Theologie Gertrud von Helfta den Ebenen ihren Namen. Den Ausgangspunkt des künstlerischen Leitsystems bildet der sich im Foyer des Eingangsgebäudes befindliche Flügelaltar, gestaltet vom Bildhauer Jürgen Goertz, auf dem der Genesungsprozess künstlerisch dargestellt werden soll.

Kliniken und Institute[Bearbeiten]

Die Klinik hat 24 Fachbereiche: Institut für Pathologie, Institut für radiologische Diagnostik und interventionelle Radiologie, Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Klinik für Hautkrankheiten und Allergologie, Klinik für Anästhesie und Intensivtherapie, Klinik für Hämatologie/Onkologie/Pneumologie/Infektiologie/Akutgeriatrie/Diabetologie, Klinik für Thorax- und Gefäßchirurgiemit Gefäßzentrum, Klinik für Unfallchirurgie, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie und Kinderchirurgie, Institut für Physikalische und Rehabilitative Medizin, Hals-Nasen-Ohrenklinik / Plastische Operationen, Klinik für Wirbelsäulen-Chirurgie und Neurotraumatologie, Klinik für Augenheilkunde, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Urologische Klinik mit Prostatakarzinomzentrum, Zentrum für Interdisziplinäre Schmerztherapie, Palliativmedizin, Klinik für Neurologie, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Klinik für Kardiologie, Klinik für Gastroenterologie/Hepatologie und Allgemeine Innere Medizin, Brustzentrum, regionales Tumorzentrum mit psychosozialer Beratungsstelle und Apotheke. Auf dem Klinikgelände befinden sich unter anderem ein Sanitätshaus und ein medizinisches Versorgungszentrum für Labordienstleistungen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hünicke, Heiner: Aus der Geschichte der Krankenhäuser der Stadt Gera - Gera: Verl. Dr. Frank, 2005 ISBN 3-934805-25-6
  • 75 Jahre Waldkrankenhaus : Klinikum der Stadt Gera. - Gera: Klinikum der Stadt Gera, 1995
  • Das Bezirkskrankenhaus Gera: Fortbildungszentrum der Akad. für Ärztl. Fortbildung; 70 Jahre nach der Eröffnung des Waldkrankenhauses. - Jena: Univ.-Bibl, 1990 ISBN 3-910014-26-7
  • Vom Stadtkrankenhaus 1920-1960 zum Bezirkskrankenhaus 1961-1985: Chronik und Bibliographie./ Heiner Hünicke [u.a.] - Jena: Univ.-Bibl, 1985 ISSN 0138-1903

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Waldklinikum Gera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien