Traumatologie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Artikel Unfallchirurgie und Traumatologie überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zusammenzuführen (→ Anleitung). Beteilige dich dazu an der betreffenden Redundanzdiskussion. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz und vergiss nicht, den betreffenden Eintrag auf der Redundanzdiskussionsseite mit {{Erledigt|1=~~~~}} zu markieren. Mehlauge (Diskussion) 16:45, 7. Aug. 2014 (CEST)
Ärzte, die einen Trauma-Patienten behandeln, Aufnahme März 2003

Die Traumatologie (griechisch τραυματολογία, trawmatolojía – die Wundenkunde) ist die Wissenschaft von den Verletzungen und Wunden sowie deren Entstehung und Therapie.

Sie setzt sich in Form der Unfallchirurgie als Teilgebietsbezeichnung der Chirurgie mit der Versorgung unfallverletzter Patienten auseinander. In nahezu allen Staaten außer Deutschland ist die Traumatologie seit langer Zeit Bestandteil der Orthopädie. In der Schweiz und Österreich mit der langen Tradition der Sportmedizin steht sie zwischen Chirurgie, Orthopädie und Physiologie/Physiotherapie. Die Traumatologie beschäftigt sich sowohl mit der Behandlung kleinerer und größerer Verletzungen als auch mit der Behandlung des so genannten Polytraumas. Das Polytrauma ist definiert als mehrere gleichzeitig geschehene Verletzungen verschiedener Körperregionen, wobei mindestens eine Verletzung oder die Kombination mehrerer Verletzungen lebensbedrohlich ist.

Auch in der Rechtsmedizin ist die Traumatologie oft wichtig, einmal bei Tötungs- oder Körperverletzungsdelikten (dann nennt man sie Viktimologiedie Opferkunde), aber auch in unfallversicherungsrechtlichen Gutachten z.B. über Arbeitsunfälle mit Obduktion der berufsgenossenschaftlich versicherten Verstorbenen.

Durch die Änderungen der Weiterbildungsordnung für Ärzte wurde die Traumatologie in ihrer international anerkannten Form ab 2005 im neuen Fach Orthopädie und Unfallchirurgie auch in Deutschland etabliert.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ralf Vollmuth: Traumatologie und Feldchirurgie an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit. Exemplarisch dargestellt anhand der "Großen Chirurgie" des Walther Hermann Ryff (= Sudhoffs Archiv, Beiheft. Heft 45). Steiner, Stuttgart 2001, ISBN 3-515-07742-1.