Schloss Fontainebleau

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Schloss Fontainebleau
Detailansicht 1991

Das Schloss Fontainebleau in Fontainebleau (Département Seine-et-Marne) ist ein französisches Königsschloss rund 60 km südlich von Paris, das zeitweilig u. a. von Kaiser Napoléon Bonaparte genutzt wurde. Es ist vor allem berühmt für seine Innenausstattung aus der Zeit der Renaissance, an der zahlreiche italienische Künstler arbeiteten, und wurde 1981 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Der Name des Schlosses Fontainebleau, früher auch „Fontainbleau“ geschrieben, leitet sich ab von: „fontaine belle eau“, das heißt „Quelle (mit) schönem Wasser“.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Baugeschichte

Louis XIV. empfängt den späteren König von Polen und Kurfürsten von Sachsen, August III. im Schloss Fontainebleau 1714
Innenansicht

Die Anlage wurde unter Franz I. und Heinrich II. an der Stelle eines Jagdschlosses gebaut. Bauanfang war 1528. Das Schloss gilt als erster Renaissancebau auf französischem Boden.

Schloss Fontainebleau hat fünf Höfe, eine Kapelle, Prunkräume, Fresken und Stuckaturen. Die Arbeiten für das Schloss wurden ab 1530 von italienischen Künstlern wie Rosso Fiorentino ausgeführt. Diese brachten manieristische Stilelemente und italienisches Formengut nach Frankreich.

Ludwig XIV. ließ in den Gärten ein neues Parterre im Stil des Barocks, einen großen Kanal und einen neuen Park anlegen.

[Bearbeiten] Kunst im Schloss

Mit dem Schloss Fontainebleau sind die so genannte Erste und Zweite Schule von Fontainebleau verknüpft. Beide Schulen wurden von italienischen Künstlern gegründet.

  • Die erste Schule besaß großen Einfluss auf die französische Kunst.
  • Die zweite Schule entwickelte sich ab 1590. Dort waren überwiegend französische und flämische Künstler, wie beispielsweise der Antwerpener Franzose und Historienmaler Ambroise Dubois (* 1543 in Antwerpen; † 1615 in Fontainebleau), der Pariser Toussaint Dubreuil (* 1561; † 1602) und der Pariser Martin Freminet (* 1567; † 1619), tätig.[1]

In der Neuzeit wurde das Amerikanische Konservatorium im Schloss eingerichtet, eine Sommerakademie für Kunst und Architektur.

[Bearbeiten] Ereignisse im Schloss Fontainebleau

[Bearbeiten] Literatur

  • Manfred Esser, Lionel Walker: Fontainebleau – Regards. PRV-Communications, Saint-Fargeau-Ponthierry 1993
  • Maurice Toesca: Les grandes heures de Fontainebleau. Albin Michel, Paris 1984

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Schloss Fontainebleau – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Vgl. Woermann, Karl: Geschichte der Kunst aller Zeiten und Völker, Fünfter Band, Bibliographisches Institut, Dresden 1920, S. 175.
  2. Ausführlich: Blazek, Matthias: „Die Geschichte der NATO in Fontainebleau“, in: F-Flagge – Magazin für den Fernmeldering e.V., 37. Jg., Nr. 3/2010, S. 49 ff.

48.4022222222222.7005555555556Koordinaten: 48° 24′ 8″ N, 2° 42′ 2″ O

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