Silbersee (Roxheim)
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| Silbersee | |||||||||
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| Silbersee von oben aus südwestlicher Richtung | |||||||||
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| Daten | |||||||||
| Koordinaten | 49° 34′ 45″ N, 8° 23′ 5″ O49.5791927777788.38467191Koordinaten: 49° 34′ 45″ N, 8° 23′ 5″ O | ||||||||
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| Höhe über Meeresspiegel | 91 m ü. NN | ||||||||
| Fläche | 1,2 km² | ||||||||
| Maximale Tiefe | 10 m | ||||||||
Der Silbersee bei der pfälzischen Gemeinde Bobenheim-Roxheim im Bundesland Rheinland-Pfalz ist ein Baggersee, der durch Erweiterung eines Altrheinarmes beim Abbau von Kies und Sand entstanden ist.
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[Bearbeiten] Lage
Der Silbersee liegt im äußersten Nordosten der Pfalz direkt am Ostrand des Ortsteils Roxheim der Doppelgemeinde. Verkehrsmäßig angebunden ist er über eine Zufahrt, die in Roxheim von der Landesstraße 523 (Frankenthal–Worms) nach Osten abzweigt. Sie führt am Silbersee vorbei zum Hofgut Petersau. Weil sie dabei an der Ausfahrt Bobenheim-Roxheim/Petersau die B 9 (Ludwigshafen–Worms) überquert, ist der Silbersee auch von diesen beiden Städten aus einfach erreichbar. Zudem bildet 2 km südlich des Sees die B 9 mit der A 6 (Kaiserslautern–Mannheim, Anschlussstelle Ludwigshafen-Nord/Worms) ein Verkehrskreuz.
[Bearbeiten] Größe
Die Gesamtfläche des Silbersees und weiterer Baggerseen, die unmittelbar angrenzen, beträgt mehr als 3 km², wovon die Fläche des Silbersees – je nach Wasserstand – allein 1,1 bis 1,3 km² ausmacht[1]. Damit ist er nach dem Laacher See der zweitgrößte See in Rheinland-Pfalz. Die maximale Tiefe liegt bei 10 m. Durch den Silbersee verläuft das Flüsschen Isenach, bevor es in den 4 km entfernten Rhein mündet.
[Bearbeiten] Nutzung
Seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts werden im Silbersee Kies und Sand abgebaut; nach dem Bergrecht waren kommunale Versuche, den Abbau mit Rücksicht auf den Naturschutz spürbar einzuschränken oder gar gänzlich zu stoppen, stets zum Scheitern verurteilt.
In einer Freizeitanlage im südlichen Bereich, wo 700 Pkw Parkraum finden, sind 37.000 m² Strand angelegt, die durch den Verein Erholungsgebiet in den Rheinauen e. V. gepflegt und bewirtschaftet werden. Außer Schwimmen ist dort auch Segeln und Surfen möglich. Die beiden aus Bobenheim-Roxheim stammenden ehemaligen Weltklasse-Windsurferinnen Anja Müller (* 1967) und ihre noch erfolgreichere Schwester Jutta (* 1968) haben zu ihrer aktiven Zeit auf dem Silbersee trainiert.
Der Bereich außerhalb der Anlage ist Naherholungsgebiet und weist einen um den See verlaufenden Trimm-dich-Pfad auf. Eine reiche Vogelfauna zeigt teilweise ganzjährig Standorttreue. Zudem sind die auch in der kalten Jahreszeit meist eisfreien Wasserflächen für Zugvögel als Rastplätze oder Winterquartier attraktiv.
Innerhalb der Gemeinde Bobenheim-Roxheim wird die künftige Nutzung des Silbersees und seiner Umgebung kontrovers diskutiert. Insbesondere besteht Uneinigkeit, ob zusätzlich zu einem kleinen Landhotel, das seit den 1980er Jahren am Westrand des Sees betrieben wird, ein Großhotel im nördlichen Bereich, auf der Insel Scharrau, errichtet werden soll. Für Unbehagen sorgt, dass dieses neue Hotel von demjenigen Unternehmen geplant ist, das für den bisherigen intensiven Kies- und Sandabbau verantwortlich zeichnet. Umweltschützer befürchten, dass die Schaffung der für das Hotelprojekt nötigen Infrastruktur, vor allem der Straßenbau, zu Lasten der Natur ginge.
Eine Bürgerbefragung durch die Gemeindeverwaltung, unverbindlich zwar, aber nach den Regeln eines Bürgerentscheids organisiert, ergab im Februar 2007 eine Mehrheit für den Hotelneubau; das Votum wurde im gleichen Jahr in einen entsprechenden Gemeinderatsbeschluss umgesetzt[2] und damit eine gegenteilige Entscheidung von 2006 revidiert[2].
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Wassersportverein Roxheim, Menüpunkt Der Silbersee
- ↑ a b Bürger-Initiative SilberSee – BISS

