Sankt Georgen am Längsee
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| Wappen | Karte | |
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
| Bundesland | Kärnten | |
| Politischer Bezirk | Sankt Veit an der Glan (SV) | |
| Fläche | 69,8 km² | |
| Koordinaten | 46° 47′ N, 14° 26′ O46.7814.431944444444537Koordinaten: 46° 46′ 48″ N, 14° 25′ 55″ O | |
| Höhe | 537 m ü. A. | |
| Einwohner | 3669 (31. Dez. 2008) | |
| Bevölkerungsdichte | 53 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen | 9313, 9314 | |
| Vorwahlen | 0 42 13 | |
| Gemeindekennziffer | 2 05 23 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung |
Hauptstraße 24 9314 Launsdorf |
|
| Offizielle Website | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister | Konrad Seunig (SPÖ) | |
| Gemeinderat (2009) (23 Mitglieder) |
||
Sankt Georgen am Längsee ist eine Gemeinde im Bezirk Sankt Veit an der Glan in Kärnten, Österreich.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Sankt Georgen liegt im nördlichen Klagenfurter Becken zwischen Krapp- und Zollfeld. Hauptsiedlungsgebiet ist die von der Gurk gebildete Launsdorfer Senke. Das Gemeindegebiet erstreckt sich nördlich davon ins St. Veiter Hügelland mit dem Längsee, östlich ins Brückler Bergland und südlich auf den Magdalensberg.
Nachbargemeinden sind, im Norden beginnend im Uhrzeigersinn: Mölbling, Kappel am Krappfeld, Eberstein, Brückl, Magdalensberg, Sankt Veit an der Glan, Frauenstein.
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Die Gemeinde ist in die sechs Katastralgemeinden Goggerwenig, Gösseling, Launsdorf, Osterwitz, Sankt Georgen am Längsee und Taggenbrunn gegliedert. Das Gemeindegebiet umfasst folgende 38 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 2001):
|
|
|
[Bearbeiten] Geschichte
Die Geschichte des Gebietes war lange Zeit vom Stift St. Georgen geprägt, das zwischen 1002 und 1008 gegründet wurde.
Der größte Ort der Gemeinde ist Launsdorf, der bis ins 18. Jahrhundert Maria am Sand hieß nach der Kirche Mariae Himmelfahrt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Launsdorf 1103.
Die politische Gemeinde wurde im Jahr 1850 gebildet, zu ihr gehörte zunächst auch St. Donat, das 1895 als eigene Ortsgemeinde ausgegliedert wurde (heute zu St. Veit gehörig). Das Gemeindegebiet wurde 1973 durch Teile der aufgelösten Gemeinde Meiselding erweitert.
1868 wurde die durch das Gemeindegebiet verlaufende Kronprinz-Rudolf-Bahn eröffnet, was den Startzeitpunkt des Wandels von der stark landwirtschaftlich geprägten zur heutigen Tourismusgemeinde markiert.
[Bearbeiten] Bevölkerung
Sankt Georgen hatlaut Volkszählung 2001 3.551 Einwohner, davon sind 96,4 % österreichische Staatsbürger. Als Religionszugehörigkeit geben 83,3 % römisch-katholisch, 6,1 % evangelisch, 1,3 % islamisch an. 6,4 % sind ohne religiöses Bekenntnis.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
| Volkszählung | Einwohner |
|---|---|
| 2006 | 3643 |
| 2001 | 3551 |
| 1991 | 3299 |
| 1981 | 3084 |
| 1971 | 3179 |
Quelle: Bevölkerungsentwicklung 1869 - 2007 der Statistik Austria
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Burg Hochosterwitz
- Stift St. Georgen
- Burg Taggenbrunn
- Schloss Rottenstein
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Laut Volkszählung 2001 gibt es 93 Arbeitsstätten mit 461 Beschäftigten in der Gemeinde und 1.265 Auspendler sowie 270 Einpendler. Es gibt 116 land- und forstwirtschaftliche Betriebe (davon 43 im Haupterwerb, 1999), die zusammen 6.624 ha bewirtschaften.
[Bearbeiten] Tourismus
Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der gesamten Region ist der Tourismus. St.Georgen ist Mitglied der Verbände „Region Mittelkärnten“, „Norische Region“ und „Hemmaland“. Alle diese drei Partnerschaftsverbände haben ihren Sitz im Stift St.Georgen.
Der Längsee mit seiner sehr guten Wasserqualität ist im Sommer der Hauptanziehungspunkt für Badegäste.
Als neuestes Projekt wurde im Gemeindegebiet unter Federführung der Nachbargemeinde und Bezirkshauptstadt Sankt Veit an der Glan ein 18-Loch Golfplatz gebaut. Dieser Golfplatz hat mit der Saison 2008 den Betrieb aufgenommen.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat besteht aus 23 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 wie folgt zusammen:[1]
Direkt gewählter Bürgermeister ist Konrad Seunig (SPÖ).[2]
[Bearbeiten] Wappen
In der vorderen Schildhälfte des Wappens der Gemeinde ist der heilige Georg abgebildet, der wie schon auf dem ältesten erhaltenen Siegel an einer Urkunde von 1280 als Ganzfigur stehend dargestellt ist. In der hinteren unteren Schildhälfte wurde das Wappen der Schenken von Osterwitz übernommen (silberner Sparren in Schwarz), die als herzogliche Gefolgsleute Hochosterwitz im 12. Jahrhundert erbauten und bis 1478 besaßen. Darüber findet sich das Stammwappen der Khevenhüller mit der gestielten Eichel und dem Wellenbalken, deren bedeutendster politischer Vertreter, Landeshauptmann Georg von Khevenhüller die Burg zwischen 1571 und 1586 in die heutige eindrucksvolle Gestalt ausbauen ließ.
Wappen und Fahne wurden der Gemeinde am 16. August 1965 verliehen. Die Fahne ist Gelb-Rot mit eingearbeitetem Wappen.
[Bearbeiten] Partnergemeinde
Zoppola, Italien
[Bearbeiten] Literatur
- Günther Hermann Neckheim: St. Georgen am Längsee, Kärnten, und seine Umgebung. Verlag Carinthia, 1962
- Christine Tropper: Geschichtliches über St. Georgen am Längsee. Verlag Kärntner Landesarchiv, 2003
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Amt der Kärntner Landesregierung, abgerufen 20. März 2009
- ↑ Amt der Kärntner Landesregierung, abgerufen 20. März 2009
[Bearbeiten] Weblinks
-
Commons: Sankt Georgen am Längsee – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien - Gemeindedaten von Sankt Georgen am Längsee bei der Statistik Austria
Althofen | Brückl | Deutsch-Griffen | Eberstein | Frauenstein | Friesach | Glödnitz | Gurk | Guttaring | Hüttenberg | Kappel am Krappfeld | Klein Sankt Paul | Liebenfels | Metnitz | Micheldorf | Mölbling | Sankt Georgen am Längsee | Sankt Veit an der Glan | Straßburg | Weitensfeld im Gurktal

