Star Wars: Empire at War

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Star Wars: Empire at War
EmpireAtWarLogo.png
Studio Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Petroglyph
Publisher Vereinigte StaatenVereinigte Staaten LucasArts
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Activision
Leitende Entwickler Joe Bostic
Komponist Frank Klepacki
John Williams
Erstveröffent-
lichung
Windows
NordamerikaNordamerika 16. Februar 2006
EuropaEuropa 17. Februar 2006
Mac OS X
NordamerikaNordamerika 2. April 2007
EuropaEuropa 27. April 2007
Plattform Windows, Mac OS X
Spiel-Engine Alamo
Genre Echtzeit-Strategie
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler
Steuerung Tastatur, Maus
Medium DVD-ROM
Sprache Englisch, Deutsch
Aktuelle Version 1.05
Altersfreigabe
USK ab 12 freigegeben
PEGI ab 12+ Jahren empfohlen

Star Wars: Empire at War (verkürzt: Empire at War) ist ein von Petroglyph Games entwickeltes und von LucasArts und Activision veröffentlichtes Echtzeit-Strategiespiel, das 2006 für Windows und 2007 für Mac OS X erschienen ist.

Das Spiel ist im Star-Wars-Universum angesiedelt. Die Handlung der Einzelspielerkampagne beginnt nach Ende der Episode III und arbeitet die Zeit bis zu Beginn der Episode IV auf und befasst sich dahergehend mit den Anfängen der Kämpfe zwischen der Rebellenallianz und dem Galaktischen Imperium. An ein vorausgehendes Star-Wars-Videospiel knüpft Empire at War jedoch nicht an.

Ein Jahr nach der Veröffentlichung von Empire at War erschien die Erweiterung Empire at War: Forces of Corruption, welches ebenfalls von Petroglyph Games entwickelt wurde. Sie behandelt die Zeit nach Episode IV, ist also zeitlich etwas später angesetzt als das Hauptspiel. Im Fokus steht das Zann-Konsortium, eine kriminelle Organisation, dadurch wird die Geschichte aus einer bis dahin in einer für alle Star-Wars-Spiele neuen Perspektive erzählt.

Spielprinzip[Bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten]

Star Wars: Empire at War ist ein im Star-Wars-Universum angesiedeltes Echtzeitstrategiespiel. Der Spieler kann wahlweise die Kontrolle über das Galaktische Imperium oder über die Rebellenallianz übernehmen.

Dies geschieht in zwei Modi. Soforteinsätze stellen kurzweilige, taktische Gefechte dar, in denen die Kontrahenten versuchen, jeweils die gegnerische Basis zu zerstören. In der Galaxis-Eroberung kommen zu den taktischen auch strategische Elemente hinzu. Der Spieler besitzt hier die Aufgabe, die gegnerische Fraktion aus dem Einsatzgebiet zu vertreiben. Das Geschehen findet in zwei Bereichen statt. Auf einer Karte, die alle Planeten des Einsatzgebiets zeigt, verwaltet der Spieler die von ihm kontrollieren Welten und entwickelt und bewegt seine Flotten und Armeen. Treffen zwei Flotten oder Armeen auf dieser Karte aufeinander, kommt es zu einer Schlacht. Diese ähneln dem Gefechten, die auch als Soforteinsätze spielbar sind.

Galaxiseroberung[Bearbeiten]

Der Modus Galaxiseroberung spielt auf einer dreidimensionalen Karte, die 43 Planeten des Star-Wars-Universums abbildet. Planeten stellen die Basis ein jeder Fraktion dar, sie dienen zum Stützpunktaufbau, zur Rekrutierung neuer Truppen und zum Erwirtschaften von Einkommen. Planeten können von beiden Seiten attackiert und erobert werden. Dazu stehen den Spielern Raum- und Bodentruppen zur Verfügung. Treffen Flotten der beiden Spieler im Orbit oder auf der Oberfläche eines Planeten aufeinander, kann der Spieler wählen, ob er den Ausgang der Schlacht automatisch ermitteln lassen möchte oder in den Gefechtsmodus wechseln möchte, um z. B. unnötige Verluste zu vermeiden. Im Gefecht selbst besteht dann noch die Möglichkeit alle Truppen den Rückzug antreten zu lassen. Ziel der Galaxiseroberung ist es, die Planeten des Gegners zu erobern und den gegnerischen Fraktionsführer zu eliminieren.

Auch die Helden der jeweiligen Fraktionen nehmen eine entscheidende Rolle ein, so senken die Fraktionsführer Mon Mothma und Darth Sidious die Kosten aller Einheiten und Gebäude ihres aktuellen Aufenthaltsorts erheblich. Andere Helden verleihen ihren Mitstreitern während eines Gefechts nützliche Boni. Ebenso besitzt jeder Planet eine spezielle Eigenschaft (z. B. ein erhöhtes Grundeinkommen oder kürzere Bauzeiten).

Das Spiel bietet drei verschiedene KI-Schwierigkeiten gegen die der Spieler antreten kann. Diese sind individuell auswählbar und an keinerlei Vorbedingungen geknüpft und können damit der Leistung des Spielers in den meisten Fällen gut entsprechen. Nach einigen Mehrspielerpartien im Internet lässt allerdings der Reiz des Spiels gegen die KI deutlich nach, da sie weder von der Geschwindigkeit noch vom strategischen Aspekt her gut genug konzipiert ist, um dem fortgeschrittenen Spieler ein genügendes Kontra zu bieten. Somit ist der Mehrspieler-Modus der Aspekt des Spiels, der eine lange Spielbarkeit gewährt. Die Kampagne ist jedoch auf Grund der Verknüpfung der Episoden III und IV und der enthaltenen, neuen Informationen auf jeden Fall spielenswert.[1]

Taktische Kämpfe beginnen, sobald miteinander verfeinerte Truppen aufeinander treffen. Sie können sowohl im Weltall als auch auf Planetenoberflächen ausgetragen werden.

Kampagnen[Bearbeiten]

Es stehen zwei verschiedene Kampagnen zur Auswahl, eine für jede spielbare Fraktion. Beide spielen sich im gesamten Star-Wars-Universum ab und folgen mehr oder weniger der Handlung, die durch die Original-Filme vorgegeben ist. Im Laufe der Kampagne versuchten die beiden Fraktionen, sich gegenseitig zu eliminieren. Dazu bestreitet der Spieler zwölf vorgegebene Missionen, ist sonst allerdings frei bei seinen Entscheidungen.

Soforteinsätze[Bearbeiten]

Im Spielmodus Gefecht werden einzelne Kämpfe auf einer beliebigen Karte ausgetragen. Die Spieler starten mit zwei separaten Basen, welche sie zunächst befestigen und anschließend mit Truppen aufrüsten. Für den Sieg versuchen die Kontrahenten, die feindliche Basis, wahlweise auch die feindlichen Truppen, zu zerstören. In einer weiteren Spielvariante versuchen die Teams, auf der Karte verteilte Orte zu erobern und zu halten.

Im Bodengefecht stehen jeder Partei eine Anzahl von Forschungs- und Produktionsgebäuden zur Verfügung, in denen Einheiten hergestellt und Upgrades erforscht werden. Im Befehlszentrum ist zusätzlich die nächste Technologiestufe, die weitere Einheiten und Upgrades ermöglicht, für eine bestimmte Summe Credits, der Spielwährung, verfügbar. Um seine Wirtschaft zu verstärken, kann der Spieler auf der Karte verteilte Ressourcenlager und Minen einnehmen und aufbauen. Zur Unterstützung seiner Armee kann er neben der Produktion eigener Einheiten auch verlassene Produktionsgebäude einnehmen, die bei Reaktivierung einige Einheiten zur Verfügung stellen. Selbst produzierte Einheiten können im Umkreis eingenommener Kommandoposten gelandet werden, die auf der Karte verteilt sind. Die Einnahme einer verlassenen Satellitenanlage führt dazu, dass der Nebel des Krieges für die besitzende Partei auf der gesamten Karte gelüftet wird. Außerdem sind an vielen Stellen der Karte einnehmbare Bauplattformen für Defensivgebäude, wie z. B. Turbolaser- oder Flugabwehrtürme aufzufinden.

Im Weltraumgefecht besitzt jede Partei nur ein einziges Gebäude, die Weltraumstation. Diese kann aufgerüstet werden, um neue und stärkere Einheiten bauen zu können und neue Upgrades für diese freizuschalten. Wie auch im Bodengefecht sind auf der Karte viele einnehmbare Gebäude verteilt. So stellen Asteroidenminen die grundlegende Rohstoffversorgung dar, während Piratenstationen das Ausbilden von speziellen Einheiten ermöglichen. Zudem stehen wieder Plattformen zum Bau von Defensivsatelliten zur Verfügung. Durch Asteroidenfelder und Nebelschwaden werden die meisten Weltraumkarten in verschiedene Sektionen unterteilt und ermöglichen das Anwenden von zahlreichen Taktiken.

Einzelspieler-Modus[Bearbeiten]

Der Einzelspieler-Modus von Empire at War beinhaltet drei verschiedene Spielvarianten, die Kampagne, die Galaxiseroberung und den Gefechtsmodus.

Mehrspieler-Modus[Bearbeiten]

Der Mehrspieler-Modus von Empire at War bietet vier verschiedene Spielmodi:

  1. Kampagne
  2. Boden
  3. Boden besetzen
  4. Weltraum

Der Modus „Kampagne“ besteht aus der Variante Galaxiseroberung für zwei Spieler. „Boden“, „Weltraum“ und „Boden besetzen“ sind Gefechte für bis zu acht Spieler, wobei „Boden“ und „Weltraum“ nach dem beschriebenen Skirmishschema ablaufen, während in „Boden besetzen“ jede Partei versuchen muss eine bestimmte Anzahl an Kommandoposten über einen bestimmten Zeitraum zu halten.

Außerdem steht die Funktion „Sofortspiel“ zur Verfügung, um in 1vs1-Spielen an den drei offiziellen Laddern von GameSpy (1vs1-Kampagne, Boden, Weltraum) teilzunehmen.

Entwicklungsgeschichte[Bearbeiten]

Veröffentlichung[Bearbeiten]

Zum Verkaufsstart von Empire at War wurde eine Collector's Edition herausgegeben, die in Europa zum gleichen Preis wie das Originalspiel verkauft wurde. Sie enthält neben einem 3D-Cover noch ein farbiges Handbuch sowie eine Bonus-CD-ROM mit Todesstern-Aufdruck. Diese enthält Concept Arts, Wallpaper und einige zusätzliche Karten.

Seit dem 14. September 2007 ist das Star Wars: Empire at War Gold Pack erhältlich, das Empire at War Version 1.5 samt dem Add-on Forces of Corruption enthält.[2] Zusätzlich bietet es den Inhalt der Collector's Edition.

Rezeption[Bearbeiten]

Metawertungen
Datenbank Wertung
GameRankings 78,79 %[8]
Metacritic 79/100[7]
Bewertungen
Publikation Wertung
GameSpot 8,7/10[3]
GameSpy 3,5/5[4]
GameZone 8,4/10[5]
IGN 7,6/10[6]

Star Wars: Empire at War wurde von der Fachpresse überwiegend positiv aufgenommen. Die Webseite Metacritic berechnete eine Metawertung von 79 von 100 Punkten.[7]

Kurz nach der Veröffentlichung begannen Spieler damit, Modifikationen zu entwickeln, die beispielsweise neue Einheiten hinzufügen.

Forces of Corruption[Bearbeiten]

Im Oktober 2006 erschien unter dem Titel Star Wars: Empire at War: Forces of Corruption die erste und einzige Erweiterung zu Empire at War.

Das Add-on fügt eine neue, spielbare Fraktion hinzu, das Zann-Konsortium. Das Konsortium unterscheidet sich erheblich in der Steuerung von den Fraktionen. Der Anführer des Konsortiums, Tyber Zann, steht im Zentrum der neuen Kampagne.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Offizielle Website: Star Wars: Empire at War
  2. Artikel zum Release des Gold Packs
  3. Bob Colayco: Star Wars Empire at War Review. GameSpot, 16. Februar 2006, abgerufen am 7. Oktober 2014 (englisch).
  4. Tom Chicks: Star Wars: Empire at War. GameSpy, 23. Februar 2006, abgerufen am 7. Oktober 2014 (englisch).
  5. GameZone
  6. IGN
  7. a b Metawertung "Empire at War". metacritic.com, abgerufen am 23. Juli 2014 (englisch).
  8. Metawertung "Empire at War". gamerankings.com, abgerufen am 7. Oktober 2014 (englisch).