Stedten (Mansfelder Land)

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51.44333333333311.6925110Koordinaten: 51° 26′ 36″ N, 11° 41′ 33″ O

Stedten
Wappen von Stedten
Höhe: 110 m
Fläche: 9,62 km²
Einwohner: 1005 (31. Dez. 2008)
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 06317
Vorwahl: 034774
Amsdorf Aseleben Erdeborn Dederstedt Hornburg Lüttchendorf Neehausen Röblingen am See Seeburg Stedten Wansleben am See Landkreis Mansfeld-SüdharzKarte
Über dieses Bild

Lage von Stedten in Seegebiet Mansfelder Land

Stedten ist ein Ortsteil der Gemeinde Seegebiet Mansfelder Land und liegt an der Weida im südöstlichsten Zipfel des Landkreises Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt.

Geschichte[Bearbeiten]

Stedten gehört mit zu den ältesten Siedlungen des Mansfelder Landes. In einem zwischen 881 und 899 entstandenen Verzeichnis des Zehnten des Klosters Hersfeld (Hersfelder Zehntverzeichnis) wird Stedten als zehntpflichtiger Ort Stedi im Friesenfeld erstmals urkundlich erwähnt.

Ursprünglich war die Landwirtschaft die Haupterwerbsquelle der Bevölkerung. Mit zunehmendem Einfluss des Bergbaus entwickelte sich Stedten immer mehr zum Industriedorf und die Bevölkerungszahl stieg ständig. Schon im 19. Jahrhundert wurden mehrere Gruben und Tagebaue erschlossen. Im Jahre 1913 entstand noch eine Brikettfabrik, die 1994 geschlossen wurde und das Ende des Bergbaus im Ort bedeutete.

Heute zeugen lediglich weiträumige Senken und Abraumhalden von den ehemaligen Tagebauen. Viel Geld und Energie investierte man in die Aufforstung der geschädigten Landschaft, Rad– und Wanderwege wurden angelegt. Gegenwärtig erwartet den Besucher ein ausgedehntes Naherholungsgebiet.

Am 1. Januar 2010 schlossen sich die bis dahin selbstständigen Gemeinden Stedten, Amsdorf, Aseleben, Erdeborn, Hornburg, Lüttchendorf, Neehausen, Röblingen am See, Seeburg und Wansleben am See zur Einheitsgemeinde Seegebiet Mansfelder Land zusammen.[1] Gleichzeitig wurde die Verwaltungsgemeinschaft Seegebiet Mansfelder Land, zu der Stedten gehörte, aufgelöst.

Vereine[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

  • Bohr- und Brunnenbau GmbH Stedten

Bildung[Bearbeiten]

In Stedten befindet sich ein großes Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Halle (Saale). Dieser Komplex wurde in den letzten Jahren umgebaut und erweitert, so dass es nun jährlich mehr als tausend Auszubildenden die Möglichkeit bietet, einen Beruf der Richtungen Heizungs- und Lüftungsbauer, Gas- Wasserinstallateur und einigen Anderen zu erlernen.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Stedten hat eine Anbindung an die A 38. Von Stedten aus erreicht man Halle (Saale) in ca. 20 Minuten, Leipzig und den Flughafen Leipzig/Halle in 40 Minuten. Ein aktuelles Straßenbauprojekt sieht einerseits den Wiederaufbau der alten Hauptstraße nach Teutschenthal vor, die einst dem Tagebau weichen musste, andererseits soll eine direkte Verbindung nach Amsdorf/Wansleben entstehen.

Von 1884 bis 2003 hatte Stedten einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Röblingen am See–Vitzenburg, auf dem Reststück findet nur noch Güterverkehr statt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010