Albula (Fluss)

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Albula
Alvra
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Albula bei Sils im Domleschg

Albula bei Sils im Domleschg

Daten
Gewässerkennzahl CH: 282
Lage Schweiz
Flusssystem Rhein
Abfluss über Hinterrhein → Rhein → Nordsee
Quelle Crap Alv Laiets am Albulapass
46° 34′ 18″ N, 9° 48′ 34″ O46.57169.80942304
Quellhöhe 2'304 m ü. M.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung In den Hinterrhein bei Fürstenaubruck46.71259.4496670Koordinaten: 46° 42′ 45″ N, 9° 26′ 59″ O; CH1903: 753750 / 175447
46° 42′ 45″ N, 9° 26′ 59″ O46.71259.4496670
Mündungshöhe 670 m ü. M.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 1634 m
Länge 39,9 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen 
mit Landwasser 59 km
Einzugsgebiet 950 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Abfluss
an der Mündung[1]
MQ
29,1 m³/s
Linke Nebenflüsse Ava da Mulix, Julia (Gelgia)
Rechte Nebenflüsse Tischbach, Ava da Tuors, Ava da Stugl, Landwasser, Heidebach
Durchflossene Seen Crap Alv Laiets
Durchflossene Stauseen Palpuognasee

Die Albula (rätoromanisch Alvra) ist der grösste Nebenfluss des Hinterrheins und verläuft im Schweizer Kanton Graubünden. Der Name leitet sich ab vom Lateinischen albulus (weisslich)[2].

Über das Talsystem der Albula verlaufen die Verkehrswege, mit denen das Engadin an die übrige Schweiz angebunden ist, darunter der Albulapass (Pass dall’ Alvra), an dessen Westseite sie entspringt.

Das Albulatal ist durch einen häufigen Wechsel von breiten Talböden und Schluchten gekennzeichnet und bietet nur wenig Siedlungsraum. Die wichtigsten Nebenflüsse sind der Tuorsbach, das Landwasser, beide an der Mündung länger als die Albula, und die Julia (Güglia), über die der Julierpass erreicht wird. Das Landwasser ist an der Mündung nicht nur länger, sondern auch bedeutend wasserreicher als die Albula (9,45 m³/s gegenüber 5,67 m³/s[1]). Über das Landwassertal mit der Stadt Davos wird der Flüelapass erreicht.

Dem Fluss folgt auf seiner ganzen Länge die Albulabahn der Rhätischen Bahn. Sie besitzt im Albulatal eine ihrer spektakulärsten Streckenführungen und ist auf diesem Abschnitt durch die UNESCO als Welterbe klassifiziert.

Nutzung[Bearbeiten]

Die Wasserkraft der Albula wird in mehreren Kraftwerksanlagen genutzt. Der oberste und älteste Stausee ist der Palpuognasee (Lai da Palpuogna), der, um Strom für den Bau des Albulatunnels zu gewinnen, im Jahr 1898 gestaut wurde. Er wird gern als einer der schönsten Flecken der Schweiz beworben. Bei Bergün Islas wird erneut ein Teil der Albula gefasst und über einen Druckstollen zum ca. 10 km entfernten Kraftwerk Filisur (64 MW Leistung) der Albula-Landwasser Kraftwerke (ALK) geführt. Die Wasserrückgabe erfolgt über ein Ausgleichsbecken in Filisur. Unterhalb Tiefencastel nimmt die Albula linkerhand die Julia auf und fliesst durch die Schinschlucht. In der Schlucht wird die Albula seit 1986 durch die Bogenstaumauer Solis zu einem in enger Schlucht flussartig wirkenden See gestaut, ehe sie vom Soliser Viadukt der Rhätischen Bahn und der daneben verlaufenden Autostrasse überspannt wird. Das Wasser wird über Druckstollen den Kraftwerken Sils und Rothenbrunnen der EWZ zugeleitet, wo das Wasser zurückfliesst – in Sils noch in die Albula, in Rothenbrunnen bereits in den Hinterrhein.

Das Restwasser der Albula mündet nach 40 Kilometern bei Fürstenau in den Hinterrhein. Bei natürlichem Abfluss, der durch die Wasserkraftnutzung bei beiden Flüssen derzeit nicht gegeben ist, ist die Albula mit 29.1 m³/s grösser als der Hinterrhein, der dort 27.3 m³/s Wasser führt.

Nebenflüsse[Bearbeiten]

  • Alvbach (links)
  • Ovel da Zavretta (rechts)
  • Rabgiugsa (links)
  • Ava da Tisch (links)
  • Ava da Tuors (Tuorsbach, rechts)
  • Ava da Stugl (Stulserbach, rechts)
  • Landwasser (rechts)
  • Selabach (links)
  • Schaftobelbach (links)
  • Val digl Guert (rechts)
  • Grondabach (links)
  • Gelgia (Julia, links)
  • Valmalabach (rechts)
  • Stirvabach (links)
  • Rain digl Lai (Heidebach, rechts)
  • Grossbach (links)
  • Prodavosbach (rechts)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Hydrologischer Atlas der Schweiz 2002, Tafel 5.4 Natürliche Abflüsse 1961-1980 (Ausschnitt)
  2. Wörterbuch Latein-Deutsch

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Albula – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien