Tayshaun Prince

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Basketballspieler
Tayshaun Prince
Tayshaun Prince.jpg
Spielerinformationen
Voller Name Tayshaun Durell Prince
Geburtstag 28. Februar 1980
Geburtsort Compton, Vereinigte Staaten
Größe 206 cm
Position Small Forward
College University of Kentucky
NBA Draft 2002, 23. Pick, Detroit Pistons
Vereinsinformationen
Verein Memphis Grizzlies
Liga NBA
Trikotnummer 21
Vereine als Aktiver
2002-2013 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Detroit Pistons
Seit 0 2013 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Memphis Grizzlies
Nationalmannschaft1
2007–2008 Vereinigte Staaten 23 Spiele[1]
1Stand: 8. Februar 2011

Tayshaun Durell Prince (* 28. Februar 1980 in Compton, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Basketballspieler. Prince, der in seiner Collegezeit bei den University of Kentucky Wildcats spielte, wurde 2002 an 23. Stelle von den Detroit Pistons gedraftet. Seit 2013 spielt er für die Memphis Grizzlies. Der 2,06 m große und 98 kg "leichte" Small Forward (SF) gilt als einer der besten Verteidiger auf seiner Position. Hierbei profitiert er von seiner Armspannweite von 2,18 Metern.

Karriere[Bearbeiten]

College[Bearbeiten]

Prince hat vier Saisonen lang für die University of Kentucky Wildcats gespielt und dabei einen Schnitt von 13.2 Punkten und 5.7 Rebounds pro Spiel erzielen können. In diesem Zeitraum haben die Wildcats 97 Spiele gewonnen und bloß 39 Spiele verloren sowie jedes Jahr den Einzug in das NCAA Turnier geschafft. Kentucky konnte sowohl 1999 als auch 2001 das SEC Turnier für sich entscheiden. In der Saison 2000-2001 wurde Prince zum SEC Player of the Year[2] gewählt und zum Most Valuable Player des SCE Turniers.

Zu seinen erinnerungswürdigsten Spielen auf dem College zählt ein 79-59 Sieg gegen North Carolina in dem er 31 Punkte, 11 Rebounds, 4 Assists und 4 Steals für sich verbuchen konnte. In diesem Spiel erzielte er die ersten fünfzehn Punkte seines Teams mit fünf aufeinanderfolgenden verwandelten Dreipunktewürfen.[3] In einem 87-82 Sieg gegen Tulsa im NCAA Turnier 2002 erzielte Prince seine College-Bestleistung von 41 Punkten.[4] 2002 erhielt er seinen Abschluss in Soziologie[5] und meldete sich für den NBA Draft an.

Detroit Pistons (2002 – 2013)[Bearbeiten]

Prince wurde im NBA Draft 2002 von den Detroit Pistons später als erwartet mit dem 23. Pick gezogen. Enttäuscht über das für ihn demütigende Desinteresse wählte Prince die Trikotnummer 22, um die 22 Klubs zu symbolisieren, die ihn verschmähten. Prince spielte in seiner Rookie-Saison 2002-2003 nur in 42 Spielen (3,3 Punkte pro Spiel),[6] doch in der ersten Runde der Playoffs war Coach Rick Carlisle dazu gezwungen seine Aufstellungen zu ändern um einen 3-1 Rückstand auf die Orlando Magic wiedergutzumachen. Prince überzeugte schnell und wurde regelmäßig aufgestellt. Er stellte dabei einen NBA Rekord auf da er als erster Spieler in der Geschichte der Liga mehr Minuten in den Playoffs als in der regulären Saison gespielt hatte (137 in der Saison, 141 in den Playoffs). Die Pistons schafften es die Serie zu drehen und Prince hatte im siebten und entscheidenden Spiel seinen endgültigen Durchbruch: er erzielte 20 Punkte in 24 Minuten und verhalf seinem Team zum Sieg. In der zweiten Runde setzten sich die Pistons noch gegen die Philadelphia 76ers durch, mussten sich danach jedoch den New Jersey Nets geschlagen geben. Trotzdem war Prince ab diesen Playoffs als Stammspieler der Pistons etabliert.

Rick Carlisle wurde durch den ehemaligen Coach der Philadelphia 76ers, Larry Brown, ersetzt, der Prince auch prompt in die Startaufstellung auf der Position des Small Forwards aufstellte. Prince hob seinen Punkteschnitt von 3.3 auf 10.3 Punkte und war auch Bestandteil des Sophomore Teams in der NBA Rookie Challenge. In den Playoffs 2004 hatte Prince seinen wohl prägensten Moment auf einem NBA Basketballfeld. In den Eastern Conference Finals gegen die Indiana Pacers schaffte er einen fast unmöglich Block gegen den Starspieler der Pacers Reggie Miller. Diese Aktion wurde oft auf ESPN und anderen amerikanischen Sportsendern gezeigt und ist wohl das Markenzeichen von Prince' Karriere. Nachdem sich die Pistons gegen Indiana durchsetzen konnten, bezwangen sie die Los Angeles Lakers nach sechs Spielen in den NBA Finals und sicherten sich die NBA Meisterschaft.

In der folgenden Saison verbesserte sich Prince weiterhin: 14.7 Punkte pro Spiel.[6] Er wurde in das NBA All-Defensive Second Team gewählt und war Dritter bei der Wahl zum NBA Most Improved Player Award. Die Pistons schafften es auch dieses Jahr in die NBA Finals, doch sie mussten sich nach spannenden sieben Spielen den San Antonio Spurs geschlagen geben. In der NBA Saison 2005-2006 spielte Prince in allen 82 Spielen seines Teams und hielt sein starkes Niveau. In den Playoffs verloren die Pistons gegen die Miami Heat in den Eastern Conference Finals. In der darauffolgenden Saison war Prince erneut konstant und erreichte mit seinem Team ein weiteres Mal die Eastern Conference Finals, doch sie konnten sich nicht gegen die Cleveland Cavaliers durchsetzen. 2007-2008 wurden die Pistons erneut in den Eastern Conference Finals eliminiert, diesmal von den Boston Celtics nach sechs Spielen. In der NBA Saison 2008-2009 hielt Prince ein weiteres Mal seinen Schnitt von knapp über 14 Punkten und fast 6 Rebounds pro Spiel, doch es zeichnete sich ein Trend in seinem Team ab. Man schaffte es die letzten drei Jahre nicht mehr in die NBA Finals, weil man immer in den Eastern Conference Finals scheiterte. Dieses Jahr war das Team noch schlechter und schaffte es gerade noch in die Playoffs, allerdings nur um gleich in der ersten Runde von den Cleveland Cavaliers nach vier Spielen wieder eliminiert zu werden. Prince war in dieser Serie mit 3.8 Punkten und 3.5 Rebounds relativ ineffektiv.

In der NBA Saison 2009-2010 hatte Prince mit Verletzungen zu kämpfen und spielte zum ersten Mal seit seiner Rookie Saison 2002-2003 nicht in allen 82 Spielen seines Teams in der regulären Saison. Er musste verletzungsbedingt 33 Spiele aussetzen und die Pistons schafften es nicht in die Playoffs. Die NBA Saison 2010-2011 nutzen die Pistons um ihr Team neu aufzubauen um wieder an die erfolgreichen Zeiten von vor einigen Jahren anschließen zu können. Es gab immer wieder Gerüchte, die besagten, dass die Pistons sich bald von Prince trennen würden um jüngere Spieler an Bord zu holen,[7][8] doch diese Gerüchte bestätigten sich nicht.[9]

Memphis Grizzlies (Seit 2013)[Bearbeiten]

Prince und sein Teamkollege Austin Daye wurde am 30. Januar 2013 im Rahmen eines Drei-Team-Tausch zu den Memphis Grizzlies transferiert. Im Gegenzug erhielten unter anderem die Toronto Raptors Rudy Gay während Jose Calderon zu den Detroit Pistons wechselte.[10]

Spielweise[Bearbeiten]

Princes Spielweise ist eher auf die Defensive ausgerichtet, wobei ihm seine Schnelligkeit und seine langen Arme zugutekommen. Er erzielt pro Spiel im Durchschnitt 15 Punkte, 5 Rebounds und 3 Vorlagen und gilt als guter Verteidiger, weswegen er von 2005 bis 2008 viermal in Folge ins All-Defensive Team gewählt wurde.[11] Trotz seiner dürr wirkenden Statur ist er sehr athletisch, was ihn befähigt, mit dem Rücken zum Korb den Ball abzuschirmen und über einen Gegenspieler zu werfen (post up) oder mit zwei schnellen Schritten zum Korb zu ziehen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tayshaun Prince – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. usabasketball.com - All-Time USA Basketball Men's Roster // P
  2. SEC Player of the Year (Version vom 22. Juni 2011 im Internet Archive)
  3. Fünf Dreier in Folge
  4. College-Bestleistung: 41 Punkte
  5. Spielerbiographie
  6. a b nba.com: Karrierestatistiken
  7. Trade Gerüchte #1
  8. Trade Gerüchte #2
  9. pistons.com: All Quiet
  10. Rudy Gay traded to Raptors
  11. nba.com: Spielerbiographie